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Mit dem Neubau in der Rödernstraße entsteht im ruhigen Blockinnenbereich ein viergeschossiges Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoss und insgesamt neun Wohnungen. Der Baukörper ergänzt die bestehende Blockrandstruktur als Hofbebauung und schafft zusätzlichen Wohnraum, ohne neue Flächen am Stadtrand zu verbrauchen. Die Erschließung erfolgt über ein zentrales Sicherheitstreppenhaus mit Aufzug; alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar. Jede Einheit erhält einen privaten Außenraum in Form von Balkon oder Terrasse; im Erdgeschoss ist eine rollstuhlgerechte Wohnung vorgesehen. Abstell-, Technik- und Kinderwagenflächen sowie großzügige Fahrradstellplätze unterstützen den alltagstauglichen, urbanen Wohnkomfort.

Architektonisch knüpft der Neubau an die Maßstäblichkeit und Typologie der Umgebung an: hochformatige Öffnungen und eine klar gegliederte Lochfassade werden zeitgemäß interpretiert. Das Dachgeschoss ist als Berliner Dach ausgebildet und integriert sich so selbstverständlich in das Quartierbild. Durch bodentiefe Fenster und eine angenehme Materialpalette entsteht ein helles, behagliches Wohngefühl – ergänzt durch die geschützte Hoflage ohne direkten Straßenverkehr.

Nachhaltigkeit, robuste Bauweise und Holzhybrid

Der Neubau ist als Holz-Beton-Hybrid konzipiert: Der hohe Holzanteil reduziert den gebundenen CO₂-Fußabdruck und unterstützt eine zirkuläre Materialstrategie. Konstruktion und Ausbau sind so geplant, dass Anpassungen mit überschaubaren Eingriffen möglich bleiben – ein Kerngedanke robusten Bauens. Flexible Grundrissstrukturen, leicht veränderbare Innenwände sowie nachrüstbare Details (z. B. im Bereich barrierefreier Bäder) erhöhen die Nutzungsdauer und senken Umbaukosten über den Lebenszyklus. Gleichzeitig stärkt die Hybridbauweise Qualität und Dauerhaftigkeit – insbesondere dort, wo hohe Anforderungen an Tragfähigkeit, Schall- und Brandschutz bestehen. Beim Regenwassermanagement setzt das Projekt auf ein Retentionsdach-System als Kombination aus Dachbegrünung und lokaler Rückhaltefläche. So wird Niederschlag zwischengespeichert und über Verdunstung wieder an die Umgebung abgegeben – ein wirksamer Beitrag zur Klimaanpassung im dichten Stadtraum.

 

   

Energieeffizienz, QNG und DGNB-Qualitätsniveau

Energetisch ist das Gebäude auf Effizienzhaus-40-Niveau ausgelegt und übererfüllt damit die gesetzlichen Anforderungen. Die Wärmeversorgung erfolgt über das vor Ort verfügbare Fernwärmenetz, ergänzt durch eine Photovoltaik-Dachanlage mit Batteriespeicher. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung unterstützt niedrige Heizenergiebedarfe und erhöht den Komfort. Die technische Planung berücksichtigt zudem die Anforderungen aus der Ökobilanzierung (LCA) – als Grundlage für QNG und die angestrebte DGNB-Zertifizierung.Für die Nachhaltigkeitsbewertung ist das Projekt im DGNB-System (Profil Neubau Wohngebäude) dokumentiert; das Qualitätsziel ist DGNB-Silber in Verbindung mit QNG-Anforderungen (u. a. über Effizienzhaus-40-Nachweis, LCA-Bezug und klare Qualitätskriterien in Planung/Ausschreibung). Damit verbindet das Vorhaben urbane Nachverdichtung, robuste und flexible Bauweise sowie hohe Energie- und Nachhaltigkeitsstandards zu einem zukunftsfähigen Wohnbaustein in Oberschöneweide.

Hamburg Billstedt- Wohnhöfe

Das Wohnquartier befindet sich im östlichen Teil Hamburgs, zugehörig dem Stadtteil Billstedt. Umschlossen wird das Gebiet von der Autobahn A 24 im Norden, dem Schleemer Bach und Öjendorfer See im Osten. Die angrenzenden Flurstücke im Süden sind durch Genossenschaften ebenfalls mit zweigeschossigen Wohnbauzeilen bebaut, hinter diesen folgt weiter Richtung Süden der Friedhof Öjendorf. Westlich schließt das Quartier an die Infrastruktur der Wohngegend Billstedt‘s an, ausgestattet mit Nahversorgung, einer Vielfalt an Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten – gut angeschlossen an das ÖPNV-Netz. Mit See und Park in fußläufiger Umgebung ist ebenfalls die Nähe zur Natur gegeben.

Die Neubausiedlungen schafft 106 neue kostengünstige Wohneinheiten des gleichen Wohnungstypus. Hierbei handelt es sich um Mietwohnungen ausgerichtet für sozialen Wohnungsbau.

Entwurflich abgestimmt sind die Gebäudezeilen auf eine 2-Geschossigkeit, jeweils mit zusätzlichem Staffelgeschoss und Flachdach. Gestaffelt ist die 3. Etage zur Gartenseite hin. Die lokal angepasste Fassade ergibt sich aus einer Kombination gestalterischer Elemente. Prägende Materialien sind Klinkerriemchen in braun-gelblicher Färbung und eine weiße Putzoberfläche in glatt und profilierter Ausführung. Die beiden unteren Geschosse werden zu einem umlaufenden Sockel mit Riemchenoberfläche zusammengefasst, das Staffelgeschoss in glatter Putzoberfläche. Dieser springt im Bereich der Fenster zurück und wird als Besenstrichoberfläche ausgebildet. Kellerersatzräume hinter dem Haus dienen der Terrassenabtrennung zwischen Nutzungseinheiten, und sind gestalterisch im Zusammenhang mit der Terrasse und dem Vordach des Eingangsbereich auf der Vorderseite zu sehen.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Die umgebende Bebauung ist geprägt von zeilenartiger 3-geschossiger Bebauung entlang des Lindenberger Wegs. Durch die angrenzende vier- bis fünfgeschossige Wohnbebauung des Eichenrings mit 221 Wohnungen und Tiefgarage hat sich der Gebietscharakter entsprechend verändert, es entstehen in 3 oberirdischen Häusern insgesamt 57 Wohneinheiten. Nach Rückfrage bei der Gemeinde werden derzeit vor allem Familienwohnungen nachgefragt und gewünscht. Es wird auf dem Flurstück 874 ein generationsübergreifender Spielplatz errichtet.
Die Retensionsdächer auf den Häusern 1 und 2 können durch die Nutzer in Teilen auch als Urban Garden genutzt werden. Das Grundstück ist durch öffentliche Leitungssysteme sowohl mit Trinkwasser als auch mit Schmutzwasserkanälen erschlossen. Alle 3 Gebäude und das Dach der Tiefgarage werden mit extensiven Gründächern mit Retentionsdächern mit Regenwasserrückhalteeinrichtungen geplant. Normale Regenereignisse werden somit auf den Dächern gehalten und zur Verdunstung gebracht. Damit werden die Niederschläge dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt und das Mikroklima in unmittelbarer Umgebung wesentlich verbessert. Für Starkregenereignisse werden auf dem Grundstück entsprechende Spei-chermedien (Zisternen) geplant, die das Regenwasser für einen 2. Wasserkreislauf (Grauwassernutzung) auf dem Grundstück speichern. Alle Wohneinheiten in den Gebäuden 1 und 2 sind barrierefrei erreichbar. Im Gebäude 1 entstehen 12 von 21 Wohneinheiten mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Im Gebäude 2 entstehen 4 und im Gebäude 3 weiter 3 Wohneinheiten jeweils in den Erdgeschossen der Gebäude mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Ein Personenaufzug erschließt alle vertikalen Ebenen schwellenlos. Die Aussenanlagen und die Hauseingänge sind barrierefrei begehbar und erreichbar. Alle Gebäude erfüllen die Anforderungen des Effizienzhaus 55 nach dem KfW-Standard und übererfüllen somit die gesetzlichen Anforderungen. Heizungsenergie wird durch eine Luftwasserwärmepumpen mit Unterstützung durch Photovolataikanlagen erzeugt. Das Warmwasser wird dezentral durch Wohnungsstationen bereitgestellt.

Am Kreisverkehr Hauptstraße / Zum Olympischen Dorf / Heidelerchenallee markiert ein Ensemble aus drei Wohn- und Geschäftshäusern den Auftakt der neuen Heidesiedlung. Ziel des Auftraggebers ist ein Quartiersbaustein, der selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen im gewachsenen Umfeld ermöglicht – und bei sich ändernden Lebensumständen passende Angebote im direkten Wohnumfeld bereithält.

Das Projekt umfasst 51 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen. Haus 1 ist konsequent auf Gemeinschaft und Teilhabe ausgerichtet: Zwei Wohngruppen als Inklusionswohnen bilden ein Zuhause für selbstbestimmtes Leben in überschaubaren Strukturen – mit privaten Rückzugsbereichen und gemeinschaftlichen Alltagsflächen. Ergänzend sind hier weitere Wohnungen angeordnet, die barrierefrei geplant und langfristig nutzbar sind.

Haus 2 liegt im Mischgebiet und übernimmt die Rolle des „öffentlichen Erdgeschosses“: Serviceeinrichtungen und Gewerbe schaffen Zentrumsfunktionen für das neue Wohngebiet – denkbar sind Café, Bäcker oder Apotheke und Arztpraxen. Darüber liegen Wohnungen, die von der Adresse und der guten Erreichbarkeit profitieren. Haus 3 ergänzt das Ensemble als reines Wohngebäude und stärkt das Angebot an barrierefreien, alltagstauglichen Grundrissen.

Der Entwurfs überzeugt durch die klare, robuste Gebäudelogik: Jedes Haus erhält nur einen vertikalen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe, wodurch die Erschließungsflächen reduziert, die Orientierung vereinfacht und die barrierefreie Nutzung im Alltag spürbar verbessert wird. Die bewusst gewählte massive Bauweise bildet ein langlebiges, schallsicheres und gleichzeitig anpassungsfähiges Grundgerüst – robust in der Nutzung und flexibel für spätere Grundriss- und Nutzungsanpassungen, etwa wenn sich Anforderungen an Wohnen, Inklusionswohnen oder Serviceangebote verändern. Ergänzt wird diese bauliche Robustheit durch ein technisch effizientes Versorgungskonzept und einem Energie- und Haustechnikkonzept mit niedriger Komplexität. Die Beheizung erfolgt über kaskadierende Luft-Wasser-Wärmepumpen mit modularer Auslegung und hoher Betriebssicherheit, während die Warmwasserbereitung über dezentrale Hausstationen organisiert ist, die leitungs- und speicherseitige Verluste reduzieren und hygienisch vorteilhaft sind; der dafür benötigte Strom wird durch PV-Anlagen auf den Dächern unterstützt und stärkt die Eigenstromnutzung im Quartier.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind die Außenräume: nutzbare Dachgärten erweitern die Wohnflächen ins Freie, fördern Begegnung und lassen gemeinschaftliche Aktivitäten zu – bis hin zu Urban Gardening als niedrigschwelligem Angebot für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird kompensiert, dass in den ebenerdigen Aussenanlagen durch die effziente Überplanung des Grundstücks wenig gestalteter Aussenraum für die gemeinschaftliche Nutzung angeboten werden kann.
So entsteht ein bauliches „Tor“ zur Heidesiedlung, das Wohnen, Versorgung und Inklusion in einem robusten Quartiersbaustein zusammenführt.

Im Auftrag der EVM Berlin eG realisierte Büro13 Architekten ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Innenentwicklung in Berlin-Mariendorf. Durch die viergeschossige Aufstockung plus Staffelgeschoss eines Bestandsriegels aus den 1970er Jahren schaffen wir hochverdichteten Wohn- und Sozialraum, ohne zusätzliche Bodenversiegelung. In enger Kooperation mit dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) schaffen wir einen Raum, der den demografischen Wandel im Quartier aktiv gestaltet.

Ganzheitliche Quartiersentwicklung:

Parallel zur Nachverdichtung wurden die vorhandenen 49 Wohneinheiten energetisch ertüchtigt und umfassend saniert. Damit überführen wir den gesamten Gebäudekomplex in einen zeitgemäßen Effizienzstandard. In enger Kooperation mit dem EJF entsteht so ein hybrider Ort, der medizinische Fachpraxen, Tagespflege und inklusives Genossenschaftswohnen synergetisch vereint.

Programmatik & Nutzungsmix

Das Raumprogramm ist präzise auf die Bedürfnisse der Genossenschaftsmitglieder und des Trägers zugeschnitten:

  • Gesundheit & Nahversorgung (EG/1. OG): Erweiterung der ansässigen Apotheke und Zahnarztpraxis sowie Ansiedlung neuer Facharztpraxen zur Sicherung kurzer Wege für Senioren. Ergänzt wird dies durch ein EVM-Servicebüro, Kiosk und eine öffentliche Kiezküche mit Cafeteria als sozialer Ankerpunkt zum Hof.

  • Betreutes Wohnen & Inklusion (2./3. OG): Realisierung von barrierefreien Service-Apartments für Senioren sowie einer spezialisierten Wohngemeinschaft des EJF für die befristete Angehörigenbetreuung.

  • Pflege-Infrastruktur (Staffelgeschoss): Integration einer modernen Tagespflegeeinrichtung des EJF mit hoher Aufenthaltsqualität.

Architektonische & Technische Lösungskompetenz

Büro13 löste die spezifischen Herausforderungen des Standorts durch innovative Planungsansätze:

  • Konstruktive Herausforderung Statik: Umbau des Erdgeschosses unter vollständiger Erhaltung der vorhandenen Tiefgarage bei gleichzeitiger Lastaufnahme von drei neuen Obergeschossen plus Staffelgeschoss.

  • Aktiver Schallschutz: Die Gliederung der Straßenfassade durch charakteristische Dreieckserker ermöglicht weite Sichtbezüge bei maximalem Lärmschutz durch spezialisierte Schallschutzverglasung. Der Baukörper fungiert als wirksamer Lärmriegel für die dahinterliegende Hofbebauung.

Nachhaltigkeit durch Ressourcenschonung:

Ein zentraler Aspekt der Planung ist der Erhalt der vorhandenen Tiefgaragenstruktur.

  • Durch die Weiternutzung des massiven Untergeschosses sichern wir die darin gebundene graue Energie und minimieren den CO2-Fußabdruck des Gesamtvorhabens massiv.
  • Dieser ressourceneffiziente Ansatz wird durch eine Dachaufstockung in serieller Holzbauweise konsequent fortgeführt.
  • Die Vorfertigung der Holzbauelemente garantiert nicht nur eine CO2-neutrale Konstruktion, sondern auch eine signifikante Verkürzung der Bauzeit und Emissionsminderung vor Ort.

Mit dem Anstieg der Bevölkerungszahlen in Berlin, wachsen auch die Bedarfe an sozialer Infrastruktur. So war es ein Glück, dass auf dem Bestandsgrundstück der Kita Zipfelmütze noch Baureserven für eine zusätzliche Bedarfsdeckung bestanden. Beide Gebäude bilden einen gemeinsamen Spielbereich im Freien aus.
Mit dem eingeschossigen Erweiterungsbau entlang der Brandwände an der südlichen Grundstücksgrenze wird die Gesamtkapazität der Einrichtung um 52 auf insgesamt 168 Plätzen erhöht.
Der lineare Erweiterungsbau wird durch einen zentral gelegenen Eingangs- bzw. Mehrzweckbereich erschlossen. Von dort gelangt man in zwei Gruppenbereiche, bestehend jeweils aus einem Gruppen- und einem Nebenraum mit angegliederten Wasch- und Garderobenbereichen. Alle Gruppenräume und Gemeinschaftsräume orientieren sich zum Außenbereich. Somit wird der Innenraum zum Außenraum. Über vorgelagerte Terrassen werden alle Gruppenbereiche unmittelbar an die Freifläche angeschlossen und die Rettungswege des Neubaus sichergestellt. Durch die ebenerdige Lage aller Räume des Gebäudes, schwellenlose Ein- und Ausgänge und die Ausführung eines behindertengerechten WC´s werden die Anforderungen des barrierefreien Bauens nach § 51 BauOBln erfüllt. Das intensive Gründach leistet einen Beitrag zum Klima-Ausgleich, zur Artenvielfalt und zur Biodiversität. Es speichert Niederschläge und kühlt durch Verdunstung sowohl Umfeld und Gebäude. Das Gründach trägt außerdem zu Luftbefeuchtung und Feinstaubfilterung bei.
Das Bauvorhaben wurde mit Zuwendungen des Landes Berlin aus dem Sondervermögen „Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeit (SIWANA) unter Beachtung der Förderrichtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung in Berlin“ gefördert.

Beim Bauvorhaben handelt es sich um ein bestehendes Ensemble der ehemaligen Schlossgärtnerei Varchentin. Das Objekt befindet sich in einer Randlage des Dorfes Varchentin, in Mecklenburg- Vorpommern und besteht aus mehreren Gelassen. Am Elendsbruch 1 befindet sich das ehemalige Wohnhaus der Gärtnerfamilie, umgebend liegen die Nebengelasse der ehemaligen Gärtnerei aus unterschiedlichen Bauzeiten. Auf beiden Grundstücken befinden sich dauerhaft zum Wohnen genutzte Gebäude. Das Grundstück selbst befindet sich in einem Denkmalbereich. Darüber hinaus ist das Herzstück des Ensembles, das sogenannte Palmenhaus, selbst Denkmal. Im Dezember 1997 wurde es in die Denkmalliste des Landkreises Müritz aufgenommen, als 1-geschossiges Ziegelsteingebäude, massiv mit Satteldach.

Die Nutzung des Ensembles, soll vor allem der Sicherung der Gebäudesubstanz, dessen Erhalt und Unterhaltung dienen und so der Bestandsbewahrung des Denkmals.

Die vorhandene Gebäudekubatur wird ausgenutzt und geringfügig erweitert. Die noch vorhandene Gebäudesubstanz wird ertüchtigt und weiter genutzt. Das Grundstück soll vom halbjährlich genutzten Ferien- und Wochenendgrundstück  zum dauerhaften Wohnen umgenutzt werden. Der Charakter der Aussenanlagen soll wieder als Gärtnerei integriert und dem „Lenne´- Park“ zugehörig werden. Hierzu zählt die Pflege der großen Obstplantage, die Wiederanlage des Gemüsegartens und die Betreuung der kleinen Ackerflächen. Der Gemüsegarten soll die Bewohner mit  frischem Obst und Gemüse versorgen. Zu einem späteren Zeitpunkt, soll das Objekt wieder als Gärtnerei genutzt werden.  Markant ist die, sich über das gesamte Grundstück ziehende Aufzugsmauer, an die sich die Nebengebäude und Gewächshäuser anlehnen und die lediglich vom zentralen Palmenhaus unterbrochen wird. Die vorhandenen Außenwände aus bauzeitlichen Backsteinen sowie die vorhandenen tragenden Innenwände bleiben bestehen und erhalten, bestehen und erhalten oberseitig einen Lehmverputz. Das geringfügig angehobene Dachtragwerk und die Geschossdecke des nördlichen Baukörpers wird als schlanke Holzkonstruktionen mit Gefache ausgeführt. Die Dachkonstruktion nach Süden wird als Gewächshauskonstruktion mit Isolierverglasung derart nachgebildet, dass eine ruhige Oberfläche entsteht und das Ensemble, Palmenhaus mit  rechts  und links angelagerten  Gewächshäusern, wiederersteht und ablesbar wird. Die teilweise vorhandene ehemalige Gewächshauskonstruktion aus bauzeitlichen „Thomasstahl“ wird unterhalb der neuen Konstruktion erhalten, denkmalpflegerisch gesichert. Die Primärenergieversorgung des Objekts soll über Solarthermische Anlagen erfolgen. Hierzu wird auf der Dachkonstruktion eines  offenen Geräte- und Maschinen Unterstands der Gärtnerei eine PV Anlagen vorgesehen.

Der 6 geschossige Neubau passt sich in die Straßenflucht ein, nimmt wesentliche Gestaltungsmerkmale des Straßenprofils wie Sockelgeschoß und Traufe auf. Alle Wohngeschosse öffnen sich nach Süd-Ost zum innerstädtischen Grünbiotop des historischen Berliner Garnisionsfriedhof. Die Hausfassade bildet mit ihrer halbtransparenten Geschlossenheit eine zurückhaltende Geste zum Stadtraum zwischen den extrovertierten Fassaden der Nachbarn. Akzente setzt sie durch die Materialität und die Art des Entstehens, erstellt in innovativen und handwerklichen Fertigungs- und Verarbeitungstechniken. Das bauliche Regal der Etagen wird im Gebäudeinneren weitestgehend stützenfrei erstellt. Alle Funktionsbereiche umschließen den Zentralraum: das offene Atrium. Auch die Untergeschosse erhalten Tageslicht durch das Atrium, welches unter Terrain geführt ist.
Sämtliche Bereiche sind schwellenlos und barrierefrei zu erreichen. Im Untergeschoss wird eine Gastro-Erlebnislandschaft entstehen. Die Obergeschosse können individuell an die sich ändernden Lebensumstände der Bewohner angepasst werden.

Die Häuser selbst fungieren als Wärmefallen und sind Energieautark geplant. Der Fassadenbau aus Holz und CO2 neutrale Materialien regulieren die Feuchtigkeit und bilden die Basis für ein gesundes Raumklima – die Gebäude atmen. Ein abgestimmtes Belüftungssystem steuert die Luftzirkulation. Die Ferienhäuser sind einer, in Strandnähe mitten im Wald gelegenen, Ferienanlage angeschlossen – Ideal für einen Urlaub für die ganze Familie mitten in der Natur. Alle Häuser verfügen über nach Süden ausgerichtete langgezogene Dachflächen, die mit Photovoltaik Platten belegt sind und so den Sonnenschein optimal nutzen. Die zum Westen offen gestaltete Hausseite bringt Helligkeit und Wärme ins Haus. An den Wänden bieten klappbare Lamellen die Möglichkeit zur Verschattung. Die ungewöhnliche asymmetrische Bauweise prägt das markante Aussehen der Anlage. Die Häuser sind im Holzsystembau mit einem hohen Grad an Vorfertigung geplant. Diese kinderfreundliche Siedlung verfügt über verschieden große Objekte und Varianten. Sie kann mit den unterschiedlichen Typen zum Beispiel: mit Doppelhäusern für Mehrfamilien oder den kleineren 78m2 großen Modellen oder den Bungalows (109 m²), erweitert werden. Die familiengerechten zweistöckigen Holzhäuser sind insgesamt 121 m² groß und mit sechs Personen maximal belegt. Vorgelagert liegt bei allen Modellen eine großzügige Terrasse. Offene Wohnräume mit integrierter Küche und hohen Lufträumen geben ein angenehmes Raumgefühl. Die Wohnungen sind mit einer Sauna und einem Kamin geplant und verstärken Wohlbefinden und Erholung. Natürlich sind die Ferienhäuser auch im Winter umweltfreundlich über die geothermische Anlage mit einer Kraft-Wärme-Kopplung beheizbar und die Photovoltaikanlage erzeugt den Betriebsstrom.

Diese Anlage präsentiert sich unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltig zeitlos und trotzdem Modern.

 

In Brietlingen bei Lüneburg entstand der Entwurf für das Produkt Lively, ein Gebäude mit 88 barrierefreien Wohneinheiten, das Betreutes Wohnen konsequent als selbstbestimmtes Zuhause versteht – ergänzt um Serviceangebote, die man aus der Hotellerie kennt. Gemeinsam mit dem Betreiber wurde ein Konzept entwickelt, das nicht „Versorgung“ in den Mittelpunkt stellt, sondern Lebensqualität, Wahlfreiheit und Alltagserleichterung: ankommen, orientieren, zu Hause sein – und bei Bedarf Unterstützung dazuschalten. Lively steht für ein offenes Quartier und möchte eine neue Wohnform für das Leben im Alter anbieten und glaubt an ein offenes Quartier und starke lokale Strukturen.

Die markante Zickzackform erzeugt fünf geschützte Höfe als grüne Wohninseln mit unterschiedlichen Schwerpunkten – von Begegnung und Aktivität bis Rückzug. So entsteht ein Inklusionswohnen, das Gemeinschaft ermöglicht, ohne Privatheit zu verlieren. Alle Apartments erhalten einen privaten Außenraum (großer Balkon oder Terrasse) und profitieren von einer Gebäudestruktur, die die Wohneinheiten überwiegend nach Süden, Osten und Westen ausrichtet. Die Erschließung ist als helle, natürlich belichtete Kommunikationszone gedacht: Flure erschließen nur punktuell beidseitig und bleiben dadurch freundlich und übersichtlich.

Zentral liegt ein großzügiger Empfangs- und Lobbybereich mit Aufenthaltsqualität – das „Herz“ des Hauses – ergänzt um Büro- und Therapieräume sowie Flächen für Serviceleistungen. Gemeinschaftsräume sind gezielt an Gebäudeecken und -enden platziert; im oberen Geschoss erweitert eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum das Angebot. Höhepunkt ist der barrierefrei erschlossene Dachgarten als zusätzlicher Gemeinschaftsbereich – mit Platz für Aufenthalt und Urban Gardening (Kräuter- und Gemüsebeete) als aktivierende, verbindende Alltagsqualität.

Die Projektstudie Lüneburg – Servicewohnen mit 88 Apartments wurde von Beginn an unter den Prämissen des robusten Bauens entwickelt. Der Entwurf setzt auf eine klare, logisch aufgebaute Trag- und Ausbaustruktur, wiederholbare Details und eine hohe Ausführbarkeit auf der Baustelle. So werden Komplexität und Fehleranfälligkeit reduziert, was insbesondere bei einem Projekt dieser Größe zu einer verbesserten Kosten- und Terminsicherheit führt. Gleichzeitig entsteht ein langlebiges Gebäude, das im Betrieb wirtschaftlich bleibt und sich bei Bedarf an künftige Nutzungsanforderungen anpassen lässt.

Konstruktiv ist die Studie zudem als Holzhybrid gedacht: Holz wird dort eingesetzt, wo es seine Stärken bei Gewicht, Montagegeschwindigkeit und CO₂-Bilanz ausspielt, während mineralische oder stählerne Bauteile gezielt dort vorgesehen werden, wo sie funktionale Vorteile bringen – etwa für aussteifende Bereiche, robuste Sockelzonen oder brandschutz- und schallschutzrelevante Anforderungen. Dadurch verbindet das Konzept ökologische Qualitäten mit hoher technischer und betrieblichen Robustheit.

Für die serielle Struktur des Servicewohnens mit seinen vielen ähnlichen Einheiten wurde darüber hinaus die Holzmodulbauweise als konsequentes Prinzip mitgedacht: ein hoher Vorfertigungsgrad, wiederholbare Apartment-Module und eine montageorientierte Planung ermöglichen eine kurze Bauzeit, eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität und eine präzise Planbarkeit von Kosten und Abläufen. In Summe entsteht so ein wirtschaftliches, nachhaltiges und baulich zuverlässiges Konzept, das die Anforderungen an modernes Servicewohnen in Lüneburg überzeugend zusammenführt.
Gleichermaße wurde bei der Planung die Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude DGNB Gold vorgesehen udn geplant.

Über ein Konzeptverfahren soll eine Genossenschaft oder einen gemeinnützigen Verein gefunden werden, der das Grundstück in Mitte pachtet und dort ein entsprechendes Konzept umsetzt.
Gemeinsam mit den Performancekünstler:innen des Vereins APA-B haben wir nach einem Ansatz gesucht, einen konkreten Ort für die Performancekunst zu entwickeln, ein Haus als Teil des Stadtorganismus. Der Stadtraum durchfließt die Eingangsebene und bildet eine halböffentliche Durchwegung zwischen der Straße und dem öffentlichen Naturraum im Blockinneren. Der Eingang in diese Passage ist in der Stadtfassade so integriert, dass der Durchgang als Fuge in einen Versteckten Garten mündet, der zugleich Zentralraum, Atrium und Erschließung für das Haus ist. Die zentrale Erschließung schraubt sich inszeniert in den Himmel und in die zwei Untergeschosse. Die Spirale wird durch Bepflanzung selbst zu einem vertikalen Garten. Die Hausfassade bildet mit ihrer halbtransparenten Geschlossenheit eine zurückhaltende Geste zum Stadtraum zwischen den extrovertierten Fassaden der Nachbarn. Akzente setzt sie durch die Materialität und die Art des Entstehens, erstellt in innovativen und handwerklichen Fertigungs- und Verarbeitungstechniken.
Das bauliche Regal der Etagen wird im Gebäudeinneren weitestgehend stützenfrei erstellt.
Alle Funktionsbereiche umschließen den Zentralraum: das offene Atrium. Auch die Untergeschosse erhalten Tageslicht durch das Atrium, welches unter Terrain geführt ist.
Im Erdgeschoss befinden sich eine Ausstellungsfläche und ein Kunstcafé. In den Obergeschossen gibt es zum einen Clusterwohnbereiche, mit einer Mischung aus Ateliers und reinem Wohnen, zum anderen einen Konferenzraum, ein Gemeinschaftsatelier, sowie Flächen für NGOs und sozio-kulturelle Organisationen.
Die Künstler:innen, die im Haus wohnen und/oder arbeiten haben die Möglichkeit dort sowohl zu produzieren als auch zu präsentieren.
In den Untergeschossen soll das Archiv des Künstlers Boris Nieslony Platz finden.
Es handelt sich um eine einzigartige Sammlung von Dokumenten/Verweisen zu ca. 6.000 Performance Künstler:innen weltweit. Die Bildabteilung umfasst Dias, Negative, Vintagen und mehrere hundert Stunden Filmmaterialien. Der Bestand ist im Prozess der Auflistung und Katalogisierung, wird aktuell digitalisiert und in die Datenbank der Museumsbibliothek aufgenommen.

Klare, quadratische Grundrisse, im Grundmaß ca. 8 x 10 m, prägen das Erscheinungsbild der modernen kubischen Wohnhäuser. Das charakteristische Erscheinungsbild unterstützt die Markenbildung. Die vier individuell geplanten, freistehenden Einfamilienhäuser bieten Wohn-/Nutzflächen von 189,80 bis 250,25 m2.

Extensive Gründächer bilden Dachterrassen auf den ein- oder zweigeschossigen Häusern. Gartenterrassen auf Wohnniveau mit Südausrichtung ergänzen die Aufenthaltsbereiche an der frischen Luft. Haus 1 und 2 werden ein-geschossig mit Dachterrasse und Haus 3 und 4 werden zwei-geschossig gebaut. Unkonventionelle Einzeldetails wie große Lufträume, Eckfenster und deckenhohe Holz-Alu-Fenster -fassadenbündig- teilweise auch mit Schiebeelementen, erhöhen die Attraktivität.

Diese exklusive Architektur setzt sich in der Ausstattung mit hochwertigen Materialien und Oberflächen sowie ein offenes Raumkonzept mit fließenden Räumen konsequent fort. Außerdem verfügen die Villen über Fußbodenheizung, Parkett sowie eine gehobene Sanitärausstattung.

Die Gebäude sind im ökologischen Holzsystembau und Massivbauweise durch erfahrene Handwerksfirmen gefertigt. Erweiterungsmodule im Baukastensystem (bspw. nutzbar als Garage oder Wintergarten) bieten weitere Möglichkeiten, um auf individuelle Bedarfe einzugehen.

Nullenergiehäuser mit ihren geothermischen Heizungsanlagen und kontrollierter Be- und Entlüftung bilden die Basis für energieeffizientes Wohnen.  Alle Gebäude sind voll unterkellert und verfügen über ein Heizkonzept mit Kraft-Wärme-Kopplung sowie beheizte Voll- Nutzkeller in WU-Beton, KfW-Effizienzhaus 70.

Integrierte Garagen oder ein überdachter Stellplatz sorgen für eine sichere Heimkehr auf trockenem Fuß und runden das Bild vom komfortablen Wohnen ab.

 

Städtische Nachverdichtung nutzt freie Flächen im Bereich bereits bestehender Bebauung. Dächer werden ausgebaut, leerstehende Gewerbegebäude umgenutzt. Wir wissen, dass die Städte wachsen werden. Das ist ein globales Phänomen. Damit die Städte lebenswert bleiben, müssen wir die Grünflächen in der Stadt erhalten und neue schaffen. Das wird in unseren Entwürfen stets berücksichtigt sowohl für Stadtklimatisierung als auch zur Anpassung an das wandelnde Klima mit den immer öfters auftretenden Starkregenereignissen. Grünflächen müssen als Versickerungs- und Speicherflächen neu geschaffen werden. Es bedarf ein Regenwassermanagement.
Im Falle der vorliegenden Nachverdichtungsstudie sind auf einer leer stehenden Gewerberemise 5 Wohngeschosse aufgestockt worden. Der oberen Wohnung wird das Dach direkt zugeordnet. Neben der Dachterrasse wird dort ein Dachgarten als Urban Garden entstehen. Das Regenwasser wird direkt auf dem Dachgarten gehalten und für die Gartenbewässerung genutzt.
Hier sind einige Wege, wie die Nachverdichtung zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen kann:
Flächeneffizienz: In dicht besiedelten städtischen Gebieten sind freie Flächen oft knapp. Durch die Innenverdichtung können bereits erschlossene Flächen optimal genutzt werden, ohne die Ausdehnung der Stadt in die umliegenden natürlichen Gebiete voranzutreiben. Dies schützt wertvolle Ökosysteme und begrenzt die Zersiedelung.
Förderung öffentlicher Verkehrsmittel: Nachverdichtete Stadtviertel sind oft gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Nähe zu Bus- und Bahnhaltestellen fördert die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und reduziert den Bedarf an individuellen Fahrzeugen. Dies mindert Verkehrsbelastung, Staus und Luftverschmutzung.
Reduzierung der Verkehrswege: Nachverdichtung ermöglicht es, wichtige Einrichtungen wie Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten näher an den Wohnraum zu bringen. Dadurch werden die täglichen Pendelwege verkürzt, was nicht nur Zeit spart, sondern auch den CO₂-Ausstoß und den Energieverbrauch verringert.
Erhaltung des kulturellen Erbes: In vielen Städten gibt es historische Gebäude und Stadtviertel, die für die Identität und Kultur der Stadt von Bedeutung sind. Die Innenverdichtung kann dazu beitragen, diese Gebiete zu erhalten, indem sie den Leerstand reduziert und Gebäude saniert werden, anstatt neue Flächen zu entwickeln.
Förderung der sozialen Interaktion: Nachverdichtete Stadtviertel können Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und öffentliche Plätze einschließen, die soziale Interaktion fördern. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft einen Raum für Begegnungen und Austausch.
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit: Bei der Nachverdichtung werden oft moderne Baustandards und Technologien angewendet, die zu energieeffizienten Gebäuden führen. Die Integration erneuerbarer Energien wie Solarenergie und die Implementierung von intelligenten Energiemanagementsystemen reduzieren den ökologischen Fußabdruck.
Steigerung der Wirtschaftlichkeit: Die effiziente Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur und die Konzentration von Einrichtungen führen zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Ressourcen. Dies kann zu Kosteneinsparungen führen und Investitionen in neue Infrastruktur minimieren.
Die Nachverdichtung im Wohnungsbau und Städtebau ist eine effektive Maßnahme, um dem Bedarf an Wohnraum in wachsenden Städten gerecht zu werden. Sie ermöglicht eine nachhaltige Stadtentwicklung und fördert die Lebensqualität der Bewohner.

Quartier: Durch den Umzug der Deutsche Rentenversicherung wurde das Grundstück in der Innenstadt von Laatzen frei. Die nähere Umgebung ist durch eine halboffene Bebauung geprägt. Auf dem ca. 3,73 ha großen Plangebiet entsteht ein neues Wohnquartier mit ca. 200 Wohnungen. Im westlichen Plangebiet entstehen Geschosswohnungsbauten, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser, die durch verschiedene Planungsbüros realisiert werden. Im Inneren sind vor allem zweieinhalbgeschossige Reihenhauszeilen geplant.  

Entwurf: Der Entwurf sieht sechs Mehrfamilienhauszeilen vor, die das Gebiet einfassen. Die vier Wohnzeilen des ersten Bauabschnittes liegen im östlichen Teil des Areals. Die Baukörper sind in ihrer Höhe abgestuft. Nach Norden schirmt ein sechsgeschossiges Gebäude das Gebiet von der Straße Lange Weihe ab. Jeweils zwei Zeilen bilden zusammen eine Einheit mit einer gemeinsamen Erschließung. Die südlichen Baukörper jeder Gruppe (Zeile 2 und 4) sind niedriger, um die Besonnung der Balkone der nördlichen Gebäude (Zeile 1 und 3) zu verbessern. Ein Teil der Stellplätze befindet sich unter den Zeilen 1 und 3. Durch diese Flächeneinsparung bekommt die Grünfläche in der Mitte mit Spielplatz und Obsthain eine echte Aufenthaltsqualität. Ein auffälliges Merkmal sind die durchlaufenden nach Süden ausgerichteten Balkone vor den Wohnräumen, die zur Quartiersmitte noch über die Gebäudekante hinausragen. Die Nordseiten mit den Schlafräumen zeigen sich hingegen eher geschlossen und zurückhaltend. 

Zwei weitere Zeilen, die in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden, schirmen das Quartiersinnere nach Norden und Westen von den umgebenden Straßen ab. Um den Lärmschutz für die Wohnungen in diesen Gebäuden zu gewährleisten, gibt es ein Konzept das zum Teil eine Flurerschließung nach Norden vorsieht, Ausrichtung der sensiblen Räume von der Straße abgewandt sowie Lärmschutzfenster. Auch diese Gebäude erhalten durchlaufende Balkone nach Süden bzw. nach Osten auf der jeweils geschützten Gebäudeseite. 

Das ca. 1722 m² großes Grundstück liegt im Hamburger Stadtteil Volksdorf. Die nähere Umgebung ist grün und locker bebaut mit Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Villen. Das geplante Bauwerk besteht aus einer Gebäudezeilen, mit 8 Wohneinheiten. 

Jeweils zwei Wohneinheiten bilden ein Volumen. Die Eingangsfassaden der vier entstehenden Baukörper sind zur Straße hin um ca. 30° verdreht und parallel zum Straßenverlauf versetzt gestaffelt, der Dachfirst wiederum verläuft diagonal über dem annähernd quadratischen Grundriss. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Gebäudekubatur, die durch eine ähnliche Materialität von Fassade und Dachfläche unterstrichen wird. Die abgerundeten Kanten auf der Straßenseite harmonisieren den Gesamteindruck.   

Jede Wohneinheit hat eine eigene Zuwegung und einen Gartenanteil mit Terrasse. Der diagonale Dachfirst ergibt interessante Räume im Dachgeschoss mit einer Belichtung über große Eckfenster. Die Gebäudezeile ist mit einer gemeinsamen Tiefgarage unterkellert, die für jede Wohneinheit zwei Stellplätze vorsieht. 

Das Gebäude erfüllt die Anforderungen der EnEV 2014 (Stand 2016). Heizungsenergie und Warmwasser werden durch eine Gasbrennwerttherme erzeugt. 

 

 

Im hinteren Bereich des Grundstücks werden in nächster Zukunft Reihenhäuser entstehen. Die Wohnungsgrößen liegen im Bereich zwischen 37 m² und 113 m² – so ist für alle Platzansprüche die passende Größe dabei, sei es für Studenten und Singles, Senioren oder kleine Familien. Besonders begehrt: die 1-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss – denn sie ist mit einem Balkon ausgestattet. Die 3- und 4-Zimmer-Wohnungen verfügen alle über einen Balkon bzw. im Erdgeschoss über Terrassen, die durch großzügige Bepflanzung mit Hecken ausreichend Privatsphäre bieten und zum Wohlfühlen einladen. Das absolute Highlight: Im 1. Obergeschoss gibt es eine 42 m² große Terrasse, die zu einer 3- bzw. 4-Zimmer-Wohnung gehört – je nachdem, wie viel Platz Sie brauchen! Ideal für junge Familien: Im ruhigen Bereich des grünen Gartengrundstücks entsteht ein zentraler Spielplatz, der von allen genutzt werden darf. Und auch die Parkplatzsuche ist kein Thema mehr – die Immobilie verfügt über 11 Stellplätze, die separat erworben werden können

Im Gesamtkontext harmonieren alle Floating Modelle miteinander und ergeben optisch ein interessantes Spannungsfeld.  Ein fließender weißer  Mäander als besonderes Merkmal verbindet die verschiedenen Floating Typen. Im urbanen Umfeld können die schwimmenden Häuser eine kleine Wasserstadt bilden. Da in Innerstädtischen Bezirken der Wohnraum immer knapper wird, planen viele  Kommunen inzwischen auch die Wasserflächen als Wohnmöglichkeit zu erschließen. Für die Städte  Mons und Gent in Belgien haben wir  bereits solche zentral gelegene schwimmende Wasserstädte entwickelt. Weitere Projekte sind in der Planung.

Im Floating Home können Sie sich das ganze Jahr über wohlfühlen, auch im Winter verbringen Sie hier eine gemütliche Zeit in wohliger Wärme und genießen die Wasserlandschaft.

Als Ferienwohnungen, beispielsweise an der Ostsee, bereichern schwimmende Häuser das touristische Angebot und ermöglichen den Gästen ein ungewöhnliches, sowie  intensives Naturerlebnis. Wir haben uns bei der Entwicklung bislang hauptsächlich auf schwimmende Ferienhäuser konzentriert. Das Floating 100 eignet sich besonders als Ferienhaus oder Zweitwohnsitz. Dieser Typ schwimmt bereits an mehreren Standorten im Wasser und eignet sich auch zum dauerhaften Wohnen.

Die Floating Modelle gibt es in verschiedenen Größen und Farbvarianten oder aus witterungsbeständigem Lärchenholz.

Die schwimmenden Häuser können zu den gewünschten Wasserstandorten geschleppt bzw. verschifft oder aber auch auf den Landweg transportiert werden. Das Floating House liegt fest angedockt am Steg oder  verankert an der Uferkante.

Das städtische Quartier
ist durch eine offene Blockrandbebauung in U-Form geprägt, welche einerseits einen klaren Straßenraum nach außen hin definiert, andererseits großzügige Gemeinschaftsflächen mit Spiel und Aufenthaltsangebot im Inneren der Wohnanlage anbietet. Die erdgeschossigen Terrassen definieren den privaten Freiraum der Erdgeschoßwohnungen, welcher durch Hecken sichtgeschützt von den halböffentlichen Gemeinschaftsangeboten aus Spielflächen für Jung und Alt separiert ist. Der Straßenraum folgt den Rhythmen der regelmäßigen Gebäudeabstände in einheitlicher Flucht hinter gemeinsamen und durch Hecken gefassten Vorgärten und den Baumalleen. Der Städtebauliche Entwurf knüpft an die Bauweise der Potsdamer Vorstadt mit der Typologie der Vorstadtvilla an, welche durch die Variation verschiedener Grundrisse differenziert Wohnangebote für Singles bis hin zum Familienwohnen schaffen.
Die Baukörper
folgen mit dem differenzierten gestalterischen Kanon dem Typus Villa, funktionale Fassadenvolumina, Fensterformate werden als stehende Formate ausgebildet, Balkone und Loggien schlank ausgebildet und unterstreichen die vertikale Gliederung. Sockel- und Gesimsbänder unterstützen die klassische Fassadengliederung ebenso wie die wechselnden hellen Putzflächen einer Farbfamilie in sorgsam aufeinander abgestimmten Pastelltönen. Die Gebäude werden durch klassische baukünstlerische Details wie die Kolonnade, das Torhaus und die Pergola umspielt und in das Gesamtensemble eingebunden.
Die Hauseingänge werden sowohl im Straßenprofil als auch in der räumlichen Abwicklung der Fassaden adressbildend hervorgehoben. Die unterkellerten viergeschossigen Einzelgebäude beinhalten insgesamt 112 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Alle Wohnungen verfügen sowohl über einen offenen Wohn-/Kochbereich als auch über einen Freisitz in Form einer Loggia oder einer ebenerdigen Terrasse mit zum Freiraum hin orientierter Gartennutzung. Das Flachdach ist als extensives Gründach ausgebildet.
Durch Einhaltung des Nullbarrierestandards der Außenanlagen in Verbindung mit den rollstuhlgerechten Erdgeschossen wird selbstbestimmtes Wohnen, Nachbarschaft und Kommunikation generationsübergreifend ermöglicht.
Kraftverkehr/Abstellflächen
Der ruhende PKW-Verkehr wird für das gesamte Quartier durch öffentliche Gemeinschaftsstellplätze sichergestellt. Die Gemeinschaftsflächen GST2 auf dem Grundstück werden mit einer begrünten Pergola durch immergrüne Vegetation gedeckelt. Zusätzliche private Stellplätze werden in der natürlich belüfteten gemeinsamen Tiefgarage im nördlichen Grundstücksbereich verbracht. Die gemeinsame Zu- und Abfahrt befindet sich im östlichen Grundstücksbereich, um den An- und Abfahrtsverkehr der Anwohner von den gemeinschaftlich genutzten Gartenbereichen fernzuhalten. Die Rampe ist, wie auch die portalartigen Grundstückszugänge, mittels Pergola eingefasst. Fahrradstellplätze befinden sich größtenteils in Abstellräumen aber auch dezentral in den Außenanlagen nahe der Hauseingänge. Gemeinsame Abstellräume für Fahrräder, Kinderwagen und Gehhilfen sind in den jeweiligen Hausbereichen angeordnet und für alle Nutzer zugänglich. Durch die Angebote an Gemeinschaftsflächen entstehen Kommunikationsinseln für die Bewohner. Wenn die Bewohner dieses Potential annehmen, entsteht Nachbarschaft.

Berlin Lichtenberg - Bebauungsstudie

Die besondere Stärke des Standorts liegt in seiner Lage mitten in der Berliner City-Ost. Hier treffen hervorragende Infrastruktur, urbane Erreichbarkeit und die seltene Möglichkeit aufeinander, citynahes Wohnen im eigenen Haus mit Garten zu realisieren. Genau in dieser Kombination liegt ein erhebliches Entwicklungspotenzial: für Familien, für anspruchsvolle Eigennutzer und für alle, die urbanes Leben mit privatem Freiraum verbinden möchten.

Die Bebauungsstudie übersetzt dieses Potenzial in ein robustes, vermarktbares Quartierskonzept. Unterschiedliche Grundstücksgrößen von etwa 350 bis 600 m² ermöglichen ein differenziertes Angebot für verschiedene Zielgruppen. Die klare Erschließung über Ringstraße und Stichstraße sorgt für gute Adressbildung, wirtschaftliche Umsetzbarkeit und eine sinnvolle Entwicklung in Bauabschnitten. Parallel zur Ruschestraße ergänzt eine private Grünfläche das Konzept um eine identitätsstiftende landschaftliche Qualität.

Ein wesentliches Entwurfsmotiv sind die eingeschnittenen Atrien. Sie schaffen geschützte Außenräume und ermöglichen Privatheit und Nachbarschaft zugleich. Damit erhält das Quartier nicht nur eine hohe Wohnqualität, sondern auch einen prägnanten architektonischen Wiedererkennungswert. Die Versorgung aller Einheiten über Fernwärme ergänzt das Konzept um einen nachhaltigen energetischen Baustein und stärkt die Zukunftsfähigkeit des Vorhabens.

Für uns beginnt erfolgreiche Projektentwicklung nicht erst mit dem Gebäudeentwurf, sondern mit der präzisen Analyse von Lage, Erschließung, Typologie, Freiraum und Markt. So entstehen Quartiere, die städtebaulich überzeugen, wirtschaftlich tragfähig sind und sich klar im Markt positionieren.

Städtebau und Architektur
Die Fassade wird durch vorspringende Fenster- und Balkonelemente in leichtendem Gelb aufgelockert. Die herausgedrehten Fenster des einen Bauteiles, die ihren Blick dem grünen Platz zuwenden und die Loggien im Bereich des Grünangers bilden mit ihrer unregelmäßigen Verteilung fröhliche Farbtupfen auf der Fassade. Die grau abgesetzten Eingänge und Treppenhäuser liegen leicht zurückgesetzt und unterteilen so die Länge des Gebäudes optisch in fünf Abschnitte. 

Wohnungen
Entstanden sind insgesamt 67 Wohnungen in einem ausgewogenen Mix, vom Single-Apartment über große Familienwohnungen bis zum luftigen Dachgeschossloft. Die Wohnungen und Terrassen der Erdgeschossebene liegen erhöht auf der Tiefgarage, eine mit Hecken abgeschirmte Vorgartenzone schafft zusätzliche Privatsphäre. Dennoch ist durch die vier ebenerdigen Zugänge mit den Aufzügen ein barrierefreier Zugang zu jeder Wohnung gewährleistet. In den oberen Geschossen sind die Balkone zur Hälfte in der Fassade eingerückt, dadurch entsteht ein vor Einblicken geschützter Bereich. Die Erdgeschosswohnungen haben große Terrassen und Nutzergärten. Durch die günstige Lage des Grundstückes sind die Wohnräume mit ihren vorgelagerten Gärten, Terrassen und Balkonen ideal nach Süd-Westen ausgerichtet. In den Wohnungen, die sich im Bauteil direkt am Grünanger befinden, lassen sich durchgesteckte Wohnräume mit Balkonen in beide Richtungen realisieren: Frühstück auf dem Ost-Balkon und Abendessen mit Sonnenuntergang