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Im Auftrag der EVM Berlin eG realisierte Büro13 Architekten ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Innenentwicklung in Berlin-Mariendorf. Durch die viergeschossige Aufstockung plus Staffelgeschoss eines Bestandsriegels aus den 1970er Jahren schaffen wir hochverdichteten Wohn- und Sozialraum, ohne zusätzliche Bodenversiegelung. In enger Kooperation mit dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) schaffen wir einen Raum, der den demografischen Wandel im Quartier aktiv gestaltet.

Ganzheitliche Quartiersentwicklung:

Parallel zur Nachverdichtung wurden die vorhandenen 49 Wohneinheiten energetisch ertüchtigt und umfassend saniert. Damit überführen wir den gesamten Gebäudekomplex in einen zeitgemäßen Effizienzstandard. In enger Kooperation mit dem EJF entsteht so ein hybrider Ort, der medizinische Fachpraxen, Tagespflege und inklusives Genossenschaftswohnen synergetisch vereint.

Programmatik & Nutzungsmix

Das Raumprogramm ist präzise auf die Bedürfnisse der Genossenschaftsmitglieder und des Trägers zugeschnitten:

  • Gesundheit & Nahversorgung (EG/1. OG): Erweiterung der ansässigen Apotheke und Zahnarztpraxis sowie Ansiedlung neuer Facharztpraxen zur Sicherung kurzer Wege für Senioren. Ergänzt wird dies durch ein EVM-Servicebüro, Kiosk und eine öffentliche Kiezküche mit Cafeteria als sozialer Ankerpunkt zum Hof.

  • Betreutes Wohnen & Inklusion (2./3. OG): Realisierung von barrierefreien Service-Apartments für Senioren sowie einer spezialisierten Wohngemeinschaft des EJF für die befristete Angehörigenbetreuung.

  • Pflege-Infrastruktur (Staffelgeschoss): Integration einer modernen Tagespflegeeinrichtung des EJF mit hoher Aufenthaltsqualität.

Architektonische & Technische Lösungskompetenz

Büro13 löste die spezifischen Herausforderungen des Standorts durch innovative Planungsansätze:

  • Konstruktive Herausforderung Statik: Umbau des Erdgeschosses unter vollständiger Erhaltung der vorhandenen Tiefgarage bei gleichzeitiger Lastaufnahme von drei neuen Obergeschossen plus Staffelgeschoss.

  • Aktiver Schallschutz: Die Gliederung der Straßenfassade durch charakteristische Dreieckserker ermöglicht weite Sichtbezüge bei maximalem Lärmschutz durch spezialisierte Schallschutzverglasung. Der Baukörper fungiert als wirksamer Lärmriegel für die dahinterliegende Hofbebauung.

Nachhaltigkeit durch Ressourcenschonung:

Ein zentraler Aspekt der Planung ist der Erhalt der vorhandenen Tiefgaragenstruktur.

  • Durch die Weiternutzung des massiven Untergeschosses sichern wir die darin gebundene graue Energie und minimieren den CO2-Fußabdruck des Gesamtvorhabens massiv.
  • Dieser ressourceneffiziente Ansatz wird durch eine Dachaufstockung in serieller Holzbauweise konsequent fortgeführt.
  • Die Vorfertigung der Holzbauelemente garantiert nicht nur eine CO2-neutrale Konstruktion, sondern auch eine signifikante Verkürzung der Bauzeit und Emissionsminderung vor Ort.

Das Neubauprojekt in Falkensee steht für nachhaltiges Wohnen mit einem breit gefächerten Wohnungsangebot, von Kleinwohnungen für Young Professionals bis hin zum Familienwohnen. Zahlreiche Spielplätze und großzügige Freiflächen in den Innenhöfen bieten diversen Raum für entstehende und gelebte Wohngemeinschaften. Ein Drittel der Wohnungen sind barrierefrei ausgeführt worden. Es kann somit ein generationsübergreifendes Wohnen etabliert werden. Das Wohnprojekt entstand auf einem ehemaligen Industriegebiet. Die Konversionsflächen und Böden wurden fachgerecht saniert. Da sich die Wohnungen unmittelbar an der Schnellbahnstrecke Berlin – Hamburg befinden, wurden besondere Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, so dass eine hohe Wohnqualität ermöglicht wurde, welche die anspruchsvollen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Das neue Wohnquartier folgt den Prinzipien der Schwammstadt. Sämtliches Oberflächenwasser wird auf den Dächern und Parkdecks in Retentionsboxen gespeichert und verdunstet. Die Retentionsdachflächen sind sämtlich begrünt und tragen somit einen massiven Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas bei und verhindern die Aufheizung in den kommenden und immer heißer werdenden Sommermonaten. Sämtliche Baukörper sind in Massivbauweise errichtet. Die Speicherfähigkeit der schweren Bauteile der Außenwände und Decken trägt einen Anteil an passiver Energieeinsparung durch indirkte Bauteilaktivierung bei. Dieser Effekt führt ebenso zu einer besseren Wohnbehaglichkeit und steigert somit den Wohnkomfort. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie ist die lokale regenerative Energieerzeugung. Jedes einzelne Haus verfügt über eine autarke Wärmeversorgung und wird mit Luftwärmepumpen beheizt, die umweltfreundlich Wärme aus der Luft gewinnen. Darüber hinaus wurden auf allen Dächern Photovoltaikanlagen installiert. Für den Individualverkehr der Bewohner ist jeder Wohnung ein PKW- Stellplatz in der Tiefgarage zugeordnet. Für einen Großteil der Stellplätze wurde die Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge vorgerüstet, welche durch den eigens hergestellten Strom aus der Hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist wird.

Mit dem Anstieg der Bevölkerungszahlen in Berlin, wachsen auch die Bedarfe an sozialer Infrastruktur. So war es ein Glück, dass auf dem Bestandsgrundstück der Kita Zipfelmütze noch Baureserven für eine zusätzliche Bedarfsdeckung bestanden. Beide Gebäude bilden einen gemeinsamen Spielbereich im Freien aus.
Mit dem eingeschossigen Erweiterungsbau entlang der Brandwände an der südlichen Grundstücksgrenze wird die Gesamtkapazität der Einrichtung um 52 auf insgesamt 168 Plätzen erhöht.
Der lineare Erweiterungsbau wird durch einen zentral gelegenen Eingangs- bzw. Mehrzweckbereich erschlossen. Von dort gelangt man in zwei Gruppenbereiche, bestehend jeweils aus einem Gruppen- und einem Nebenraum mit angegliederten Wasch- und Garderobenbereichen. Alle Gruppenräume und Gemeinschaftsräume orientieren sich zum Außenbereich. Somit wird der Innenraum zum Außenraum. Über vorgelagerte Terrassen werden alle Gruppenbereiche unmittelbar an die Freifläche angeschlossen und die Rettungswege des Neubaus sichergestellt. Durch die ebenerdige Lage aller Räume des Gebäudes, schwellenlose Ein- und Ausgänge und die Ausführung eines behindertengerechten WC´s werden die Anforderungen des barrierefreien Bauens nach § 51 BauOBln erfüllt. Das intensive Gründach leistet einen Beitrag zum Klima-Ausgleich, zur Artenvielfalt und zur Biodiversität. Es speichert Niederschläge und kühlt durch Verdunstung sowohl Umfeld und Gebäude. Das Gründach trägt außerdem zu Luftbefeuchtung und Feinstaubfilterung bei.
Das Bauvorhaben wurde mit Zuwendungen des Landes Berlin aus dem Sondervermögen „Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeit (SIWANA) unter Beachtung der Förderrichtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung in Berlin“ gefördert.

Das Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook wurde auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger Kaserne erschlossen und grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide an. Im Quartier entsteht ein Nahversorgungszentrum mit Supermarkt und Drogerie. Für eine gute Anbindung an das ÖPNV-Netz sind vier Bushaltestellen im Fischbeker Heidbrook geplant. Es wurden zwei Reihenhaustypen, Typ R1-F zweigeschossig und Typ R2-F zweigeschossig mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss, mit insgesamt 100 Reihenhäusern auf 12 Baufeldern mit kostengünstigen Wohnungen bebaut.

Makrolage: Die zu bebauenden Flächen befinden sich im südwestlichen Teil Hamburgs zwischen Neugraben und Neu Wulmstorf. Die Grundstücke sind nicht zusammenhängend und verteilen sich auf das gesamte Neubaugebiet. Es gibt wenige kulturelle Einrichtungen, dafür aber viele Grünflächen in der naheliegenden Umgebung. In Neugraben sowie in Neu Wulmstorf gibt es alle Einrichtungen für den täglichen Bedarf, sowie Kirchen, Gaststätten, Kreditinstitute und Sportflächen. Die an den Fischbeker Heidbrook angrenzende zweispurige Hauptstraße ist stark befahren. Die Grundstücke befinden sich im innenliegenden ruhigen Bereich des Neubaugebiets.

Mikrolage: Das gesamte Neubaugebiet ist für eine Wohnbebauung geplant, hauptsächlich mit Reihenhäusern. Angrenzend an die Baufelder 11 und 12 sind Mehrfamilienhäuer in der direkten Nachbarschaft geplant. Die Baufelder 1-8 im westlichen Neubaugebiet werden mit dem Reihenhaus Typ 1 mit einer Putzfassade, die Baufelder 9-11 im südlichen Bereich sind mit dem Reihenhaus Typ 2 und einer Klinkerriemchenfassade ausgestattet. Für das Baufeld 12 sind wieder Reihenhäuser vom Typ1 mit Klinkerriemchen ausgeführt worden. Bei allen Häusern handelt es sich um SAGA – Typenhäuser.

Für die Bebauung der Grundstücke sind die Ausweisungen des Bebauungsplans Neugraben Fischbek NF 66 zu Grunde gelegt worden. Die Reihenhäuser entlang der Ringstraße sind mit einer Klinkerfassade mit rot-brauner Farbgebung versehen. Alle Entwürfe und Konzepte der Bebauung und der Außenanlagen wurden im Gestaltungsbeirat Neugraben vorgestellt und abgestimmt. Im südlichen Bereich des Neubaugebiets wurde die Bebauung um sogenannte Wohnhöfe geplant, welche sowohl als Wendehammer, als auch eine gemeinsam mit den Nachbarn nutzbare Grünfläche beinhalten.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen sind gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Bauhausvilla in Bestensee

Einfamilienhaus in Bestensee – Architektur im Dialog

Dieses Einfamilienhaus in Bestensee entstand in einem intensiven, partnerschaftlichen Entwurfs- und Abstimmungsprozess gemeinsam mit den Bauherr:innen. Bereits in der frühen Projektentwicklungsphase – der sogenannten Leistungsphase „Null“ – wurden alle zentralen Rahmenbedingungen sorgfältig analysiert, strukturiert und optimiert. Dabei standen nicht nur gestalterische Aspekte im Vordergrund, sondern auch funktionale Anforderungen, Budgetrahmen, Nachhaltigkeit und die Integration in die umgebende Landschaft. Architektur beginnt hier vor dem Entwurf: Jede Idee wird auf ihren Mehrwert, ihre Machbarkeit und ihre gestalterische Wirkung geprüft. Die Wohnlandschaft des Hauses öffnet sich auf drei Terrassen in jede Himmelsrichtung. Zwei Terrassen auf der Eingangsebene sind nach Osten und Westen ausgerichtet und erweitern den Wohnraum fließend in den Außenbereich. Eine dritte Terrasse auf dem Dach fungiert als Dachgarten mit Gemüseanbau, schafft zusätzliche Rückzugsorte und verbindet nachhaltige Nutzung mit modernem Wohnkomfort. Die Architektur bietet damit eine Vielzahl differenzierter Aufenthaltsqualitäten, die sowohl Gemeinschaft als auch Privatheit fördern und das Leben im Haus in jede Richtung öffnen. Der Entwurfsprozess war geprägt von Iteration und Präzision. Viele Ideen wurden nicht verworfen, sondern in enger Abstimmung so lange weiterentwickelt, bis sie gestalterisch, funktional und wirtschaftlich überzeugten. Dieses Vorgehen spiegelt die Kernkompetenz von Büro13 Architekten wider: Projektentwicklung und Architektur als integrativer Prozess, bei dem alle Leistungsphasen von der Ideenfindung bis zur Umsetzung lückenlos begleitet werden. Dieses Projekt zeigt exemplarisch die Philosophie von Büro13 Architekten: Architektur beginnt vor dem Entwurf, jedes Projekt wird strategisch entwickelt, Präzision und Nachhaltigkeit sind selbstverständlich, und jedes Vorhaben wird als Premium-Projekt behandelt – nicht durch Größe, sondern durch Haltung, Qualität und Detailgenauigkeit. Das Einfamilienhaus in Bestensee ist damit nicht nur Wohnraum, sondern ein lebendiges Statement für moderne, partnerschaftlich entwickelte Architektur: Drei Terrassen in jede Himmelsrichtung, Dachgarten mit Gemüseanbau, flexible Nutzung über die Einliegerwohnung und intelligente Integration in die Landschaft verbinden Kreativität, strategische Planung und Nachhaltigkeit.

Das Gebäude ist ein Einzeldenkmal, es wird in der Denkmalliste (Stand 02.09.2020) von Berlin unter der Nr. 09096160 geführt:
Fritschestraße 22/ Zillestraße 105‐105A, Mietshaus, 1906‐07 von Paul Eichner.
Das Objekt ist ein Wohngebäude ‐ Mietshaus, alle Funktionen im Gebäude unterliegen dieser Nutzung. Die obersten Aufenthaltshöhe im Gebäude beträgt ca. 20,11 m über Gelände.
Die Aufgabenstellung an unser Büro – Klärung der Organisation der notwendigen Rettungswege. Der Grund hierfür waren nicht genehmigte Aufteilungen bestehender großer Nutzungseinheiten über den Nutzungsyzyklus. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde hat die Herbeiführung einer genehmigungsfähigen Situation unter Fristsetzung eingefordert.
Die zuständige Dienststelle für vorbeugenden Brandschutz der Berliner Feuerwehr hat die Anfrage zum sichergestellten 2. baulich notwendigen Rettungsweg aus allen straßenseitig angelegten Nutzungseinheiten bestätigt. Ab dem 1.Obergeschoss ist die Rettung über Gerät der Feuerwehr sichergestellt. Für die in den Seitenflügeln gelegenen Wohnungen, welche derzeit nur über den denkmalgeschützten Treppenraum Nr. 4 erschlossen sind, wird zusätzlich eine neue Treppe zur Erschließung dieser Nutzungseinheiten in den bestehenden 2. Innenhof eingebaut.
Die selbsttragende Konstruktion der neuen Treppe ist aus Stahlrahmen mit Stahlgitterostauflage für Podest und Stufen geplant (verzinkt). Der Innenhof bleibt offen belüftet, die Treppe ist eine Außentreppe mit der brandschutztechnischen Anforderung nach §34 (4) und §35 (1) 3. BauO Bln nichtbrennbar (nb). Gegen Witterungseinflüsse wird die Konstruktion der Treppenanlage im Bereich des Laufwegs (Podest und Läufe), als oberster Abschluss, mit einer transluzenten Bedachung geschützt.
Die Belichtungsöffnungen der Fenster des denkmalgeschützten Treppenraums Nr. 4 zum Innenhof „2“ erhalten eine von außen vorgesetzte G90 Verglasung und werden rauchdicht geschlossen. In den Bestand wird nicht eingegriffen.
Als Kompensation ist der Einbau einer trockenen Steigleitung im Lichthof vorgesehen. Die Entrauchung des Treppenraums Nr. 4 wird über eine am höchsten Punkt des Treppenraums angeordnete RA realisiert.
Alle Ertüchtigungsmaßnahmen wurden mit den Behörden, der Brandschutzdienststelle und der Berliner Feuerwehr mit der Denkmalbehörde in Einklang gebracht.

„Es ist das Gesetz aller organischen und anorganischen, aller physischen und metaphysischen, aller menschlichen und übermenschlichen Dinge, aller echten Manifestationen des Kopfes, des Herzens und der Seele, dass das Leben in seinem Ausdruck erkennbar ist, dass die Form immer der Funktion folgt.“
aus Sullivans Aufsatz: „The tall office building artistically considered“, veröffentlicht 1896

Im Nibelungenviertel in Berlin-Pankow, Wilhelmsruh, ging es um ein Einfamilienhaus, das den Alltag trägt: unkompliziert, gut orientierbar, ohne Umwege. Auf rund 213 m² wird Wohnen nicht in einzelne Zimmer zerlegt, sondern als zusammenhängende Abfolge gedacht – mit klaren Rückzugsbereichen, wenn der Tag leiser wird. Schon das Ankommen ist eindeutig: Das Auto findet Platz im Carport, der Eingang liegt geschützt darunter. Der Baukörper bleibt zur Straße eher ruhig, während er sich zum Garten mit der Terrasse öffnet. Dort sitzen die aufgesetzten Kastenfenster wie kleine, bewohnbare Rahmen in der Fassade – als Plätze zum Lesen, Abstellen, Pflanzen, Beobachten. Im Erdgeschoss führt eine kompakte Diele mit Garderobe ins Haus. Gleich daneben liegen Gäste-WC und Hauswirtschaft – praktisch, ohne große Wege, und aus dem Blick. Dann öffnet sich der Wohnbereich: Küche, Essen und Wohnen bilden eine fließende Sequenz; die Kochinsel wird zur Arbeitsfläche und zum Treffpunkt, die Ess-Theke zum schnellen Frühstück oder zum Gespräch beim Kochen. Der Blick geht weiter nach draußen: Über die Terrasse verlängert sich der Wohnraum in den Garten. Über dem Wohnbereich wächst ein Luftraum, der das Haus in der Höhe atmen lässt. Oben liegt eine Galerie als familiärer Verteiler – ein Ort, an dem man kurz hängen bleibt, bevor es in die Zimmer geht. Elternschlafzimmer, zwei Kinderzimmer sowie das Bad mit angegliedertem Haushaltsraum sind so organisiert, dass sich Rückzug und Nähe selbstverständlich abwechseln; ein kleiner Abstellraum nimmt das Unscheinbare auf. Im Garten setzt sich diese Selbstverständlichkeit fort: Direkt an der Terrasse folgt der Außenpool, daneben eine begrünte Liegefläche. So bekommt der Sommer seinen eigenen Raum – ohne dass das Haus dafür lauter werden muss. Konstruktiv setzt Walhalla auf einfache, langlebige Mittel: eine klar verputzte Hülle, präzise gesetzte Öffnungen und die tiefen Fensterkästen als robuste Schwellen zwischen innen und außen. Sie fassen den Blick, schaffen Tiefe und können als natürlicher Sonnenschutz wirken. Eine Wärmepumpe und Wandheizung unterstützen eine gleichmäßige Wohltemperierung – leise, unaufgeregt, passend zum Alltag.

Drei befreundete Familien planten hier ihren gemeinsamen Alterswohnsitz – mit dem Wunsch, das Leben am Wasser nicht nur als Aussicht, sondern als räumliches Erlebnis in den Alltag zu integrieren.

Der Entwurf reagiert präzise auf die widersprüchlichen Bedingungen des Ortes: Zur stark befahrenen Fontaneallee zeigt sich das Gebäude bewusst geschlossen und ruhig. Diese straßenseitige Fassade schützt die Wohnungen vor Lärm und formuliert eine klare Adresse. Zur Wasserseite hingegen öffnet sich das Haus über alle Ebenen mit großzügigen Verglasungen, Balkonen, Terrassen und einer Dachterrasse. So wird der Blick zur Dahme aus jeder Etage inszeniert und zum prägenden Element des Wohnens.

Das Gebäude ist als Gebäudeklasse 3 geplant und organisiert ursprünglich insgesamt fünf Wohneinheiten auf mehreren Ebenen – vom Erdgeschoss über das Obergeschoss bis in ein Staffelgeschoss mit weitläufiger Dachterrasse. Im späteren Entwurfsverlauf entschieden sich die Bauherrn dazu aus den fünf Wohnungen drei Wohneinheiten zu planen, für jeden der drei eine barrierefreie Wohneinheit. Ein Aufzug verbindet sämtliche Geschosse und macht das Haus insbesondere mit Blick auf den langfristig geplanten Alterswohnsitz komfortabel und zukunftsfähig. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Keller-, Technik- und Gemeinschaftsflächen im Untergeschoss.

Barrierefreiheit

Das Gebäude ist so geplant und organisiert, dass alle Wohnungen und gemeinschaftlich genutzten Bereiche komfortabel und altersgerecht erreichbar sind. Ein Aufzug verbindet sämtliche Geschosse vom Eingang bis zu den Wohnebenen. Die Grundrisse sind übersichtlich strukturiert, mit ausreichend Bewegungsflächen und schwellenarmen Übergängen. Terrassen und Wintergärten sind ebenerdig an die Wohnbereiche angeschlossen, sodass Innen- und Außenräume ohne Barrieren nutzbar sind.

Nachhaltigkeitsaspekt

Barrierefreie Wohnungen sind ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Architektur. Gebäude, die auch im Alter oder bei eingeschränkter Mobilität ohne Umbauten genutzt werden können, bleiben über viele Jahrzehnte funktional und anpassungsfähig. Dadurch werden spätere bauliche Eingriffe, Umbauten oder Umzüge vermieden, was Ressourcen spart und die Lebensdauer des Gebäudes erhöht. Barrierefreiheit trägt somit wesentlich zu sozialer Nachhaltigkeit und langfristiger Nutzungsqualität bei.

Die Grundrisse verbinden Offenheit mit Privatheit: Großzügige Wohn-, Ess- und Kochbereiche orientieren sich zum Wasser, während dienende Räume, Erschließung und Nebenfunktionen kompakter zur Straßenseite liegen. Auf diese Weise entsteht ein Wohnhaus, das Schutz und Aussicht, Rückzug und Gemeinschaft selbstverständlich miteinander verbindet. Die Architektur entwickelt aus der Lage am Hang und am Wasser eine klare räumliche Dramaturgie – robust zur Straße, offen zur Landschaft und konsequent auf den Blick zur Dahme ausgerichtet.

… und dennoch definieren Sie eigene Freiräume für die Bewohnerfamilien. Dasselbe ist anders und finden Sie 7 Unterschiede.

Im Gesamtkontext harmonieren alle Floating Modelle miteinander und ergeben optisch ein interessantes Spannungsfeld.  Ein fließender weißer  Mäander als besonderes Merkmal verbindet die verschiedenen Floating Typen. Im urbanen Umfeld können die schwimmenden Häuser eine kleine Wasserstadt bilden. Da in Innerstädtischen Bezirken der Wohnraum immer knapper wird, planen viele  Kommunen inzwischen auch die Wasserflächen als Wohnmöglichkeit zu erschließen. Für die Städte  Mons und Gent in Belgien haben wir  bereits solche zentral gelegene schwimmende Wasserstädte entwickelt. Weitere Projekte sind in der Planung.

Im Floating Home können Sie sich das ganze Jahr über wohlfühlen, auch im Winter verbringen Sie hier eine gemütliche Zeit in wohliger Wärme und genießen die Wasserlandschaft.

Als Ferienwohnungen, beispielsweise an der Ostsee, bereichern schwimmende Häuser das touristische Angebot und ermöglichen den Gästen ein ungewöhnliches, sowie  intensives Naturerlebnis. Wir haben uns bei der Entwicklung bislang hauptsächlich auf schwimmende Ferienhäuser konzentriert. Das Floating 100 eignet sich besonders als Ferienhaus oder Zweitwohnsitz. Dieser Typ schwimmt bereits an mehreren Standorten im Wasser und eignet sich auch zum dauerhaften Wohnen.

Die Floating Modelle gibt es in verschiedenen Größen und Farbvarianten oder aus witterungsbeständigem Lärchenholz.

Die schwimmenden Häuser können zu den gewünschten Wasserstandorten geschleppt bzw. verschifft oder aber auch auf den Landweg transportiert werden. Das Floating House liegt fest angedockt am Steg oder  verankert an der Uferkante.

Das Design der Loft besticht durch seine klare Form. Auf der Vorderseite entsteht durch die leicht eingerückte Glasfassade ein optisch spannender und vor Regentropfen schützender Rahmen. Dieses 50 qm große Modell eignet sich besonders als Feriendomizil für zwei Personen.

Die offene Gestaltung des Innenraums  spendet ein großzügiges Raumerlebnis. Der große lichtdurchflutete Wohnbereich mit einer Sofaecke und der integrierten modernen Küche, lädt zum Wohlfühlen ein. Der Übergang zum Schlafzimmer ist ebenfalls offen, die Rückwand der Küche und das dahinterliegende Bad sorgen für einen Sichtschutz.

Im Sommer spenden variabel einstellbare Jalousien angenehmen Schatten und erzeugen atmosphärische Lichtstimmungen. Durch die flexiblen Schiebetüren der großen Glasfront gelangen Sie auf die vorgelagerte schwimmende Terrasse, die sich über die ganze Vorderfront erstreckt. So verschmilzt der Innenbereich mit dem Außenbereich.

Das gesamte, bis ins Detail durchdachte Konzept dieses schwimmenden Ferienhauses, erfüllt alle Voraussetzungen für einen perfekten Urlaub.

Der Entwurf reagiert darauf mit einem präzise proportionierten, kubischen Baukörper von etwa 7,98 × 10,98 m Grundmaß. Die Gesamtfläche beträgt in der Grundvariante gerade mal 124,6 m², erweitert um ein Studio mit Dachterrasse das Raumangebot auf ca. 149 m² .

Raumplan

Das Erdgeschoss bildet den offenen, kommunikativen Kern des Hauses. Wohnen und Kochen sind als zusammenhängender Raum von rund 39,4 m² organisiert. Großzügige Verglasungen öffnen diesen Bereich zur Terrasse und zum Garten. Die klare Grundstruktur wird durch eine zentral angeordnete Treppe gegliedert, die alle Ebenen miteinander verbindet. Ein separater Raum „Malen/Archiv“ mit etwa 16,2 m² ist bewusst im Erdgeschoss positioniert – ruhig gelegen, mit kontrolliertem Lichteinfall. Er dient der Bauherrin als Atelier für kleinere Arbeiten oder als Archivraum für Skizzen, Studien und Arbeiten auf Papier. Nebenräume wie Diele, Garderobe, WC, Hauswirtschaft und Abstellflächen sind kompakt angeordnet und unterstützen die funktionale Klarheit des Grundrisses. Im Obergeschoss (ca. 53,3 m²) befinden sich die privaten Räume. Schlafen, Ankleide und Bad sind effizient organisiert. Eine Galerie von ca. 14,2 m² öffnet sich zum Luftraum über dem Wohnbereich und schafft eine visuelle Verbindung zwischen den Ebenen. Die vertikale Raumbeziehung erinnert subtil an Loos’ Raumplan-Prinzip – unterschiedliche Raumhöhen und Blickbeziehungen erzeugen räumliche Tiefe trotz kompakter Kubatur. Das optionale Studio im Dachgeschoss (ca. 24,5 m² ) bildet den eigentlichen künstlerischen Höhepunkt des Hauses. Als Maleratelier konzipiert, erhält es großzügiges Tageslicht sowie direkten Zugang zu einer Dachterrasse gleicher Größe . Das Atelier liegt abgeschieden über dem Wohnbereich – ein Ort der Konzentration und des Rückzugs.

Architektur und Ausdruck

Die äußere Erscheinung zitiert die ikonische Idee des „House for Josephine Baker“ nicht wörtlich, sondern atmosphärisch. Die Fassade wird durch horizontale Bänder strukturiert – eine abstrakte Referenz an die legendären schwarz-weißen Marmorstreifen Loos’. Statt ornamentaler Geste entsteht eine ruhige, rhythmische Gliederung der Hülle. Die Kubatur bleibt bewusst kompakt. Der Baukörper steht klar im Grundstück, ergänzt durch eine separate Garage und eine gefasste Terrasse. Große, präzise gesetzte Öffnungen kontrastieren mit geschlossenen Wandflächen. Innen dominiert eine reduzierte Materialität – helle Oberflächen, warme Holzböden und klare Linien schaffen den Hintergrund für künstlerisches Arbeiten und Wohnen.

Charakter des Hauses

Das Haus ist kein lautes Manifest, sondern ein konzentrierter, persönlicher Rückzugsort. Es verbindet Wohnen und Kunstproduktion auf engem Raum, ohne funktionale Trennung zu verlieren. Die vertikale Staffelung der Räume, die gezielten Blickbeziehungen und die Dachterrasse als Atelier unter freiem Himmel verleihen dem kompakten Volumen räumliche Großzügigkeit. So entsteht ein Haus, das die Idee eines nie gebauten Ikonenprojekts weiterdenkt – reduziert, zeitgenössisch und auf die Bedürfnisse einer Malerin zugeschnitten. Ein Atelierhaus, das Erinnerung und Gegenwart in einem klaren architektonischen Ausdruck vereint.

Diese 210 qm große, im Grünen gelegene Villa überzeugt durch ihre Struktur. Die L-förmige Bauweise bildet einen geschützten Innenhof. In diesem klassischem Atrium, an der Rückseite des Hauses, befindet sich unter anderem auch ein Swimmingpool.
Klassisch ist auch der Grundriss, welcher sich am Villenarchetyp orientiert. Das geräumige Entré gibt den Blick frei auf die Halle – in welcher eine Treppe inszeniert wurde. Für die Familie ist diese Treppe ein funktionales Möbelstück und Kommunikator.

Das Gebäude wird als Baudenkmal in der Denkmalliste von Berlin unter der Objekt-Nr. 09050094 geführt und als Bestandteil des Denkmalbereiches (Ensemble) Greifswalder Straße 9-23, 25, 216-217, 219. Die Baumaßnahme unterliegt der Zustimmung der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde Pankow.

Bestandteil des Genehmigungsverfahrens ist der Abstimmungsprozess mit der unteren Denkmalbehörde auf der Grundlage der eingereichten restauratorischen Untersuchungen. Diese haben die Schwerpunkte: Fassaden, Treppenhaus und Durchfahrt sowie Fenster und Türen. Die Straßenfassade wird auf der Grundlage der eingereichten restauratorischen Untersuchungen überarbeitet. Die Fassade wird nach Gerüststellung einer Schadenskartierung unterzogen.  Das Sanierungskonzept ist die Bewahrung des äußeren Erscheinungsbildes, welches beibehalten werden soll. Originalteile werden gereinigt und aufgearbeitet, Fehlstellen werden materialidentisch ergänzt. Anhand der restauratorischen Untersuchungen und Befunde werden Farbempfehlungen durch die Restauratorin erarbeitet und nach Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde umgesetzt. Die Restauratorin ist baubegleitend in den Sanierungsprozess beratend einzubeziehen. Die Hoffassade besteht aus einer geputzten Fassade, welche offensichtlich nicht bauzeitig ist. Die Tragfähigkeit wird nach Gerüststellung überprüft. Die Fassade wird mit entsprechenden ggf. erforderlichen Reparaturen mit einem Egalisationsputz versehen und farblich beschichtet. Die Beschichtung erfolgt der Farbempfehlung aus den restauratorischen Untersuchungen und in Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde.

Der Dachstuhl ist als Holzkonstruktion (Deckenbalken, Binder und Sparren) erstellt. Zusätzliche Verstärkungen aus Holz oder Stahl erfolgen gemäß statischen Vorgaben. Die Ausdämmung des Dachs erfolgt neu, der Aufbau der Wärmedämmung entspricht den Richtlinien der (EnEV 09). Die Steildachflächen erhalten eine neue harte Bedachung aus Naturroten Dachziegeln – Doppelmulden-Falzziegel (nicht engobiert), die Bemusterung erfolgt mit der zuständigen unteren Denkmalbehörde Pankow.

Die Treppenläufe und Podeste bestehen im Bestand aus Kappenmauerwerk mit Holzoberbelag. Die Treppenräume und die Durchfahrt werden nach Vorlage der restauratorischen Untersuchungen nach Abstimmung mit der unteren Dankmalpflege aufgearbeitet. Die restauratorische Untersuchung hat in diesem Bereich keine aussagekräftigen Befunde feststellen können. Der überarbeitete Eingangsbereich soll einen repräsentativen Charakter ausdrücken. Die Gestaltung wird sich im Kanon der Farbklänge aus der restauratorischen Fassungsuntersuchung vom September 2013 als typische Gestaltung aus der Bauzeit orientieren. Ein Farb- und Instandsetzungskonzept wird mit der Restauratorin erarbeitet und der unteren Dankmalpflege vorgelegt und mit dieser abgestimmt.

Einfamilienhaus für eine fünfköpfige Familie mit vertikal organisiertem Raumprogramm und ergänzendem Wellnessbereich im Entwur

Durch eine präzise volumetrische Setzung, eine früh abgestimmte Planung und die intelligente Staffelung der Funktionen entstand ein kompaktes, vertikal organisiertes Einfamilienhaus, das selbst auf engem Raum ein überraschend großzügiges Wohnen ermöglicht. Grundlage war ein Baukörper mit rund 6 Metern Hausbreite, der die räumlichen Potenziale des Grundstücks konsequent in die Höhe entwickelt. Das Haus organisiert das Wohnen über vier Ebenen. Im Erdgeschoss liegen Entrée, Wohnküche und Wohnbereich als kommunikatives Zentrum des Hauses. Die Räume orientieren sich zum Garten und werden über eine Terrasse erweitert. Im Obergeschoss sind die Kinderzimmer sowie eine Galerie angeordnet, die die vertikale Raumorganisation des Hauses stärkt und zusätzliche Offenheit erzeugt. Das Dachgeschoss ist als eigenständiger Rückzugsbereich der Eltern ausgebildet, mit Schlafzimmer, großzügigem Bad und flankierenden Dachflächen. So entsteht ein Haus, das Privatheit und Familienleben klar zoniert und gleichzeitig räumlich eng miteinander verknüpft.

Ein zentrales Entwurfsthema ist die Belichtung und räumliche Weite trotz schmaler Grundfläche. Das wird durch gezielt gesetzte Öffnungen, unterschiedliche Raumhöhen, die Galerie sowie einen eingeschnittenen Außenraum im Untergeschoss erreicht. Dieser Atriumbereich bringt Tageslicht tief in das Haus hinein und wertet besonders das Souterrain entscheidend auf. Im Entwurf war hier zusätzlich ein Wellness- beziehungsweise Schwimmbadbereich vorgesehen, der das Raumprogramm der fünfköpfigen Familie ergänzte. Damit wird deutlich, wie intensiv das Grundstück räumlich genutzt und zugleich qualitativ aufgeladen wurde.

Auch städtebaulich reagiert das Gebäude präzise auf seine Situation. Der schmale Baukörper fügt sich in die vorhandene Nachbarschaft ein, ohne seine Eigenständigkeit aufzugeben. Die Nordansicht zur Straße zeigt ein markantes, schmales Haus mit klarer vertikaler Gliederung; zur Gartenseite öffnet sich der Bau wesentlich großzügiger. Die Fassaden entwickeln aus der Enge des Grundstücks eine architektonische Identität, die aus Proportion, Reduktion und einem selbstbewussten Umgang mit dem schmalen Bauplatz lebt. In den Ansichten und Schnitten wird zudem die kompakte, wirtschaftliche Organisation des Bauvolumens deutlich.

Das Projekt steht exemplarisch für eine Haltung, die vermeintliche Restriktionen nicht als Hindernis, sondern als Entwurfsanlass versteht. Wo ein Grundstück zunächst als „unbebaubar“ erschien, entstand durch frühe architektonische Einbindung, enge Abstimmung mit Bauherrschaft, Behörden und Nachbarschaft sowie eine präzise Grundrissentwicklung ein maßgeschneidertes Wohnhaus mit hoher räumlicher Dichte und außergewöhnlicher Wohnqualität. Das Ergebnis ist ein urbanes Familienhaus, das auf kleinem Fußabdruck ein überraschend großzügiges, differenziertes und identitätsstiftendes Wohnen ermöglicht.

Auf engem Grundstück entstand ein charakterstarkes Familienhaus, das über vier Ebenen Großzügigkeit, Tageslicht und klare räumliche Ordnung zu einer eigenständigen architektonischen Lösung verbindet.

Projektentwicklung Büro13 Architekten Berlin

Das Projekt entwickelt die Typologie des Reihenhauses in einer klaren, zeitgemäßen Form weiter: zwei Vollgeschosse und ein zurückgestaffeltes oberstes Geschoss verbinden kompakte Flächeneffizienz mit hoher Wohnqualität. Die Häuser fügen sich in Kubatur und Nutzung in die Eigenart der umgebenden Bebauung ein und reagieren zugleich präzise auf die städtebaulichen Rahmenbedingungen des Grundstücks.

Entstanden ist eine Wohnanlage, die sich selbstverständlich in die Maßstäblichkeit und Struktur der umgebenden Bebauung einfügt und zugleich eine präzise, zeitgemäße Architektursprache formuliert. Die Häuser wurden mit zwei Vollgeschossen und einem zurückgestaffelten obersten Geschoss konzipiert. So entstanden kompakte, effizient organisierte Wohneinheiten mit hoher Alltagstauglichkeit und differenzierten privaten Freiräumen.

Die Gebäude sind parallel zu Briesener Weg und Simrockplatz angeordnet und werden direkt von beiden Straßen erschlossen. Eine klare Setzung der Baukörper und die freigehaltene Vorgartenzone schaffen einen geordneten Übergang zwischen öffentlichem Raum und privatem Wohnen. Terrassen im Erdgeschoss und Dachterrassen im Staffelgeschoss erweitern die Häuser um qualitätvolle Außenräume und stärken die Wohnqualität über alle Ebenen hinweg.

Auch konstruktiv folgt das Projekt einem robusten und langlebigen Ansatz. Die Häuser wurden in Massivbauweise errichtet, mit tragenden Bauteilen aus Mauerwerk und Stahlbeton sowie klar voneinander getrennten Einheiten. Dreifach verglaste Fenster, extensive Dachbegrünung und eine zeitgemäße technische Gebäudeausstattung mit Luft-Wasser-Wärmepumpen unterstreichen den Anspruch, wirtschaftliches Bauen mit nachhaltigen Qualitäten zu verbinden.

Besonderes Augenmerk lag zudem auf dem Umgang mit Regenwasser und Freiraum. Die befestigten Erschließungsflächen wurden wasser- und luftdurchlässig ausgebildet, anfallendes Niederschlagswasser wird – soweit es nicht auf den Gründächern zurückgehalten wird – auf dem Grundstück versickert. So verbindet das Projekt städtebauliche Klarheit, funktionale Effizienz und ökologische Sorgfalt zu einem schlüssigen Gesamtbild.

Das Vorhaben zeigt, wie auf innerstädtisch geprägten Grundstücken in gewachsener Nachbarschaft qualitätvoller, familiengerechter Wohnraum mit klarer architektonischer Haltung entstehen kann.