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Hamburg Billstedt- Wohnhöfe

Das Wohnquartier befindet sich im östlichen Teil Hamburgs, zugehörig dem Stadtteil Billstedt. Umschlossen wird das Gebiet von der Autobahn A 24 im Norden, dem Schleemer Bach und Öjendorfer See im Osten. Die angrenzenden Flurstücke im Süden sind durch Genossenschaften ebenfalls mit zweigeschossigen Wohnbauzeilen bebaut, hinter diesen folgt weiter Richtung Süden der Friedhof Öjendorf. Westlich schließt das Quartier an die Infrastruktur der Wohngegend Billstedt‘s an, ausgestattet mit Nahversorgung, einer Vielfalt an Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten – gut angeschlossen an das ÖPNV-Netz. Mit See und Park in fußläufiger Umgebung ist ebenfalls die Nähe zur Natur gegeben.

Die Neubausiedlungen schafft 106 neue kostengünstige Wohneinheiten des gleichen Wohnungstypus. Hierbei handelt es sich um Mietwohnungen ausgerichtet für sozialen Wohnungsbau.

Entwurflich abgestimmt sind die Gebäudezeilen auf eine 2-Geschossigkeit, jeweils mit zusätzlichem Staffelgeschoss und Flachdach. Gestaffelt ist die 3. Etage zur Gartenseite hin. Die lokal angepasste Fassade ergibt sich aus einer Kombination gestalterischer Elemente. Prägende Materialien sind Klinkerriemchen in braun-gelblicher Färbung und eine weiße Putzoberfläche in glatt und profilierter Ausführung. Die beiden unteren Geschosse werden zu einem umlaufenden Sockel mit Riemchenoberfläche zusammengefasst, das Staffelgeschoss in glatter Putzoberfläche. Dieser springt im Bereich der Fenster zurück und wird als Besenstrichoberfläche ausgebildet. Kellerersatzräume hinter dem Haus dienen der Terrassenabtrennung zwischen Nutzungseinheiten, und sind gestalterisch im Zusammenhang mit der Terrasse und dem Vordach des Eingangsbereich auf der Vorderseite zu sehen.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Die umgebende Bebauung ist geprägt von zeilenartiger 3-geschossiger Bebauung entlang des Lindenberger Wegs. Durch die angrenzende vier- bis fünfgeschossige Wohnbebauung des Eichenrings mit 221 Wohnungen und Tiefgarage hat sich der Gebietscharakter entsprechend verändert, es entstehen in 3 oberirdischen Häusern insgesamt 57 Wohneinheiten. Nach Rückfrage bei der Gemeinde werden derzeit vor allem Familienwohnungen nachgefragt und gewünscht. Es wird auf dem Flurstück 874 ein generationsübergreifender Spielplatz errichtet.
Die Retensionsdächer auf den Häusern 1 und 2 können durch die Nutzer in Teilen auch als Urban Garden genutzt werden. Das Grundstück ist durch öffentliche Leitungssysteme sowohl mit Trinkwasser als auch mit Schmutzwasserkanälen erschlossen. Alle 3 Gebäude und das Dach der Tiefgarage werden mit extensiven Gründächern mit Retentionsdächern mit Regenwasserrückhalteeinrichtungen geplant. Normale Regenereignisse werden somit auf den Dächern gehalten und zur Verdunstung gebracht. Damit werden die Niederschläge dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt und das Mikroklima in unmittelbarer Umgebung wesentlich verbessert. Für Starkregenereignisse werden auf dem Grundstück entsprechende Spei-chermedien (Zisternen) geplant, die das Regenwasser für einen 2. Wasserkreislauf (Grauwassernutzung) auf dem Grundstück speichern. Alle Wohneinheiten in den Gebäuden 1 und 2 sind barrierefrei erreichbar. Im Gebäude 1 entstehen 12 von 21 Wohneinheiten mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Im Gebäude 2 entstehen 4 und im Gebäude 3 weiter 3 Wohneinheiten jeweils in den Erdgeschossen der Gebäude mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Ein Personenaufzug erschließt alle vertikalen Ebenen schwellenlos. Die Aussenanlagen und die Hauseingänge sind barrierefrei begehbar und erreichbar. Alle Gebäude erfüllen die Anforderungen des Effizienzhaus 55 nach dem KfW-Standard und übererfüllen somit die gesetzlichen Anforderungen. Heizungsenergie wird durch eine Luftwasserwärmepumpen mit Unterstützung durch Photovolataikanlagen erzeugt. Das Warmwasser wird dezentral durch Wohnungsstationen bereitgestellt.

Am Kreisverkehr Hauptstraße / Zum Olympischen Dorf / Heidelerchenallee markiert ein Ensemble aus drei Wohn- und Geschäftshäusern den Auftakt der neuen Heidesiedlung. Ziel des Auftraggebers ist ein Quartiersbaustein, der selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen im gewachsenen Umfeld ermöglicht – und bei sich ändernden Lebensumständen passende Angebote im direkten Wohnumfeld bereithält.

Das Projekt umfasst 51 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen. Haus 1 ist konsequent auf Gemeinschaft und Teilhabe ausgerichtet: Zwei Wohngruppen als Inklusionswohnen bilden ein Zuhause für selbstbestimmtes Leben in überschaubaren Strukturen – mit privaten Rückzugsbereichen und gemeinschaftlichen Alltagsflächen. Ergänzend sind hier weitere Wohnungen angeordnet, die barrierefrei geplant und langfristig nutzbar sind.

Haus 2 liegt im Mischgebiet und übernimmt die Rolle des „öffentlichen Erdgeschosses“: Serviceeinrichtungen und Gewerbe schaffen Zentrumsfunktionen für das neue Wohngebiet – denkbar sind Café, Bäcker oder Apotheke und Arztpraxen. Darüber liegen Wohnungen, die von der Adresse und der guten Erreichbarkeit profitieren. Haus 3 ergänzt das Ensemble als reines Wohngebäude und stärkt das Angebot an barrierefreien, alltagstauglichen Grundrissen.

Der Entwurfs überzeugt durch die klare, robuste Gebäudelogik: Jedes Haus erhält nur einen vertikalen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe, wodurch die Erschließungsflächen reduziert, die Orientierung vereinfacht und die barrierefreie Nutzung im Alltag spürbar verbessert wird. Die bewusst gewählte massive Bauweise bildet ein langlebiges, schallsicheres und gleichzeitig anpassungsfähiges Grundgerüst – robust in der Nutzung und flexibel für spätere Grundriss- und Nutzungsanpassungen, etwa wenn sich Anforderungen an Wohnen, Inklusionswohnen oder Serviceangebote verändern. Ergänzt wird diese bauliche Robustheit durch ein technisch effizientes Versorgungskonzept und einem Energie- und Haustechnikkonzept mit niedriger Komplexität. Die Beheizung erfolgt über kaskadierende Luft-Wasser-Wärmepumpen mit modularer Auslegung und hoher Betriebssicherheit, während die Warmwasserbereitung über dezentrale Hausstationen organisiert ist, die leitungs- und speicherseitige Verluste reduzieren und hygienisch vorteilhaft sind; der dafür benötigte Strom wird durch PV-Anlagen auf den Dächern unterstützt und stärkt die Eigenstromnutzung im Quartier.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind die Außenräume: nutzbare Dachgärten erweitern die Wohnflächen ins Freie, fördern Begegnung und lassen gemeinschaftliche Aktivitäten zu – bis hin zu Urban Gardening als niedrigschwelligem Angebot für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird kompensiert, dass in den ebenerdigen Aussenanlagen durch die effziente Überplanung des Grundstücks wenig gestalteter Aussenraum für die gemeinschaftliche Nutzung angeboten werden kann.
So entsteht ein bauliches „Tor“ zur Heidesiedlung, das Wohnen, Versorgung und Inklusion in einem robusten Quartiersbaustein zusammenführt.

Das Planungsgrundstück liegt mitten in Wildau, direkt nördlich des Wissenschaftscampus mit der Technischen Hochschule und zahlreichen wissenschaftlichen Instituten. Die nach Norden schmal zusammenlaufende Grundstücksfläche weist einige herausfordernde Bedingungen auf. So verlaufen auf der Ostseite die Bahngleise Richtung Berlin, von denen aus Lärmschutzgründen ein Abstand von 20 m eingehalten werden muss. An der südwestlichen Ecke des Grundstücks befindet sich ein Strommast, von dessen Leitungen ein Mindestabstand von 5 m eingehalten werden muss. Im Norden schließt sich ein Wohnviertel mit Einfamilienhäusern an, das Grundstück selbst ist allerdings als Gewerbegebiet definiert. Diese Festlegung schließt eine dauerhafte Wohnnutzung aus. Mit der Idee eines Boardinghauses soll diese Anforderung umgesetzt werden.
Das gesamte Gebäude wirkt zur Straßenseite eher geschlossen und öffnet sich mit Terrassierungen auf der Hofseite. Das Sockelgeschoss und das zurückspringende Dachgeschoss aus Backstein nehmen die Materialsprache der umgebenden Bebauung der Schwartzkopff-Siedlung auf. Die Form des Gebäudes ergibt sich zum einen aus den geometrischen Anforderungen durch die Abstände zu Bahngleisen und Stromleitung, zum anderen aus der Himmelsausrichtung und der Nutzung.

Die Fassade zur Freiheitstraße ist leicht geknickt, wodurch ihr die Länge und Massivität genommen werden. Die beiden Gebäudeflügel, die sich an der West- und der Ostseite anschließen, öffnen sich nach Norden zu einem großzügigen Innenhof.

Im Erdgeschoss befinden sich, neben Boardingzimmern und Funktionsbereichen wie Küche und Lagerräumen, ein großzügiges Foyer mit Empfang und ein gemeinsamer Frühstücksraum. Im Ostflügel, zur Bahnlinie hin, ist ein Parkdeck geplant. Dessen Ausrichtung zu den Bahngleisen hat das Ziel das hohe Lärmaufkommen abzuschirmen. Erschlossen werden die Parkplätze über eine Zufahrt von der Freiheitstraße. In den oberen Etagen befinden sich die restlichen 114 Boardingzimmer, sowie großzügige Terrassenflächen. Die Gebäudefläche des EG ist größer als die der Obergeschosse, ihr Dach bildet zur Hofseite eine große Terrasse aus. Diese kann als Dachgarten für Veranstaltungen oder zur Erholung und dem Networken dienen. Die Boardingzimmer orientieren sich in den Seitenflügeln zum ruhigen Innenhof, weg von den Bahngleisen bzw. vom Umspannwerk, die Zimmer des Mittelgebäudes liegen nach Süden. Geschlossene Laubengänge im Ost- und Westflügel dienen als zusätzliche Lärmpuffer.

Die Fassaden der nicht von der Biosphäre überdeckten Gebäudebereiche werden überdämmt und durch Fassadenplatten nach Wahl der Bauherrn abgedeckt. Die massive Gebäudesubstanz und das Luftpolster der Biosphäre davor werden über transparente Gebäudeflächen der Biosphäre mithilfe des Treibhauseffektes durch Sonneneinstrahlung erwärmt. Da der nicht kondensierte Wasserdampf leichter als Luft ist, entweicht er durch ohne maschinelle Unterstützung über Lüftungsöffnungen am First ins Freie. Im Sommer hält die Luftschicht das Bestandshaus kühl. Über thermisch aktivierte Lüftungsklappen und automatische hydraulische Fensteröffner am Fuß – und Firstpunkt der Biosphäre wird wie in einem Gewächshaus überschüssige Wärme auf einfachstem Weg abgeführt werden. Das alles ohne Einsatz anlagenbasierter Technik als Low-Tec Prinzip. Lediglich die Im Sommer notwendige Verschattung wird über Sensorik gesteuert. Der durch die Biosphäre geschaffene Wohnraum erhöht die Nutzungsqualität als ganzjährig nutzbarer unbeheizter Wintergarten enorm. Neben der reichhaltigen luftverbessernden Flora können auch empfindliche Gartenpflanzen überwintern. Die in der Biosphäre eingefangene Wärme steht ohne weiteren Einsatz als Geschenk der Sonne zur Verfügung. Kombiniert mit einer PVT – Anlage und Wärmepumpe ist je nach Nutzerverhalten ein energieautarker Betrieb des Wohnhauses möglich.

Die Häuser selbst fungieren als Wärmefallen und sind Energieautark geplant. Der Fassadenbau aus Holz und CO2 neutrale Materialien regulieren die Feuchtigkeit und bilden die Basis für ein gesundes Raumklima – die Gebäude atmen. Ein abgestimmtes Belüftungssystem steuert die Luftzirkulation. Die Ferienhäuser sind einer, in Strandnähe mitten im Wald gelegenen, Ferienanlage angeschlossen – Ideal für einen Urlaub für die ganze Familie mitten in der Natur. Alle Häuser verfügen über nach Süden ausgerichtete langgezogene Dachflächen, die mit Photovoltaik Platten belegt sind und so den Sonnenschein optimal nutzen. Die zum Westen offen gestaltete Hausseite bringt Helligkeit und Wärme ins Haus. An den Wänden bieten klappbare Lamellen die Möglichkeit zur Verschattung. Die ungewöhnliche asymmetrische Bauweise prägt das markante Aussehen der Anlage. Die Häuser sind im Holzsystembau mit einem hohen Grad an Vorfertigung geplant. Diese kinderfreundliche Siedlung verfügt über verschieden große Objekte und Varianten. Sie kann mit den unterschiedlichen Typen zum Beispiel: mit Doppelhäusern für Mehrfamilien oder den kleineren 78m2 großen Modellen oder den Bungalows (109 m²), erweitert werden. Die familiengerechten zweistöckigen Holzhäuser sind insgesamt 121 m² groß und mit sechs Personen maximal belegt. Vorgelagert liegt bei allen Modellen eine großzügige Terrasse. Offene Wohnräume mit integrierter Küche und hohen Lufträumen geben ein angenehmes Raumgefühl. Die Wohnungen sind mit einer Sauna und einem Kamin geplant und verstärken Wohlbefinden und Erholung. Natürlich sind die Ferienhäuser auch im Winter umweltfreundlich über die geothermische Anlage mit einer Kraft-Wärme-Kopplung beheizbar und die Photovoltaikanlage erzeugt den Betriebsstrom.

Diese Anlage präsentiert sich unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltig zeitlos und trotzdem Modern.

 

In Brietlingen bei Lüneburg entstand der Entwurf für das Produkt Lively, ein Gebäude mit 88 barrierefreien Wohneinheiten, das Betreutes Wohnen konsequent als selbstbestimmtes Zuhause versteht – ergänzt um Serviceangebote, die man aus der Hotellerie kennt. Gemeinsam mit dem Betreiber wurde ein Konzept entwickelt, das nicht „Versorgung“ in den Mittelpunkt stellt, sondern Lebensqualität, Wahlfreiheit und Alltagserleichterung: ankommen, orientieren, zu Hause sein – und bei Bedarf Unterstützung dazuschalten. Lively steht für ein offenes Quartier und möchte eine neue Wohnform für das Leben im Alter anbieten und glaubt an ein offenes Quartier und starke lokale Strukturen.

Die markante Zickzackform erzeugt fünf geschützte Höfe als grüne Wohninseln mit unterschiedlichen Schwerpunkten – von Begegnung und Aktivität bis Rückzug. So entsteht ein Inklusionswohnen, das Gemeinschaft ermöglicht, ohne Privatheit zu verlieren. Alle Apartments erhalten einen privaten Außenraum (großer Balkon oder Terrasse) und profitieren von einer Gebäudestruktur, die die Wohneinheiten überwiegend nach Süden, Osten und Westen ausrichtet. Die Erschließung ist als helle, natürlich belichtete Kommunikationszone gedacht: Flure erschließen nur punktuell beidseitig und bleiben dadurch freundlich und übersichtlich.

Zentral liegt ein großzügiger Empfangs- und Lobbybereich mit Aufenthaltsqualität – das „Herz“ des Hauses – ergänzt um Büro- und Therapieräume sowie Flächen für Serviceleistungen. Gemeinschaftsräume sind gezielt an Gebäudeecken und -enden platziert; im oberen Geschoss erweitert eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum das Angebot. Höhepunkt ist der barrierefrei erschlossene Dachgarten als zusätzlicher Gemeinschaftsbereich – mit Platz für Aufenthalt und Urban Gardening (Kräuter- und Gemüsebeete) als aktivierende, verbindende Alltagsqualität.

Die Projektstudie Lüneburg – Servicewohnen mit 88 Apartments wurde von Beginn an unter den Prämissen des robusten Bauens entwickelt. Der Entwurf setzt auf eine klare, logisch aufgebaute Trag- und Ausbaustruktur, wiederholbare Details und eine hohe Ausführbarkeit auf der Baustelle. So werden Komplexität und Fehleranfälligkeit reduziert, was insbesondere bei einem Projekt dieser Größe zu einer verbesserten Kosten- und Terminsicherheit führt. Gleichzeitig entsteht ein langlebiges Gebäude, das im Betrieb wirtschaftlich bleibt und sich bei Bedarf an künftige Nutzungsanforderungen anpassen lässt.

Konstruktiv ist die Studie zudem als Holzhybrid gedacht: Holz wird dort eingesetzt, wo es seine Stärken bei Gewicht, Montagegeschwindigkeit und CO₂-Bilanz ausspielt, während mineralische oder stählerne Bauteile gezielt dort vorgesehen werden, wo sie funktionale Vorteile bringen – etwa für aussteifende Bereiche, robuste Sockelzonen oder brandschutz- und schallschutzrelevante Anforderungen. Dadurch verbindet das Konzept ökologische Qualitäten mit hoher technischer und betrieblichen Robustheit.

Für die serielle Struktur des Servicewohnens mit seinen vielen ähnlichen Einheiten wurde darüber hinaus die Holzmodulbauweise als konsequentes Prinzip mitgedacht: ein hoher Vorfertigungsgrad, wiederholbare Apartment-Module und eine montageorientierte Planung ermöglichen eine kurze Bauzeit, eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität und eine präzise Planbarkeit von Kosten und Abläufen. In Summe entsteht so ein wirtschaftliches, nachhaltiges und baulich zuverlässiges Konzept, das die Anforderungen an modernes Servicewohnen in Lüneburg überzeugend zusammenführt.
Gleichermaße wurde bei der Planung die Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude DGNB Gold vorgesehen udn geplant.

Über ein Konzeptverfahren soll eine Genossenschaft oder einen gemeinnützigen Verein gefunden werden, der das Grundstück in Mitte pachtet und dort ein entsprechendes Konzept umsetzt.
Gemeinsam mit den Performancekünstler:innen des Vereins APA-B haben wir nach einem Ansatz gesucht, einen konkreten Ort für die Performancekunst zu entwickeln, ein Haus als Teil des Stadtorganismus. Der Stadtraum durchfließt die Eingangsebene und bildet eine halböffentliche Durchwegung zwischen der Straße und dem öffentlichen Naturraum im Blockinneren. Der Eingang in diese Passage ist in der Stadtfassade so integriert, dass der Durchgang als Fuge in einen Versteckten Garten mündet, der zugleich Zentralraum, Atrium und Erschließung für das Haus ist. Die zentrale Erschließung schraubt sich inszeniert in den Himmel und in die zwei Untergeschosse. Die Spirale wird durch Bepflanzung selbst zu einem vertikalen Garten. Die Hausfassade bildet mit ihrer halbtransparenten Geschlossenheit eine zurückhaltende Geste zum Stadtraum zwischen den extrovertierten Fassaden der Nachbarn. Akzente setzt sie durch die Materialität und die Art des Entstehens, erstellt in innovativen und handwerklichen Fertigungs- und Verarbeitungstechniken.
Das bauliche Regal der Etagen wird im Gebäudeinneren weitestgehend stützenfrei erstellt.
Alle Funktionsbereiche umschließen den Zentralraum: das offene Atrium. Auch die Untergeschosse erhalten Tageslicht durch das Atrium, welches unter Terrain geführt ist.
Im Erdgeschoss befinden sich eine Ausstellungsfläche und ein Kunstcafé. In den Obergeschossen gibt es zum einen Clusterwohnbereiche, mit einer Mischung aus Ateliers und reinem Wohnen, zum anderen einen Konferenzraum, ein Gemeinschaftsatelier, sowie Flächen für NGOs und sozio-kulturelle Organisationen.
Die Künstler:innen, die im Haus wohnen und/oder arbeiten haben die Möglichkeit dort sowohl zu produzieren als auch zu präsentieren.
In den Untergeschossen soll das Archiv des Künstlers Boris Nieslony Platz finden.
Es handelt sich um eine einzigartige Sammlung von Dokumenten/Verweisen zu ca. 6.000 Performance Künstler:innen weltweit. Die Bildabteilung umfasst Dias, Negative, Vintagen und mehrere hundert Stunden Filmmaterialien. Der Bestand ist im Prozess der Auflistung und Katalogisierung, wird aktuell digitalisiert und in die Datenbank der Museumsbibliothek aufgenommen.

Klare, quadratische Grundrisse, im Grundmaß ca. 8 x 10 m, prägen das Erscheinungsbild der modernen kubischen Wohnhäuser. Das charakteristische Erscheinungsbild unterstützt die Markenbildung. Die vier individuell geplanten, freistehenden Einfamilienhäuser bieten Wohn-/Nutzflächen von 189,80 bis 250,25 m2.

Extensive Gründächer bilden Dachterrassen auf den ein- oder zweigeschossigen Häusern. Gartenterrassen auf Wohnniveau mit Südausrichtung ergänzen die Aufenthaltsbereiche an der frischen Luft. Haus 1 und 2 werden ein-geschossig mit Dachterrasse und Haus 3 und 4 werden zwei-geschossig gebaut. Unkonventionelle Einzeldetails wie große Lufträume, Eckfenster und deckenhohe Holz-Alu-Fenster -fassadenbündig- teilweise auch mit Schiebeelementen, erhöhen die Attraktivität.

Diese exklusive Architektur setzt sich in der Ausstattung mit hochwertigen Materialien und Oberflächen sowie ein offenes Raumkonzept mit fließenden Räumen konsequent fort. Außerdem verfügen die Villen über Fußbodenheizung, Parkett sowie eine gehobene Sanitärausstattung.

Die Gebäude sind im ökologischen Holzsystembau und Massivbauweise durch erfahrene Handwerksfirmen gefertigt. Erweiterungsmodule im Baukastensystem (bspw. nutzbar als Garage oder Wintergarten) bieten weitere Möglichkeiten, um auf individuelle Bedarfe einzugehen.

Nullenergiehäuser mit ihren geothermischen Heizungsanlagen und kontrollierter Be- und Entlüftung bilden die Basis für energieeffizientes Wohnen.  Alle Gebäude sind voll unterkellert und verfügen über ein Heizkonzept mit Kraft-Wärme-Kopplung sowie beheizte Voll- Nutzkeller in WU-Beton, KfW-Effizienzhaus 70.

Integrierte Garagen oder ein überdachter Stellplatz sorgen für eine sichere Heimkehr auf trockenem Fuß und runden das Bild vom komfortablen Wohnen ab.

 

Die Absicht des Projekts war es, an reinen und minimalen Formen in Weißtönen zu arbeiten, um einen Bezug zur aquatischen Tonalität herzustellen. Im Fokus stand auch eine offene Gestaltung der Modelle, um das besondere Wohnerlebnis auf dem Wasser zu verstärken.

Im Erdgeschoss liegt das Esszimmer mit einer integrierten Küche mit Blick auf die Wellen und direktem Zugang zur vorderen Terrasse. In der zweiten Etage befinden sich ein großzügiger Wohnraum sowie zwei Schlafzimmer.

Eine Außentreppe führt Backbord zur der 26 m² großen Dachterrasse, die die Bewohner begeistern wird.

Dieser Prototyp ist auch in einer kleineren einstöckigen Variante verfügbar.

Für den Fischbeker Heidbrook in Hamburg entwickelten wir im Rahmen einer Konzeptvergabe der IBA Hamburg einen Beitrag für drei Mehrfamilienhäuser am östlichen Quartiersrand. Ausgangspunkt des Entwurfs war die Leitidee der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“: ein urbanes Wohnquartier in direkter Nachbarschaft zu Heide, Wald und Sportflächen, das naturnahe Lage, gemeinschaftliche Freiräume und zeitgemäße Wohnformen miteinander verbindet.

Der Entwurf organisiert das Baufeld als Ensemble aus drei prägnanten Baukörpern, die entlang des Heidschnuckenrings einen klaren Straßenraum ausbilden und zugleich zum Landschaftsraum im Osten vermitteln. Adressbildende Eingänge, gemeinschaftlich nutzbare Erdgeschosszonen und ein zusammenhängendes Freiraumkonzept stärken die Identität jedes Hauses und fördern Begegnung im Alltag. Im Zentrum der Anlage liegen Feierplatz, Sommerküche, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie Flächen für Urban Gardening – als soziale Mitte eines heterogenen Quartiers.

Insgesamt entstehen 42 Wohnungen mit differenzierten Wohnungsgrößen für Singles, Paare und Familien. Ergänzt wird das Angebot durch Wohnformen für veränderte Lebensmodelle wie WG-Wohnen und Clusterwohnen. Alle Wohnungen verfügen über offene Wohn- und Kochbereiche sowie private Außenräume in Form von Loggien oder Terrassen. Damit verbindet der Entwurf individuelle Rückzugsmöglichkeiten mit einem starken gemeinschaftlichen Angebot.

Auch konstruktiv und energetisch ist das Projekt auf Dauerhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet. Eine massive Bauweise mit Klinkervorsatzschale, extensive Gründächer mit Regenwasserrückhalt, passive solare Maßnahmen und die Versorgung über Fernwärme bilden die Grundlage für ein robustes, ressourcenschonendes Wohngebäude. Ergänzt wird dies durch ein Mobilitätskonzept mit integrierten Stellplätzen, barrierefreien Angeboten, Car-Sharing, E-Ladepunkten und einer guten Fahrradinfrastruktur. So versteht sich der Entwurf als Beitrag zu einem klimabewussten, gemeinschaftlichen und identitätsstiftenden Wohnen im neuen Hamburger Quartier Fischbeker Heidbrook.

Das ca. 1722 m² großes Grundstück liegt im Hamburger Stadtteil Volksdorf. Die nähere Umgebung ist grün und locker bebaut mit Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Villen. Das geplante Bauwerk besteht aus einer Gebäudezeilen, mit 8 Wohneinheiten. 

Jeweils zwei Wohneinheiten bilden ein Volumen. Die Eingangsfassaden der vier entstehenden Baukörper sind zur Straße hin um ca. 30° verdreht und parallel zum Straßenverlauf versetzt gestaffelt, der Dachfirst wiederum verläuft diagonal über dem annähernd quadratischen Grundriss. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Gebäudekubatur, die durch eine ähnliche Materialität von Fassade und Dachfläche unterstrichen wird. Die abgerundeten Kanten auf der Straßenseite harmonisieren den Gesamteindruck.   

Jede Wohneinheit hat eine eigene Zuwegung und einen Gartenanteil mit Terrasse. Der diagonale Dachfirst ergibt interessante Räume im Dachgeschoss mit einer Belichtung über große Eckfenster. Die Gebäudezeile ist mit einer gemeinsamen Tiefgarage unterkellert, die für jede Wohneinheit zwei Stellplätze vorsieht. 

Das Gebäude erfüllt die Anforderungen der EnEV 2014 (Stand 2016). Heizungsenergie und Warmwasser werden durch eine Gasbrennwerttherme erzeugt. 

 

 

Räume für Kunstschaffende und Orte für die Produktion bildender Kunst unterliegen einem hohen Verdrängungsdruck innerhalb der wachsenden Stadt Berlin. Ebenso wie Wohnen, soziale Infrastruktur und Gewerbe trägt Kunst jedoch für die unvergleichliche Berliner Mischung bei.

Im Rahmen der Bebauungsstudie entstehen in einem viergeschossigen Gebäude helle, vielfach nutzbare und den spezifischen Anforderungen entsprechende Räume zur kreativen Arbeit. Jede Etage ist teilbar oder als Atelierloft mit 133 m² nutzbar. Der Innenausbau ist flexibel möglich. Schwere Lasten können über den „Außenkran“ in die einzelnen Stockwerke und innenliegend über an Decken befindlichen „Laufkatzen“ bewegt werden.

Der Ergänzungsbau steht an der rückwertigen Grundstücksgrenze und öffnet sich mit seiner transparenten Fassadengliederung zu den angrenzenden Freiflächen des Grünzugs an der Grüntaler Straße. Über großflächige bodentiefe Fenster in sämtlichen Geschossen tritt der Ergänzungsbau in Austausch mit dem öffentlichen Raum. Hierbei sind Einblicke durchaus gewünscht – ein Dialog mit der Umgebung möglich.

Auf das angrenzenden Bestandgebäude, welches ein Einzeldenkmal ist, wird mit der Gebäudeausformung des Atelierhauses Bezug genommen. Die Denkmalschutzbelange sind abgestimmt und in die Entwurfsarbeit eingeflossen. Mit dem Neubau wird der gemeinsame Hof abgerundet. Dieser ermöglicht Interaktion zwischen Bewohnenden und Kunstschaffenden.

 

 

Das städtische Quartier
ist durch eine offene Blockrandbebauung in U-Form geprägt, welche einerseits einen klaren Straßenraum nach außen hin definiert, andererseits großzügige Gemeinschaftsflächen mit Spiel und Aufenthaltsangebot im Inneren der Wohnanlage anbietet. Die erdgeschossigen Terrassen definieren den privaten Freiraum der Erdgeschoßwohnungen, welcher durch Hecken sichtgeschützt von den halböffentlichen Gemeinschaftsangeboten aus Spielflächen für Jung und Alt separiert ist. Der Straßenraum folgt den Rhythmen der regelmäßigen Gebäudeabstände in einheitlicher Flucht hinter gemeinsamen und durch Hecken gefassten Vorgärten und den Baumalleen. Der Städtebauliche Entwurf knüpft an die Bauweise der Potsdamer Vorstadt mit der Typologie der Vorstadtvilla an, welche durch die Variation verschiedener Grundrisse differenziert Wohnangebote für Singles bis hin zum Familienwohnen schaffen.
Die Baukörper
folgen mit dem differenzierten gestalterischen Kanon dem Typus Villa, funktionale Fassadenvolumina, Fensterformate werden als stehende Formate ausgebildet, Balkone und Loggien schlank ausgebildet und unterstreichen die vertikale Gliederung. Sockel- und Gesimsbänder unterstützen die klassische Fassadengliederung ebenso wie die wechselnden hellen Putzflächen einer Farbfamilie in sorgsam aufeinander abgestimmten Pastelltönen. Die Gebäude werden durch klassische baukünstlerische Details wie die Kolonnade, das Torhaus und die Pergola umspielt und in das Gesamtensemble eingebunden.
Die Hauseingänge werden sowohl im Straßenprofil als auch in der räumlichen Abwicklung der Fassaden adressbildend hervorgehoben. Die unterkellerten viergeschossigen Einzelgebäude beinhalten insgesamt 112 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Alle Wohnungen verfügen sowohl über einen offenen Wohn-/Kochbereich als auch über einen Freisitz in Form einer Loggia oder einer ebenerdigen Terrasse mit zum Freiraum hin orientierter Gartennutzung. Das Flachdach ist als extensives Gründach ausgebildet.
Durch Einhaltung des Nullbarrierestandards der Außenanlagen in Verbindung mit den rollstuhlgerechten Erdgeschossen wird selbstbestimmtes Wohnen, Nachbarschaft und Kommunikation generationsübergreifend ermöglicht.
Kraftverkehr/Abstellflächen
Der ruhende PKW-Verkehr wird für das gesamte Quartier durch öffentliche Gemeinschaftsstellplätze sichergestellt. Die Gemeinschaftsflächen GST2 auf dem Grundstück werden mit einer begrünten Pergola durch immergrüne Vegetation gedeckelt. Zusätzliche private Stellplätze werden in der natürlich belüfteten gemeinsamen Tiefgarage im nördlichen Grundstücksbereich verbracht. Die gemeinsame Zu- und Abfahrt befindet sich im östlichen Grundstücksbereich, um den An- und Abfahrtsverkehr der Anwohner von den gemeinschaftlich genutzten Gartenbereichen fernzuhalten. Die Rampe ist, wie auch die portalartigen Grundstückszugänge, mittels Pergola eingefasst. Fahrradstellplätze befinden sich größtenteils in Abstellräumen aber auch dezentral in den Außenanlagen nahe der Hauseingänge. Gemeinsame Abstellräume für Fahrräder, Kinderwagen und Gehhilfen sind in den jeweiligen Hausbereichen angeordnet und für alle Nutzer zugänglich. Durch die Angebote an Gemeinschaftsflächen entstehen Kommunikationsinseln für die Bewohner. Wenn die Bewohner dieses Potential annehmen, entsteht Nachbarschaft.

Das Vorhaben befindet sich Zentral in der Berliner City-Ost – also mittendrin. Die vorhandenen Infrastruktur ist ausgezeichnet. Wo sonst nur verdichtete städtische Bebauung möglich ist, können hier citynah individuell gestaltete Einfamilienhäuser mit Garten geplant werden. Die Nachbarschaft ist bereits geprägt durch über 75 neu entstandene Einfamilien- und Reihenhäuser. Die Grundstücke weisen Größen von ungefähr 350 bis 600 m² auf. Parallel zur Ruschestraße soll eine 15 bis 19 Meter tiefe, private Grünfl äche entstehen. Die Stichstraße zur Erschließung der Reihenhäuser und die Ringstraße zur Erschließung der Einfamilien- und Doppelhäuser mit Anbindung an die Gotlindestraße sind als Privatstraße geplant.

Auf dem Areal befinden sich neben dem Ballhaus eine rustikale Bierkneipe ‚Alt Berlin‘. Das Ballhaus-Team brachte sie 2016 Hand in Hand mit dem alten Charme und dem guten Geist des Hauses in die Chausseestraße 102, wo sich zwei einst unscheinbare Lagerräume zum neuen Alt Berlin verwandelten. Ein Hostel und ein Cafe im Stil der 20ger sowie ein großzügiger Biergarten ergänzen das Ensemble.

Ausbau im Hinterhof und Planung der Dachterrasse

Ein großes Glasdach ruht in sieben Meter Höhe auf dem robbenförmigen Tragwerk und bildet so einen geräumigen luftigen Saal. Die Säulen sind Teil des gewünschten Spiegeleffekts zum ‚alten‘ Ballhaus. Der 150 qm große Tanzsaal mit seiner Bühne bietet Konzertmöglichkeiten und genug Raum für Kulturveranstaltungen aller Art.

In der hohen Empore hängen zwei dominant wirkende Kronleuchter, die die Strahlkraft des Raumes erhöhen und gleichzeitig die seitliche gelegene Galerie beleuchten. Der Balkon umrandet mehr als  die Hälfte des Saals. Von dort oben lässt sich das Geschehen auf der Tanzfläche bei einem Cocktail aus der Bar beobachten. Von hier führt auch ein Weg zum Nachbarhaus – also von Balkon zu Balkon. Die Häuser verfügen aber auch über getrennte Eingänge, sodass je nach Bedarf und Nachfrage disponiert werden kann. Durch den Durchgang ergeben sich vielseitige Nutzungsmöglichkeiten – entweder das Veranstaltungsangebot zu vergrößern bzw. den Anforderungen der jeweilen Kulturveranstaltungen anzupassen. Die Ballhäuser können separate Programme oder durch die Verbindungsmöglichkeit auch große Events anbieten.

Beide Ballhäuser haben einen Zugang zu der Küche und einer Bar, die zwischen den Häusern liegen.

Eine breite Treppe führt in das Untergeschoss zu der neu entstandenen Lounge. Mehrere moderne deckenhohe Säulen prägen diese Ebene. Die filigranen Sichtbeton-Stützen schaffen einen Bezug zur oberen Etage und zum historischen Ballhaus der 20ern von nebenan.

Hier finden die Gäste eine Garderobe und die Sanitärräume mit Unisex -Toiletten sowie einen einladend gestalteten mit Polstermöbeln bestückten Aufenthaltsbereich. Die im Raum verteilten runden Sitzinseln bieten die Gelegenheit für eine kleine Ruhepause, eine kleine Erfrischung oder Plausch. Eine Besonderheit sind die von unten beleuchteten Säulen, die in verschiedenen Größen aus dem zylinderförmigen Brunnen ragen. Die Decke ist mit wabenförmigen Holzrahmen abgesetzt und im Fußboden sind runde Lichtkegel eingelassen.

Die Räumlichkeiten sind im Stil der 20er Jahre ausgestattet.

Der neue zweite Biergarten schließt direkt an die erhaltene Fassade, die aus den damals für Fabrikhallen üblichen rot und weißen Klinkersteinen besteht. Eine ca. 1m hohe im Zickzack verlaufende rote Mauerwand bildet den Abschluss der Terrasse. Helle Sonnenschirme beschatten den Garten. Die Besucher blicken auf das Glasdach im Hof.

Unsere Entwürfe vereinen die Moderne und Architektur der 20ger Jahre. Unter besonderer Berücksichtigung der historischen Einflüsse ist architektonisch alles aufeinander abgestimmt.

Die Projektidee
Der Entwurf für die vier Baufelder in der nordwestlichen Ecke des Gebietes orientiert sich an den Leitlinien des Quartiers „Steimker Gärten“ als grünes Wohnquartier mit hoher Lebensqualität. Für das gesamte Gebiet wurde bereits ein umfangreiches Konzept für Erschließung und Freiflächen aufgestellt, das die hohe Qualität des Quartiers sichern soll. Die Planung beinhaltet verschiedene Gebäudetypen, vom Doppelhaus über gereihte Stadthäuser bis zum Mehrfamilienhaus, die unterschiedlichste Wohnformen ermöglichen. Die hochwertigen Außenräume zwischen den Gebäuden sollen die Gemeinschaft fördern und dabei einer zeitlosen gestalterischen Linie folgen. Dadurch können sich die Menschen leicht mit ihrem neuen Zuhause identifizieren und das Quartier als Gesamtkonzeption aufnehmen.

Die Städtebauliche Einfügung
Der neue Stadtteil ist durch das ausgewogene Verhältnis zwischen öffentlichen und privaten Räumen geprägt. Erreicht wird dies unter anderem durch die klare Gliederung der Straßen, Wege und Plätze, die so aufeinander abgestimmt sind, dass eine natürliche Orientierung im Quartier ermöglicht wird. In den Baufeldern 0.1, 0.2, 1.2 und 2.3 entsteht eine Mischung aus Doppel- oder Reihenhäusern sowie barrierefreiem Mehrgenerationenwohnen. Der neue Stadtteil ist geprägt durch differenzierte Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität, die öffentlich und privat miteinander verknüpfen.

Architektur
Die Verzahnung des öffentlichen Raums mit den privaten Bereichen ist ein zentrales Thema in den „Steimker Gärten“. Balkone und Loggien bilden Blickbeziehungen zur Öffentlichkeit. Die verschiedenen Baukörper leben vom Materialwechsel aus Klinker und hellen Putzflächen in gedecktem Weißton. Gleichzeitig wird durch eine klare Struktur und wiederkehrende Materialien wird eine ruhige und homogene Atmosphäre geschaffen.

Das Mehrfamilienhaus am Platz im Westen stellt mit der kräftigen Kantenausbildung zum öffentlichen Platz den Endpunkt der Promenade dar. Betont wird diese stadtbildprägende bauliche Fassung durch die Akzentuierung des EGs. Dort befindet sich ein überhöhtes, ebenerdig zugängiges Atelier, welches flexibel durch die Bewohner nutzbar ist. Die Flachdachränder sind als Attika, die Fensterbänke in massivem Werkstein gefasst.
Balkone sind als Bestandteil der Fassadenkonzeption mit teilgeschlossenen Brüstungselementen in gleicher Art und Güte des Fassadenmaterials gestaltet. Die auf den Dächern installierten Photovoltaikanlagen sind durch die Attika und den seitlichen Abstand optisch abgeschirmt. Die Dächer sind durchgehend begrünt und dienen der Rückhaltung von Niederschlagswasser.

Freiraumplanung und Verkehrskonzept
Großzügige Gärten und Terrassen sind Elemente des neuen Quartiers, die die Entfaltung des Freiraumkonzeptes unterstützen. Die Gebietsstraßen stellen zusätzliche Begegnungsräume dar, in denen Kommunikation und Austausch leicht möglich sind. Durch die Unterbringung der Stellplätze unter den Gebäuden wird das Straßenbild weiterhin positiv beeinflusst, da somit die Stellplätze das Straßenbild nicht vorrangig beeinträchtigen. Der ruhende Verkehr des Baufeldes 1.2. wird in einer natürlich belüfteten Tiefgarage realisiert. Oberhalb der Tiefgarage befinden sich die Terrassen und Gärten der Bewohner sowie die Gemeinschaftsanlagen mit Spielplätzen.

Wohnhof_ BIOTOP BARMBEK Baufeld HH-Barmbek_ BF 2c

Im Rahmen der Konzeptausschreibung der Stadt Hamburg für das Baufeld HH-Barmbek-Nord BF 2c haben wir mit BIOTOP BARMBEK ein Quartierskonzept entwickelt, das soziale Mischung, gelebte Nachbarschaft und ökologische Qualität mit einer robusten, wirtschaftlichen Bauweise verbindet. Ziel ist ein Wohnensemble, das nicht nur gebaut, sondern im Alltag dauerhaft funktioniert: mit klaren Räumen für Begegnung, einem identitätsstiftenden Freiraum und hoher Wohnqualität bis in die Dachlandschaft.

Ein lebendiges Quartier braucht verlässliche Alltagsstrukturen

BIOTOP BARMBEK organisiert die Bebauung als klar lesbares Ensemble mit einer geschützten, gemeinschaftlichen Mitte. Dieser Innenbereich ist nicht Restfläche, sondern sozialer Motor: Hier entstehen Sichtbarkeit, Sicherheit und Identität – weil Menschen sich begegnen, Dinge gemeinsam tun und der Außenraum aktiv genutzt wird.

Gemeinschaft & Inklusion: drei starke Erdgeschoss-Anker

Im Erdgeschoss verankern wir drei komplementäre Gemeinschaftsbausteine, die unterschiedliche Gruppen ansprechen und die Quartiersmitte täglich aktivieren:

  • Community Kitchen als niederschwelliger Treffpunkt: gemeinsames Kochen und Essen, interkulturelle Formate, Mehrgenerationen-Anlässe. Entscheidend ist eine klare Organisation (Nutzungsregeln, Pflege, Betrieb), damit der Raum langfristig trägt.
  • Community Workspace als Quartiers-Arbeitsort: flexible Arbeitsplätze und Rückzugszonen für Homeoffice, Selbständige und Projektarbeit. Der Workspace stärkt lokale Netzwerke, reduziert Wege und schafft produktive Nähe statt Vereinzelung.
  • Fahrradwerkstatt als praktischer Nachbarschaftsort: Reparieren, Teilen, Hilfe zur Selbsthilfe. Sie unterstützt den Umweltverbund und erzeugt die „kleinen Anlässe“, aus denen Gemeinschaft entsteht.

Ergänzt werden diese Angebote durch gemeinschaftliche Terrassenflächen, die Innen- und Außenraum verbinden und die Erdgeschosszone sichtbar beleben.

Freiraum als „Biotop“: Klima, Identität und Mitmachen

Der Freiraum wird als bewohnbare Biodiversitätslandschaft gedacht – mit naturnahen Pflanzungen, Wildblumenwiesen und essbaren Gärten (z. B. Hochbeete). Das schafft Mikroklima-Vorteile und fördert Beteiligung: Wer pflegt, erntet oder Patenschaften übernimmt, stärkt Zugehörigkeit und reduziert Konflikte.

Dachgärten als zweite Wohnlandschaft

Ein wesentlicher Qualitätsgewinn entsteht durch nutzbare Dachgärten: gemeinschaftliche Außenräume über dem Alltag, zoniert für Ruhe, Austausch und gemeinsames Gärtnern. Sie erhöhen die Wohnqualität für alle, verteilen Freiraum „fair“ und wirken zugleich klimaresilient durch Begrünung, Verdunstung und Regenrückhalt.

Robust & kostenbewusst – Qualität durch Einfachheit

Die Architektur folgt einem Design-to-Cost-Ansatz: kompakte Baukörper, wiederholbare Grundrissmodule, übereinanderliegende Installationszonen und robuste, wartungsarme Materialien. So werden Bau- und Betriebskosten reduziert, Ausführungsqualität und Langlebigkeit gesteigert – und genau dadurch entsteht ein Quartier, das wirtschaftlich realisierbar und langfristig lebendig bleibt.

Städtebau & Adressbildung
Das Baufeld liegt am grünen Stadtrand im Übergang von kleinteiliger Wohnbebauung zum Landschaftsraum. Unser Konzept stärkt genau diesen Charakter: Die Baukörper fassen ruhige Gartenräume, definieren eine klare Adresse im Quartier und schaffen eine gut lesbare Nachbarschaft mit einer gemeinschaftlichen Mitte.

Wohnangebot & soziale Mischung
Die Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau sind als vollständig öffentlich geförderter Wohnungsbau konzipiert. Ergänzend bieten die Reihenhäuser ein familienorientiertes, bodennahes Wohnen mit eigenem Garten. Die Kombination ermöglicht eine ausgewogene Mischung aus gefördertem Wohnen und individuellen Haustypen – ohne Brüche im Gesamteindruck.

Typologie & Wirtschaftlichkeit
Die Reihenhäuser sind als kompakte, überwiegend zweigeschossige Häuser mit Staffelgeschoss organisiert und auf bewährten Grundtypen aufgebaut. Klare Raster, wirtschaftliche Gebäudetiefen und eine robuste Grundrisslogik sichern eine effiziente Realisierbarkeit. Die Mehrfamilienhäuser sind klar erschlossen, barrierearm organisiert und bilden zusammen mit den Reihenhäusern geschützte, gut nutzbare Außenräume.

Architektur & Gestaltungsleitbild
Ein ruhiges, langlebiges Erscheinungsbild prägt den Entwurf: verblendete Fassaden in warmen Ziegel-/Riemchentönen, präzise gesetzte Öffnungen und wiederkehrende Details erzeugen Identität. Einheitliche Bausteine wie Eingangsüberdachungen, Außenleuchten, Terrassentrennwände und Gartenhäuser ordnen das Gesamtbild – ohne Uniformität.

Freiraum als „Begegnungsachse“
Herzstück des Projekts ist ein durch das Grundstück geführtes Freiraumband als gemeinschaftliche Mitte. Gemeinschaftsgarten, Boule-Bereich und Kinderspielfläche sind als zusammenhängende Orte des Alltags und der Begegnung gedacht. Hecken und Gartenhäuser bilden dabei eine fein abgestufte Grenze zwischen privaten Gärten und gemeinschaftlichen Bereichen – klar, aber durchlässig.

Mobilität & Stellplätze
Die Stellplatzorganisation folgt dem Prinzip „kurz, klar, grün“: Je Reihenhaus ist ein Stellplatz auf dem eigenen Grundstück vorgesehen, die Stellplätze der Mehrfamilienhäuser sind entlang der Erschließung angeordnet. Baumpflanzungen und ein hoher Grünanteil verbessern die Aufenthaltsqualität und sorgen für eine angemessene Durchgrünung der Stellplatzbereiche.

Ökologie & Klimaanpassung
Dachbegrünungen stärken das Mikroklima, unterstützen Regenwasserrückhalt und Biodiversität und sind als selbstverständlicher Teil des Konzepts vorgesehen – mit Potential zur Kombination mit Solarenergie. Bestehender Baumbestand wird integriert und in der Freiraumgestaltung als prägendes Element weiterentwickelt.

Das Projekt „Wohnen am Park“ entstand im Rahmen eines Gebotsverfahrens mit Insertion und Zielgruppenansprache für eine Konversionsfläche auf dem ehemaligen Kasernengelände im Entwicklungsbereich Bornstedter Feld. Die Transformation der militärisch vorgeprägten Fläche zu einem lebendigen Wohnstandort steht exemplarisch für nachhaltige Stadtentwicklung: vorhandene Infrastrukturen werden genutzt, Freiräume und Baumbestand gesichert und ein quartierverträgliches Mobilitäts- und Energiekonzept integriert.
Der Entwurf formuliert ein Ensemble aus zwei dreigeschossigen Stadtvillen, das die Auslobungs- und Verfahrenslogik konsequent erfüllt: Als B-Plan-konforme Leitplanke werden zwei Baukörper mit drei Geschossen, WA-Nutzung und einer maximalen Kantenlänge von 20 m umgesetzt; die Stellplätze sind – im Sinne der Befreiungsmöglichkeit – außerhalb der überbaubaren Fläche organisiert.

Vorgesehen ist ein Wohnungsmix aus 3-, 4- und 5-Zimmerwohnungen mit insgesamt 19 Wohneinheiten – als Beitrag zu Nachfragevielfalt und sozialer Durchmischung. Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar, verfügen über offene Wohn-/Kochbereiche, ein Wannenbad sowie einen privaten Freisitz (Balkon/Terrasse). Abstellräume sind sowohl innerhalb der Wohnung als auch zusätzlich außerhalb je Wohnung vorgesehen.

Die Gebäude sind als robuste, wirtschaftliche und langfristig wartungsarme Baukörper konzipiert. Klare Tragwerksraster, einfache, wiederholbare Grundrisstypologien und konstruktiv reduzierte Details sichern eine hohe Ausführungsqualität. Massive, langlebige Fassaden (Ziegel/Riemchen) sowie gut reparierbare Standardbauteile minimieren Instandhaltung und Folgekosten. So entsteht ein dauerhaft wertbeständiger Wohnungsbau, der Alltag, Nutzungsmischung und Quartiersentwicklung zuverlässig trägt.

Besonderes Augenmerk gilt dem Baum- und Naturschutz: Haus 2 reagiert mit einem L-förmigen Grundriss auf die festgesetzten Einzelbäume, Erhaltungsbäume werden freigehalten und artenschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigt. Gleichzeitig stärkt die Planung die Wirtschaftlichkeit durch den Verzicht auf eine Tiefgarage zugunsten straßenseitiger Stellplätze sowie durch die Nutzung der vorhandenen Fernwärme-Erschließung.

Die architektonische Qualität wird zusätzlich durch die Bereitschaft zur Vorstellung im Gestaltungsrat abgesichert.
Gestalterisch folgen beide Baukörper einem klaren Fassadenprinzip: drei bodentiefe Fenstertypen gleicher Höhe, variiert in der Breite, erzeugen eine umlaufende horizontale Gliederung. Großzügige Balkone und Terrassen betonen den repräsentativen, ruhigen Charakter der Stadtvillen – mit hoher Wohnqualität in direkter Nähe zum Volkspark Potsdam.