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Mit dem Neubau in der Rödernstraße entsteht im ruhigen Blockinnenbereich ein viergeschossiges Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoss und insgesamt neun Wohnungen. Der Baukörper ergänzt die bestehende Blockrandstruktur als Hofbebauung und schafft zusätzlichen Wohnraum, ohne neue Flächen am Stadtrand zu verbrauchen. Die Erschließung erfolgt über ein zentrales Sicherheitstreppenhaus mit Aufzug; alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar. Jede Einheit erhält einen privaten Außenraum in Form von Balkon oder Terrasse; im Erdgeschoss ist eine rollstuhlgerechte Wohnung vorgesehen. Abstell-, Technik- und Kinderwagenflächen sowie großzügige Fahrradstellplätze unterstützen den alltagstauglichen, urbanen Wohnkomfort.

Architektonisch knüpft der Neubau an die Maßstäblichkeit und Typologie der Umgebung an: hochformatige Öffnungen und eine klar gegliederte Lochfassade werden zeitgemäß interpretiert. Das Dachgeschoss ist als Berliner Dach ausgebildet und integriert sich so selbstverständlich in das Quartierbild. Durch bodentiefe Fenster und eine angenehme Materialpalette entsteht ein helles, behagliches Wohngefühl – ergänzt durch die geschützte Hoflage ohne direkten Straßenverkehr.

Nachhaltigkeit, robuste Bauweise und Holzhybrid

Der Neubau ist als Holz-Beton-Hybrid konzipiert: Der hohe Holzanteil reduziert den gebundenen CO₂-Fußabdruck und unterstützt eine zirkuläre Materialstrategie. Konstruktion und Ausbau sind so geplant, dass Anpassungen mit überschaubaren Eingriffen möglich bleiben – ein Kerngedanke robusten Bauens. Flexible Grundrissstrukturen, leicht veränderbare Innenwände sowie nachrüstbare Details (z. B. im Bereich barrierefreier Bäder) erhöhen die Nutzungsdauer und senken Umbaukosten über den Lebenszyklus. Gleichzeitig stärkt die Hybridbauweise Qualität und Dauerhaftigkeit – insbesondere dort, wo hohe Anforderungen an Tragfähigkeit, Schall- und Brandschutz bestehen. Beim Regenwassermanagement setzt das Projekt auf ein Retentionsdach-System als Kombination aus Dachbegrünung und lokaler Rückhaltefläche. So wird Niederschlag zwischengespeichert und über Verdunstung wieder an die Umgebung abgegeben – ein wirksamer Beitrag zur Klimaanpassung im dichten Stadtraum.

 

   

Energieeffizienz, QNG und DGNB-Qualitätsniveau

Energetisch ist das Gebäude auf Effizienzhaus-40-Niveau ausgelegt und übererfüllt damit die gesetzlichen Anforderungen. Die Wärmeversorgung erfolgt über das vor Ort verfügbare Fernwärmenetz, ergänzt durch eine Photovoltaik-Dachanlage mit Batteriespeicher. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung unterstützt niedrige Heizenergiebedarfe und erhöht den Komfort. Die technische Planung berücksichtigt zudem die Anforderungen aus der Ökobilanzierung (LCA) – als Grundlage für QNG und die angestrebte DGNB-Zertifizierung.Für die Nachhaltigkeitsbewertung ist das Projekt im DGNB-System (Profil Neubau Wohngebäude) dokumentiert; das Qualitätsziel ist DGNB-Silber in Verbindung mit QNG-Anforderungen (u. a. über Effizienzhaus-40-Nachweis, LCA-Bezug und klare Qualitätskriterien in Planung/Ausschreibung). Damit verbindet das Vorhaben urbane Nachverdichtung, robuste und flexible Bauweise sowie hohe Energie- und Nachhaltigkeitsstandards zu einem zukunftsfähigen Wohnbaustein in Oberschöneweide.

Hamburg Billstedt- Wohnhöfe

Das Wohnquartier befindet sich im östlichen Teil Hamburgs, zugehörig dem Stadtteil Billstedt. Umschlossen wird das Gebiet von der Autobahn A 24 im Norden, dem Schleemer Bach und Öjendorfer See im Osten. Die angrenzenden Flurstücke im Süden sind durch Genossenschaften ebenfalls mit zweigeschossigen Wohnbauzeilen bebaut, hinter diesen folgt weiter Richtung Süden der Friedhof Öjendorf. Westlich schließt das Quartier an die Infrastruktur der Wohngegend Billstedt‘s an, ausgestattet mit Nahversorgung, einer Vielfalt an Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten – gut angeschlossen an das ÖPNV-Netz. Mit See und Park in fußläufiger Umgebung ist ebenfalls die Nähe zur Natur gegeben.

Die Neubausiedlungen schafft 106 neue kostengünstige Wohneinheiten des gleichen Wohnungstypus. Hierbei handelt es sich um Mietwohnungen ausgerichtet für sozialen Wohnungsbau.

Entwurflich abgestimmt sind die Gebäudezeilen auf eine 2-Geschossigkeit, jeweils mit zusätzlichem Staffelgeschoss und Flachdach. Gestaffelt ist die 3. Etage zur Gartenseite hin. Die lokal angepasste Fassade ergibt sich aus einer Kombination gestalterischer Elemente. Prägende Materialien sind Klinkerriemchen in braun-gelblicher Färbung und eine weiße Putzoberfläche in glatt und profilierter Ausführung. Die beiden unteren Geschosse werden zu einem umlaufenden Sockel mit Riemchenoberfläche zusammengefasst, das Staffelgeschoss in glatter Putzoberfläche. Dieser springt im Bereich der Fenster zurück und wird als Besenstrichoberfläche ausgebildet. Kellerersatzräume hinter dem Haus dienen der Terrassenabtrennung zwischen Nutzungseinheiten, und sind gestalterisch im Zusammenhang mit der Terrasse und dem Vordach des Eingangsbereich auf der Vorderseite zu sehen.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Die umgebende Bebauung ist geprägt von zeilenartiger 3-geschossiger Bebauung entlang des Lindenberger Wegs. Durch die angrenzende vier- bis fünfgeschossige Wohnbebauung des Eichenrings mit 221 Wohnungen und Tiefgarage hat sich der Gebietscharakter entsprechend verändert, es entstehen in 3 oberirdischen Häusern insgesamt 57 Wohneinheiten. Nach Rückfrage bei der Gemeinde werden derzeit vor allem Familienwohnungen nachgefragt und gewünscht. Es wird auf dem Flurstück 874 ein generationsübergreifender Spielplatz errichtet.
Die Retensionsdächer auf den Häusern 1 und 2 können durch die Nutzer in Teilen auch als Urban Garden genutzt werden. Das Grundstück ist durch öffentliche Leitungssysteme sowohl mit Trinkwasser als auch mit Schmutzwasserkanälen erschlossen. Alle 3 Gebäude und das Dach der Tiefgarage werden mit extensiven Gründächern mit Retentionsdächern mit Regenwasserrückhalteeinrichtungen geplant. Normale Regenereignisse werden somit auf den Dächern gehalten und zur Verdunstung gebracht. Damit werden die Niederschläge dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt und das Mikroklima in unmittelbarer Umgebung wesentlich verbessert. Für Starkregenereignisse werden auf dem Grundstück entsprechende Spei-chermedien (Zisternen) geplant, die das Regenwasser für einen 2. Wasserkreislauf (Grauwassernutzung) auf dem Grundstück speichern. Alle Wohneinheiten in den Gebäuden 1 und 2 sind barrierefrei erreichbar. Im Gebäude 1 entstehen 12 von 21 Wohneinheiten mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Im Gebäude 2 entstehen 4 und im Gebäude 3 weiter 3 Wohneinheiten jeweils in den Erdgeschossen der Gebäude mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Ein Personenaufzug erschließt alle vertikalen Ebenen schwellenlos. Die Aussenanlagen und die Hauseingänge sind barrierefrei begehbar und erreichbar. Alle Gebäude erfüllen die Anforderungen des Effizienzhaus 55 nach dem KfW-Standard und übererfüllen somit die gesetzlichen Anforderungen. Heizungsenergie wird durch eine Luftwasserwärmepumpen mit Unterstützung durch Photovolataikanlagen erzeugt. Das Warmwasser wird dezentral durch Wohnungsstationen bereitgestellt.

Am Kreisverkehr Hauptstraße / Zum Olympischen Dorf / Heidelerchenallee markiert ein Ensemble aus drei Wohn- und Geschäftshäusern den Auftakt der neuen Heidesiedlung. Ziel des Auftraggebers ist ein Quartiersbaustein, der selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen im gewachsenen Umfeld ermöglicht – und bei sich ändernden Lebensumständen passende Angebote im direkten Wohnumfeld bereithält.

Das Projekt umfasst 51 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen. Haus 1 ist konsequent auf Gemeinschaft und Teilhabe ausgerichtet: Zwei Wohngruppen als Inklusionswohnen bilden ein Zuhause für selbstbestimmtes Leben in überschaubaren Strukturen – mit privaten Rückzugsbereichen und gemeinschaftlichen Alltagsflächen. Ergänzend sind hier weitere Wohnungen angeordnet, die barrierefrei geplant und langfristig nutzbar sind.

Haus 2 liegt im Mischgebiet und übernimmt die Rolle des „öffentlichen Erdgeschosses“: Serviceeinrichtungen und Gewerbe schaffen Zentrumsfunktionen für das neue Wohngebiet – denkbar sind Café, Bäcker oder Apotheke und Arztpraxen. Darüber liegen Wohnungen, die von der Adresse und der guten Erreichbarkeit profitieren. Haus 3 ergänzt das Ensemble als reines Wohngebäude und stärkt das Angebot an barrierefreien, alltagstauglichen Grundrissen.

Der Entwurfs überzeugt durch die klare, robuste Gebäudelogik: Jedes Haus erhält nur einen vertikalen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe, wodurch die Erschließungsflächen reduziert, die Orientierung vereinfacht und die barrierefreie Nutzung im Alltag spürbar verbessert wird. Die bewusst gewählte massive Bauweise bildet ein langlebiges, schallsicheres und gleichzeitig anpassungsfähiges Grundgerüst – robust in der Nutzung und flexibel für spätere Grundriss- und Nutzungsanpassungen, etwa wenn sich Anforderungen an Wohnen, Inklusionswohnen oder Serviceangebote verändern. Ergänzt wird diese bauliche Robustheit durch ein technisch effizientes Versorgungskonzept und einem Energie- und Haustechnikkonzept mit niedriger Komplexität. Die Beheizung erfolgt über kaskadierende Luft-Wasser-Wärmepumpen mit modularer Auslegung und hoher Betriebssicherheit, während die Warmwasserbereitung über dezentrale Hausstationen organisiert ist, die leitungs- und speicherseitige Verluste reduzieren und hygienisch vorteilhaft sind; der dafür benötigte Strom wird durch PV-Anlagen auf den Dächern unterstützt und stärkt die Eigenstromnutzung im Quartier.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind die Außenräume: nutzbare Dachgärten erweitern die Wohnflächen ins Freie, fördern Begegnung und lassen gemeinschaftliche Aktivitäten zu – bis hin zu Urban Gardening als niedrigschwelligem Angebot für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird kompensiert, dass in den ebenerdigen Aussenanlagen durch die effziente Überplanung des Grundstücks wenig gestalteter Aussenraum für die gemeinschaftliche Nutzung angeboten werden kann.
So entsteht ein bauliches „Tor“ zur Heidesiedlung, das Wohnen, Versorgung und Inklusion in einem robusten Quartiersbaustein zusammenführt.

Das Neubauprojekt in Falkensee steht für nachhaltiges Wohnen mit einem breit gefächerten Wohnungsangebot, von Kleinwohnungen für Young Professionals bis hin zum Familienwohnen. Zahlreiche Spielplätze und großzügige Freiflächen in den Innenhöfen bieten diversen Raum für entstehende und gelebte Wohngemeinschaften. Ein Drittel der Wohnungen sind barrierefrei ausgeführt worden. Es kann somit ein generationsübergreifendes Wohnen etabliert werden. Das Wohnprojekt entstand auf einem ehemaligen Industriegebiet. Die Konversionsflächen und Böden wurden fachgerecht saniert. Da sich die Wohnungen unmittelbar an der Schnellbahnstrecke Berlin – Hamburg befinden, wurden besondere Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, so dass eine hohe Wohnqualität ermöglicht wurde, welche die anspruchsvollen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Das neue Wohnquartier folgt den Prinzipien der Schwammstadt. Sämtliches Oberflächenwasser wird auf den Dächern und Parkdecks in Retentionsboxen gespeichert und verdunstet. Die Retentionsdachflächen sind sämtlich begrünt und tragen somit einen massiven Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas bei und verhindern die Aufheizung in den kommenden und immer heißer werdenden Sommermonaten. Sämtliche Baukörper sind in Massivbauweise errichtet. Die Speicherfähigkeit der schweren Bauteile der Außenwände und Decken trägt einen Anteil an passiver Energieeinsparung durch indirkte Bauteilaktivierung bei. Dieser Effekt führt ebenso zu einer besseren Wohnbehaglichkeit und steigert somit den Wohnkomfort. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie ist die lokale regenerative Energieerzeugung. Jedes einzelne Haus verfügt über eine autarke Wärmeversorgung und wird mit Luftwärmepumpen beheizt, die umweltfreundlich Wärme aus der Luft gewinnen. Darüber hinaus wurden auf allen Dächern Photovoltaikanlagen installiert. Für den Individualverkehr der Bewohner ist jeder Wohnung ein PKW- Stellplatz in der Tiefgarage zugeordnet. Für einen Großteil der Stellplätze wurde die Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge vorgerüstet, welche durch den eigens hergestellten Strom aus der Hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist wird.

Das Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook wurde auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger Kaserne erschlossen und grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide an. Im Quartier entsteht ein Nahversorgungszentrum mit Supermarkt und Drogerie. Für eine gute Anbindung an das ÖPNV-Netz sind vier Bushaltestellen im Fischbeker Heidbrook geplant. Es wurden zwei Reihenhaustypen, Typ R1-F zweigeschossig und Typ R2-F zweigeschossig mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss, mit insgesamt 100 Reihenhäusern auf 12 Baufeldern mit kostengünstigen Wohnungen bebaut.

Makrolage: Die zu bebauenden Flächen befinden sich im südwestlichen Teil Hamburgs zwischen Neugraben und Neu Wulmstorf. Die Grundstücke sind nicht zusammenhängend und verteilen sich auf das gesamte Neubaugebiet. Es gibt wenige kulturelle Einrichtungen, dafür aber viele Grünflächen in der naheliegenden Umgebung. In Neugraben sowie in Neu Wulmstorf gibt es alle Einrichtungen für den täglichen Bedarf, sowie Kirchen, Gaststätten, Kreditinstitute und Sportflächen. Die an den Fischbeker Heidbrook angrenzende zweispurige Hauptstraße ist stark befahren. Die Grundstücke befinden sich im innenliegenden ruhigen Bereich des Neubaugebiets.

Mikrolage: Das gesamte Neubaugebiet ist für eine Wohnbebauung geplant, hauptsächlich mit Reihenhäusern. Angrenzend an die Baufelder 11 und 12 sind Mehrfamilienhäuer in der direkten Nachbarschaft geplant. Die Baufelder 1-8 im westlichen Neubaugebiet werden mit dem Reihenhaus Typ 1 mit einer Putzfassade, die Baufelder 9-11 im südlichen Bereich sind mit dem Reihenhaus Typ 2 und einer Klinkerriemchenfassade ausgestattet. Für das Baufeld 12 sind wieder Reihenhäuser vom Typ1 mit Klinkerriemchen ausgeführt worden. Bei allen Häusern handelt es sich um SAGA – Typenhäuser.

Für die Bebauung der Grundstücke sind die Ausweisungen des Bebauungsplans Neugraben Fischbek NF 66 zu Grunde gelegt worden. Die Reihenhäuser entlang der Ringstraße sind mit einer Klinkerfassade mit rot-brauner Farbgebung versehen. Alle Entwürfe und Konzepte der Bebauung und der Außenanlagen wurden im Gestaltungsbeirat Neugraben vorgestellt und abgestimmt. Im südlichen Bereich des Neubaugebiets wurde die Bebauung um sogenannte Wohnhöfe geplant, welche sowohl als Wendehammer, als auch eine gemeinsam mit den Nachbarn nutzbare Grünfläche beinhalten.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen sind gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

In Brietlingen bei Lüneburg entstand der Entwurf für das Produkt Lively, ein Gebäude mit 88 barrierefreien Wohneinheiten, das Betreutes Wohnen konsequent als selbstbestimmtes Zuhause versteht – ergänzt um Serviceangebote, die man aus der Hotellerie kennt. Gemeinsam mit dem Betreiber wurde ein Konzept entwickelt, das nicht „Versorgung“ in den Mittelpunkt stellt, sondern Lebensqualität, Wahlfreiheit und Alltagserleichterung: ankommen, orientieren, zu Hause sein – und bei Bedarf Unterstützung dazuschalten. Lively steht für ein offenes Quartier und möchte eine neue Wohnform für das Leben im Alter anbieten und glaubt an ein offenes Quartier und starke lokale Strukturen.

Die markante Zickzackform erzeugt fünf geschützte Höfe als grüne Wohninseln mit unterschiedlichen Schwerpunkten – von Begegnung und Aktivität bis Rückzug. So entsteht ein Inklusionswohnen, das Gemeinschaft ermöglicht, ohne Privatheit zu verlieren. Alle Apartments erhalten einen privaten Außenraum (großer Balkon oder Terrasse) und profitieren von einer Gebäudestruktur, die die Wohneinheiten überwiegend nach Süden, Osten und Westen ausrichtet. Die Erschließung ist als helle, natürlich belichtete Kommunikationszone gedacht: Flure erschließen nur punktuell beidseitig und bleiben dadurch freundlich und übersichtlich.

Zentral liegt ein großzügiger Empfangs- und Lobbybereich mit Aufenthaltsqualität – das „Herz“ des Hauses – ergänzt um Büro- und Therapieräume sowie Flächen für Serviceleistungen. Gemeinschaftsräume sind gezielt an Gebäudeecken und -enden platziert; im oberen Geschoss erweitert eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum das Angebot. Höhepunkt ist der barrierefrei erschlossene Dachgarten als zusätzlicher Gemeinschaftsbereich – mit Platz für Aufenthalt und Urban Gardening (Kräuter- und Gemüsebeete) als aktivierende, verbindende Alltagsqualität.

Die Projektstudie Lüneburg – Servicewohnen mit 88 Apartments wurde von Beginn an unter den Prämissen des robusten Bauens entwickelt. Der Entwurf setzt auf eine klare, logisch aufgebaute Trag- und Ausbaustruktur, wiederholbare Details und eine hohe Ausführbarkeit auf der Baustelle. So werden Komplexität und Fehleranfälligkeit reduziert, was insbesondere bei einem Projekt dieser Größe zu einer verbesserten Kosten- und Terminsicherheit führt. Gleichzeitig entsteht ein langlebiges Gebäude, das im Betrieb wirtschaftlich bleibt und sich bei Bedarf an künftige Nutzungsanforderungen anpassen lässt.

Konstruktiv ist die Studie zudem als Holzhybrid gedacht: Holz wird dort eingesetzt, wo es seine Stärken bei Gewicht, Montagegeschwindigkeit und CO₂-Bilanz ausspielt, während mineralische oder stählerne Bauteile gezielt dort vorgesehen werden, wo sie funktionale Vorteile bringen – etwa für aussteifende Bereiche, robuste Sockelzonen oder brandschutz- und schallschutzrelevante Anforderungen. Dadurch verbindet das Konzept ökologische Qualitäten mit hoher technischer und betrieblichen Robustheit.

Für die serielle Struktur des Servicewohnens mit seinen vielen ähnlichen Einheiten wurde darüber hinaus die Holzmodulbauweise als konsequentes Prinzip mitgedacht: ein hoher Vorfertigungsgrad, wiederholbare Apartment-Module und eine montageorientierte Planung ermöglichen eine kurze Bauzeit, eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität und eine präzise Planbarkeit von Kosten und Abläufen. In Summe entsteht so ein wirtschaftliches, nachhaltiges und baulich zuverlässiges Konzept, das die Anforderungen an modernes Servicewohnen in Lüneburg überzeugend zusammenführt.
Gleichermaße wurde bei der Planung die Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude DGNB Gold vorgesehen udn geplant.

Die Planung orientiert sich an den Vorbildern des genossenschaftlichen Wohnungsbaus aus den zwanziger Jahren der „Neuen Amsterdamer Schule“ wie auch an der „Schillerpark“-Siedlung von Bruno Taut und wurde entsprechend den Leitideen des städtebaulichen Konzepts der Entwurfsgrundlage des Bebauungsplans umgesetzt. 

Die Gebäude werden von der halböffentlichen inneren Erschließungsstraße von Osten erschlossen, die Hauszugänge für die in Ost-West-Richtung gestreckten Baukörper sind an den Nordfassaden angeordnet. Die Wohnungen orientieren sich mit der Ausrichtung der Wohnbereiche und individuellen Freisitze auf die Innenhöfe nach Süden und Westen und erlauben eine optimale Nutzung der Sonneneinstrahlung für die natürliche Belichtung der Räume. Die zur aufgehenden Sonne orientierten Räume der Riegel an der internen Erschließungsachse sind durch ein entsprechendes Abstandsgrün geschützt.

Die Baukörper des Utrechter und des Groninger Hofs sind in die Baugrenzen des B-Plan-Entwurfs einbeschrieben und folgen den Vorgaben des B-Plan-Entwurfs zur Geschossigkeit. Die Ergänzung der viergeschossigen Bebauung um ein Staffelgeschoß im Utrechter Hof folgt der städtebaulichen Idee der sich nach Norden abstaffelnden Bebauung zum Grünraum der privaten Grünfläche und ermöglicht eine offene Bebauungsstruktur westlich der Nord-Südachse bei Beibehaltung der Vorgaben zur Geschossfläche. 

Die den Staffelgeschoss-Wohnungen zugeordneten Dachterrassen sind in ihrer Größe auf die Begrünung auch der angrenzenden Dachflächen abgestimmt. Die Dachflächen sind als Flachdächer mit einer extensiven Begrünung geplant.

Städtische Nachverdichtung nutzt freie Flächen im Bereich bereits bestehender Bebauung. Dächer werden ausgebaut, leerstehende Gewerbegebäude umgenutzt. Wir wissen, dass die Städte wachsen werden. Das ist ein globales Phänomen. Damit die Städte lebenswert bleiben, müssen wir die Grünflächen in der Stadt erhalten und neue schaffen. Das wird in unseren Entwürfen stets berücksichtigt sowohl für Stadtklimatisierung als auch zur Anpassung an das wandelnde Klima mit den immer öfters auftretenden Starkregenereignissen. Grünflächen müssen als Versickerungs- und Speicherflächen neu geschaffen werden. Es bedarf ein Regenwassermanagement.
Im Falle der vorliegenden Nachverdichtungsstudie sind auf einer leer stehenden Gewerberemise 5 Wohngeschosse aufgestockt worden. Der oberen Wohnung wird das Dach direkt zugeordnet. Neben der Dachterrasse wird dort ein Dachgarten als Urban Garden entstehen. Das Regenwasser wird direkt auf dem Dachgarten gehalten und für die Gartenbewässerung genutzt.
Hier sind einige Wege, wie die Nachverdichtung zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen kann:
Flächeneffizienz: In dicht besiedelten städtischen Gebieten sind freie Flächen oft knapp. Durch die Innenverdichtung können bereits erschlossene Flächen optimal genutzt werden, ohne die Ausdehnung der Stadt in die umliegenden natürlichen Gebiete voranzutreiben. Dies schützt wertvolle Ökosysteme und begrenzt die Zersiedelung.
Förderung öffentlicher Verkehrsmittel: Nachverdichtete Stadtviertel sind oft gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Nähe zu Bus- und Bahnhaltestellen fördert die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und reduziert den Bedarf an individuellen Fahrzeugen. Dies mindert Verkehrsbelastung, Staus und Luftverschmutzung.
Reduzierung der Verkehrswege: Nachverdichtung ermöglicht es, wichtige Einrichtungen wie Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten näher an den Wohnraum zu bringen. Dadurch werden die täglichen Pendelwege verkürzt, was nicht nur Zeit spart, sondern auch den CO₂-Ausstoß und den Energieverbrauch verringert.
Erhaltung des kulturellen Erbes: In vielen Städten gibt es historische Gebäude und Stadtviertel, die für die Identität und Kultur der Stadt von Bedeutung sind. Die Innenverdichtung kann dazu beitragen, diese Gebiete zu erhalten, indem sie den Leerstand reduziert und Gebäude saniert werden, anstatt neue Flächen zu entwickeln.
Förderung der sozialen Interaktion: Nachverdichtete Stadtviertel können Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und öffentliche Plätze einschließen, die soziale Interaktion fördern. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft einen Raum für Begegnungen und Austausch.
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit: Bei der Nachverdichtung werden oft moderne Baustandards und Technologien angewendet, die zu energieeffizienten Gebäuden führen. Die Integration erneuerbarer Energien wie Solarenergie und die Implementierung von intelligenten Energiemanagementsystemen reduzieren den ökologischen Fußabdruck.
Steigerung der Wirtschaftlichkeit: Die effiziente Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur und die Konzentration von Einrichtungen führen zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Ressourcen. Dies kann zu Kosteneinsparungen führen und Investitionen in neue Infrastruktur minimieren.
Die Nachverdichtung im Wohnungsbau und Städtebau ist eine effektive Maßnahme, um dem Bedarf an Wohnraum in wachsenden Städten gerecht zu werden. Sie ermöglicht eine nachhaltige Stadtentwicklung und fördert die Lebensqualität der Bewohner.

Im neuen Wolfsburger Stadtquartier Steimker Gärten entwickelte Büro13 Architekten im Rahmen eines Bestgebotsverfahrens den Entwurf für acht Reihenhäuser. Die Aufgabe verlangte eine architektonisch anspruchsvolle, schlüssige und realisierbare Bebauung, die sich selbstverständlich in das landschaftlich geprägte Gesamtkonzept des Quartiers einfügt. Das städtebauliche Leitbild der Steimker Gärten basiert auf grünen Korridoren, Grünfugen und einem „grünen Rahmen“, der Wohnen und Landschaft eng miteinander verzahnt. Genau an dieser Schnittstelle setzt unser Entwurf an.

Die Häuser sind in zwei klar gegliederte Reihenhausgruppen entlang der Planstraße organisiert. Straßenseitig entstehen eindeutig adressierte Zugänge, Zufahrten und Stellplätze; rückwärtig öffnen sich die Häuser zu privaten Gärten am grünen Quartiersrand. Obstbäume, Hecken und Gabionenelemente strukturieren die Freiräume und stärken den Übergang vom öffentlichen Straßenraum über halbprivate Vorzonen bis in die privaten Gartenbereiche. So übersetzt der Entwurf die freiraumplanerischen Leitideen des Quartiers in einen präzisen, alltagstauglichen Wohnmaßstab.

Die Wohnhäuser sind als kompakte, familienorientierte Reihenhäuser mit differenziert gestaffeltem Aufbau konzipiert. Über mehrere Ebenen entstehen großzügige Wohnabläufe mit Wohn- und Essbereich, Schlafräumen, Studio und privaten Außenräumen. Laut eingereichter Flächenberechnung verfügen die Randhäuser über ca. 159,0 m² Wohnfläche, die Mittelhäuser über ca. 158,9 m² Wohnfläche. Der Entwurf verbindet damit die Dichte eines neuen Stadtquartiers mit den Qualitäten des individuellen Hauses: eigener Eingang, klar zugeordnete Freiräume und ein unmittelbarer Bezug zur Landschaft.

Architektonisch setzt der Beitrag auf eine ruhige, serielle Ordnung und auf ein ausgewogenes Verhältnis von Adresse, Rückzug und Ausblick. Gerade darin liegt die Stärke des Entwurfs: Er versteht sich nicht als isoliertes Einzelobjekt, sondern als belastbarer Baustein eines neuen Quartiers – mit klarer Freiraumstruktur, hoher Wohnqualität und einer städtebaulich überzeugenden Einbindung in die Steimker Gärten. Damit antwortet der Beitrag präzise auf die Logik des Verfahrens, in dem neben Wirtschaftlichkeit vor allem die konzeptionelle und räumliche Qualität des Bebauungskonzepts entscheidend war

Lage:
Die Erschließung erfolgt direkt vom öffentlichen Straßenraum, der Lindenallee, über eine auf dem Grundstück gelegenen Zufahrtsstraße. Über die Zufahrtsstraße bekommt man einen direkten Blick auf die Südfassade.
Im Norden grenzt ein Bahngelände an, weshalb die bahnzugewandte Seite zur Erschließung über einen Laubengang genutzt wird. Fahrradstellplätze befinden sich zum einen dezentral in den Außenanlagen mit Überdachung neben beiden Hauseingängen und zum anderen größtenteils in einem Abstellraum der Lindenallee 4b.
Für jede Wohneinheit ist außerdem ein Pkw-Stellplatz vorgesehen. 

Baukörper:
Die Errichtung von 2 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 37 Wohneinheiten, ist ausschließlich für die Nutzung Wohnen vorgesehen. Der Entwurf orientiert sich in Kubatur und Nutzung an den Vorgaben aus dem festgesetzten Bebauungsplan.
Beide Baukörper leben vom Materialwechsel aus Klinkerriemchen und hellen Putzflächen. Gleichzeitig wird durch eine klare Struktur und wiederkehrende Materialien eine ruhige und homogene Atmosphäre, in Anlehnung zur idyllischen Waldumgebung, geschaffen. Die zurückgesetzten Balkone sind Bestandteil der Fassadenkonzeption und werden in der Südfassade als gestalterisches Mittel genutzt, um das Farbkonzept zu betonen. Die auf den Dächern installierten Photovoltaikanlagen sind durch die Attika und den seitlichen Abstand optisch abgeschirmt.

Wohnkonzept:
Die viergeschossigen Einzelgebäude beinhalten insgesamt 37 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung, welche gemeinsam über einen Laubengang erschlossen werden. Durch dieses Angebot an Gemeinschaftsfläche, kann eine Kommunikationsinsel für Bewohner entstehen. Die einzelnen Wohneinheiten sind nach Süden zur bahnabgewandten Seite ausgerichtet und verfügen alle über einen Freisitz in Form von einem Balkon oder einer ebenerdigen Terrasse.
Durch Einhaltung des Nullbarrierestandards der Außenanlagen in Verbindung mit den barrierefreien Wohnungen in den Erdgeschossen, wird selbstbestimmtes Wohnen generationsübergreifend ermöglicht.
Wenn die Bewohner dieses Potenzial annehmen, entsteht Nachbarschaft.

Fakten:
37 Wohneinheiten, 2 bis 4 Raum Wohnungen a 50 – 80 m² Wohnfläche, 37 PKW-Stellplätze und 80 Fahrradstellplätze also je WE ca. 2 Stellplätze

Visualisierungen (teilweise) : 3d Konzept Wismar

Für den Fischbeker Heidbrook in Hamburg entwickelten wir im Rahmen einer Konzeptvergabe der IBA Hamburg einen Beitrag für drei Mehrfamilienhäuser am östlichen Quartiersrand. Ausgangspunkt des Entwurfs war die Leitidee der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“: ein urbanes Wohnquartier in direkter Nachbarschaft zu Heide, Wald und Sportflächen, das naturnahe Lage, gemeinschaftliche Freiräume und zeitgemäße Wohnformen miteinander verbindet.

Der Entwurf organisiert das Baufeld als Ensemble aus drei prägnanten Baukörpern, die entlang des Heidschnuckenrings einen klaren Straßenraum ausbilden und zugleich zum Landschaftsraum im Osten vermitteln. Adressbildende Eingänge, gemeinschaftlich nutzbare Erdgeschosszonen und ein zusammenhängendes Freiraumkonzept stärken die Identität jedes Hauses und fördern Begegnung im Alltag. Im Zentrum der Anlage liegen Feierplatz, Sommerküche, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie Flächen für Urban Gardening – als soziale Mitte eines heterogenen Quartiers.

Insgesamt entstehen 42 Wohnungen mit differenzierten Wohnungsgrößen für Singles, Paare und Familien. Ergänzt wird das Angebot durch Wohnformen für veränderte Lebensmodelle wie WG-Wohnen und Clusterwohnen. Alle Wohnungen verfügen über offene Wohn- und Kochbereiche sowie private Außenräume in Form von Loggien oder Terrassen. Damit verbindet der Entwurf individuelle Rückzugsmöglichkeiten mit einem starken gemeinschaftlichen Angebot.

Auch konstruktiv und energetisch ist das Projekt auf Dauerhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet. Eine massive Bauweise mit Klinkervorsatzschale, extensive Gründächer mit Regenwasserrückhalt, passive solare Maßnahmen und die Versorgung über Fernwärme bilden die Grundlage für ein robustes, ressourcenschonendes Wohngebäude. Ergänzt wird dies durch ein Mobilitätskonzept mit integrierten Stellplätzen, barrierefreien Angeboten, Car-Sharing, E-Ladepunkten und einer guten Fahrradinfrastruktur. So versteht sich der Entwurf als Beitrag zu einem klimabewussten, gemeinschaftlichen und identitätsstiftenden Wohnen im neuen Hamburger Quartier Fischbeker Heidbrook.

Quartier: Durch den Umzug der Deutsche Rentenversicherung wurde das Grundstück in der Innenstadt von Laatzen frei. Die nähere Umgebung ist durch eine halboffene Bebauung geprägt. Auf dem ca. 3,73 ha großen Plangebiet entsteht ein neues Wohnquartier mit ca. 200 Wohnungen. Im westlichen Plangebiet entstehen Geschosswohnungsbauten, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser, die durch verschiedene Planungsbüros realisiert werden. Im Inneren sind vor allem zweieinhalbgeschossige Reihenhauszeilen geplant.  

Entwurf: Der Entwurf sieht sechs Mehrfamilienhauszeilen vor, die das Gebiet einfassen. Die vier Wohnzeilen des ersten Bauabschnittes liegen im östlichen Teil des Areals. Die Baukörper sind in ihrer Höhe abgestuft. Nach Norden schirmt ein sechsgeschossiges Gebäude das Gebiet von der Straße Lange Weihe ab. Jeweils zwei Zeilen bilden zusammen eine Einheit mit einer gemeinsamen Erschließung. Die südlichen Baukörper jeder Gruppe (Zeile 2 und 4) sind niedriger, um die Besonnung der Balkone der nördlichen Gebäude (Zeile 1 und 3) zu verbessern. Ein Teil der Stellplätze befindet sich unter den Zeilen 1 und 3. Durch diese Flächeneinsparung bekommt die Grünfläche in der Mitte mit Spielplatz und Obsthain eine echte Aufenthaltsqualität. Ein auffälliges Merkmal sind die durchlaufenden nach Süden ausgerichteten Balkone vor den Wohnräumen, die zur Quartiersmitte noch über die Gebäudekante hinausragen. Die Nordseiten mit den Schlafräumen zeigen sich hingegen eher geschlossen und zurückhaltend. 

Zwei weitere Zeilen, die in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden, schirmen das Quartiersinnere nach Norden und Westen von den umgebenden Straßen ab. Um den Lärmschutz für die Wohnungen in diesen Gebäuden zu gewährleisten, gibt es ein Konzept das zum Teil eine Flurerschließung nach Norden vorsieht, Ausrichtung der sensiblen Räume von der Straße abgewandt sowie Lärmschutzfenster. Auch diese Gebäude erhalten durchlaufende Balkone nach Süden bzw. nach Osten auf der jeweils geschützten Gebäudeseite. 

Im hinteren Bereich des Grundstücks werden in nächster Zukunft Reihenhäuser entstehen. Die Wohnungsgrößen liegen im Bereich zwischen 37 m² und 113 m² – so ist für alle Platzansprüche die passende Größe dabei, sei es für Studenten und Singles, Senioren oder kleine Familien. Besonders begehrt: die 1-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss – denn sie ist mit einem Balkon ausgestattet. Die 3- und 4-Zimmer-Wohnungen verfügen alle über einen Balkon bzw. im Erdgeschoss über Terrassen, die durch großzügige Bepflanzung mit Hecken ausreichend Privatsphäre bieten und zum Wohlfühlen einladen. Das absolute Highlight: Im 1. Obergeschoss gibt es eine 42 m² große Terrasse, die zu einer 3- bzw. 4-Zimmer-Wohnung gehört – je nachdem, wie viel Platz Sie brauchen! Ideal für junge Familien: Im ruhigen Bereich des grünen Gartengrundstücks entsteht ein zentraler Spielplatz, der von allen genutzt werden darf. Und auch die Parkplatzsuche ist kein Thema mehr – die Immobilie verfügt über 11 Stellplätze, die separat erworben werden können

Wohnhof_ BIOTOP BARMBEK Baufeld HH-Barmbek_ BF 2c

Im Rahmen der Konzeptausschreibung der Stadt Hamburg für das Baufeld HH-Barmbek-Nord BF 2c haben wir mit BIOTOP BARMBEK ein Quartierskonzept entwickelt, das soziale Mischung, gelebte Nachbarschaft und ökologische Qualität mit einer robusten, wirtschaftlichen Bauweise verbindet. Ziel ist ein Wohnensemble, das nicht nur gebaut, sondern im Alltag dauerhaft funktioniert: mit klaren Räumen für Begegnung, einem identitätsstiftenden Freiraum und hoher Wohnqualität bis in die Dachlandschaft.

Ein lebendiges Quartier braucht verlässliche Alltagsstrukturen

BIOTOP BARMBEK organisiert die Bebauung als klar lesbares Ensemble mit einer geschützten, gemeinschaftlichen Mitte. Dieser Innenbereich ist nicht Restfläche, sondern sozialer Motor: Hier entstehen Sichtbarkeit, Sicherheit und Identität – weil Menschen sich begegnen, Dinge gemeinsam tun und der Außenraum aktiv genutzt wird.

Gemeinschaft & Inklusion: drei starke Erdgeschoss-Anker

Im Erdgeschoss verankern wir drei komplementäre Gemeinschaftsbausteine, die unterschiedliche Gruppen ansprechen und die Quartiersmitte täglich aktivieren:

  • Community Kitchen als niederschwelliger Treffpunkt: gemeinsames Kochen und Essen, interkulturelle Formate, Mehrgenerationen-Anlässe. Entscheidend ist eine klare Organisation (Nutzungsregeln, Pflege, Betrieb), damit der Raum langfristig trägt.
  • Community Workspace als Quartiers-Arbeitsort: flexible Arbeitsplätze und Rückzugszonen für Homeoffice, Selbständige und Projektarbeit. Der Workspace stärkt lokale Netzwerke, reduziert Wege und schafft produktive Nähe statt Vereinzelung.
  • Fahrradwerkstatt als praktischer Nachbarschaftsort: Reparieren, Teilen, Hilfe zur Selbsthilfe. Sie unterstützt den Umweltverbund und erzeugt die „kleinen Anlässe“, aus denen Gemeinschaft entsteht.

Ergänzt werden diese Angebote durch gemeinschaftliche Terrassenflächen, die Innen- und Außenraum verbinden und die Erdgeschosszone sichtbar beleben.

Freiraum als „Biotop“: Klima, Identität und Mitmachen

Der Freiraum wird als bewohnbare Biodiversitätslandschaft gedacht – mit naturnahen Pflanzungen, Wildblumenwiesen und essbaren Gärten (z. B. Hochbeete). Das schafft Mikroklima-Vorteile und fördert Beteiligung: Wer pflegt, erntet oder Patenschaften übernimmt, stärkt Zugehörigkeit und reduziert Konflikte.

Dachgärten als zweite Wohnlandschaft

Ein wesentlicher Qualitätsgewinn entsteht durch nutzbare Dachgärten: gemeinschaftliche Außenräume über dem Alltag, zoniert für Ruhe, Austausch und gemeinsames Gärtnern. Sie erhöhen die Wohnqualität für alle, verteilen Freiraum „fair“ und wirken zugleich klimaresilient durch Begrünung, Verdunstung und Regenrückhalt.

Robust & kostenbewusst – Qualität durch Einfachheit

Die Architektur folgt einem Design-to-Cost-Ansatz: kompakte Baukörper, wiederholbare Grundrissmodule, übereinanderliegende Installationszonen und robuste, wartungsarme Materialien. So werden Bau- und Betriebskosten reduziert, Ausführungsqualität und Langlebigkeit gesteigert – und genau dadurch entsteht ein Quartier, das wirtschaftlich realisierbar und langfristig lebendig bleibt.

Städtebau & Adressbildung
Das Baufeld liegt am grünen Stadtrand im Übergang von kleinteiliger Wohnbebauung zum Landschaftsraum. Unser Konzept stärkt genau diesen Charakter: Die Baukörper fassen ruhige Gartenräume, definieren eine klare Adresse im Quartier und schaffen eine gut lesbare Nachbarschaft mit einer gemeinschaftlichen Mitte.

Wohnangebot & soziale Mischung
Die Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau sind als vollständig öffentlich geförderter Wohnungsbau konzipiert. Ergänzend bieten die Reihenhäuser ein familienorientiertes, bodennahes Wohnen mit eigenem Garten. Die Kombination ermöglicht eine ausgewogene Mischung aus gefördertem Wohnen und individuellen Haustypen – ohne Brüche im Gesamteindruck.

Typologie & Wirtschaftlichkeit
Die Reihenhäuser sind als kompakte, überwiegend zweigeschossige Häuser mit Staffelgeschoss organisiert und auf bewährten Grundtypen aufgebaut. Klare Raster, wirtschaftliche Gebäudetiefen und eine robuste Grundrisslogik sichern eine effiziente Realisierbarkeit. Die Mehrfamilienhäuser sind klar erschlossen, barrierearm organisiert und bilden zusammen mit den Reihenhäusern geschützte, gut nutzbare Außenräume.

Architektur & Gestaltungsleitbild
Ein ruhiges, langlebiges Erscheinungsbild prägt den Entwurf: verblendete Fassaden in warmen Ziegel-/Riemchentönen, präzise gesetzte Öffnungen und wiederkehrende Details erzeugen Identität. Einheitliche Bausteine wie Eingangsüberdachungen, Außenleuchten, Terrassentrennwände und Gartenhäuser ordnen das Gesamtbild – ohne Uniformität.

Freiraum als „Begegnungsachse“
Herzstück des Projekts ist ein durch das Grundstück geführtes Freiraumband als gemeinschaftliche Mitte. Gemeinschaftsgarten, Boule-Bereich und Kinderspielfläche sind als zusammenhängende Orte des Alltags und der Begegnung gedacht. Hecken und Gartenhäuser bilden dabei eine fein abgestufte Grenze zwischen privaten Gärten und gemeinschaftlichen Bereichen – klar, aber durchlässig.

Mobilität & Stellplätze
Die Stellplatzorganisation folgt dem Prinzip „kurz, klar, grün“: Je Reihenhaus ist ein Stellplatz auf dem eigenen Grundstück vorgesehen, die Stellplätze der Mehrfamilienhäuser sind entlang der Erschließung angeordnet. Baumpflanzungen und ein hoher Grünanteil verbessern die Aufenthaltsqualität und sorgen für eine angemessene Durchgrünung der Stellplatzbereiche.

Ökologie & Klimaanpassung
Dachbegrünungen stärken das Mikroklima, unterstützen Regenwasserrückhalt und Biodiversität und sind als selbstverständlicher Teil des Konzepts vorgesehen – mit Potential zur Kombination mit Solarenergie. Bestehender Baumbestand wird integriert und in der Freiraumgestaltung als prägendes Element weiterentwickelt.

Das Projekt „Wohnen am Park“ entstand im Rahmen eines Gebotsverfahrens mit Insertion und Zielgruppenansprache für eine Konversionsfläche auf dem ehemaligen Kasernengelände im Entwicklungsbereich Bornstedter Feld. Die Transformation der militärisch vorgeprägten Fläche zu einem lebendigen Wohnstandort steht exemplarisch für nachhaltige Stadtentwicklung: vorhandene Infrastrukturen werden genutzt, Freiräume und Baumbestand gesichert und ein quartierverträgliches Mobilitäts- und Energiekonzept integriert.
Der Entwurf formuliert ein Ensemble aus zwei dreigeschossigen Stadtvillen, das die Auslobungs- und Verfahrenslogik konsequent erfüllt: Als B-Plan-konforme Leitplanke werden zwei Baukörper mit drei Geschossen, WA-Nutzung und einer maximalen Kantenlänge von 20 m umgesetzt; die Stellplätze sind – im Sinne der Befreiungsmöglichkeit – außerhalb der überbaubaren Fläche organisiert.

Vorgesehen ist ein Wohnungsmix aus 3-, 4- und 5-Zimmerwohnungen mit insgesamt 19 Wohneinheiten – als Beitrag zu Nachfragevielfalt und sozialer Durchmischung. Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar, verfügen über offene Wohn-/Kochbereiche, ein Wannenbad sowie einen privaten Freisitz (Balkon/Terrasse). Abstellräume sind sowohl innerhalb der Wohnung als auch zusätzlich außerhalb je Wohnung vorgesehen.

Die Gebäude sind als robuste, wirtschaftliche und langfristig wartungsarme Baukörper konzipiert. Klare Tragwerksraster, einfache, wiederholbare Grundrisstypologien und konstruktiv reduzierte Details sichern eine hohe Ausführungsqualität. Massive, langlebige Fassaden (Ziegel/Riemchen) sowie gut reparierbare Standardbauteile minimieren Instandhaltung und Folgekosten. So entsteht ein dauerhaft wertbeständiger Wohnungsbau, der Alltag, Nutzungsmischung und Quartiersentwicklung zuverlässig trägt.

Besonderes Augenmerk gilt dem Baum- und Naturschutz: Haus 2 reagiert mit einem L-förmigen Grundriss auf die festgesetzten Einzelbäume, Erhaltungsbäume werden freigehalten und artenschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigt. Gleichzeitig stärkt die Planung die Wirtschaftlichkeit durch den Verzicht auf eine Tiefgarage zugunsten straßenseitiger Stellplätze sowie durch die Nutzung der vorhandenen Fernwärme-Erschließung.

Die architektonische Qualität wird zusätzlich durch die Bereitschaft zur Vorstellung im Gestaltungsrat abgesichert.
Gestalterisch folgen beide Baukörper einem klaren Fassadenprinzip: drei bodentiefe Fenstertypen gleicher Höhe, variiert in der Breite, erzeugen eine umlaufende horizontale Gliederung. Großzügige Balkone und Terrassen betonen den repräsentativen, ruhigen Charakter der Stadtvillen – mit hoher Wohnqualität in direkter Nähe zum Volkspark Potsdam.

Im Rahmen einer nicht offenen Entwurfskonkurrenz für das Vitalquartier an der Seelhorst in Hannover entwickelte Büro13 Architekten für die Baufelder A.1 und A.2 den Beitrag „Wohnen am Anger“. Der Entwurf ordnet vier viergeschossige Wohnhäuser zu einem klar gefassten, zugleich offenen Nachbarschaftsraum: dem Anger als Mitte des Quartiers. Zwischen Quartierspark, Wohnstraße, Vorgärten und privaten Nutzergärten entsteht ein Wohnumfeld, das Begegnung, Teilhabe und selbstbestimmtes Wohnen fördert. Die 109 Wohnungen sind als differenzierter Mix konzipiert und verbinden offene Wohn-/Kochbereiche mit Loggien oder Terrassen. Barrierefreie Duschbäder, rollstuhlgerechte Erdgeschosse und schwellenlose Zugänge übersetzen den Anspruch eines inklusiven Quartiers konsequent in Architektur. Materialität und Konstruktion folgen dem Leitbild eines wirtschaftlichen, dauerhaften „steinernen Ensembles“: Massivbau, Klinkerfassaden, klar gegliederte Baukörper und begrünte Flachdächer prägen das Bild. Der ruhende Verkehr ist in einer natürlich belüfteten Tiefgarage organisiert, sodass der Freiraum als adressbildender Wohn- und Begegnungsraum erlebbar bleibt. Auch energetisch reagiert der Entwurf auf die ambitionierten Vorgaben der Auslobung mit einer robusten Gebäudehülle und Anbindung an das Nahwärmenetz.

Städtebau und Architektur
Die Fassade wird durch vorspringende Fenster- und Balkonelemente in leichtendem Gelb aufgelockert. Die herausgedrehten Fenster des einen Bauteiles, die ihren Blick dem grünen Platz zuwenden und die Loggien im Bereich des Grünangers bilden mit ihrer unregelmäßigen Verteilung fröhliche Farbtupfen auf der Fassade. Die grau abgesetzten Eingänge und Treppenhäuser liegen leicht zurückgesetzt und unterteilen so die Länge des Gebäudes optisch in fünf Abschnitte. 

Wohnungen
Entstanden sind insgesamt 67 Wohnungen in einem ausgewogenen Mix, vom Single-Apartment über große Familienwohnungen bis zum luftigen Dachgeschossloft. Die Wohnungen und Terrassen der Erdgeschossebene liegen erhöht auf der Tiefgarage, eine mit Hecken abgeschirmte Vorgartenzone schafft zusätzliche Privatsphäre. Dennoch ist durch die vier ebenerdigen Zugänge mit den Aufzügen ein barrierefreier Zugang zu jeder Wohnung gewährleistet. In den oberen Geschossen sind die Balkone zur Hälfte in der Fassade eingerückt, dadurch entsteht ein vor Einblicken geschützter Bereich. Die Erdgeschosswohnungen haben große Terrassen und Nutzergärten. Durch die günstige Lage des Grundstückes sind die Wohnräume mit ihren vorgelagerten Gärten, Terrassen und Balkonen ideal nach Süd-Westen ausgerichtet. In den Wohnungen, die sich im Bauteil direkt am Grünanger befinden, lassen sich durchgesteckte Wohnräume mit Balkonen in beide Richtungen realisieren: Frühstück auf dem Ost-Balkon und Abendessen mit Sonnenuntergang

 

Die Nachverdichtung innerstädtischer Bereiche verhindert die Ausweisung neuer Baugebiete und damit die Zersiedelung der Landschaft. Das gilt als aktiver Beitrag zum Klimaschutz, Verkehrsverringerung und Belebung von Städten. Zwischen der vorhandenen Bebauung, altem Baumbestand und der Grundstücksgrenze bleibt oft nicht viel Platz. Die Planung erfordert daher viel Kreativität vom Architekten und den beteiligten Planern- aber auch von der Genehmigungsbehörde. Die Vorteile der Nachverdichtung liegen auf der Hand: Die komplette Infrastruktur ist bereits vorhanden. Es handelt sich meist um gewachsene Quartiere, keine typischen Neubaugebiete. Wer innerstädtische Grundstücke wegen ihrer sozialen und kulturellen Angebote sowie der kurzen Wege bevorzugt, muss auf Nachverdichtung setzen. Von baupolitischer Seite wird das Thema Nachverdichtung oft mit ökologischen Gründen verbunden. Die Nachverdichtung innerstädtischer Bereiche verhindert die Ausweisung neuer Baugebiete und damit die Zersiedelung der Landschaft. Das gilt als aktiver Beitrag zum Klimaschutz, Verkehrsverringerung und Belebung von Städten. In unserem Falle gab der große Hofgarten im beliebten Berliner Bötzowkiez 13 Familien ein neues Zuhause. Der überwiegende Teil der Wohnung als Familienwohnungen geplant und umgesetzt. Die Heizung ist als Nahwärme durch das vorhandene Vorderhaus realisiert worden, was der Bauherrengemeinschaft zusätzlich Baukosten eingespart hat.