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Der Entwurf begreift die Promenade am Spreeufer nicht als Randzone, sondern als adressbildende, publikumswirksame Quartierskante. Erdgeschossnutzungen entlang des Wassers und in den Stadtraumbereichen erzeugen auch außerhalb der Bürozeiten Frequenz und Aufenthaltsqualität und erweitern die bestehende Promenadenlogik zu einer lebendigen Innenstadt-Uferzone.

Gleichzeitig wird das Quartier als klimaresilienter Stadtbaustein konzipiert: Es reagiert auf Starkregen- und Hitzerisiken sowie auf die spezifische Lärmsituation (Stadtbahn / Wasserstraße) mit einem „robusten“ Städtebau, der Nutzungen schützt, Freiräume qualifiziert und zukünftige Anpassungen ermöglicht. Die Auslobung benennt hierfür ausdrücklich das Schwammstadt-Prinzip (Niederschläge auf dem Grundstück halten, versickern, verdunsten) als integralen Bestandteil der Aufgabenstellung.

Städtebauliches Konzept und Nutzungsbausteine
Das städtebauliche Grundgerüst organisiert die Hauptnutzungen in klar ablesbaren Baufeldern, die untereinander über einen zentralen Freiraum verbunden sind. Die bauliche Figur schafft eine innere Quartiersmitte als Park- und Platzfolge, die das Quartier adressiert, aber zugleich als Puffer- und Filterraum zwischen Nutzungsbereichen wirkt (Alltag, Sicherheit, Betriebstrennung).

Die Nutzungsmischung folgt dem Leitgedanken „Stadt statt Funktionszone“: Büroflächen für den Bundestag und ver.di, Wohnungsbau sowie nicht störendes Gewerbe und Wohnfolge werden so kombiniert, dass Erdgeschosse publikumswirksam sind, Obergeschosse ruhige Nutzungen aufnehmen und lärmsensible Bereiche geschützt werden. Die Auslobung fordert ausdrücklich diese Mischung (Wohnen, Arbeiten, ergänzende Angebote) sowie die Aktivierung der Erdgeschosse entlang der Spree.

Der Beitrag berücksichtigt zudem den erweiterten Betrachtungsraum der Stadtbahnbögen als Baustein für Quartiersbelebung und Lärm- Kompatibilität“ (z. B. kulturelle, jugendbezogene oder nutzungsflexible Formate), um das Potenzial der Bögen als identitätsstiftenden Stadtraum zu nutzen.

Gebäude und Bauweise
Die Gebäude werden als robuste, hybride Systeme konzipiert: Massive Bauteile werden – wo möglich – aus lokal rückgebauten Stoffströmen über Urban Mining in den Verwertungskreislauf geführt und als dauerhafte, speicherfähige Komponenten eingesetzt. Tragende, massive Decken und Fundamente dienen zugleich der thermischen Bauteilaktivierung (Heizen/Kühlen über aktivierte Speichermasse) und unterstützen damit einen energieeffizienten, temperaturstabilen Betrieb.

Energie- und Fassadenkonzept
Energetisch zielt der Entwurf auf weitgehende Autarkie: Photovoltaik auf Dachflächen („Dach als 5. Fassade“: Energie, Retention, Begrünung, Gestaltung) und Wärmepumpentechnik bilden das Rückgrat; als Quellen werden Geothermie und wasserbasierte Flusswasserthermie kombiniert.

Für die Bundestagsbüros werden Doppelfassaden vorgeschlagen: Der Fassadenzwischenraum kann als klimatischer Puffer wirken und – bei geeigneter Auslegung – natürliche Lüftungsanteile und thermisch getriebene Luftbewegungen ermöglichen; gleichzeitig erhöht sich der Witterungs- und Lärmschutz.  Die Fassaden von Wohnen und ver.di werden klimaaktiviert gedacht (z. B. Verschattung, Begrünung, material- und bauphysikalisch robuste Schichten), um sommerliche Überhitzung zu reduzieren und die Synergie mit der Bauteilaktivierung zu stärken.

Mobilität und Robustheit
Die Auslobung betont nachhaltige Mobilität und neue Mobilitätsangebote als Schlüssel zur Quartiersbelebung und Flächenentsiegelung. Vorgeschlagen wird ein Nahmobilitätskonzept mit Mobility Hub, hoher Fahrrad- und Fußgängerpriorität (u. a. Fahrradstraße/Promenadenlogik) und reduziertem ruhenden Verkehr vorgeschlagen, um Asphaltflächen zu minimieren, Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die blau-grüne Infrastruktur nicht zu fragmentieren. Der Schiffbauerdamm wird im Wettbewerbsgebiet zur uferbegleitenden Fahrradstraße als Teil des Grünen Hauptweges Nr. 5 und orientiert sich Richtung Luisenstraße (bereits als fahrradfreundliche Straße umgebaut). Anlieger und Zulieferung sind auf der Fahrradstraße bei Tempo 30 zugelassen. Der zentrale Quartiersplatz bleibt Autofrei, Einsatzfahrzeuge, Lieferverkehr und Andienung für die barrierefreie Erschließung sind, zeitlich begrenzt, möglich. An der Uferpromenade befinden sich Anleger für Wassertaxi und die Fahrgastschifffahrt.

Robustheit wird dreifach umgesetzt: räumlich durch klare Raumkanten, Orientierung und ablesbare Adressen (Grüner Platz, Spree-Uferpromenade); infrastrukturell durch dauerhaft nutzbare, wartungslogische Beläge/Details (Regenwasserführung sichtbar und kontrollierbar); sozial durch barrierefreie, sichere und flexibel bespielbare Freiräume (kühle Aufenthaltsorte, Wasserdüsen als sommerliches Mikroklima-Element, schattenspendende Baumstrukturen).

Freiraum, Promenade und robuste Alltagsräume
Der Freiraum wird nicht als Restfläche, sondern als blau-grüne Quartiersinfrastruktur entwickelt: zentraler Park, Promenade, Höfe und Vorzonen sind räumlich verbunden und funktional aufeinander abgestimmt. Dadurch entsteht ein durchgängiges Netz aus Aufenthaltsorten, Bewegungsräumen und klimawirksamen Flächen, das sowohl die Uferzone als auch die innenliegenden Quartiersräume stärkt.

Der Grüne Platz wird als zentraler, robust gepflasterter Quartiersplatz aus gesägtem/geschnittenem Kleinsteinpflaster ausgebildet und durch amorph geformte Pflanzinseln gegliedert, die als unterschiedlich bepflanzte Regengärten (Rain-Gardens/Bioretention) ausgebildet sind. Die Platzoberfläche erhält ein Gefälle in Richtung der Regengärten, sodass Niederschlagswasser gezielt in die Pflanzflächen geführt wird, wo es zurückgehalten und über Boden/Vegetation wirksam wird. Die Regengärten werden von variabel breiten Granitplatten eingefasst, die höhenversetzt (±0 bis +45 cm) angeordnet sind: als Sitzkante und zugleich als trittfeste Rahmung für Pflegezugang und Querungen. Eine zusätzliche Insel mit wassergebundener Wegedecke bietet informelle Aufenthaltsqualitäten – Picknick, Spiel und Nachbarschaftstreff.
In die Platzfläche integrierte bodengleiche Wasserdüsen schaffen eine sommerliche Attraktion und unterstützen die Verdunstungskühlung / Luftbefeuchtung im Hochsommer.
Der Baumbestand setzt auf klimaresiliente Arten (u. a. Acer campestreAcer rubrumCeltis australisSophora japonica), ergänzt durch intensiv bepflanzte Regengärten mit standorttoleranten, überwiegend heimischen Mischpflanzungen (z. B. Weiden/Hartriegel, Schneeball, Seggen/Gräser, Wasserdost, Farne, Schwertlilie), die Biodiversität, Pflegepragmatik und saisonale Wirkung verbinden.

Die Uferkante ist als urbane Promenade konzipiert, die publikumswirksame Nutzungen im Erdgeschoss direkt an attraktive Aufenthaltsbereiche koppelt. Das stärkt das Quartier als Ort alltäglicher Nutzung (Spaziergang, Aufenthalt, gastronomische Nutzungen) und unterstützt ein Sicherheits- und Robustheitsprinzip durch „belebte“ Räume statt ungenutzter Übergangszonen.
Uferpromenade
Die bisherige Rasenböschung wird zugunsten einer klassischen Promenade mit baumbeschattetem Flanierraum umgestaltet. Eine rekonstruierte Ufermauer mit Berliner Kanonengeländer sichert den Absturzbereich, während vorgelagerte Betonfertigteilbänke den Uferraum erweitern und attraktive Aufenthaltsbereiche direkt am Wasser schaffen.
Eine großzügige Sitzstufenanlage aus Beton bindet den Grünen Platz visuell und funktional an das Ufer an und greift gestalterische Motive des Bandes des Bundes und der Europacity auf – insbesondere die Kombination aus Naturstein und Beton.
Der Belag besteht aus einer wassergebundenen Wegedecke mit eingelassenem Plattenband aus Berliner Gehwegplatten als Allwetterweg. Ergänzt wird die Promenade durch gruppierte Berliner Parkbänke.Die Pflanzung integriert den vorhandenen Bestand (Fraxinus excelsior) und ergänzt ihn durch eine zweite Baumreihe aus Celtis australis in lockerer Staffelung.

Die Neubebauung organisiert die Häuser in mehreren kompakten Baukörpern auf einem grünen, tiefen Grundstück und verbindet die Vorteile des eigenen Hauses mit einer effizienten, städtischen Grundstücksausnutzung.

Die Architektur ist bewusst klar und ruhig gehalten: helle Putzfassaden, präzise gesetzte Öffnungen und zurückgesetzte Staffelgeschosse mit vertikaler Holzverschalung geben den Häusern eine moderne, zugleich wohnliche Erscheinung. Die gestaffelte Anordnung der Baukörper schafft Privatsphäre, eigene Außenräume und differenzierte Blickbeziehungen in die umgebende Gartensituation.

Jedes Townhouse ist als eigenständige Wohneinheit über mehrere Ebenen konzipiert. Im Erdgeschoss liegen die offenen Wohn-, Ess- und Küchenbereiche mit direktem Bezug zum eigenen Garten. Die oberen Ebenen nehmen Schlafräume, Kinder-/Arbeitszimmer und ergänzende Nutzungen auf. Dachterrassen, begrünte Dächer und Photovoltaikflächen erweitern das Wohnangebot und verbinden Komfort mit einem zeitgemäßen energetischen Konzept.

Das Projekt nutzt die besondere Qualität des Standorts: eine ruhige, durchgrünte Lage in Berlin-Pankow/Rosenthal, gute Erschließung und ein Maßstab, der sich in die vorhandene Wohnstruktur einfügt. So entsteht kein anonymes Geschosswohnen, sondern ein kleinteiliges Ensemble mit eigener Adresse, privatem Freiraum und hoher Alltagstauglichkeit.

Die Planung liest den Ort nicht als leere Fläche, sondern als Spur: Straße, Garten, Hof, Remise. Aus dieser Abfolge entwickelt Büro13 eine Architektur, die Wohnen und Arbeiten, Alltag und Rückzug, Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt.

Im hinteren Teil des Grundstücks steht die Remise. Sie ist kein historisierendes Bild, sondern eine Erinnerung an die Berliner Hofstruktur: unten robust und dienend, oben still und bewohnt. Im Erdgeschoss liegt der Fuhrpark, selbstverständlich und funktional. Darüber öffnet sich eine Wohnebene zum Garten – leicht, geschützt und mit der Ruhe des rückwärtigen Grundstücks verbunden.

Das zweite Haus besetzt die Adresse zur Straße. Sein Erdgeschoss wird als Themenlandschaft gedacht: ein Arbeitsloft, offen, roh und großzügig, ein Raum für Ideen, Material, Handwerk und Bewegung. Darüber liegt die Familienwohnung – hell, gesammelt und dem Garten zugewandt. Arbeiten und Wohnen stehen hier nicht nebeneinander, sondern bilden eine räumliche Erzählung übereinander.

Beide Häuser sprechen dieselbe materielle Sprache. Ein heller, warmer Ziegel zieht sich durch das Ensemble und bindet die Baukörper zusammen. Er erinnert an Werkstatt, Hof und Remise, an Beständigkeit und Gebrauch. Holz, Glas und präzise gesetzte Öffnungen ergänzen diese ruhige Grundstimmung und erzeugen ein feines Spiel aus Schwere und Leichtigkeit.

So entsteht an der Schneeglöckchenstraße kein einzelnes Haus, sondern ein kleiner Stadtbaustein im Grünen: ein Ort mit Tiefe, mit Erinnerung und mit einem offenen Blick nach vorn.

Mit dem Neubau in der Roedernstraße entsteht im ruhigen Blockinnenbereich ein viergeschossiges Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoss und insgesamt neun Wohnungen. Der Baukörper ergänzt die bestehende Blockrandstruktur als Hofbebauung und schafft zusätzlichen Wohnraum, ohne neue Flächen am Stadtrand zu verbrauchen. Die Erschließung erfolgt über ein zentrales Sicherheitstreppenhaus mit Aufzug; alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar. Jede Einheit erhält einen privaten Außenraum in Form von Balkon oder Terrasse; im Erdgeschoss ist eine rollstuhlgerechte Wohnung vorgesehen. Abstell-, Technik- und Kinderwagenflächen sowie großzügige Fahrradstellplätze unterstützen den alltagstauglichen, urbanen Wohnkomfort.

Architektonisch knüpft der Neubau an die Maßstäblichkeit und Typologie der Umgebung an: hochformatige Öffnungen und eine klar gegliederte Lochfassade werden zeitgemäß interpretiert. Das Dachgeschoss ist als Berliner Dach ausgebildet und integriert sich so selbstverständlich in das Quartiersbild. Durch bodentiefe Fenster und eine angenehme Materialpalette entsteht ein helles, behagliches Wohngefühl – ergänzt durch die geschützte Hoflage ohne direkten Straßenverkehr.

Nachhaltigkeit, robuste Bauweise und Holzhybrid

Der Neubau ist als Holz-Beton-Hybrid konzipiert. Der hohe Anteil nachwachsender Rohstoffe reduziert die gebundene CO₂-Belastung und unterstützt eine zirkulär ausgerichtete Materialstrategie. Tragwerk und Ausbau sind so geplant, dass spätere Anpassungen mit angemessenem Eingriff realisierbar bleiben – im Sinne eines robusten, langfristig anpassungsfähigen Gebäudes.
Flexible Grundrissstrukturen, reversible Innenausbauten und nachrüstbare Ausstattungsdetails, etwa im Bereich barrierefreier Bäder, ermöglichen eine dauerhafte Nutzungsflexibilität und reduzieren den Aufwand künftiger Umbaumaßnahmen über den gesamten Lebenszyklus. Zugleich verbindet die Hybridbauweise die konstruktiven und bauphysikalischen Vorteile beider Materialien und gewährleistet dort hohe Qualität und Dauerhaftigkeit, wo besondere Anforderungen an Tragfähigkeit, Schall- und Brandschutz bestehen.
Im Bereich des Regenwassermanagements setzt das Projekt auf ein Retentionsdach als Kombination aus Dachbegrünung und dezentraler Rückhaltung. Niederschlagswasser wird temporär gespeichert, verdunstet zeitversetzt und entlastet so die Entwässerungsinfrastruktur. Gleichzeitig leistet das System einen wirksamen Beitrag zur mikroklimatischen Verbesserung und zur Klimaanpassung im verdichteten urbanen Kontext.

   

 

Energieeffizienz, QNG und DGNB-Qualitätsniveau

Energetisch ist das Gebäude auf Effizienzhaus-40-Niveau ausgelegt und übertrifft damit die gesetzlichen Mindestanforderungen deutlich. Die Wärmeversorgung erfolgt über das am Standort verfügbare Fernwärmenetz und wird durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Batteriespeicher ergänzt. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung reduziert den Heizenergiebedarf und erhöht zugleich den thermischen Komfort.
Die technische Konzeption berücksichtigt darüber hinaus die Anforderungen der Ökobilanzierung (LCA) und schafft damit eine wesentliche Grundlage für die angestrebten Nachhaltigkeitsstandards. Das Projekt ist im DGNB-System für den Neubau von Wohngebäuden dokumentiert; angestrebt wird eine Zertifizierung in DGNB-Silber in Verbindung mit den Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG). Maßgeblich hierfür sind unter anderem der Effizienzhaus-40-Nachweis, die Berücksichtigung des Lebenszyklusansatzes sowie klar definierte Qualitätskriterien in Planung und Ausschreibung.
Damit verbindet das Vorhaben urbane Nachverdichtung mit einer robusten, anpassungsfähigen Bauweise sowie hohen energetischen und nachhaltigkeitsbezogenen Standards. Es entsteht ein zukunftsfähiger Wohnbaustein für Oberschöneweide, der ökologische, technische und städtebauliche Anforderungen in einer schlüssigen Gesamtstrategie zusammenführt.

Hamburg Billstedt- Wohnhöfe

Das Wohnquartier befindet sich im östlichen Teil Hamburgs, zugehörig dem Stadtteil Billstedt. Umschlossen wird das Gebiet von der Autobahn A 24 im Norden, dem Schleemer Bach und Öjendorfer See im Osten. Die angrenzenden Flurstücke im Süden sind durch Genossenschaften ebenfalls mit zweigeschossigen Wohnbauzeilen bebaut, hinter diesen folgt weiter Richtung Süden der Friedhof Öjendorf. Westlich schließt das Quartier an die Infrastruktur der Wohngegend Billstedt‘s an, ausgestattet mit Nahversorgung, einer Vielfalt an Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten – gut angeschlossen an das ÖPNV-Netz. Mit See und Park in fußläufiger Umgebung ist ebenfalls die Nähe zur Natur gegeben.

Die Neubausiedlungen schafft 106 neue kostengünstige Wohneinheiten des gleichen Wohnungstypus. Hierbei handelt es sich um Mietwohnungen ausgerichtet für sozialen Wohnungsbau.

Entwurflich abgestimmt sind die Gebäudezeilen auf eine 2-Geschossigkeit, jeweils mit zusätzlichem Staffelgeschoss und Flachdach. Gestaffelt ist die 3. Etage zur Gartenseite hin. Die lokal angepasste Fassade ergibt sich aus einer Kombination gestalterischer Elemente. Prägende Materialien sind Klinkerriemchen in braun-gelblicher Färbung und eine weiße Putzoberfläche in glatt und profilierter Ausführung. Die beiden unteren Geschosse werden zu einem umlaufenden Sockel mit Riemchenoberfläche zusammengefasst, das Staffelgeschoss in glatter Putzoberfläche. Dieser springt im Bereich der Fenster zurück und wird als Besenstrichoberfläche ausgebildet. Kellerersatzräume hinter dem Haus dienen der Terrassenabtrennung zwischen Nutzungseinheiten, und sind gestalterisch im Zusammenhang mit der Terrasse und dem Vordach des Eingangsbereich auf der Vorderseite zu sehen.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Die umgebende Bebauung ist geprägt von zeilenartiger 3-geschossiger Bebauung entlang des Lindenberger Wegs. Durch die angrenzende vier- bis fünfgeschossige Wohnbebauung des Eichenrings mit 221 Wohnungen und Tiefgarage hat sich der Gebietscharakter entsprechend verändert, es entstehen in 3 oberirdischen Häusern insgesamt 57 Wohneinheiten. Nach Rückfrage bei der Gemeinde werden derzeit vor allem Familienwohnungen nachgefragt und gewünscht. Es wird auf dem Flurstück 874 ein generationsübergreifender Spielplatz errichtet.
Die Retensionsdächer auf den Häusern 1 und 2 können durch die Nutzer in Teilen auch als Urban Garden genutzt werden. Das Grundstück ist durch öffentliche Leitungssysteme sowohl mit Trinkwasser als auch mit Schmutzwasserkanälen erschlossen. Alle 3 Gebäude und das Dach der Tiefgarage werden mit extensiven Gründächern mit Retentionsdächern mit Regenwasserrückhalteeinrichtungen geplant. Normale Regenereignisse werden somit auf den Dächern gehalten und zur Verdunstung gebracht. Damit werden die Niederschläge dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt und das Mikroklima in unmittelbarer Umgebung wesentlich verbessert. Für Starkregenereignisse werden auf dem Grundstück entsprechende Spei-chermedien (Zisternen) geplant, die das Regenwasser für einen 2. Wasserkreislauf (Grauwassernutzung) auf dem Grundstück speichern. Alle Wohneinheiten in den Gebäuden 1 und 2 sind barrierefrei erreichbar. Im Gebäude 1 entstehen 12 von 21 Wohneinheiten mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Im Gebäude 2 entstehen 4 und im Gebäude 3 weiter 3 Wohneinheiten jeweils in den Erdgeschossen der Gebäude mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Ein Personenaufzug erschließt alle vertikalen Ebenen schwellenlos. Die Aussenanlagen und die Hauseingänge sind barrierefrei begehbar und erreichbar. Alle Gebäude erfüllen die Anforderungen des Effizienzhaus 55 nach dem KfW-Standard und übererfüllen somit die gesetzlichen Anforderungen. Heizungsenergie wird durch eine Luftwasserwärmepumpen mit Unterstützung durch Photovolataikanlagen erzeugt. Das Warmwasser wird dezentral durch Wohnungsstationen bereitgestellt.

Am Kreisverkehr Hauptstraße / Zum Olympischen Dorf / Heidelerchenallee markiert ein Ensemble aus drei Wohn- und Geschäftshäusern den Auftakt der neuen Heidesiedlung. Ziel des Auftraggebers ist ein Quartiersbaustein, der selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen im gewachsenen Umfeld ermöglicht – und bei sich ändernden Lebensumständen passende Angebote im direkten Wohnumfeld bereithält.

Das Projekt umfasst 51 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen. Haus 1 ist konsequent auf Gemeinschaft und Teilhabe ausgerichtet: Zwei Wohngruppen als Inklusionswohnen bilden ein Zuhause für selbstbestimmtes Leben in überschaubaren Strukturen – mit privaten Rückzugsbereichen und gemeinschaftlichen Alltagsflächen. Ergänzend sind hier weitere Wohnungen angeordnet, die barrierefrei geplant und langfristig nutzbar sind.

Haus 2 liegt im Mischgebiet und übernimmt die Rolle des „öffentlichen Erdgeschosses“: Serviceeinrichtungen und Gewerbe schaffen Zentrumsfunktionen für das neue Wohngebiet – denkbar sind Café, Bäcker oder Apotheke und Arztpraxen. Darüber liegen Wohnungen, die von der Adresse und der guten Erreichbarkeit profitieren. Haus 3 ergänzt das Ensemble als reines Wohngebäude und stärkt das Angebot an barrierefreien, alltagstauglichen Grundrissen.

Der Entwurfs überzeugt durch die klare, robuste Gebäudelogik: Jedes Haus erhält nur einen vertikalen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe, wodurch die Erschließungsflächen reduziert, die Orientierung vereinfacht und die barrierefreie Nutzung im Alltag spürbar verbessert wird. Die bewusst gewählte massive Bauweise bildet ein langlebiges, schallsicheres und gleichzeitig anpassungsfähiges Grundgerüst – robust in der Nutzung und flexibel für spätere Grundriss- und Nutzungsanpassungen, etwa wenn sich Anforderungen an Wohnen, Inklusionswohnen oder Serviceangebote verändern. Ergänzt wird diese bauliche Robustheit durch ein technisch effizientes Versorgungskonzept und einem Energie- und Haustechnikkonzept mit niedriger Komplexität. Die Beheizung erfolgt über kaskadierende Luft-Wasser-Wärmepumpen mit modularer Auslegung und hoher Betriebssicherheit, während die Warmwasserbereitung über dezentrale Hausstationen organisiert ist, die leitungs- und speicherseitige Verluste reduzieren und hygienisch vorteilhaft sind; der dafür benötigte Strom wird durch PV-Anlagen auf den Dächern unterstützt und stärkt die Eigenstromnutzung im Quartier.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind die Außenräume: nutzbare Dachgärten erweitern die Wohnflächen ins Freie, fördern Begegnung und lassen gemeinschaftliche Aktivitäten zu – bis hin zu Urban Gardening als niedrigschwelligem Angebot für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird kompensiert, dass in den ebenerdigen Aussenanlagen durch die effziente Überplanung des Grundstücks wenig gestalteter Aussenraum für die gemeinschaftliche Nutzung angeboten werden kann.
So entsteht ein bauliches „Tor“ zur Heidesiedlung, das Wohnen, Versorgung und Inklusion in einem robusten Quartiersbaustein zusammenführt.

Im Auftrag der EVM Berlin eG realisierte Büro13 Architekten ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Innenentwicklung in Berlin-Mariendorf. Durch die viergeschossige Aufstockung plus Staffelgeschoss eines Bestandsriegels aus den 1970er Jahren schaffen wir hochverdichteten Wohn- und Sozialraum, ohne zusätzliche Bodenversiegelung. In enger Kooperation mit dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) schaffen wir einen Raum, der den demografischen Wandel im Quartier aktiv gestaltet.

Ganzheitliche Quartiersentwicklung:

Parallel zur Nachverdichtung wurden die vorhandenen 49 Wohneinheiten energetisch ertüchtigt und umfassend saniert. Damit überführen wir den gesamten Gebäudekomplex in einen zeitgemäßen Effizienzstandard. In enger Kooperation mit dem EJF entsteht so ein hybrider Ort, der medizinische Fachpraxen, Tagespflege und inklusives Genossenschaftswohnen synergetisch vereint.

Programmatik & Nutzungsmix

Das Raumprogramm ist präzise auf die Bedürfnisse der Genossenschaftsmitglieder und des Trägers zugeschnitten:

  • Gesundheit & Nahversorgung (EG/1. OG): Erweiterung der ansässigen Apotheke und Zahnarztpraxis sowie Ansiedlung neuer Facharztpraxen zur Sicherung kurzer Wege für Senioren. Ergänzt wird dies durch ein EVM-Servicebüro, Kiosk und eine öffentliche Kiezküche mit Cafeteria als sozialer Ankerpunkt zum Hof.

  • Betreutes Wohnen & Inklusion (2./3. OG): Realisierung von barrierefreien Service-Apartments für Senioren sowie einer spezialisierten Wohngemeinschaft des EJF für die befristete Angehörigenbetreuung.

  • Pflege-Infrastruktur (Staffelgeschoss): Integration einer modernen Tagespflegeeinrichtung des EJF mit hoher Aufenthaltsqualität.

Architektonische & Technische Lösungskompetenz

Büro13 löste die spezifischen Herausforderungen des Standorts durch innovative Planungsansätze:

  • Konstruktive Herausforderung Statik: Umbau des Erdgeschosses unter vollständiger Erhaltung der vorhandenen Tiefgarage bei gleichzeitiger Lastaufnahme von drei neuen Obergeschossen plus Staffelgeschoss.

  • Aktiver Schallschutz: Die Gliederung der Straßenfassade durch charakteristische Dreieckserker ermöglicht weite Sichtbezüge bei maximalem Lärmschutz durch spezialisierte Schallschutzverglasung. Der Baukörper fungiert als wirksamer Lärmriegel für die dahinterliegende Hofbebauung.

Nachhaltigkeit durch Ressourcenschonung:

Ein zentraler Aspekt der Planung ist der Erhalt der vorhandenen Tiefgaragenstruktur.

  • Durch die Weiternutzung des massiven Untergeschosses sichern wir die darin gebundene graue Energie und minimieren den CO2-Fußabdruck des Gesamtvorhabens massiv.
  • Dieser ressourceneffiziente Ansatz wird durch eine Dachaufstockung in serieller Holzbauweise konsequent fortgeführt.
  • Die Vorfertigung der Holzbauelemente garantiert nicht nur eine CO2-neutrale Konstruktion, sondern auch eine signifikante Verkürzung der Bauzeit und Emissionsminderung vor Ort.

Das Neubauprojekt in Falkensee steht für nachhaltiges Wohnen mit einem breit gefächerten Wohnungsangebot, von Kleinwohnungen für Young Professionals bis hin zum Familienwohnen. Zahlreiche Spielplätze und großzügige Freiflächen in den Innenhöfen bieten diversen Raum für entstehende und gelebte Wohngemeinschaften. Ein Drittel der Wohnungen sind barrierefrei ausgeführt worden. Es kann somit ein generationsübergreifendes Wohnen etabliert werden. Das Wohnprojekt entstand auf einem ehemaligen Industriegebiet. Die Konversionsflächen und Böden wurden fachgerecht saniert. Da sich die Wohnungen unmittelbar an der Schnellbahnstrecke Berlin – Hamburg befinden, wurden besondere Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, so dass eine hohe Wohnqualität ermöglicht wurde, welche die anspruchsvollen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Das neue Wohnquartier folgt den Prinzipien der Schwammstadt. Sämtliches Oberflächenwasser wird auf den Dächern und Parkdecks in Retentionsboxen gespeichert und verdunstet. Die Retentionsdachflächen sind sämtlich begrünt und tragen somit einen massiven Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas bei und verhindern die Aufheizung in den kommenden und immer heißer werdenden Sommermonaten. Sämtliche Baukörper sind in Massivbauweise errichtet. Die Speicherfähigkeit der schweren Bauteile der Außenwände und Decken trägt einen Anteil an passiver Energieeinsparung durch indirkte Bauteilaktivierung bei. Dieser Effekt führt ebenso zu einer besseren Wohnbehaglichkeit und steigert somit den Wohnkomfort. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie ist die lokale regenerative Energieerzeugung. Jedes einzelne Haus verfügt über eine autarke Wärmeversorgung und wird mit Luftwärmepumpen beheizt, die umweltfreundlich Wärme aus der Luft gewinnen. Darüber hinaus wurden auf allen Dächern Photovoltaikanlagen installiert. Für den Individualverkehr der Bewohner ist jeder Wohnung ein PKW- Stellplatz in der Tiefgarage zugeordnet. Für einen Großteil der Stellplätze wurde die Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge vorgerüstet, welche durch den eigens hergestellten Strom aus der Hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist wird.

Das Planungsgrundstück liegt mitten in Wildau, direkt nördlich des Wissenschaftscampus mit der Technischen Hochschule und zahlreichen wissenschaftlichen Instituten. Die nach Norden schmal zusammenlaufende Grundstücksfläche weist einige herausfordernde Bedingungen auf. So verlaufen auf der Ostseite die Bahngleise Richtung Berlin, von denen aus Lärmschutzgründen ein Abstand von 20 m eingehalten werden muss. An der südwestlichen Ecke des Grundstücks befindet sich ein Strommast, von dessen Leitungen ein Mindestabstand von 5 m eingehalten werden muss. Im Norden schließt sich ein Wohnviertel mit Einfamilienhäusern an, das Grundstück selbst ist allerdings als Gewerbegebiet definiert. Diese Festlegung schließt eine dauerhafte Wohnnutzung aus. Mit der Idee eines Boardinghauses soll diese Anforderung umgesetzt werden.
Das gesamte Gebäude wirkt zur Straßenseite eher geschlossen und öffnet sich mit Terrassierungen auf der Hofseite. Das Sockelgeschoss und das zurückspringende Dachgeschoss aus Backstein nehmen die Materialsprache der umgebenden Bebauung der Schwartzkopff-Siedlung auf. Die Form des Gebäudes ergibt sich zum einen aus den geometrischen Anforderungen durch die Abstände zu Bahngleisen und Stromleitung, zum anderen aus der Himmelsausrichtung und der Nutzung.

Die Fassade zur Freiheitstraße ist leicht geknickt, wodurch ihr die Länge und Massivität genommen werden. Die beiden Gebäudeflügel, die sich an der West- und der Ostseite anschließen, öffnen sich nach Norden zu einem großzügigen Innenhof.

Im Erdgeschoss befinden sich, neben Boardingzimmern und Funktionsbereichen wie Küche und Lagerräumen, ein großzügiges Foyer mit Empfang und ein gemeinsamer Frühstücksraum. Im Ostflügel, zur Bahnlinie hin, ist ein Parkdeck geplant. Dessen Ausrichtung zu den Bahngleisen hat das Ziel das hohe Lärmaufkommen abzuschirmen. Erschlossen werden die Parkplätze über eine Zufahrt von der Freiheitstraße. In den oberen Etagen befinden sich die restlichen 114 Boardingzimmer, sowie großzügige Terrassenflächen. Die Gebäudefläche des EG ist größer als die der Obergeschosse, ihr Dach bildet zur Hofseite eine große Terrasse aus. Diese kann als Dachgarten für Veranstaltungen oder zur Erholung und dem Networken dienen. Die Boardingzimmer orientieren sich in den Seitenflügeln zum ruhigen Innenhof, weg von den Bahngleisen bzw. vom Umspannwerk, die Zimmer des Mittelgebäudes liegen nach Süden. Geschlossene Laubengänge im Ost- und Westflügel dienen als zusätzliche Lärmpuffer.

An der Stelle der Baulücke befand sich vor dem Krieg ein Teil des Vorderhauses zur Choriner Straße. Der neu geplante Baukörper ergänzt das alte Gebäude und wird direkt an das vorhandene Treppenhaus angebunden. Der neu geplante Fahrstuhl erschließt somit in Zukunft auch einen Teil der Wohnungen im Altbau. Auf dem trapezförmigen Grundstücksteil entstehen übereinander drei Etagenwohnungen, sowie eine Triple-Maisonette-Wohnung, die sich bis in das Dachgeschoss erstreckt. Die vorhandene Trafostation im Erdgeschoss bleibt bestehen. Die restliche Fläche ist zum einen Zugang zu Treppenhaus und Aufzug und Durchgang zum Hof, zum anderen werden die vorhandenen Mülltonnen teilweise in einem Unterflursystem untergebracht und somit die ebenerdige Fläche effektiver geordnet. Der Hof wird zum Teil entsiegelt, neu gepflastert und bepflanzt und bekommt eine höhere Aufenthaltsqualität für alle Bewohner.
Die drei Etagenwohnungen nehmen jeweils die gesamte neu bebaute Fläche ein. Küche und Bad liegen zentral an einem durchgehenden Leitungsstrang, Ein großer Wohn- und Essbereich orientiert sich mit großzügiger Verglasung und Balkon zur Choriner Straße. Zum rückwärtigen Hof liegt ein weiteres Zimmer mit Balkon. Um die in der Mitte des Grundrisses liegenden Bäder zu belichten, werden in die Brandwand Glasbausteine in F90-Qualität eingebaut. Dadurch wird die eingeschränkte Belichtungssituation deutlich verbessert.
Das Highlight ist die Dachgeschosswohnung, die sich über drei Wohnebenen erstreckt. Auf der untersten Ebene im 4.OG befindet sich eine von der Straßen- bis zur Hofseite durchgehende Wohnlandschaft, die Balkone zu beiden Seiten hat. Von dort führt eine durchgehende Treppe wie eine Himmelsleiter in die beiden oberen Ebenen. Auf der Mittelebene liegt eine Galerie, die durch einen Luftraum mit dem Wohnbereich darunter verbunden ist und zum Arbeiten oder Entspannen genutzt werden kann. Durch Glasflächen der gefalteten Dachhaut fällt Licht bis in die untere Wohnebene. Am Badezimmer vorbei gelangt man zum großen Schlafzimmer, das sich zum Hof orientiert. Bereits von unten ist am obersten Ende der Treppe ein Blick in den Himmel zu erahnen durch das verglaste Dach des Wintergartens. Neben dem Wintergarten sind im Mezzanin ein weiteres Badezimmer sowie ein Schlafalkoven geplant.

Die Fassaden der nicht von der Biosphäre überdeckten Gebäudebereiche werden überdämmt und durch Fassadenplatten nach Wahl der Bauherrn abgedeckt. Die massive Gebäudesubstanz und das Luftpolster der Biosphäre davor werden über transparente Gebäudeflächen der Biosphäre mithilfe des Treibhauseffektes durch Sonneneinstrahlung erwärmt. Da der nicht kondensierte Wasserdampf leichter als Luft ist, entweicht er durch ohne maschinelle Unterstützung über Lüftungsöffnungen am First ins Freie. Im Sommer hält die Luftschicht das Bestandshaus kühl. Über thermisch aktivierte Lüftungsklappen und automatische hydraulische Fensteröffner am Fuß – und Firstpunkt der Biosphäre wird wie in einem Gewächshaus überschüssige Wärme auf einfachstem Weg abgeführt werden. Das alles ohne Einsatz anlagenbasierter Technik als Low-Tec Prinzip. Lediglich die Im Sommer notwendige Verschattung wird über Sensorik gesteuert. Der durch die Biosphäre geschaffene Wohnraum erhöht die Nutzungsqualität als ganzjährig nutzbarer unbeheizter Wintergarten enorm. Neben der reichhaltigen luftverbessernden Flora können auch empfindliche Gartenpflanzen überwintern. Die in der Biosphäre eingefangene Wärme steht ohne weiteren Einsatz als Geschenk der Sonne zur Verfügung. Kombiniert mit einer PVT – Anlage und Wärmepumpe ist je nach Nutzerverhalten ein energieautarker Betrieb des Wohnhauses möglich.

Mit dem Anstieg der Bevölkerungszahlen in Berlin, wachsen auch die Bedarfe an sozialer Infrastruktur. So war es ein Glück, dass auf dem Bestandsgrundstück der Kita Zipfelmütze noch Baureserven für eine zusätzliche Bedarfsdeckung bestanden. Beide Gebäude bilden einen gemeinsamen Spielbereich im Freien aus.
Mit dem eingeschossigen Erweiterungsbau entlang der Brandwände an der südlichen Grundstücksgrenze wird die Gesamtkapazität der Einrichtung um 52 auf insgesamt 168 Plätzen erhöht.
Der lineare Erweiterungsbau wird durch einen zentral gelegenen Eingangs- bzw. Mehrzweckbereich erschlossen. Von dort gelangt man in zwei Gruppenbereiche, bestehend jeweils aus einem Gruppen- und einem Nebenraum mit angegliederten Wasch- und Garderobenbereichen. Alle Gruppenräume und Gemeinschaftsräume orientieren sich zum Außenbereich. Somit wird der Innenraum zum Außenraum. Über vorgelagerte Terrassen werden alle Gruppenbereiche unmittelbar an die Freifläche angeschlossen und die Rettungswege des Neubaus sichergestellt. Durch die ebenerdige Lage aller Räume des Gebäudes, schwellenlose Ein- und Ausgänge und die Ausführung eines behindertengerechten WC´s werden die Anforderungen des barrierefreien Bauens nach § 51 BauOBln erfüllt. Das intensive Gründach leistet einen Beitrag zum Klima-Ausgleich, zur Artenvielfalt und zur Biodiversität. Es speichert Niederschläge und kühlt durch Verdunstung sowohl Umfeld und Gebäude. Das Gründach trägt außerdem zu Luftbefeuchtung und Feinstaubfilterung bei.
Das Bauvorhaben wurde mit Zuwendungen des Landes Berlin aus dem Sondervermögen „Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeit (SIWANA) unter Beachtung der Förderrichtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung in Berlin“ gefördert.

Der 6 geschossige Neubau passt sich in die Straßenflucht ein, nimmt wesentliche Gestaltungsmerkmale des Straßenprofils wie Sockelgeschoß und Traufe auf. Alle Wohngeschosse öffnen sich nach Süd-Ost zum innerstädtischen Grünbiotop des historischen Berliner Garnisionsfriedhof. Die Hausfassade bildet mit ihrer halbtransparenten Geschlossenheit eine zurückhaltende Geste zum Stadtraum zwischen den extrovertierten Fassaden der Nachbarn. Akzente setzt sie durch die Materialität und die Art des Entstehens, erstellt in innovativen und handwerklichen Fertigungs- und Verarbeitungstechniken. Das bauliche Regal der Etagen wird im Gebäudeinneren weitestgehend stützenfrei erstellt. Alle Funktionsbereiche umschließen den Zentralraum: das offene Atrium. Auch die Untergeschosse erhalten Tageslicht durch das Atrium, welches unter Terrain geführt ist.
Sämtliche Bereiche sind schwellenlos und barrierefrei zu erreichen. Im Untergeschoss wird eine Gastro-Erlebnislandschaft entstehen. Die Obergeschosse können individuell an die sich ändernden Lebensumstände der Bewohner angepasst werden.

Die Häuser selbst fungieren als Wärmefallen und sind Energieautark geplant. Der Fassadenbau aus Holz und CO2 neutrale Materialien regulieren die Feuchtigkeit und bilden die Basis für ein gesundes Raumklima – die Gebäude atmen. Ein abgestimmtes Belüftungssystem steuert die Luftzirkulation. Die Ferienhäuser sind einer, in Strandnähe mitten im Wald gelegenen, Ferienanlage angeschlossen – Ideal für einen Urlaub für die ganze Familie mitten in der Natur. Alle Häuser verfügen über nach Süden ausgerichtete langgezogene Dachflächen, die mit Photovoltaik Platten belegt sind und so den Sonnenschein optimal nutzen. Die zum Westen offen gestaltete Hausseite bringt Helligkeit und Wärme ins Haus. An den Wänden bieten klappbare Lamellen die Möglichkeit zur Verschattung. Die ungewöhnliche asymmetrische Bauweise prägt das markante Aussehen der Anlage. Die Häuser sind im Holzsystembau mit einem hohen Grad an Vorfertigung geplant. Diese kinderfreundliche Siedlung verfügt über verschieden große Objekte und Varianten. Sie kann mit den unterschiedlichen Typen zum Beispiel: mit Doppelhäusern für Mehrfamilien oder den kleineren 78m2 großen Modellen oder den Bungalows (109 m²), erweitert werden. Die familiengerechten zweistöckigen Holzhäuser sind insgesamt 121 m² groß und mit sechs Personen maximal belegt. Vorgelagert liegt bei allen Modellen eine großzügige Terrasse. Offene Wohnräume mit integrierter Küche und hohen Lufträumen geben ein angenehmes Raumgefühl. Die Wohnungen sind mit einer Sauna und einem Kamin geplant und verstärken Wohlbefinden und Erholung. Natürlich sind die Ferienhäuser auch im Winter umweltfreundlich über die geothermische Anlage mit einer Kraft-Wärme-Kopplung beheizbar und die Photovoltaikanlage erzeugt den Betriebsstrom.

Diese Anlage präsentiert sich unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltig zeitlos und trotzdem Modern.

 

Das Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook wurde auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger Kaserne erschlossen und grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide an. Im Quartier entsteht ein Nahversorgungszentrum mit Supermarkt und Drogerie. Für eine gute Anbindung an das ÖPNV-Netz sind vier Bushaltestellen im Fischbeker Heidbrook geplant. Es wurden zwei Reihenhaustypen, Typ R1-F zweigeschossig und Typ R2-F zweigeschossig mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss, mit insgesamt 100 Reihenhäusern auf 12 Baufeldern mit kostengünstigen Wohnungen bebaut.

Makrolage: Die zu bebauenden Flächen befinden sich im südwestlichen Teil Hamburgs zwischen Neugraben und Neu Wulmstorf. Die Grundstücke sind nicht zusammenhängend und verteilen sich auf das gesamte Neubaugebiet. Es gibt wenige kulturelle Einrichtungen, dafür aber viele Grünflächen in der naheliegenden Umgebung. In Neugraben sowie in Neu Wulmstorf gibt es alle Einrichtungen für den täglichen Bedarf, sowie Kirchen, Gaststätten, Kreditinstitute und Sportflächen. Die an den Fischbeker Heidbrook angrenzende zweispurige Hauptstraße ist stark befahren. Die Grundstücke befinden sich im innenliegenden ruhigen Bereich des Neubaugebiets.

Mikrolage: Das gesamte Neubaugebiet ist für eine Wohnbebauung geplant, hauptsächlich mit Reihenhäusern. Angrenzend an die Baufelder 11 und 12 sind Mehrfamilienhäuer in der direkten Nachbarschaft geplant. Die Baufelder 1-8 im westlichen Neubaugebiet werden mit dem Reihenhaus Typ 1 mit einer Putzfassade, die Baufelder 9-11 im südlichen Bereich sind mit dem Reihenhaus Typ 2 und einer Klinkerriemchenfassade ausgestattet. Für das Baufeld 12 sind wieder Reihenhäuser vom Typ1 mit Klinkerriemchen ausgeführt worden. Bei allen Häusern handelt es sich um SAGA – Typenhäuser.

Für die Bebauung der Grundstücke sind die Ausweisungen des Bebauungsplans Neugraben Fischbek NF 66 zu Grunde gelegt worden. Die Reihenhäuser entlang der Ringstraße sind mit einer Klinkerfassade mit rot-brauner Farbgebung versehen. Alle Entwürfe und Konzepte der Bebauung und der Außenanlagen wurden im Gestaltungsbeirat Neugraben vorgestellt und abgestimmt. Im südlichen Bereich des Neubaugebiets wurde die Bebauung um sogenannte Wohnhöfe geplant, welche sowohl als Wendehammer, als auch eine gemeinsam mit den Nachbarn nutzbare Grünfläche beinhalten.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen sind gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

In Brietlingen bei Lüneburg entstand der Entwurf für das Produkt Lively, ein Gebäude mit 88 barrierefreien Wohneinheiten, das Betreutes Wohnen konsequent als selbstbestimmtes Zuhause versteht – ergänzt um Serviceangebote, die man aus der Hotellerie kennt. Gemeinsam mit dem Betreiber wurde ein Konzept entwickelt, das nicht „Versorgung“ in den Mittelpunkt stellt, sondern Lebensqualität, Wahlfreiheit und Alltagserleichterung: ankommen, orientieren, zu Hause sein – und bei Bedarf Unterstützung dazuschalten. Lively steht für ein offenes Quartier und möchte eine neue Wohnform für das Leben im Alter anbieten und glaubt an ein offenes Quartier und starke lokale Strukturen.

Die markante Zickzackform erzeugt fünf geschützte Höfe als grüne Wohninseln mit unterschiedlichen Schwerpunkten – von Begegnung und Aktivität bis Rückzug. So entsteht ein Inklusionswohnen, das Gemeinschaft ermöglicht, ohne Privatheit zu verlieren. Alle Apartments erhalten einen privaten Außenraum (großer Balkon oder Terrasse) und profitieren von einer Gebäudestruktur, die die Wohneinheiten überwiegend nach Süden, Osten und Westen ausrichtet. Die Erschließung ist als helle, natürlich belichtete Kommunikationszone gedacht: Flure erschließen nur punktuell beidseitig und bleiben dadurch freundlich und übersichtlich.

Zentral liegt ein großzügiger Empfangs- und Lobbybereich mit Aufenthaltsqualität – das „Herz“ des Hauses – ergänzt um Büro- und Therapieräume sowie Flächen für Serviceleistungen. Gemeinschaftsräume sind gezielt an Gebäudeecken und -enden platziert; im oberen Geschoss erweitert eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum das Angebot. Höhepunkt ist der barrierefrei erschlossene Dachgarten als zusätzlicher Gemeinschaftsbereich – mit Platz für Aufenthalt und Urban Gardening (Kräuter- und Gemüsebeete) als aktivierende, verbindende Alltagsqualität.

Die Projektstudie Lüneburg – Servicewohnen mit 88 Apartments wurde von Beginn an unter den Prämissen des robusten Bauens entwickelt. Der Entwurf setzt auf eine klare, logisch aufgebaute Trag- und Ausbaustruktur, wiederholbare Details und eine hohe Ausführbarkeit auf der Baustelle. So werden Komplexität und Fehleranfälligkeit reduziert, was insbesondere bei einem Projekt dieser Größe zu einer verbesserten Kosten- und Terminsicherheit führt. Gleichzeitig entsteht ein langlebiges Gebäude, das im Betrieb wirtschaftlich bleibt und sich bei Bedarf an künftige Nutzungsanforderungen anpassen lässt.

Konstruktiv ist die Studie zudem als Holzhybrid gedacht: Holz wird dort eingesetzt, wo es seine Stärken bei Gewicht, Montagegeschwindigkeit und CO₂-Bilanz ausspielt, während mineralische oder stählerne Bauteile gezielt dort vorgesehen werden, wo sie funktionale Vorteile bringen – etwa für aussteifende Bereiche, robuste Sockelzonen oder brandschutz- und schallschutzrelevante Anforderungen. Dadurch verbindet das Konzept ökologische Qualitäten mit hoher technischer und betrieblichen Robustheit.

Für die serielle Struktur des Servicewohnens mit seinen vielen ähnlichen Einheiten wurde darüber hinaus die Holzmodulbauweise als konsequentes Prinzip mitgedacht: ein hoher Vorfertigungsgrad, wiederholbare Apartment-Module und eine montageorientierte Planung ermöglichen eine kurze Bauzeit, eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität und eine präzise Planbarkeit von Kosten und Abläufen. In Summe entsteht so ein wirtschaftliches, nachhaltiges und baulich zuverlässiges Konzept, das die Anforderungen an modernes Servicewohnen in Lüneburg überzeugend zusammenführt.
Gleichermaße wurde bei der Planung die Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude DGNB Gold vorgesehen udn geplant.

Über ein Konzeptverfahren soll eine Genossenschaft oder einen gemeinnützigen Verein gefunden werden, der das Grundstück in Mitte pachtet und dort ein entsprechendes Konzept umsetzt.
Gemeinsam mit den Performancekünstler:innen des Vereins APA-B haben wir nach einem Ansatz gesucht, einen konkreten Ort für die Performancekunst zu entwickeln, ein Haus als Teil des Stadtorganismus. Der Stadtraum durchfließt die Eingangsebene und bildet eine halböffentliche Durchwegung zwischen der Straße und dem öffentlichen Naturraum im Blockinneren. Der Eingang in diese Passage ist in der Stadtfassade so integriert, dass der Durchgang als Fuge in einen Versteckten Garten mündet, der zugleich Zentralraum, Atrium und Erschließung für das Haus ist. Die zentrale Erschließung schraubt sich inszeniert in den Himmel und in die zwei Untergeschosse. Die Spirale wird durch Bepflanzung selbst zu einem vertikalen Garten. Die Hausfassade bildet mit ihrer halbtransparenten Geschlossenheit eine zurückhaltende Geste zum Stadtraum zwischen den extrovertierten Fassaden der Nachbarn. Akzente setzt sie durch die Materialität und die Art des Entstehens, erstellt in innovativen und handwerklichen Fertigungs- und Verarbeitungstechniken.
Das bauliche Regal der Etagen wird im Gebäudeinneren weitestgehend stützenfrei erstellt.
Alle Funktionsbereiche umschließen den Zentralraum: das offene Atrium. Auch die Untergeschosse erhalten Tageslicht durch das Atrium, welches unter Terrain geführt ist.
Im Erdgeschoss befinden sich eine Ausstellungsfläche und ein Kunstcafé. In den Obergeschossen gibt es zum einen Clusterwohnbereiche, mit einer Mischung aus Ateliers und reinem Wohnen, zum anderen einen Konferenzraum, ein Gemeinschaftsatelier, sowie Flächen für NGOs und sozio-kulturelle Organisationen.
Die Künstler:innen, die im Haus wohnen und/oder arbeiten haben die Möglichkeit dort sowohl zu produzieren als auch zu präsentieren.
In den Untergeschossen soll das Archiv des Künstlers Boris Nieslony Platz finden.
Es handelt sich um eine einzigartige Sammlung von Dokumenten/Verweisen zu ca. 6.000 Performance Künstler:innen weltweit. Die Bildabteilung umfasst Dias, Negative, Vintagen und mehrere hundert Stunden Filmmaterialien. Der Bestand ist im Prozess der Auflistung und Katalogisierung, wird aktuell digitalisiert und in die Datenbank der Museumsbibliothek aufgenommen.

Die Planung orientiert sich an den Vorbildern des genossenschaftlichen Wohnungsbaus aus den zwanziger Jahren der „Neuen Amsterdamer Schule“ wie auch an der „Schillerpark“-Siedlung von Bruno Taut und wurde entsprechend den Leitideen des städtebaulichen Konzepts der Entwurfsgrundlage des Bebauungsplans umgesetzt. 

Die Gebäude werden von der halböffentlichen inneren Erschließungsstraße von Osten erschlossen, die Hauszugänge für die in Ost-West-Richtung gestreckten Baukörper sind an den Nordfassaden angeordnet. Die Wohnungen orientieren sich mit der Ausrichtung der Wohnbereiche und individuellen Freisitze auf die Innenhöfe nach Süden und Westen und erlauben eine optimale Nutzung der Sonneneinstrahlung für die natürliche Belichtung der Räume. Die zur aufgehenden Sonne orientierten Räume der Riegel an der internen Erschließungsachse sind durch ein entsprechendes Abstandsgrün geschützt.

Die Baukörper des Utrechter und des Groninger Hofs sind in die Baugrenzen des B-Plan-Entwurfs einbeschrieben und folgen den Vorgaben des B-Plan-Entwurfs zur Geschossigkeit. Die Ergänzung der viergeschossigen Bebauung um ein Staffelgeschoß im Utrechter Hof folgt der städtebaulichen Idee der sich nach Norden abstaffelnden Bebauung zum Grünraum der privaten Grünfläche und ermöglicht eine offene Bebauungsstruktur westlich der Nord-Südachse bei Beibehaltung der Vorgaben zur Geschossfläche. 

Die den Staffelgeschoss-Wohnungen zugeordneten Dachterrassen sind in ihrer Größe auf die Begrünung auch der angrenzenden Dachflächen abgestimmt. Die Dachflächen sind als Flachdächer mit einer extensiven Begrünung geplant.

Karolinenhof zählt zu den landschaftlich reizvollsten Wohnlagen im Berliner Südosten. In unmittelbarer Nähe zur Dahme, eingebettet zwischen Wald und Seenlandschaft, entstand ein Wohnprojekt, das exemplarisch zeigt, wie auch an einem Mikrostandort eine präzise und wirtschaftliche Projektentwicklung zu einer überzeugenden architektonischen Lösung führen kann.

Entwickelt wurden vier freistehende Einfamilienhäuser mit klarer, kubischer Architektursprache und nahezu quadratischen Grundrissen von etwa 8 x 10 Metern. Die Häuser verbinden eine prägnante gestalterische Identität mit individuell zugeschnittenen Wohnkonzepten und Wohn-/Nutzflächen von rund 190 bis 250 m².

Große Lufträume, Eckfenster und deckenhohe, fassadenbündige Holz-Aluminium-Fenster schaffen helle, fließende Räume mit engem Bezug zur umgebenden Landschaft. Dachterrassen auf extensiv begrünten Dächern sowie südorientierte Gartenterrassen erweitern den Wohnraum selbstverständlich in den Außenbereich. Der Entwurf folgt einem klaren Design-to-Cost-Ansatz und wurde in Massivbauweise entwickelt. Ein modulares Baukastensystem eröffnet zusätzliche Spielräume für individuelle Erweiterungen, etwa als Garage oder Wintergarten. So verbindet das Projekt architektonische Qualität mit Wirtschaftlichkeit und Anpassungsfähigkeit. Auch energetisch wurde ein zukunftsfähiges Konzept verfolgt: geothermische Heizungsanlagen, kontrollierte Be- und Entlüftung, Kraft-Wärme-Kopplung und energieeffiziente Bauweise schaffen die Grundlage für nachhaltigen Wohnkomfort.