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Lage:
Die Erschließung erfolgt direkt vom öffentlichen Straßenraum, der Lindenallee, über eine auf dem Grundstück gelegenen Zufahrtsstraße. Über die Zufahrtsstraße bekommt man einen direkten Blick auf die Südfassade.
Im Norden grenzt ein Bahngelände an, weshalb die bahnzugewandte Seite zur Erschließung über einen Laubengang genutzt wird. Fahrradstellplätze befinden sich zum einen dezentral in den Außenanlagen mit Überdachung neben beiden Hauseingängen und zum anderen größtenteils in einem Abstellraum der Lindenallee 4b.
Für jede Wohneinheit ist außerdem ein Pkw-Stellplatz vorgesehen. 

Baukörper:
Die Errichtung von 2 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 37 Wohneinheiten, ist ausschließlich für die Nutzung Wohnen vorgesehen. Der Entwurf orientiert sich in Kubatur und Nutzung an den Vorgaben aus dem festgesetzten Bebauungsplan.
Beide Baukörper leben vom Materialwechsel aus Klinkerriemchen und hellen Putzflächen. Gleichzeitig wird durch eine klare Struktur und wiederkehrende Materialien eine ruhige und homogene Atmosphäre, in Anlehnung zur idyllischen Waldumgebung, geschaffen. Die zurückgesetzten Balkone sind Bestandteil der Fassadenkonzeption und werden in der Südfassade als gestalterisches Mittel genutzt, um das Farbkonzept zu betonen. Die auf den Dächern installierten Photovoltaikanlagen sind durch die Attika und den seitlichen Abstand optisch abgeschirmt.

Wohnkonzept:
Die viergeschossigen Einzelgebäude beinhalten insgesamt 37 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung, welche gemeinsam über einen Laubengang erschlossen werden. Durch dieses Angebot an Gemeinschaftsfläche, kann eine Kommunikationsinsel für Bewohner entstehen. Die einzelnen Wohneinheiten sind nach Süden zur bahnabgewandten Seite ausgerichtet und verfügen alle über einen Freisitz in Form von einem Balkon oder einer ebenerdigen Terrasse.
Durch Einhaltung des Nullbarrierestandards der Außenanlagen in Verbindung mit den barrierefreien Wohnungen in den Erdgeschossen, wird selbstbestimmtes Wohnen generationsübergreifend ermöglicht.
Wenn die Bewohner dieses Potenzial annehmen, entsteht Nachbarschaft.

Fakten:
37 Wohneinheiten, 2 bis 4 Raum Wohnungen a 50 – 80 m² Wohnfläche, 37 PKW-Stellplätze und 80 Fahrradstellplätze also je WE ca. 2 Stellplätze

Visualisierungen (teilweise) : 3d Konzept Wismar

Mit „Wohnen am Stadtpark“ entstand in Ketzin/Havel ein Neubau, der ein zentrales Ziel des Auftraggebers konsequent umsetzt: selbstbestimmtes Wohnen im gewachsenen Quartier zu ermöglichen – auch dann, wenn sich Lebensumstände, Unterstützungsbedarf und Mobilität im Alter verändern. Das Haus verbindet barrierefreie Wohnungen mit Betreutem Wohnen, einer Tagespflege und einer Demenz-WG (bzw. betreuten Wohngemeinschaft) unter einem Dach. So entsteht ein durchgängiges, wohnortnahes Angebot, das Bewohnerinnen und Bewohnern Kontinuität, Sicherheit und Teilhabe bietet, ohne den vertrauten Stadtteil verlassen zu müssen.

Wohnen mit Perspektive – vom eigenständigen Alltag bis zur intensiveren Betreuung

In den oberen Geschossen bieten 23 Zwei- bis Drei-Raum-Wohnungen ein Zuhause für Menschen, die eigenständig leben möchten – überwiegend barrierefrei oder nachrüstbar. Jede Wohnung verfügt über Balkon oder Terrasse; ergänzt wird das Angebot durch eine gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse als Ort für Begegnung und Nachbarschaft.

Im Erdgeschoss sind die ergänzenden Betreuungsangebote gebündelt: eine betreute Wohngemeinschaft mit 9 Zimmern – als Demenz-WG geeignet – sowie eine Tagespflege mit 12 Plätzen. Die räumliche Nähe der Angebote schafft kurze Wege, entlastet Angehörige und ermöglicht flexible Übergänge: vom Betreuten Wohnen in der eigenen Wohnung bis hin zur intensiveren, gemeinschaftlich organisierten Versorgung in der Demenz-WG und der Tagespflege.

Außenräume als soziale Mitte – mit Dachgarten und Urban Gardening

Großzügige, geschützte Terrassenflächen im rückwärtigen Grundstücksteil erweitern die Gemeinschaftsbereiche ins Freie. Wege, Sitzgelegenheiten und gärtnerisch geprägte Bereiche fördern Aktivität, Orientierung und Begegnung. Ein Dachgarten mit Urban Gardening ergänzt das Freiraumangebot: gemeinschaftlich nutzbare Pflanzflächen unterstützen Bewegung, Sinneserlebnisse und nachbarschaftliches Miteinander – als ruhige „Oase“ für alle Bewohnerinnen und Bewohner und als wichtiger Baustein für Lebensqualität im Alltag.

Drei befreundete Familien planten hier ihren gemeinsamen Alterswohnsitz – mit dem Wunsch, das Leben am Wasser nicht nur als Aussicht, sondern als räumliches Erlebnis in den Alltag zu integrieren.

Der Entwurf reagiert präzise auf die widersprüchlichen Bedingungen des Ortes: Zur stark befahrenen Fontaneallee zeigt sich das Gebäude bewusst geschlossen und ruhig. Diese straßenseitige Fassade schützt die Wohnungen vor Lärm und formuliert eine klare Adresse. Zur Wasserseite hingegen öffnet sich das Haus über alle Ebenen mit großzügigen Verglasungen, Balkonen, Terrassen und einer Dachterrasse. So wird der Blick zur Dahme aus jeder Etage inszeniert und zum prägenden Element des Wohnens.

Das Gebäude ist als Gebäudeklasse 3 geplant und organisiert ursprünglich insgesamt fünf Wohneinheiten auf mehreren Ebenen – vom Erdgeschoss über das Obergeschoss bis in ein Staffelgeschoss mit weitläufiger Dachterrasse. Im späteren Entwurfsverlauf entschieden sich die Bauherrn dazu aus den fünf Wohnungen drei Wohneinheiten zu planen, für jeden der drei eine barrierefreie Wohneinheit. Ein Aufzug verbindet sämtliche Geschosse und macht das Haus insbesondere mit Blick auf den langfristig geplanten Alterswohnsitz komfortabel und zukunftsfähig. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Keller-, Technik- und Gemeinschaftsflächen im Untergeschoss.

Barrierefreiheit

Das Gebäude ist so geplant und organisiert, dass alle Wohnungen und gemeinschaftlich genutzten Bereiche komfortabel und altersgerecht erreichbar sind. Ein Aufzug verbindet sämtliche Geschosse vom Eingang bis zu den Wohnebenen. Die Grundrisse sind übersichtlich strukturiert, mit ausreichend Bewegungsflächen und schwellenarmen Übergängen. Terrassen und Wintergärten sind ebenerdig an die Wohnbereiche angeschlossen, sodass Innen- und Außenräume ohne Barrieren nutzbar sind.

Nachhaltigkeitsaspekt

Barrierefreie Wohnungen sind ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Architektur. Gebäude, die auch im Alter oder bei eingeschränkter Mobilität ohne Umbauten genutzt werden können, bleiben über viele Jahrzehnte funktional und anpassungsfähig. Dadurch werden spätere bauliche Eingriffe, Umbauten oder Umzüge vermieden, was Ressourcen spart und die Lebensdauer des Gebäudes erhöht. Barrierefreiheit trägt somit wesentlich zu sozialer Nachhaltigkeit und langfristiger Nutzungsqualität bei.

Die Grundrisse verbinden Offenheit mit Privatheit: Großzügige Wohn-, Ess- und Kochbereiche orientieren sich zum Wasser, während dienende Räume, Erschließung und Nebenfunktionen kompakter zur Straßenseite liegen. Auf diese Weise entsteht ein Wohnhaus, das Schutz und Aussicht, Rückzug und Gemeinschaft selbstverständlich miteinander verbindet. Die Architektur entwickelt aus der Lage am Hang und am Wasser eine klare räumliche Dramaturgie – robust zur Straße, offen zur Landschaft und konsequent auf den Blick zur Dahme ausgerichtet.

Für den Fischbeker Heidbrook in Hamburg entwickelten wir im Rahmen einer Konzeptvergabe der IBA Hamburg einen Beitrag für drei Mehrfamilienhäuser am östlichen Quartiersrand. Ausgangspunkt des Entwurfs war die Leitidee der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“: ein urbanes Wohnquartier in direkter Nachbarschaft zu Heide, Wald und Sportflächen, das naturnahe Lage, gemeinschaftliche Freiräume und zeitgemäße Wohnformen miteinander verbindet.

Der Entwurf organisiert das Baufeld als Ensemble aus drei prägnanten Baukörpern, die entlang des Heidschnuckenrings einen klaren Straßenraum ausbilden und zugleich zum Landschaftsraum im Osten vermitteln. Adressbildende Eingänge, gemeinschaftlich nutzbare Erdgeschosszonen und ein zusammenhängendes Freiraumkonzept stärken die Identität jedes Hauses und fördern Begegnung im Alltag. Im Zentrum der Anlage liegen Feierplatz, Sommerküche, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie Flächen für Urban Gardening – als soziale Mitte eines heterogenen Quartiers.

Insgesamt entstehen 42 Wohnungen mit differenzierten Wohnungsgrößen für Singles, Paare und Familien. Ergänzt wird das Angebot durch Wohnformen für veränderte Lebensmodelle wie WG-Wohnen und Clusterwohnen. Alle Wohnungen verfügen über offene Wohn- und Kochbereiche sowie private Außenräume in Form von Loggien oder Terrassen. Damit verbindet der Entwurf individuelle Rückzugsmöglichkeiten mit einem starken gemeinschaftlichen Angebot.

Auch konstruktiv und energetisch ist das Projekt auf Dauerhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet. Eine massive Bauweise mit Klinkervorsatzschale, extensive Gründächer mit Regenwasserrückhalt, passive solare Maßnahmen und die Versorgung über Fernwärme bilden die Grundlage für ein robustes, ressourcenschonendes Wohngebäude. Ergänzt wird dies durch ein Mobilitätskonzept mit integrierten Stellplätzen, barrierefreien Angeboten, Car-Sharing, E-Ladepunkten und einer guten Fahrradinfrastruktur. So versteht sich der Entwurf als Beitrag zu einem klimabewussten, gemeinschaftlichen und identitätsstiftenden Wohnen im neuen Hamburger Quartier Fischbeker Heidbrook.

Quartier: Durch den Umzug der Deutsche Rentenversicherung wurde das Grundstück in der Innenstadt von Laatzen frei. Die nähere Umgebung ist durch eine halboffene Bebauung geprägt. Auf dem ca. 3,73 ha großen Plangebiet entsteht ein neues Wohnquartier mit ca. 200 Wohnungen. Im westlichen Plangebiet entstehen Geschosswohnungsbauten, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser, die durch verschiedene Planungsbüros realisiert werden. Im Inneren sind vor allem zweieinhalbgeschossige Reihenhauszeilen geplant.  

Entwurf: Der Entwurf sieht sechs Mehrfamilienhauszeilen vor, die das Gebiet einfassen. Die vier Wohnzeilen des ersten Bauabschnittes liegen im östlichen Teil des Areals. Die Baukörper sind in ihrer Höhe abgestuft. Nach Norden schirmt ein sechsgeschossiges Gebäude das Gebiet von der Straße Lange Weihe ab. Jeweils zwei Zeilen bilden zusammen eine Einheit mit einer gemeinsamen Erschließung. Die südlichen Baukörper jeder Gruppe (Zeile 2 und 4) sind niedriger, um die Besonnung der Balkone der nördlichen Gebäude (Zeile 1 und 3) zu verbessern. Ein Teil der Stellplätze befindet sich unter den Zeilen 1 und 3. Durch diese Flächeneinsparung bekommt die Grünfläche in der Mitte mit Spielplatz und Obsthain eine echte Aufenthaltsqualität. Ein auffälliges Merkmal sind die durchlaufenden nach Süden ausgerichteten Balkone vor den Wohnräumen, die zur Quartiersmitte noch über die Gebäudekante hinausragen. Die Nordseiten mit den Schlafräumen zeigen sich hingegen eher geschlossen und zurückhaltend. 

Zwei weitere Zeilen, die in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden, schirmen das Quartiersinnere nach Norden und Westen von den umgebenden Straßen ab. Um den Lärmschutz für die Wohnungen in diesen Gebäuden zu gewährleisten, gibt es ein Konzept das zum Teil eine Flurerschließung nach Norden vorsieht, Ausrichtung der sensiblen Räume von der Straße abgewandt sowie Lärmschutzfenster. Auch diese Gebäude erhalten durchlaufende Balkone nach Süden bzw. nach Osten auf der jeweils geschützten Gebäudeseite. 

Das ca. 1722 m² großes Grundstück liegt im Hamburger Stadtteil Volksdorf. Die nähere Umgebung ist grün und locker bebaut mit Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Villen. Das geplante Bauwerk besteht aus einer Gebäudezeilen, mit 8 Wohneinheiten. 

Jeweils zwei Wohneinheiten bilden ein Volumen. Die Eingangsfassaden der vier entstehenden Baukörper sind zur Straße hin um ca. 30° verdreht und parallel zum Straßenverlauf versetzt gestaffelt, der Dachfirst wiederum verläuft diagonal über dem annähernd quadratischen Grundriss. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Gebäudekubatur, die durch eine ähnliche Materialität von Fassade und Dachfläche unterstrichen wird. Die abgerundeten Kanten auf der Straßenseite harmonisieren den Gesamteindruck.   

Jede Wohneinheit hat eine eigene Zuwegung und einen Gartenanteil mit Terrasse. Der diagonale Dachfirst ergibt interessante Räume im Dachgeschoss mit einer Belichtung über große Eckfenster. Die Gebäudezeile ist mit einer gemeinsamen Tiefgarage unterkellert, die für jede Wohneinheit zwei Stellplätze vorsieht. 

Das Gebäude erfüllt die Anforderungen der EnEV 2014 (Stand 2016). Heizungsenergie und Warmwasser werden durch eine Gasbrennwerttherme erzeugt. 

 

 

Im hinteren Bereich des Grundstücks werden in nächster Zukunft Reihenhäuser entstehen. Die Wohnungsgrößen liegen im Bereich zwischen 37 m² und 113 m² – so ist für alle Platzansprüche die passende Größe dabei, sei es für Studenten und Singles, Senioren oder kleine Familien. Besonders begehrt: die 1-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss – denn sie ist mit einem Balkon ausgestattet. Die 3- und 4-Zimmer-Wohnungen verfügen alle über einen Balkon bzw. im Erdgeschoss über Terrassen, die durch großzügige Bepflanzung mit Hecken ausreichend Privatsphäre bieten und zum Wohlfühlen einladen. Das absolute Highlight: Im 1. Obergeschoss gibt es eine 42 m² große Terrasse, die zu einer 3- bzw. 4-Zimmer-Wohnung gehört – je nachdem, wie viel Platz Sie brauchen! Ideal für junge Familien: Im ruhigen Bereich des grünen Gartengrundstücks entsteht ein zentraler Spielplatz, der von allen genutzt werden darf. Und auch die Parkplatzsuche ist kein Thema mehr – die Immobilie verfügt über 11 Stellplätze, die separat erworben werden können

Das Projekt befindet sich in einem innerstädtischen Wohnviertel in der Südstadt in Hannover. In direkter Umgebung befinden sich ein U-Bahnanschluss, Geschäfte des täglichen Bedarfs und Restaurants. Ergänzend bieten die Gewerbeflächen im Erdgeschoss des Neubaus Platz für zwei weitere Läden. Zusätzlich entsteht eine Tiefgarage, die weiterhin Stellplätze für Besucher des Krankenhauses sowie für die Bewohner des neuen Hauses bietet. 

Der Entwurf fügt sich in Größe und Materialität in die vorhandene Bebauung der Südstadt ein. Ein Wechsel der Fassadenmaterialien und Vor- und Rücksprünge gliedern den Neubau und lassen ihn kleinteilig wirken. Zur Sallstraße hin kragt ein Teil der oberen drei Geschosse als weiß verputzter Quader aus dem Backstein-Hauptbaukörper und über die beiden Sockelgeschosse mit der Ladenzone hinaus. Dadurch entsteht vor dem Gebäude eine Platzsituation, die mit Bänken und Pflanzkübeln einen Aufenthaltscharakter erhält. 

Der schlanke rückwärtige Baukörper an der Kortumstraße ist ebenfalls weiß verputzt und nimmt sich mit dem zurückspringenden Staffelgeschoss gegenüber dem Gebäudeteil in Backstein zurück. Hier finden in der Sockelzone noch weitere Stellplätze Raum, darüber befinden sich die drei Wohnetagen. Jede Wohneinheit erhält einen Freisitz in Form eines Balkons oder einer Loggia. 

Erstellt wird das Gebäudeensemble im KfW 55 Standard. Ein Blockheizkraftwerk erzeugt neben der Wärme für Heizung und Warmwasser auch den nötigen Strom, der über das Gebäude hinaus im Quartiersnetz genutzt werden kann. 

 

Im Gesamtkontext harmonieren alle Floating Modelle miteinander und ergeben optisch ein interessantes Spannungsfeld.  Ein fließender weißer  Mäander als besonderes Merkmal verbindet die verschiedenen Floating Typen. Im urbanen Umfeld können die schwimmenden Häuser eine kleine Wasserstadt bilden. Da in Innerstädtischen Bezirken der Wohnraum immer knapper wird, planen viele  Kommunen inzwischen auch die Wasserflächen als Wohnmöglichkeit zu erschließen. Für die Städte  Mons und Gent in Belgien haben wir  bereits solche zentral gelegene schwimmende Wasserstädte entwickelt. Weitere Projekte sind in der Planung.

Im Floating Home können Sie sich das ganze Jahr über wohlfühlen, auch im Winter verbringen Sie hier eine gemütliche Zeit in wohliger Wärme und genießen die Wasserlandschaft.

Als Ferienwohnungen, beispielsweise an der Ostsee, bereichern schwimmende Häuser das touristische Angebot und ermöglichen den Gästen ein ungewöhnliches, sowie  intensives Naturerlebnis. Wir haben uns bei der Entwicklung bislang hauptsächlich auf schwimmende Ferienhäuser konzentriert. Das Floating 100 eignet sich besonders als Ferienhaus oder Zweitwohnsitz. Dieser Typ schwimmt bereits an mehreren Standorten im Wasser und eignet sich auch zum dauerhaften Wohnen.

Die Floating Modelle gibt es in verschiedenen Größen und Farbvarianten oder aus witterungsbeständigem Lärchenholz.

Die schwimmenden Häuser können zu den gewünschten Wasserstandorten geschleppt bzw. verschifft oder aber auch auf den Landweg transportiert werden. Das Floating House liegt fest angedockt am Steg oder  verankert an der Uferkante.

Der Pier 1 funktioniert gleichzeitig als Schiffsanleger und öffentlich begehbarer Aussichtspunkt. Oben befindet sich die über eine Rampe jederzeit begehbare Plattform, von der aus man den gesamten Historischen Hafen überblicken kann. Über die zweite Rampe gelangt man ins Innere des Anlegepiers.

Der Anleger bietet den Gästen des Hafens auf einer Grundfläche von 42 m² einen Aufenthaltsort und Warteraum. Er verfügt über Sitzgelegenheiten und einen Kiosktresen für den Fahrkartenverkauf.In der Fassade ist ein Leuchtkasten integriert, der für Merchandise und Informationsmaterial rund um Hafen und Verein genutzt werden kann. Außerdem bietet der Anleger einen besonderen Panoramablick, da er sich mitten auf dem Wasser befindet und rundum verglast ist.

Das gesamte Terminal ebenso wie die geräumige Toilette ist barrierefrei zugänglich, was unter allen Berliner Häfen eine alleinstehende Ausnahme wäre. Der Besuch von Veranstaltungen oder Ausstellungen auf den Vereinskähnen sowie das Mitfahren auf den Fahrgastschiffen ist somit allen Interessierten ausnahmslos ermöglicht.

Die Fahrgäste können die Boote kontrollierter betreten und verlassen ohne sich in die Quere zu kommen, da Ein- und Ausstieg getrennt voneinander stattfinden. Für den Bau des schwimmenden Anlegerterminals im „Historischen Hafen“ ist der Einsatz von Carbonbeton im Gieß- und Spritzverfahren angedacht. Dieser Schiffsanleger, mit der

Besonders im Bereich des konstruktiven Bauens im Wasser ist ein Einsatz von Carbonbewehrung statt Stahlbeton eine qualitätsverbessernde und gewichtsreduzierende Alternative, die zu Materialeinsparungen von schwimmenden Auftriebskörpern führt, und es möglich macht, dass der untere Bereich von schweren Strukturen zusätzlich mit Beton versehen werden kann. Hieraus resultiert das positive Ergebnis, dass der Massenschwerpunkt der schwimmenden Betonstrukturen mit Carbonbeton sehr weit nach unten verlagert werden kann. Ein tiefer Massenschwerpunkt bietet eine hohe Garantie für eine gute Schwimmstabilität.

Für den Standort an der Lüneburger Straße in Stade entstand im Rahmen eines Konzeptverfahrens der Entwurf für eine Bildungsakademie mit Schulungszentrum, die Lernen, Kommunikation und Identität in einem klaren architektonischen Ausdruck bündelt. Das Gebäude besetzt den Einfahrtsbereich der Heidesiedlung mit einer prägnanten, zugleich ruhigen Geste und formuliert einen eigenständigen Ort mit hoher Wiedererkennbarkeit.

Der Baukörper ist als kompakter Solitär mit weich gerundeten Gebäudeecken und horizontal gegliederten Fassadenbändern entwickelt. Seine architektonische Haltung ist robust, klar und dauerhaft. Die Klinkerfassade verleiht dem Haus eine hanseatisch geerdete Materialität und unterstreicht den Anspruch, ein repräsentatives, aber nicht vordergründiges Gebäude zu schaffen. So entsteht ein Haus, das Präsenz zeigt, ohne laut zu sein.

Im Inneren ist eine klar strukturierte Organisation vorgesehen, die sich besonders für eine Bildungsakademie eignet. Empfangs- und Eingangsbereiche schaffen eine eindeutige Adresse und ein angemessenes Ankommen. Besprechungs- und Schulungsflächen ermöglichen konzentriertes Arbeiten und unterschiedliche Lernformate. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Gemeinschaftsbereiche, gastronomische Angebote und Freiräume, die informelle Begegnung, Austausch und Aufenthalt fördern. Dachterrassen und Außenbereiche erweitern das Haus um zusätzliche Kommunikationszonen und stärken die Aufenthaltsqualität.

Besonders überzeugend ist die Offenheit des Konzepts für gemeinschaftliche und öffentlichkeitswirksame Nutzungen. Bereits in der frühen Entwurfsphase wurde ein zentraler Raum beziehungsweise ein Atrium als möglicher Ort für Veranstaltungen, Feiern, Happenings oder Wechselausstellungen mitgedacht. Damit versteht sich das Gebäude nicht nur als funktionales Schulungszentrum, sondern als lebendiger Ort des Wissenstransfers, der Begegnung und der institutionellen Identität.

Auch städtebaulich reagiert der Entwurf präzise auf den Standort. Das Grundstück am Eingang der Heidesiedlung bietet die Chance, einen markanten Auftakt zum Quartier zu formulieren. Der Baukörper nutzt diese Lage, um Präsenz im Stadtraum zu erzeugen und gleichzeitig durch seine abgerundete Form, seine klare Linienführung und die Freiraumbezüge eine selbstverständliche Einbindung in das Umfeld zu erreichen.

Die Bildungsakademie in Stade ist damit als ein Haus gedacht, das Funktionalität, Repräsentation und Gemeinschaft zusammenführt. Der Entwurf verbindet eine wirtschaftlich robuste Grundstruktur mit einer starken architektonischen Identität und entwickelt einen Ort, an dem Lernen, Arbeiten und Austausch selbstverständlich ineinandergreifen.

Das städtische Quartier
ist durch eine offene Blockrandbebauung in U-Form geprägt, welche einerseits einen klaren Straßenraum nach außen hin definiert, andererseits großzügige Gemeinschaftsflächen mit Spiel und Aufenthaltsangebot im Inneren der Wohnanlage anbietet. Die erdgeschossigen Terrassen definieren den privaten Freiraum der Erdgeschoßwohnungen, welcher durch Hecken sichtgeschützt von den halböffentlichen Gemeinschaftsangeboten aus Spielflächen für Jung und Alt separiert ist. Der Straßenraum folgt den Rhythmen der regelmäßigen Gebäudeabstände in einheitlicher Flucht hinter gemeinsamen und durch Hecken gefassten Vorgärten und den Baumalleen. Der Städtebauliche Entwurf knüpft an die Bauweise der Potsdamer Vorstadt mit der Typologie der Vorstadtvilla an, welche durch die Variation verschiedener Grundrisse differenziert Wohnangebote für Singles bis hin zum Familienwohnen schaffen.
Die Baukörper
folgen mit dem differenzierten gestalterischen Kanon dem Typus Villa, funktionale Fassadenvolumina, Fensterformate werden als stehende Formate ausgebildet, Balkone und Loggien schlank ausgebildet und unterstreichen die vertikale Gliederung. Sockel- und Gesimsbänder unterstützen die klassische Fassadengliederung ebenso wie die wechselnden hellen Putzflächen einer Farbfamilie in sorgsam aufeinander abgestimmten Pastelltönen. Die Gebäude werden durch klassische baukünstlerische Details wie die Kolonnade, das Torhaus und die Pergola umspielt und in das Gesamtensemble eingebunden.
Die Hauseingänge werden sowohl im Straßenprofil als auch in der räumlichen Abwicklung der Fassaden adressbildend hervorgehoben. Die unterkellerten viergeschossigen Einzelgebäude beinhalten insgesamt 112 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Alle Wohnungen verfügen sowohl über einen offenen Wohn-/Kochbereich als auch über einen Freisitz in Form einer Loggia oder einer ebenerdigen Terrasse mit zum Freiraum hin orientierter Gartennutzung. Das Flachdach ist als extensives Gründach ausgebildet.
Durch Einhaltung des Nullbarrierestandards der Außenanlagen in Verbindung mit den rollstuhlgerechten Erdgeschossen wird selbstbestimmtes Wohnen, Nachbarschaft und Kommunikation generationsübergreifend ermöglicht.
Kraftverkehr/Abstellflächen
Der ruhende PKW-Verkehr wird für das gesamte Quartier durch öffentliche Gemeinschaftsstellplätze sichergestellt. Die Gemeinschaftsflächen GST2 auf dem Grundstück werden mit einer begrünten Pergola durch immergrüne Vegetation gedeckelt. Zusätzliche private Stellplätze werden in der natürlich belüfteten gemeinsamen Tiefgarage im nördlichen Grundstücksbereich verbracht. Die gemeinsame Zu- und Abfahrt befindet sich im östlichen Grundstücksbereich, um den An- und Abfahrtsverkehr der Anwohner von den gemeinschaftlich genutzten Gartenbereichen fernzuhalten. Die Rampe ist, wie auch die portalartigen Grundstückszugänge, mittels Pergola eingefasst. Fahrradstellplätze befinden sich größtenteils in Abstellräumen aber auch dezentral in den Außenanlagen nahe der Hauseingänge. Gemeinsame Abstellräume für Fahrräder, Kinderwagen und Gehhilfen sind in den jeweiligen Hausbereichen angeordnet und für alle Nutzer zugänglich. Durch die Angebote an Gemeinschaftsflächen entstehen Kommunikationsinseln für die Bewohner. Wenn die Bewohner dieses Potential annehmen, entsteht Nachbarschaft.

Berlin Lichtenberg - Bebauungsstudie

Die besondere Stärke des Standorts liegt in seiner Lage mitten in der Berliner City-Ost. Hier treffen hervorragende Infrastruktur, urbane Erreichbarkeit und die seltene Möglichkeit aufeinander, citynahes Wohnen im eigenen Haus mit Garten zu realisieren. Genau in dieser Kombination liegt ein erhebliches Entwicklungspotenzial: für Familien, für anspruchsvolle Eigennutzer und für alle, die urbanes Leben mit privatem Freiraum verbinden möchten.

Die Bebauungsstudie übersetzt dieses Potenzial in ein robustes, vermarktbares Quartierskonzept. Unterschiedliche Grundstücksgrößen von etwa 350 bis 600 m² ermöglichen ein differenziertes Angebot für verschiedene Zielgruppen. Die klare Erschließung über Ringstraße und Stichstraße sorgt für gute Adressbildung, wirtschaftliche Umsetzbarkeit und eine sinnvolle Entwicklung in Bauabschnitten. Parallel zur Ruschestraße ergänzt eine private Grünfläche das Konzept um eine identitätsstiftende landschaftliche Qualität.

Ein wesentliches Entwurfsmotiv sind die eingeschnittenen Atrien. Sie schaffen geschützte Außenräume und ermöglichen Privatheit und Nachbarschaft zugleich. Damit erhält das Quartier nicht nur eine hohe Wohnqualität, sondern auch einen prägnanten architektonischen Wiedererkennungswert. Die Versorgung aller Einheiten über Fernwärme ergänzt das Konzept um einen nachhaltigen energetischen Baustein und stärkt die Zukunftsfähigkeit des Vorhabens.

Für uns beginnt erfolgreiche Projektentwicklung nicht erst mit dem Gebäudeentwurf, sondern mit der präzisen Analyse von Lage, Erschließung, Typologie, Freiraum und Markt. So entstehen Quartiere, die städtebaulich überzeugen, wirtschaftlich tragfähig sind und sich klar im Markt positionieren.

Das Projekt „Wohnen am Park“ entstand im Rahmen eines Gebotsverfahrens mit Insertion und Zielgruppenansprache für eine Konversionsfläche auf dem ehemaligen Kasernengelände im Entwicklungsbereich Bornstedter Feld. Die Transformation der militärisch vorgeprägten Fläche zu einem lebendigen Wohnstandort steht exemplarisch für nachhaltige Stadtentwicklung: vorhandene Infrastrukturen werden genutzt, Freiräume und Baumbestand gesichert und ein quartierverträgliches Mobilitäts- und Energiekonzept integriert.
Der Entwurf formuliert ein Ensemble aus zwei dreigeschossigen Stadtvillen, das die Auslobungs- und Verfahrenslogik konsequent erfüllt: Als B-Plan-konforme Leitplanke werden zwei Baukörper mit drei Geschossen, WA-Nutzung und einer maximalen Kantenlänge von 20 m umgesetzt; die Stellplätze sind – im Sinne der Befreiungsmöglichkeit – außerhalb der überbaubaren Fläche organisiert.

Vorgesehen ist ein Wohnungsmix aus 3-, 4- und 5-Zimmerwohnungen mit insgesamt 19 Wohneinheiten – als Beitrag zu Nachfragevielfalt und sozialer Durchmischung. Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar, verfügen über offene Wohn-/Kochbereiche, ein Wannenbad sowie einen privaten Freisitz (Balkon/Terrasse). Abstellräume sind sowohl innerhalb der Wohnung als auch zusätzlich außerhalb je Wohnung vorgesehen.

Die Gebäude sind als robuste, wirtschaftliche und langfristig wartungsarme Baukörper konzipiert. Klare Tragwerksraster, einfache, wiederholbare Grundrisstypologien und konstruktiv reduzierte Details sichern eine hohe Ausführungsqualität. Massive, langlebige Fassaden (Ziegel/Riemchen) sowie gut reparierbare Standardbauteile minimieren Instandhaltung und Folgekosten. So entsteht ein dauerhaft wertbeständiger Wohnungsbau, der Alltag, Nutzungsmischung und Quartiersentwicklung zuverlässig trägt.

Besonderes Augenmerk gilt dem Baum- und Naturschutz: Haus 2 reagiert mit einem L-förmigen Grundriss auf die festgesetzten Einzelbäume, Erhaltungsbäume werden freigehalten und artenschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigt. Gleichzeitig stärkt die Planung die Wirtschaftlichkeit durch den Verzicht auf eine Tiefgarage zugunsten straßenseitiger Stellplätze sowie durch die Nutzung der vorhandenen Fernwärme-Erschließung.

Die architektonische Qualität wird zusätzlich durch die Bereitschaft zur Vorstellung im Gestaltungsrat abgesichert.
Gestalterisch folgen beide Baukörper einem klaren Fassadenprinzip: drei bodentiefe Fenstertypen gleicher Höhe, variiert in der Breite, erzeugen eine umlaufende horizontale Gliederung. Großzügige Balkone und Terrassen betonen den repräsentativen, ruhigen Charakter der Stadtvillen – mit hoher Wohnqualität in direkter Nähe zum Volkspark Potsdam.

Wir haben bereits für verschiedene Städte, wie Mons, Maaseik und Gent in Belgien sowie für Dunkerque bei Lille in Frankreich, Projektentwicklungen für schwimmende Architektur im urbanen Raum entworfen. Unsere floating architecture ist flexibel einsetzbar und bietet viele Erweiterungsmöglichkeiten. Im urbanen Raum  vergrößern die schwimmenden Häuser das Wohnungsangebot.

Ein Hotel direkt auf dem Wasser zum Beispiel ist für viele Standorte eine attraktive Lösung und ein Anziehungspunkt für den Tourismus. Unsere schwimmenden Hotels sind so konzipiert, dass sie jederzeit durch die Anzahl der Suiten und Versorgungsinseln genau dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden können oder im Sinne einer temporären Architektur auch nur zeitlich begrenzt funktionieren.

Unsere schwimmenden Restaurants und Pavillons sind geeignete Ergänzungen, den Pavillon gibt es in verschiedenen Variationen: als Hotelrezeption, Kiosk oder Touristeninformationscenter. Auch für Event- Feiern und Hochzeiten eignet sich ein schwimmende Gourmet-Tempel als eine außergewöhnliche Location.

Standort: Berlin Grünau

Designstudie zu der Neugestaltung der Uferpromenade an der Grünauer Regatta-Strecke und der Entwicklung des Gesamtareals „Riviera“ zur Seniorenwohnanlage.

Projektbeschreibung:
Vorgesehen ist ein multifunktionaler Schwimmsteg, der als Aussichtspunkt dient und eine Neuinterpretation der Kurmuschel darstellt. Als Aussichtspunkt gibt diese maritime Architektur beim Flanieren an der Uferpromenade einen prominenten Blick auf die historische Regattastrecke frei. Die Kurmuschel baut eine neuartige Interaktion mit den landseitigen Gegebenheiten, mit dem kleinen Park und dem denkmalgerecht sanierten Festsaal auf. Und bietet eine unkompliziert bespielbare Bühne für Klein-Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen.

Der Schwimmsteg ist einerseits als Bootsanleger für Sportboote nutzbar und besteht aus einem Stahlbeton-Grundkörper mit integrierten Schwimmkörpern, der von fachkundigen Schiffbau-Ingenieuren entwickelt und designed wird. Am Bootsanleger befindet sich eine öffentliche Ladestation für Elektrosportboote.

Die Standortsituation wird angemessen berücksichtigt: Je nach Strömungsgeschwindigkeit und Baugrundverhältnissen wird mit Pier-Ankern der Steg derart an der Uferkante befestigt, dass er die jahreszeitbedingten Schwankungen der Wasserlinie aufnehmen kann. Bei Bedarf sind zusätzliche Dalben mit Pfahlhalterungen vorgesehen. Die spezielle Dachkonstruktion – eine selbstaussteifende Hyperschale – wird mittels einer carbonbewährten Spritzbetonschale oder in Stahl realisiert und wird wie ein sehr filigranes Segel wirken.

Städtebau und Architektur
Die Fassade wird durch vorspringende Fenster- und Balkonelemente in leichtendem Gelb aufgelockert. Die herausgedrehten Fenster des einen Bauteiles, die ihren Blick dem grünen Platz zuwenden und die Loggien im Bereich des Grünangers bilden mit ihrer unregelmäßigen Verteilung fröhliche Farbtupfen auf der Fassade. Die grau abgesetzten Eingänge und Treppenhäuser liegen leicht zurückgesetzt und unterteilen so die Länge des Gebäudes optisch in fünf Abschnitte. 

Wohnungen
Entstanden sind insgesamt 67 Wohnungen in einem ausgewogenen Mix, vom Single-Apartment über große Familienwohnungen bis zum luftigen Dachgeschossloft. Die Wohnungen und Terrassen der Erdgeschossebene liegen erhöht auf der Tiefgarage, eine mit Hecken abgeschirmte Vorgartenzone schafft zusätzliche Privatsphäre. Dennoch ist durch die vier ebenerdigen Zugänge mit den Aufzügen ein barrierefreier Zugang zu jeder Wohnung gewährleistet. In den oberen Geschossen sind die Balkone zur Hälfte in der Fassade eingerückt, dadurch entsteht ein vor Einblicken geschützter Bereich. Die Erdgeschosswohnungen haben große Terrassen und Nutzergärten. Durch die günstige Lage des Grundstückes sind die Wohnräume mit ihren vorgelagerten Gärten, Terrassen und Balkonen ideal nach Süd-Westen ausgerichtet. In den Wohnungen, die sich im Bauteil direkt am Grünanger befinden, lassen sich durchgesteckte Wohnräume mit Balkonen in beide Richtungen realisieren: Frühstück auf dem Ost-Balkon und Abendessen mit Sonnenuntergang

 

Die Nachverdichtung innerstädtischer Bereiche verhindert die Ausweisung neuer Baugebiete und damit die Zersiedelung der Landschaft. Das gilt als aktiver Beitrag zum Klimaschutz, Verkehrsverringerung und Belebung von Städten. Zwischen der vorhandenen Bebauung, altem Baumbestand und der Grundstücksgrenze bleibt oft nicht viel Platz. Die Planung erfordert daher viel Kreativität vom Architekten und den beteiligten Planern- aber auch von der Genehmigungsbehörde. Die Vorteile der Nachverdichtung liegen auf der Hand: Die komplette Infrastruktur ist bereits vorhanden. Es handelt sich meist um gewachsene Quartiere, keine typischen Neubaugebiete. Wer innerstädtische Grundstücke wegen ihrer sozialen und kulturellen Angebote sowie der kurzen Wege bevorzugt, muss auf Nachverdichtung setzen. Von baupolitischer Seite wird das Thema Nachverdichtung oft mit ökologischen Gründen verbunden. Die Nachverdichtung innerstädtischer Bereiche verhindert die Ausweisung neuer Baugebiete und damit die Zersiedelung der Landschaft. Das gilt als aktiver Beitrag zum Klimaschutz, Verkehrsverringerung und Belebung von Städten. In unserem Falle gab der große Hofgarten im beliebten Berliner Bötzowkiez 13 Familien ein neues Zuhause. Der überwiegende Teil der Wohnung als Familienwohnungen geplant und umgesetzt. Die Heizung ist als Nahwärme durch das vorhandene Vorderhaus realisiert worden, was der Bauherrengemeinschaft zusätzlich Baukosten eingespart hat.

Das Projekt wurde als zweiphasiger Masterplan entwickelt:

  • Bauabschnitt 1: Ein 4-geschossiger, hochmoderner Komplex für medizinische Fachbereiche und öffentliche Verwaltung (ca. 4.300 m² BGF).

  • Bauabschnitt 2: Integration eines Vollsortimenters (REWE) mit einer synergetisch genutzten, großflächigen Stellplatzanlage zur Optimierung der Flächeneffizienz.

Die Planung (Leistungsphasen 0 bis 5) erforderte eine präzise Moderation zwischen den Anforderungen öffentlicher Mieter und hochspezialisierter medizinischer Technik:

  • Anker-Mieter Behörden: Komplette Planung der Flächen für das Jobcenter der Agentur für Arbeit (ca. 950 m²) im 2. Obergeschoss, inklusive spezifischer Sicherheits- und Diskretionsanforderungen.

  • Medizinisches Cluster: Integration von Radiologie, Diabetologie, Kinderheilkunde und Gynäkologie. Die Planung berücksichtigte bereits in LP 5 die komplexen technischen Lasten und Installationswege für radiologische Großgeräte.

  • Öffentlicher Raum: Das Erdgeschoss wurde als „Gesundheits-Mall“ mit Apotheke, Sanitätshaus, Salzdom und Gastronomie konzipiert, um eine hohe Standortfrequenz zu generieren.

Dieses Projekt demonstriert unsere Fähigkeit, großmaßstäbliche Projektentwicklungen von der ersten Vision (LP 0) bis zur baureifen Ausführungsplanung (LP 5) zu steuern. Wir verstehen die spezifischen Anforderungen von Ankermietern wie dem Jobcenter oder System-Einzelhändlern (REWE) und integrieren diese in eine ästhetisch anspruchsvolle und wertstabile Architektur.

Entwicklungsansatz: Quartiers-Masterplan. Ganzheitliche Entwicklung eines hybriden Standorts am Mobilitätsknoten Bahnhof Erkner (Phasen 0–5)

Investitions-Logik: Risikominimierung durch Ankermieter. Die Planung integriert bereits in der Entwurfsphase systemrelevante Mieter wie das Jobcenter (Behörde) und REWE (Nahversorgung)

Planungsexzellenz: Technische Baureife (LP 5). Trotz Nicht-Umsetzung belegt das Projekt die Fähigkeit von Büro13, komplexe technische Anforderungen (Radiologie/Großgeräte) und behördliche Sicherheitsvorgaben ausführungsreif zu koordinieren

Flächeneffizienz: Hybride Flächennutzung. Die synergetische Verknüpfung von Stellplatzanlagen für den Einzelhandel (BA 2) und Büro-/Praxisflächen (BA 1) optimiert die Grundstücksausnutzung (GRZ/GFZ)

Kommunaler Impact: Revitalisierung von Brachflächen. Umwandlung bahnhofsnaher Flächen in ein lebendiges Dienstleistungszentrum zur Stärkung der regionalen Zentrenfunktion.

Das Grundstück Fürstenbrunner Weg 22-32 befindet sich innerhalb des festgesetzten Bebauungsplans VII-104 von Berlin. Die in der Konzeptstudie in den Varianten 1-4 untersuchten Varianten zielen auf eine im B-Plan nicht vorgesehene Art der Nutzung ab, Wohnen. Die Anforderungen an die maximale GRZ und GFZ aus dem Bebauungsplan VII-104 werden eingehalten. Auf dem südlichen Teil des Grundstücks ist ein 4- bis 6-geschossiger Wohnungsbau mit Anschluss an die Nachbarbebauung als Blockrand geplant. Parrallel zur Baulinie der östlichen Grundstücksgrenze schirmt ein 6-geschossiger Baukörper die Wohnhöfe vom Lärm der A 100 ab. In dessen Ostfassade werden Schallschutzfenster verwendet, entlang der Baulinie entsteht eine Schallschutzwand. Die auf dem Grundstück vorhanden und geschützten Linden werden erhalten und in die Gestaltung der Wohnhöfe landschaftsplanerisch mit einbezogen.
Zur Nutzung des nördlichen Teils des Grundstücks wurden vier unterschiedliche Bebauungsvarianten untersucht:
Variante 1.
hier entsteht auf dem nördlichen Grundstücksteil ein Geschosswohnungsbau. Die Bebauungsvariante hat mit Staffelgeschossen 170 Wohneinheiten.
Variante 2.
im Erdgeschoß und 1. Obergeschoss des Baukörpers befindet sich ein Verbrauchermarkt als Nahversorger, in den 4 Obergeschossen sind Wohnappartments oder Studentisches Wohnen geplant. Diese Variante hat einschließlich dem studentischen Wohnen 164 WE und eine Verkaufsfläche von ca. 2500 m².
Variante 3.
hier entsteht ein Verbrauchermarkt als Nahversorger neben dem Wohnblock. Es sind 120 WE und eine Verkaufsfläche von ca. 2500 m² auf dem Grundstück geplant.
Variante 4.
hier entstehen Wohnappartements oder Studentisches Wohnen, insgesamt hat die Anlage 186 Wohneinheiten.