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Hamburg Billstedt- Wohnhöfe

Das Wohnquartier befindet sich im östlichen Teil Hamburgs, zugehörig dem Stadtteil Billstedt. Umschlossen wird das Gebiet von der Autobahn A 24 im Norden, dem Schleemer Bach und Öjendorfer See im Osten. Die angrenzenden Flurstücke im Süden sind durch Genossenschaften ebenfalls mit zweigeschossigen Wohnbauzeilen bebaut, hinter diesen folgt weiter Richtung Süden der Friedhof Öjendorf. Westlich schließt das Quartier an die Infrastruktur der Wohngegend Billstedt‘s an, ausgestattet mit Nahversorgung, einer Vielfalt an Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten – gut angeschlossen an das ÖPNV-Netz. Mit See und Park in fußläufiger Umgebung ist ebenfalls die Nähe zur Natur gegeben.

Die Neubausiedlungen schafft 106 neue kostengünstige Wohneinheiten des gleichen Wohnungstypus. Hierbei handelt es sich um Mietwohnungen ausgerichtet für sozialen Wohnungsbau.

Entwurflich abgestimmt sind die Gebäudezeilen auf eine 2-Geschossigkeit, jeweils mit zusätzlichem Staffelgeschoss und Flachdach. Gestaffelt ist die 3. Etage zur Gartenseite hin. Die lokal angepasste Fassade ergibt sich aus einer Kombination gestalterischer Elemente. Prägende Materialien sind Klinkerriemchen in braun-gelblicher Färbung und eine weiße Putzoberfläche in glatt und profilierter Ausführung. Die beiden unteren Geschosse werden zu einem umlaufenden Sockel mit Riemchenoberfläche zusammengefasst, das Staffelgeschoss in glatter Putzoberfläche. Dieser springt im Bereich der Fenster zurück und wird als Besenstrichoberfläche ausgebildet. Kellerersatzräume hinter dem Haus dienen der Terrassenabtrennung zwischen Nutzungseinheiten, und sind gestalterisch im Zusammenhang mit der Terrasse und dem Vordach des Eingangsbereich auf der Vorderseite zu sehen.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Die umgebende Bebauung ist geprägt von zeilenartiger 3-geschossiger Bebauung entlang des Lindenberger Wegs. Durch die angrenzende vier- bis fünfgeschossige Wohnbebauung des Eichenrings mit 221 Wohnungen und Tiefgarage hat sich der Gebietscharakter entsprechend verändert, es entstehen in 3 oberirdischen Häusern insgesamt 57 Wohneinheiten. Nach Rückfrage bei der Gemeinde werden derzeit vor allem Familienwohnungen nachgefragt und gewünscht. Es wird auf dem Flurstück 874 ein generationsübergreifender Spielplatz errichtet.
Die Retensionsdächer auf den Häusern 1 und 2 können durch die Nutzer in Teilen auch als Urban Garden genutzt werden. Das Grundstück ist durch öffentliche Leitungssysteme sowohl mit Trinkwasser als auch mit Schmutzwasserkanälen erschlossen. Alle 3 Gebäude und das Dach der Tiefgarage werden mit extensiven Gründächern mit Retentionsdächern mit Regenwasserrückhalteeinrichtungen geplant. Normale Regenereignisse werden somit auf den Dächern gehalten und zur Verdunstung gebracht. Damit werden die Niederschläge dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt und das Mikroklima in unmittelbarer Umgebung wesentlich verbessert. Für Starkregenereignisse werden auf dem Grundstück entsprechende Spei-chermedien (Zisternen) geplant, die das Regenwasser für einen 2. Wasserkreislauf (Grauwassernutzung) auf dem Grundstück speichern. Alle Wohneinheiten in den Gebäuden 1 und 2 sind barrierefrei erreichbar. Im Gebäude 1 entstehen 12 von 21 Wohneinheiten mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Im Gebäude 2 entstehen 4 und im Gebäude 3 weiter 3 Wohneinheiten jeweils in den Erdgeschossen der Gebäude mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Ein Personenaufzug erschließt alle vertikalen Ebenen schwellenlos. Die Aussenanlagen und die Hauseingänge sind barrierefrei begehbar und erreichbar. Alle Gebäude erfüllen die Anforderungen des Effizienzhaus 55 nach dem KfW-Standard und übererfüllen somit die gesetzlichen Anforderungen. Heizungsenergie wird durch eine Luftwasserwärmepumpen mit Unterstützung durch Photovolataikanlagen erzeugt. Das Warmwasser wird dezentral durch Wohnungsstationen bereitgestellt.

Am Kreisverkehr Hauptstraße / Zum Olympischen Dorf / Heidelerchenallee markiert ein Ensemble aus drei Wohn- und Geschäftshäusern den Auftakt der neuen Heidesiedlung. Ziel des Auftraggebers ist ein Quartiersbaustein, der selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen im gewachsenen Umfeld ermöglicht – und bei sich ändernden Lebensumständen passende Angebote im direkten Wohnumfeld bereithält.

Das Projekt umfasst 51 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen. Haus 1 ist konsequent auf Gemeinschaft und Teilhabe ausgerichtet: Zwei Wohngruppen als Inklusionswohnen bilden ein Zuhause für selbstbestimmtes Leben in überschaubaren Strukturen – mit privaten Rückzugsbereichen und gemeinschaftlichen Alltagsflächen. Ergänzend sind hier weitere Wohnungen angeordnet, die barrierefrei geplant und langfristig nutzbar sind.

Haus 2 liegt im Mischgebiet und übernimmt die Rolle des „öffentlichen Erdgeschosses“: Serviceeinrichtungen und Gewerbe schaffen Zentrumsfunktionen für das neue Wohngebiet – denkbar sind Café, Bäcker oder Apotheke und Arztpraxen. Darüber liegen Wohnungen, die von der Adresse und der guten Erreichbarkeit profitieren. Haus 3 ergänzt das Ensemble als reines Wohngebäude und stärkt das Angebot an barrierefreien, alltagstauglichen Grundrissen.

Der Entwurfs überzeugt durch die klare, robuste Gebäudelogik: Jedes Haus erhält nur einen vertikalen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe, wodurch die Erschließungsflächen reduziert, die Orientierung vereinfacht und die barrierefreie Nutzung im Alltag spürbar verbessert wird. Die bewusst gewählte massive Bauweise bildet ein langlebiges, schallsicheres und gleichzeitig anpassungsfähiges Grundgerüst – robust in der Nutzung und flexibel für spätere Grundriss- und Nutzungsanpassungen, etwa wenn sich Anforderungen an Wohnen, Inklusionswohnen oder Serviceangebote verändern. Ergänzt wird diese bauliche Robustheit durch ein technisch effizientes Versorgungskonzept und einem Energie- und Haustechnikkonzept mit niedriger Komplexität. Die Beheizung erfolgt über kaskadierende Luft-Wasser-Wärmepumpen mit modularer Auslegung und hoher Betriebssicherheit, während die Warmwasserbereitung über dezentrale Hausstationen organisiert ist, die leitungs- und speicherseitige Verluste reduzieren und hygienisch vorteilhaft sind; der dafür benötigte Strom wird durch PV-Anlagen auf den Dächern unterstützt und stärkt die Eigenstromnutzung im Quartier.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind die Außenräume: nutzbare Dachgärten erweitern die Wohnflächen ins Freie, fördern Begegnung und lassen gemeinschaftliche Aktivitäten zu – bis hin zu Urban Gardening als niedrigschwelligem Angebot für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird kompensiert, dass in den ebenerdigen Aussenanlagen durch die effziente Überplanung des Grundstücks wenig gestalteter Aussenraum für die gemeinschaftliche Nutzung angeboten werden kann.
So entsteht ein bauliches „Tor“ zur Heidesiedlung, das Wohnen, Versorgung und Inklusion in einem robusten Quartiersbaustein zusammenführt.

Das Neubauprojekt in Falkensee steht für nachhaltiges Wohnen mit einem breit gefächerten Wohnungsangebot, von Kleinwohnungen für Young Professionals bis hin zum Familienwohnen. Zahlreiche Spielplätze und großzügige Freiflächen in den Innenhöfen bieten diversen Raum für entstehende und gelebte Wohngemeinschaften. Ein Drittel der Wohnungen sind barrierefrei ausgeführt worden. Es kann somit ein generationsübergreifendes Wohnen etabliert werden. Das Wohnprojekt entstand auf einem ehemaligen Industriegebiet. Die Konversionsflächen und Böden wurden fachgerecht saniert. Da sich die Wohnungen unmittelbar an der Schnellbahnstrecke Berlin – Hamburg befinden, wurden besondere Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, so dass eine hohe Wohnqualität ermöglicht wurde, welche die anspruchsvollen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Das neue Wohnquartier folgt den Prinzipien der Schwammstadt. Sämtliches Oberflächenwasser wird auf den Dächern und Parkdecks in Retentionsboxen gespeichert und verdunstet. Die Retentionsdachflächen sind sämtlich begrünt und tragen somit einen massiven Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas bei und verhindern die Aufheizung in den kommenden und immer heißer werdenden Sommermonaten. Sämtliche Baukörper sind in Massivbauweise errichtet. Die Speicherfähigkeit der schweren Bauteile der Außenwände und Decken trägt einen Anteil an passiver Energieeinsparung durch indirkte Bauteilaktivierung bei. Dieser Effekt führt ebenso zu einer besseren Wohnbehaglichkeit und steigert somit den Wohnkomfort. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie ist die lokale regenerative Energieerzeugung. Jedes einzelne Haus verfügt über eine autarke Wärmeversorgung und wird mit Luftwärmepumpen beheizt, die umweltfreundlich Wärme aus der Luft gewinnen. Darüber hinaus wurden auf allen Dächern Photovoltaikanlagen installiert. Für den Individualverkehr der Bewohner ist jeder Wohnung ein PKW- Stellplatz in der Tiefgarage zugeordnet. Für einen Großteil der Stellplätze wurde die Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge vorgerüstet, welche durch den eigens hergestellten Strom aus der Hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist wird.

Das Planungsgrundstück liegt mitten in Wildau, direkt nördlich des Wissenschaftscampus mit der Technischen Hochschule und zahlreichen wissenschaftlichen Instituten. Die nach Norden schmal zusammenlaufende Grundstücksfläche weist einige herausfordernde Bedingungen auf. So verlaufen auf der Ostseite die Bahngleise Richtung Berlin, von denen aus Lärmschutzgründen ein Abstand von 20 m eingehalten werden muss. An der südwestlichen Ecke des Grundstücks befindet sich ein Strommast, von dessen Leitungen ein Mindestabstand von 5 m eingehalten werden muss. Im Norden schließt sich ein Wohnviertel mit Einfamilienhäusern an, das Grundstück selbst ist allerdings als Gewerbegebiet definiert. Diese Festlegung schließt eine dauerhafte Wohnnutzung aus. Mit der Idee eines Boardinghauses soll diese Anforderung umgesetzt werden.
Das gesamte Gebäude wirkt zur Straßenseite eher geschlossen und öffnet sich mit Terrassierungen auf der Hofseite. Das Sockelgeschoss und das zurückspringende Dachgeschoss aus Backstein nehmen die Materialsprache der umgebenden Bebauung der Schwartzkopff-Siedlung auf. Die Form des Gebäudes ergibt sich zum einen aus den geometrischen Anforderungen durch die Abstände zu Bahngleisen und Stromleitung, zum anderen aus der Himmelsausrichtung und der Nutzung.

Die Fassade zur Freiheitstraße ist leicht geknickt, wodurch ihr die Länge und Massivität genommen werden. Die beiden Gebäudeflügel, die sich an der West- und der Ostseite anschließen, öffnen sich nach Norden zu einem großzügigen Innenhof.

Im Erdgeschoss befinden sich, neben Boardingzimmern und Funktionsbereichen wie Küche und Lagerräumen, ein großzügiges Foyer mit Empfang und ein gemeinsamer Frühstücksraum. Im Ostflügel, zur Bahnlinie hin, ist ein Parkdeck geplant. Dessen Ausrichtung zu den Bahngleisen hat das Ziel das hohe Lärmaufkommen abzuschirmen. Erschlossen werden die Parkplätze über eine Zufahrt von der Freiheitstraße. In den oberen Etagen befinden sich die restlichen 114 Boardingzimmer, sowie großzügige Terrassenflächen. Die Gebäudefläche des EG ist größer als die der Obergeschosse, ihr Dach bildet zur Hofseite eine große Terrasse aus. Diese kann als Dachgarten für Veranstaltungen oder zur Erholung und dem Networken dienen. Die Boardingzimmer orientieren sich in den Seitenflügeln zum ruhigen Innenhof, weg von den Bahngleisen bzw. vom Umspannwerk, die Zimmer des Mittelgebäudes liegen nach Süden. Geschlossene Laubengänge im Ost- und Westflügel dienen als zusätzliche Lärmpuffer.

Das Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook wurde auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger Kaserne erschlossen und grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide an. Im Quartier entsteht ein Nahversorgungszentrum mit Supermarkt und Drogerie. Für eine gute Anbindung an das ÖPNV-Netz sind vier Bushaltestellen im Fischbeker Heidbrook geplant. Es wurden zwei Reihenhaustypen, Typ R1-F zweigeschossig und Typ R2-F zweigeschossig mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss, mit insgesamt 100 Reihenhäusern auf 12 Baufeldern mit kostengünstigen Wohnungen bebaut.

Makrolage: Die zu bebauenden Flächen befinden sich im südwestlichen Teil Hamburgs zwischen Neugraben und Neu Wulmstorf. Die Grundstücke sind nicht zusammenhängend und verteilen sich auf das gesamte Neubaugebiet. Es gibt wenige kulturelle Einrichtungen, dafür aber viele Grünflächen in der naheliegenden Umgebung. In Neugraben sowie in Neu Wulmstorf gibt es alle Einrichtungen für den täglichen Bedarf, sowie Kirchen, Gaststätten, Kreditinstitute und Sportflächen. Die an den Fischbeker Heidbrook angrenzende zweispurige Hauptstraße ist stark befahren. Die Grundstücke befinden sich im innenliegenden ruhigen Bereich des Neubaugebiets.

Mikrolage: Das gesamte Neubaugebiet ist für eine Wohnbebauung geplant, hauptsächlich mit Reihenhäusern. Angrenzend an die Baufelder 11 und 12 sind Mehrfamilienhäuer in der direkten Nachbarschaft geplant. Die Baufelder 1-8 im westlichen Neubaugebiet werden mit dem Reihenhaus Typ 1 mit einer Putzfassade, die Baufelder 9-11 im südlichen Bereich sind mit dem Reihenhaus Typ 2 und einer Klinkerriemchenfassade ausgestattet. Für das Baufeld 12 sind wieder Reihenhäuser vom Typ1 mit Klinkerriemchen ausgeführt worden. Bei allen Häusern handelt es sich um SAGA – Typenhäuser.

Für die Bebauung der Grundstücke sind die Ausweisungen des Bebauungsplans Neugraben Fischbek NF 66 zu Grunde gelegt worden. Die Reihenhäuser entlang der Ringstraße sind mit einer Klinkerfassade mit rot-brauner Farbgebung versehen. Alle Entwürfe und Konzepte der Bebauung und der Außenanlagen wurden im Gestaltungsbeirat Neugraben vorgestellt und abgestimmt. Im südlichen Bereich des Neubaugebiets wurde die Bebauung um sogenannte Wohnhöfe geplant, welche sowohl als Wendehammer, als auch eine gemeinsam mit den Nachbarn nutzbare Grünfläche beinhalten.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen sind gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Klare, quadratische Grundrisse, im Grundmaß ca. 8 x 10 m, prägen das Erscheinungsbild der modernen kubischen Wohnhäuser. Das charakteristische Erscheinungsbild unterstützt die Markenbildung. Die vier individuell geplanten, freistehenden Einfamilienhäuser bieten Wohn-/Nutzflächen von 189,80 bis 250,25 m2.

Extensive Gründächer bilden Dachterrassen auf den ein- oder zweigeschossigen Häusern. Gartenterrassen auf Wohnniveau mit Südausrichtung ergänzen die Aufenthaltsbereiche an der frischen Luft. Haus 1 und 2 werden ein-geschossig mit Dachterrasse und Haus 3 und 4 werden zwei-geschossig gebaut. Unkonventionelle Einzeldetails wie große Lufträume, Eckfenster und deckenhohe Holz-Alu-Fenster -fassadenbündig- teilweise auch mit Schiebeelementen, erhöhen die Attraktivität.

Diese exklusive Architektur setzt sich in der Ausstattung mit hochwertigen Materialien und Oberflächen sowie ein offenes Raumkonzept mit fließenden Räumen konsequent fort. Außerdem verfügen die Villen über Fußbodenheizung, Parkett sowie eine gehobene Sanitärausstattung.

Die Gebäude sind im ökologischen Holzsystembau und Massivbauweise durch erfahrene Handwerksfirmen gefertigt. Erweiterungsmodule im Baukastensystem (bspw. nutzbar als Garage oder Wintergarten) bieten weitere Möglichkeiten, um auf individuelle Bedarfe einzugehen.

Nullenergiehäuser mit ihren geothermischen Heizungsanlagen und kontrollierter Be- und Entlüftung bilden die Basis für energieeffizientes Wohnen.  Alle Gebäude sind voll unterkellert und verfügen über ein Heizkonzept mit Kraft-Wärme-Kopplung sowie beheizte Voll- Nutzkeller in WU-Beton, KfW-Effizienzhaus 70.

Integrierte Garagen oder ein überdachter Stellplatz sorgen für eine sichere Heimkehr auf trockenem Fuß und runden das Bild vom komfortablen Wohnen ab.

 

Für den Fischbeker Heidbrook in Hamburg entwickelten wir im Rahmen einer Konzeptvergabe der IBA Hamburg einen Beitrag für drei Mehrfamilienhäuser am östlichen Quartiersrand. Ausgangspunkt des Entwurfs war die Leitidee der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“: ein urbanes Wohnquartier in direkter Nachbarschaft zu Heide, Wald und Sportflächen, das naturnahe Lage, gemeinschaftliche Freiräume und zeitgemäße Wohnformen miteinander verbindet.

Der Entwurf organisiert das Baufeld als Ensemble aus drei prägnanten Baukörpern, die entlang des Heidschnuckenrings einen klaren Straßenraum ausbilden und zugleich zum Landschaftsraum im Osten vermitteln. Adressbildende Eingänge, gemeinschaftlich nutzbare Erdgeschosszonen und ein zusammenhängendes Freiraumkonzept stärken die Identität jedes Hauses und fördern Begegnung im Alltag. Im Zentrum der Anlage liegen Feierplatz, Sommerküche, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie Flächen für Urban Gardening – als soziale Mitte eines heterogenen Quartiers.

Insgesamt entstehen 42 Wohnungen mit differenzierten Wohnungsgrößen für Singles, Paare und Familien. Ergänzt wird das Angebot durch Wohnformen für veränderte Lebensmodelle wie WG-Wohnen und Clusterwohnen. Alle Wohnungen verfügen über offene Wohn- und Kochbereiche sowie private Außenräume in Form von Loggien oder Terrassen. Damit verbindet der Entwurf individuelle Rückzugsmöglichkeiten mit einem starken gemeinschaftlichen Angebot.

Auch konstruktiv und energetisch ist das Projekt auf Dauerhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet. Eine massive Bauweise mit Klinkervorsatzschale, extensive Gründächer mit Regenwasserrückhalt, passive solare Maßnahmen und die Versorgung über Fernwärme bilden die Grundlage für ein robustes, ressourcenschonendes Wohngebäude. Ergänzt wird dies durch ein Mobilitätskonzept mit integrierten Stellplätzen, barrierefreien Angeboten, Car-Sharing, E-Ladepunkten und einer guten Fahrradinfrastruktur. So versteht sich der Entwurf als Beitrag zu einem klimabewussten, gemeinschaftlichen und identitätsstiftenden Wohnen im neuen Hamburger Quartier Fischbeker Heidbrook.

Quartier: Durch den Umzug der Deutsche Rentenversicherung wurde das Grundstück in der Innenstadt von Laatzen frei. Die nähere Umgebung ist durch eine halboffene Bebauung geprägt. Auf dem ca. 3,73 ha großen Plangebiet entsteht ein neues Wohnquartier mit ca. 200 Wohnungen. Im westlichen Plangebiet entstehen Geschosswohnungsbauten, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser, die durch verschiedene Planungsbüros realisiert werden. Im Inneren sind vor allem zweieinhalbgeschossige Reihenhauszeilen geplant.  

Entwurf: Der Entwurf sieht sechs Mehrfamilienhauszeilen vor, die das Gebiet einfassen. Die vier Wohnzeilen des ersten Bauabschnittes liegen im östlichen Teil des Areals. Die Baukörper sind in ihrer Höhe abgestuft. Nach Norden schirmt ein sechsgeschossiges Gebäude das Gebiet von der Straße Lange Weihe ab. Jeweils zwei Zeilen bilden zusammen eine Einheit mit einer gemeinsamen Erschließung. Die südlichen Baukörper jeder Gruppe (Zeile 2 und 4) sind niedriger, um die Besonnung der Balkone der nördlichen Gebäude (Zeile 1 und 3) zu verbessern. Ein Teil der Stellplätze befindet sich unter den Zeilen 1 und 3. Durch diese Flächeneinsparung bekommt die Grünfläche in der Mitte mit Spielplatz und Obsthain eine echte Aufenthaltsqualität. Ein auffälliges Merkmal sind die durchlaufenden nach Süden ausgerichteten Balkone vor den Wohnräumen, die zur Quartiersmitte noch über die Gebäudekante hinausragen. Die Nordseiten mit den Schlafräumen zeigen sich hingegen eher geschlossen und zurückhaltend. 

Zwei weitere Zeilen, die in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden, schirmen das Quartiersinnere nach Norden und Westen von den umgebenden Straßen ab. Um den Lärmschutz für die Wohnungen in diesen Gebäuden zu gewährleisten, gibt es ein Konzept das zum Teil eine Flurerschließung nach Norden vorsieht, Ausrichtung der sensiblen Räume von der Straße abgewandt sowie Lärmschutzfenster. Auch diese Gebäude erhalten durchlaufende Balkone nach Süden bzw. nach Osten auf der jeweils geschützten Gebäudeseite. 

Das städtische Quartier
ist durch eine offene Blockrandbebauung in U-Form geprägt, welche einerseits einen klaren Straßenraum nach außen hin definiert, andererseits großzügige Gemeinschaftsflächen mit Spiel und Aufenthaltsangebot im Inneren der Wohnanlage anbietet. Die erdgeschossigen Terrassen definieren den privaten Freiraum der Erdgeschoßwohnungen, welcher durch Hecken sichtgeschützt von den halböffentlichen Gemeinschaftsangeboten aus Spielflächen für Jung und Alt separiert ist. Der Straßenraum folgt den Rhythmen der regelmäßigen Gebäudeabstände in einheitlicher Flucht hinter gemeinsamen und durch Hecken gefassten Vorgärten und den Baumalleen. Der Städtebauliche Entwurf knüpft an die Bauweise der Potsdamer Vorstadt mit der Typologie der Vorstadtvilla an, welche durch die Variation verschiedener Grundrisse differenziert Wohnangebote für Singles bis hin zum Familienwohnen schaffen.
Die Baukörper
folgen mit dem differenzierten gestalterischen Kanon dem Typus Villa, funktionale Fassadenvolumina, Fensterformate werden als stehende Formate ausgebildet, Balkone und Loggien schlank ausgebildet und unterstreichen die vertikale Gliederung. Sockel- und Gesimsbänder unterstützen die klassische Fassadengliederung ebenso wie die wechselnden hellen Putzflächen einer Farbfamilie in sorgsam aufeinander abgestimmten Pastelltönen. Die Gebäude werden durch klassische baukünstlerische Details wie die Kolonnade, das Torhaus und die Pergola umspielt und in das Gesamtensemble eingebunden.
Die Hauseingänge werden sowohl im Straßenprofil als auch in der räumlichen Abwicklung der Fassaden adressbildend hervorgehoben. Die unterkellerten viergeschossigen Einzelgebäude beinhalten insgesamt 112 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Alle Wohnungen verfügen sowohl über einen offenen Wohn-/Kochbereich als auch über einen Freisitz in Form einer Loggia oder einer ebenerdigen Terrasse mit zum Freiraum hin orientierter Gartennutzung. Das Flachdach ist als extensives Gründach ausgebildet.
Durch Einhaltung des Nullbarrierestandards der Außenanlagen in Verbindung mit den rollstuhlgerechten Erdgeschossen wird selbstbestimmtes Wohnen, Nachbarschaft und Kommunikation generationsübergreifend ermöglicht.
Kraftverkehr/Abstellflächen
Der ruhende PKW-Verkehr wird für das gesamte Quartier durch öffentliche Gemeinschaftsstellplätze sichergestellt. Die Gemeinschaftsflächen GST2 auf dem Grundstück werden mit einer begrünten Pergola durch immergrüne Vegetation gedeckelt. Zusätzliche private Stellplätze werden in der natürlich belüfteten gemeinsamen Tiefgarage im nördlichen Grundstücksbereich verbracht. Die gemeinsame Zu- und Abfahrt befindet sich im östlichen Grundstücksbereich, um den An- und Abfahrtsverkehr der Anwohner von den gemeinschaftlich genutzten Gartenbereichen fernzuhalten. Die Rampe ist, wie auch die portalartigen Grundstückszugänge, mittels Pergola eingefasst. Fahrradstellplätze befinden sich größtenteils in Abstellräumen aber auch dezentral in den Außenanlagen nahe der Hauseingänge. Gemeinsame Abstellräume für Fahrräder, Kinderwagen und Gehhilfen sind in den jeweiligen Hausbereichen angeordnet und für alle Nutzer zugänglich. Durch die Angebote an Gemeinschaftsflächen entstehen Kommunikationsinseln für die Bewohner. Wenn die Bewohner dieses Potential annehmen, entsteht Nachbarschaft.

Städtebau und Architektur
Die Fassade wird durch vorspringende Fenster- und Balkonelemente in leichtendem Gelb aufgelockert. Die herausgedrehten Fenster des einen Bauteiles, die ihren Blick dem grünen Platz zuwenden und die Loggien im Bereich des Grünangers bilden mit ihrer unregelmäßigen Verteilung fröhliche Farbtupfen auf der Fassade. Die grau abgesetzten Eingänge und Treppenhäuser liegen leicht zurückgesetzt und unterteilen so die Länge des Gebäudes optisch in fünf Abschnitte. 

Wohnungen
Entstanden sind insgesamt 67 Wohnungen in einem ausgewogenen Mix, vom Single-Apartment über große Familienwohnungen bis zum luftigen Dachgeschossloft. Die Wohnungen und Terrassen der Erdgeschossebene liegen erhöht auf der Tiefgarage, eine mit Hecken abgeschirmte Vorgartenzone schafft zusätzliche Privatsphäre. Dennoch ist durch die vier ebenerdigen Zugänge mit den Aufzügen ein barrierefreier Zugang zu jeder Wohnung gewährleistet. In den oberen Geschossen sind die Balkone zur Hälfte in der Fassade eingerückt, dadurch entsteht ein vor Einblicken geschützter Bereich. Die Erdgeschosswohnungen haben große Terrassen und Nutzergärten. Durch die günstige Lage des Grundstückes sind die Wohnräume mit ihren vorgelagerten Gärten, Terrassen und Balkonen ideal nach Süd-Westen ausgerichtet. In den Wohnungen, die sich im Bauteil direkt am Grünanger befinden, lassen sich durchgesteckte Wohnräume mit Balkonen in beide Richtungen realisieren: Frühstück auf dem Ost-Balkon und Abendessen mit Sonnenuntergang

 

Die Umgebung besteht aus Geschosswohnungsbauten in geschlossener und Zeilenbauweise, im Norden schließt eine Kleingartenanlage an. Die neuen Bauten passen sich mit ihrer geschlossenen Bauweise und ihrer Geschossigkeit an die umliegende Bebauung an, betonen aber durch die abwechselnde Fassadenaufteilung die Individualität der Einzelhäuser. Eine verspringende, farbig gestaltete Sockelzone und zusammengefasste Fenster lockern die Reihe optisch auf. Die Vorgartenzone wird durch eingefasste Pflanzbeete und die Zugänge zu den einzelnen Häusern gegliedert. 

Die Stadthäuser besitzen jeweils ein Kellergeschoss und vier Obergeschosse. Hinter dem Eingangsbereich im Erdgeschoss liegt das Gartenzimmer, das durch einen Luftraum mit dem Wohnraum im ersten Stock verbunden ist. Eine große zweigeschossige Verglasung belichtet die beiden Wohnetagen. Schlafräume und Badezimmer befinden sich im zweiten Obergeschoss. Ein Studio im Dachgeschoss mit Terrassen zu beiden Seiten vervollständigt das Raumprogramm. Durch das Angebot von mehreren großen Räumen lassen sich unterschiedlichste Aufteilungen und individuelle Wohnkonzepte in den Stadthäusern verwirklichen. Zu jedem Stadthaus gehört außer den beiden Dachterrassen auch ein eigener Garten. 

In den Kopfbauten befinden sich jeweils fünf Wohneinheiten. Die obersten Geschosse springen als Staffelgeschosse zurück und erhalten große Dachterrassen. Den Erdgeschosswohnungen wird jeweils ein Garten zugeordnet. Mit Geschosswohnungen, Maisonetten, Penthouse-Wohnungen und Stadthäusern ist hier auf kleinem Raum ein vielfältiges Wohnungsangebot entstanden. 

 

Städtebau
Das Grundstück liegt sehr zentral in unmittelbarer Nähe des neuen Berliner Hauptbahnhofs in einer ruhigen, grünen Seitenstraße. Die direkt angrenzende Bebauung besteht in erster Linie aus Zeilenbauten der Nachkriegszeit. Der Entwurf nimmt diese Struktur auf, indem jeweils fünf Stadthäuser zu einem Baukörper zusammengefasst werden. Unterstützt wird dieses Erscheinungsbild dadurch, dass die Bauten mit ihren Rücksprüngen und den zwei unterschiedlichen durchlaufenden Fassadenmaterialien wie zwei längliche ineinandergesteckte Quader wirken.
Der alte Baumbestand zur Seydlitzstraße hin soll erhalten bleiben, daher liegen die Gebäude hier zurückgesetzt und die Bäume schützen die Privatsphäre der Gärten. Die Erschließung erfolgt durch kleine Privatstraßen, die quer von der Seydlitzstraße abzweigen.

Entwurf
Die Wohnebene hat eine größere Raumhöhe und wird durch die querliegende Treppe in Wohn- und Essbereich zoniert. Durch die erhöhte Lage im 1. OG bietet sie den Bewohnern eine geschützte Privatsphäre. In der Ebene darüber befinden sich die Schlafräume und ganz oben liegt das Studio. Die unterste Ebene, die bewusst eine geringere Raumhöhe hat, ist der Erschließung und Nebenräumen vorbehalten. Vor dem zurückspringenden Eingangsgeschoss entstehen überdachte Stellplätze für jeweils zwei Autos. Die Hausgärten auf der Rückseite sollen um einen Meter angehoben werden und so den Übergang von der Terrasse in den Garten verringern.