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Hamburg Billstedt- Wohnhöfe

Das Wohnquartier befindet sich im östlichen Teil Hamburgs, zugehörig dem Stadtteil Billstedt. Umschlossen wird das Gebiet von der Autobahn A 24 im Norden, dem Schleemer Bach und Öjendorfer See im Osten. Die angrenzenden Flurstücke im Süden sind durch Genossenschaften ebenfalls mit zweigeschossigen Wohnbauzeilen bebaut, hinter diesen folgt weiter Richtung Süden der Friedhof Öjendorf. Westlich schließt das Quartier an die Infrastruktur der Wohngegend Billstedt‘s an, ausgestattet mit Nahversorgung, einer Vielfalt an Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten – gut angeschlossen an das ÖPNV-Netz. Mit See und Park in fußläufiger Umgebung ist ebenfalls die Nähe zur Natur gegeben.

Die Neubausiedlungen schafft 106 neue kostengünstige Wohneinheiten des gleichen Wohnungstypus. Hierbei handelt es sich um Mietwohnungen ausgerichtet für sozialen Wohnungsbau.

Entwurflich abgestimmt sind die Gebäudezeilen auf eine 2-Geschossigkeit, jeweils mit zusätzlichem Staffelgeschoss und Flachdach. Gestaffelt ist die 3. Etage zur Gartenseite hin. Die lokal angepasste Fassade ergibt sich aus einer Kombination gestalterischer Elemente. Prägende Materialien sind Klinkerriemchen in braun-gelblicher Färbung und eine weiße Putzoberfläche in glatt und profilierter Ausführung. Die beiden unteren Geschosse werden zu einem umlaufenden Sockel mit Riemchenoberfläche zusammengefasst, das Staffelgeschoss in glatter Putzoberfläche. Dieser springt im Bereich der Fenster zurück und wird als Besenstrichoberfläche ausgebildet. Kellerersatzräume hinter dem Haus dienen der Terrassenabtrennung zwischen Nutzungseinheiten, und sind gestalterisch im Zusammenhang mit der Terrasse und dem Vordach des Eingangsbereich auf der Vorderseite zu sehen.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Die umgebende Bebauung ist geprägt von zeilenartiger 3-geschossiger Bebauung entlang des Lindenberger Wegs. Durch die angrenzende vier- bis fünfgeschossige Wohnbebauung des Eichenrings mit 221 Wohnungen und Tiefgarage hat sich der Gebietscharakter entsprechend verändert, es entstehen in 3 oberirdischen Häusern insgesamt 57 Wohneinheiten. Nach Rückfrage bei der Gemeinde werden derzeit vor allem Familienwohnungen nachgefragt und gewünscht. Es wird auf dem Flurstück 874 ein generationsübergreifender Spielplatz errichtet.
Die Retensionsdächer auf den Häusern 1 und 2 können durch die Nutzer in Teilen auch als Urban Garden genutzt werden. Das Grundstück ist durch öffentliche Leitungssysteme sowohl mit Trinkwasser als auch mit Schmutzwasserkanälen erschlossen. Alle 3 Gebäude und das Dach der Tiefgarage werden mit extensiven Gründächern mit Retentionsdächern mit Regenwasserrückhalteeinrichtungen geplant. Normale Regenereignisse werden somit auf den Dächern gehalten und zur Verdunstung gebracht. Damit werden die Niederschläge dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt und das Mikroklima in unmittelbarer Umgebung wesentlich verbessert. Für Starkregenereignisse werden auf dem Grundstück entsprechende Spei-chermedien (Zisternen) geplant, die das Regenwasser für einen 2. Wasserkreislauf (Grauwassernutzung) auf dem Grundstück speichern. Alle Wohneinheiten in den Gebäuden 1 und 2 sind barrierefrei erreichbar. Im Gebäude 1 entstehen 12 von 21 Wohneinheiten mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Im Gebäude 2 entstehen 4 und im Gebäude 3 weiter 3 Wohneinheiten jeweils in den Erdgeschossen der Gebäude mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Ein Personenaufzug erschließt alle vertikalen Ebenen schwellenlos. Die Aussenanlagen und die Hauseingänge sind barrierefrei begehbar und erreichbar. Alle Gebäude erfüllen die Anforderungen des Effizienzhaus 55 nach dem KfW-Standard und übererfüllen somit die gesetzlichen Anforderungen. Heizungsenergie wird durch eine Luftwasserwärmepumpen mit Unterstützung durch Photovolataikanlagen erzeugt. Das Warmwasser wird dezentral durch Wohnungsstationen bereitgestellt.

Am Kreisverkehr Hauptstraße / Zum Olympischen Dorf / Heidelerchenallee markiert ein Ensemble aus drei Wohn- und Geschäftshäusern den Auftakt der neuen Heidesiedlung. Ziel des Auftraggebers ist ein Quartiersbaustein, der selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen im gewachsenen Umfeld ermöglicht – und bei sich ändernden Lebensumständen passende Angebote im direkten Wohnumfeld bereithält.

Das Projekt umfasst 51 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen. Haus 1 ist konsequent auf Gemeinschaft und Teilhabe ausgerichtet: Zwei Wohngruppen als Inklusionswohnen bilden ein Zuhause für selbstbestimmtes Leben in überschaubaren Strukturen – mit privaten Rückzugsbereichen und gemeinschaftlichen Alltagsflächen. Ergänzend sind hier weitere Wohnungen angeordnet, die barrierefrei geplant und langfristig nutzbar sind.

Haus 2 liegt im Mischgebiet und übernimmt die Rolle des „öffentlichen Erdgeschosses“: Serviceeinrichtungen und Gewerbe schaffen Zentrumsfunktionen für das neue Wohngebiet – denkbar sind Café, Bäcker oder Apotheke und Arztpraxen. Darüber liegen Wohnungen, die von der Adresse und der guten Erreichbarkeit profitieren. Haus 3 ergänzt das Ensemble als reines Wohngebäude und stärkt das Angebot an barrierefreien, alltagstauglichen Grundrissen.

Der Entwurfs überzeugt durch die klare, robuste Gebäudelogik: Jedes Haus erhält nur einen vertikalen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe, wodurch die Erschließungsflächen reduziert, die Orientierung vereinfacht und die barrierefreie Nutzung im Alltag spürbar verbessert wird. Die bewusst gewählte massive Bauweise bildet ein langlebiges, schallsicheres und gleichzeitig anpassungsfähiges Grundgerüst – robust in der Nutzung und flexibel für spätere Grundriss- und Nutzungsanpassungen, etwa wenn sich Anforderungen an Wohnen, Inklusionswohnen oder Serviceangebote verändern. Ergänzt wird diese bauliche Robustheit durch ein technisch effizientes Versorgungskonzept und einem Energie- und Haustechnikkonzept mit niedriger Komplexität. Die Beheizung erfolgt über kaskadierende Luft-Wasser-Wärmepumpen mit modularer Auslegung und hoher Betriebssicherheit, während die Warmwasserbereitung über dezentrale Hausstationen organisiert ist, die leitungs- und speicherseitige Verluste reduzieren und hygienisch vorteilhaft sind; der dafür benötigte Strom wird durch PV-Anlagen auf den Dächern unterstützt und stärkt die Eigenstromnutzung im Quartier.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind die Außenräume: nutzbare Dachgärten erweitern die Wohnflächen ins Freie, fördern Begegnung und lassen gemeinschaftliche Aktivitäten zu – bis hin zu Urban Gardening als niedrigschwelligem Angebot für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird kompensiert, dass in den ebenerdigen Aussenanlagen durch die effziente Überplanung des Grundstücks wenig gestalteter Aussenraum für die gemeinschaftliche Nutzung angeboten werden kann.
So entsteht ein bauliches „Tor“ zur Heidesiedlung, das Wohnen, Versorgung und Inklusion in einem robusten Quartiersbaustein zusammenführt.

Im Auftrag der EVM Berlin eG realisierte Büro13 Architekten ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Innenentwicklung in Berlin-Mariendorf. Durch die viergeschossige Aufstockung plus Staffelgeschoss eines Bestandsriegels aus den 1970er Jahren schaffen wir hochverdichteten Wohn- und Sozialraum, ohne zusätzliche Bodenversiegelung. In enger Kooperation mit dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) schaffen wir einen Raum, der den demografischen Wandel im Quartier aktiv gestaltet.

Ganzheitliche Quartiersentwicklung:

Parallel zur Nachverdichtung wurden die vorhandenen 49 Wohneinheiten energetisch ertüchtigt und umfassend saniert. Damit überführen wir den gesamten Gebäudekomplex in einen zeitgemäßen Effizienzstandard. In enger Kooperation mit dem EJF entsteht so ein hybrider Ort, der medizinische Fachpraxen, Tagespflege und inklusives Genossenschaftswohnen synergetisch vereint.

Programmatik & Nutzungsmix

Das Raumprogramm ist präzise auf die Bedürfnisse der Genossenschaftsmitglieder und des Trägers zugeschnitten:

  • Gesundheit & Nahversorgung (EG/1. OG): Erweiterung der ansässigen Apotheke und Zahnarztpraxis sowie Ansiedlung neuer Facharztpraxen zur Sicherung kurzer Wege für Senioren. Ergänzt wird dies durch ein EVM-Servicebüro, Kiosk und eine öffentliche Kiezküche mit Cafeteria als sozialer Ankerpunkt zum Hof.

  • Betreutes Wohnen & Inklusion (2./3. OG): Realisierung von barrierefreien Service-Apartments für Senioren sowie einer spezialisierten Wohngemeinschaft des EJF für die befristete Angehörigenbetreuung.

  • Pflege-Infrastruktur (Staffelgeschoss): Integration einer modernen Tagespflegeeinrichtung des EJF mit hoher Aufenthaltsqualität.

Architektonische & Technische Lösungskompetenz

Büro13 löste die spezifischen Herausforderungen des Standorts durch innovative Planungsansätze:

  • Konstruktive Herausforderung Statik: Umbau des Erdgeschosses unter vollständiger Erhaltung der vorhandenen Tiefgarage bei gleichzeitiger Lastaufnahme von drei neuen Obergeschossen plus Staffelgeschoss.

  • Aktiver Schallschutz: Die Gliederung der Straßenfassade durch charakteristische Dreieckserker ermöglicht weite Sichtbezüge bei maximalem Lärmschutz durch spezialisierte Schallschutzverglasung. Der Baukörper fungiert als wirksamer Lärmriegel für die dahinterliegende Hofbebauung.

Nachhaltigkeit durch Ressourcenschonung:

Ein zentraler Aspekt der Planung ist der Erhalt der vorhandenen Tiefgaragenstruktur.

  • Durch die Weiternutzung des massiven Untergeschosses sichern wir die darin gebundene graue Energie und minimieren den CO2-Fußabdruck des Gesamtvorhabens massiv.
  • Dieser ressourceneffiziente Ansatz wird durch eine Dachaufstockung in serieller Holzbauweise konsequent fortgeführt.
  • Die Vorfertigung der Holzbauelemente garantiert nicht nur eine CO2-neutrale Konstruktion, sondern auch eine signifikante Verkürzung der Bauzeit und Emissionsminderung vor Ort.

Das Neubauprojekt in Falkensee steht für nachhaltiges Wohnen mit einem breit gefächerten Wohnungsangebot, von Kleinwohnungen für Young Professionals bis hin zum Familienwohnen. Zahlreiche Spielplätze und großzügige Freiflächen in den Innenhöfen bieten diversen Raum für entstehende und gelebte Wohngemeinschaften. Ein Drittel der Wohnungen sind barrierefrei ausgeführt worden. Es kann somit ein generationsübergreifendes Wohnen etabliert werden. Das Wohnprojekt entstand auf einem ehemaligen Industriegebiet. Die Konversionsflächen und Böden wurden fachgerecht saniert. Da sich die Wohnungen unmittelbar an der Schnellbahnstrecke Berlin – Hamburg befinden, wurden besondere Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, so dass eine hohe Wohnqualität ermöglicht wurde, welche die anspruchsvollen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Das neue Wohnquartier folgt den Prinzipien der Schwammstadt. Sämtliches Oberflächenwasser wird auf den Dächern und Parkdecks in Retentionsboxen gespeichert und verdunstet. Die Retentionsdachflächen sind sämtlich begrünt und tragen somit einen massiven Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas bei und verhindern die Aufheizung in den kommenden und immer heißer werdenden Sommermonaten. Sämtliche Baukörper sind in Massivbauweise errichtet. Die Speicherfähigkeit der schweren Bauteile der Außenwände und Decken trägt einen Anteil an passiver Energieeinsparung durch indirkte Bauteilaktivierung bei. Dieser Effekt führt ebenso zu einer besseren Wohnbehaglichkeit und steigert somit den Wohnkomfort. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie ist die lokale regenerative Energieerzeugung. Jedes einzelne Haus verfügt über eine autarke Wärmeversorgung und wird mit Luftwärmepumpen beheizt, die umweltfreundlich Wärme aus der Luft gewinnen. Darüber hinaus wurden auf allen Dächern Photovoltaikanlagen installiert. Für den Individualverkehr der Bewohner ist jeder Wohnung ein PKW- Stellplatz in der Tiefgarage zugeordnet. Für einen Großteil der Stellplätze wurde die Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge vorgerüstet, welche durch den eigens hergestellten Strom aus der Hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist wird.

In Brietlingen bei Lüneburg entstand der Entwurf für das Produkt Lively, ein Gebäude mit 88 barrierefreien Wohneinheiten, das Betreutes Wohnen konsequent als selbstbestimmtes Zuhause versteht – ergänzt um Serviceangebote, die man aus der Hotellerie kennt. Gemeinsam mit dem Betreiber wurde ein Konzept entwickelt, das nicht „Versorgung“ in den Mittelpunkt stellt, sondern Lebensqualität, Wahlfreiheit und Alltagserleichterung: ankommen, orientieren, zu Hause sein – und bei Bedarf Unterstützung dazuschalten. Lively steht für ein offenes Quartier und möchte eine neue Wohnform für das Leben im Alter anbieten und glaubt an ein offenes Quartier und starke lokale Strukturen.

Die markante Zickzackform erzeugt fünf geschützte Höfe als grüne Wohninseln mit unterschiedlichen Schwerpunkten – von Begegnung und Aktivität bis Rückzug. So entsteht ein Inklusionswohnen, das Gemeinschaft ermöglicht, ohne Privatheit zu verlieren. Alle Apartments erhalten einen privaten Außenraum (großer Balkon oder Terrasse) und profitieren von einer Gebäudestruktur, die die Wohneinheiten überwiegend nach Süden, Osten und Westen ausrichtet. Die Erschließung ist als helle, natürlich belichtete Kommunikationszone gedacht: Flure erschließen nur punktuell beidseitig und bleiben dadurch freundlich und übersichtlich.

Zentral liegt ein großzügiger Empfangs- und Lobbybereich mit Aufenthaltsqualität – das „Herz“ des Hauses – ergänzt um Büro- und Therapieräume sowie Flächen für Serviceleistungen. Gemeinschaftsräume sind gezielt an Gebäudeecken und -enden platziert; im oberen Geschoss erweitert eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum das Angebot. Höhepunkt ist der barrierefrei erschlossene Dachgarten als zusätzlicher Gemeinschaftsbereich – mit Platz für Aufenthalt und Urban Gardening (Kräuter- und Gemüsebeete) als aktivierende, verbindende Alltagsqualität.

Die Projektstudie Lüneburg – Servicewohnen mit 88 Apartments wurde von Beginn an unter den Prämissen des robusten Bauens entwickelt. Der Entwurf setzt auf eine klare, logisch aufgebaute Trag- und Ausbaustruktur, wiederholbare Details und eine hohe Ausführbarkeit auf der Baustelle. So werden Komplexität und Fehleranfälligkeit reduziert, was insbesondere bei einem Projekt dieser Größe zu einer verbesserten Kosten- und Terminsicherheit führt. Gleichzeitig entsteht ein langlebiges Gebäude, das im Betrieb wirtschaftlich bleibt und sich bei Bedarf an künftige Nutzungsanforderungen anpassen lässt.

Konstruktiv ist die Studie zudem als Holzhybrid gedacht: Holz wird dort eingesetzt, wo es seine Stärken bei Gewicht, Montagegeschwindigkeit und CO₂-Bilanz ausspielt, während mineralische oder stählerne Bauteile gezielt dort vorgesehen werden, wo sie funktionale Vorteile bringen – etwa für aussteifende Bereiche, robuste Sockelzonen oder brandschutz- und schallschutzrelevante Anforderungen. Dadurch verbindet das Konzept ökologische Qualitäten mit hoher technischer und betrieblichen Robustheit.

Für die serielle Struktur des Servicewohnens mit seinen vielen ähnlichen Einheiten wurde darüber hinaus die Holzmodulbauweise als konsequentes Prinzip mitgedacht: ein hoher Vorfertigungsgrad, wiederholbare Apartment-Module und eine montageorientierte Planung ermöglichen eine kurze Bauzeit, eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität und eine präzise Planbarkeit von Kosten und Abläufen. In Summe entsteht so ein wirtschaftliches, nachhaltiges und baulich zuverlässiges Konzept, das die Anforderungen an modernes Servicewohnen in Lüneburg überzeugend zusammenführt.
Gleichermaße wurde bei der Planung die Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude DGNB Gold vorgesehen udn geplant.

Städtische Nachverdichtung nutzt freie Flächen im Bereich bereits bestehender Bebauung. Dächer werden ausgebaut, leerstehende Gewerbegebäude umgenutzt. Wir wissen, dass die Städte wachsen werden. Das ist ein globales Phänomen. Damit die Städte lebenswert bleiben, müssen wir die Grünflächen in der Stadt erhalten und neue schaffen. Das wird in unseren Entwürfen stets berücksichtigt sowohl für Stadtklimatisierung als auch zur Anpassung an das wandelnde Klima mit den immer öfters auftretenden Starkregenereignissen. Grünflächen müssen als Versickerungs- und Speicherflächen neu geschaffen werden. Es bedarf ein Regenwassermanagement.
Im Falle der vorliegenden Nachverdichtungsstudie sind auf einer leer stehenden Gewerberemise 5 Wohngeschosse aufgestockt worden. Der oberen Wohnung wird das Dach direkt zugeordnet. Neben der Dachterrasse wird dort ein Dachgarten als Urban Garden entstehen. Das Regenwasser wird direkt auf dem Dachgarten gehalten und für die Gartenbewässerung genutzt.
Hier sind einige Wege, wie die Nachverdichtung zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen kann:
Flächeneffizienz: In dicht besiedelten städtischen Gebieten sind freie Flächen oft knapp. Durch die Innenverdichtung können bereits erschlossene Flächen optimal genutzt werden, ohne die Ausdehnung der Stadt in die umliegenden natürlichen Gebiete voranzutreiben. Dies schützt wertvolle Ökosysteme und begrenzt die Zersiedelung.
Förderung öffentlicher Verkehrsmittel: Nachverdichtete Stadtviertel sind oft gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Nähe zu Bus- und Bahnhaltestellen fördert die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und reduziert den Bedarf an individuellen Fahrzeugen. Dies mindert Verkehrsbelastung, Staus und Luftverschmutzung.
Reduzierung der Verkehrswege: Nachverdichtung ermöglicht es, wichtige Einrichtungen wie Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten näher an den Wohnraum zu bringen. Dadurch werden die täglichen Pendelwege verkürzt, was nicht nur Zeit spart, sondern auch den CO₂-Ausstoß und den Energieverbrauch verringert.
Erhaltung des kulturellen Erbes: In vielen Städten gibt es historische Gebäude und Stadtviertel, die für die Identität und Kultur der Stadt von Bedeutung sind. Die Innenverdichtung kann dazu beitragen, diese Gebiete zu erhalten, indem sie den Leerstand reduziert und Gebäude saniert werden, anstatt neue Flächen zu entwickeln.
Förderung der sozialen Interaktion: Nachverdichtete Stadtviertel können Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und öffentliche Plätze einschließen, die soziale Interaktion fördern. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft einen Raum für Begegnungen und Austausch.
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit: Bei der Nachverdichtung werden oft moderne Baustandards und Technologien angewendet, die zu energieeffizienten Gebäuden führen. Die Integration erneuerbarer Energien wie Solarenergie und die Implementierung von intelligenten Energiemanagementsystemen reduzieren den ökologischen Fußabdruck.
Steigerung der Wirtschaftlichkeit: Die effiziente Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur und die Konzentration von Einrichtungen führen zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Ressourcen. Dies kann zu Kosteneinsparungen führen und Investitionen in neue Infrastruktur minimieren.
Die Nachverdichtung im Wohnungsbau und Städtebau ist eine effektive Maßnahme, um dem Bedarf an Wohnraum in wachsenden Städten gerecht zu werden. Sie ermöglicht eine nachhaltige Stadtentwicklung und fördert die Lebensqualität der Bewohner.

Für den Fischbeker Heidbrook in Hamburg entwickelten wir im Rahmen einer Konzeptvergabe der IBA Hamburg einen Beitrag für drei Mehrfamilienhäuser am östlichen Quartiersrand. Ausgangspunkt des Entwurfs war die Leitidee der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“: ein urbanes Wohnquartier in direkter Nachbarschaft zu Heide, Wald und Sportflächen, das naturnahe Lage, gemeinschaftliche Freiräume und zeitgemäße Wohnformen miteinander verbindet.

Der Entwurf organisiert das Baufeld als Ensemble aus drei prägnanten Baukörpern, die entlang des Heidschnuckenrings einen klaren Straßenraum ausbilden und zugleich zum Landschaftsraum im Osten vermitteln. Adressbildende Eingänge, gemeinschaftlich nutzbare Erdgeschosszonen und ein zusammenhängendes Freiraumkonzept stärken die Identität jedes Hauses und fördern Begegnung im Alltag. Im Zentrum der Anlage liegen Feierplatz, Sommerküche, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie Flächen für Urban Gardening – als soziale Mitte eines heterogenen Quartiers.

Insgesamt entstehen 42 Wohnungen mit differenzierten Wohnungsgrößen für Singles, Paare und Familien. Ergänzt wird das Angebot durch Wohnformen für veränderte Lebensmodelle wie WG-Wohnen und Clusterwohnen. Alle Wohnungen verfügen über offene Wohn- und Kochbereiche sowie private Außenräume in Form von Loggien oder Terrassen. Damit verbindet der Entwurf individuelle Rückzugsmöglichkeiten mit einem starken gemeinschaftlichen Angebot.

Auch konstruktiv und energetisch ist das Projekt auf Dauerhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet. Eine massive Bauweise mit Klinkervorsatzschale, extensive Gründächer mit Regenwasserrückhalt, passive solare Maßnahmen und die Versorgung über Fernwärme bilden die Grundlage für ein robustes, ressourcenschonendes Wohngebäude. Ergänzt wird dies durch ein Mobilitätskonzept mit integrierten Stellplätzen, barrierefreien Angeboten, Car-Sharing, E-Ladepunkten und einer guten Fahrradinfrastruktur. So versteht sich der Entwurf als Beitrag zu einem klimabewussten, gemeinschaftlichen und identitätsstiftenden Wohnen im neuen Hamburger Quartier Fischbeker Heidbrook.

Quartier: Durch den Umzug der Deutsche Rentenversicherung wurde das Grundstück in der Innenstadt von Laatzen frei. Die nähere Umgebung ist durch eine halboffene Bebauung geprägt. Auf dem ca. 3,73 ha großen Plangebiet entsteht ein neues Wohnquartier mit ca. 200 Wohnungen. Im westlichen Plangebiet entstehen Geschosswohnungsbauten, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser, die durch verschiedene Planungsbüros realisiert werden. Im Inneren sind vor allem zweieinhalbgeschossige Reihenhauszeilen geplant.  

Entwurf: Der Entwurf sieht sechs Mehrfamilienhauszeilen vor, die das Gebiet einfassen. Die vier Wohnzeilen des ersten Bauabschnittes liegen im östlichen Teil des Areals. Die Baukörper sind in ihrer Höhe abgestuft. Nach Norden schirmt ein sechsgeschossiges Gebäude das Gebiet von der Straße Lange Weihe ab. Jeweils zwei Zeilen bilden zusammen eine Einheit mit einer gemeinsamen Erschließung. Die südlichen Baukörper jeder Gruppe (Zeile 2 und 4) sind niedriger, um die Besonnung der Balkone der nördlichen Gebäude (Zeile 1 und 3) zu verbessern. Ein Teil der Stellplätze befindet sich unter den Zeilen 1 und 3. Durch diese Flächeneinsparung bekommt die Grünfläche in der Mitte mit Spielplatz und Obsthain eine echte Aufenthaltsqualität. Ein auffälliges Merkmal sind die durchlaufenden nach Süden ausgerichteten Balkone vor den Wohnräumen, die zur Quartiersmitte noch über die Gebäudekante hinausragen. Die Nordseiten mit den Schlafräumen zeigen sich hingegen eher geschlossen und zurückhaltend. 

Zwei weitere Zeilen, die in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden, schirmen das Quartiersinnere nach Norden und Westen von den umgebenden Straßen ab. Um den Lärmschutz für die Wohnungen in diesen Gebäuden zu gewährleisten, gibt es ein Konzept das zum Teil eine Flurerschließung nach Norden vorsieht, Ausrichtung der sensiblen Räume von der Straße abgewandt sowie Lärmschutzfenster. Auch diese Gebäude erhalten durchlaufende Balkone nach Süden bzw. nach Osten auf der jeweils geschützten Gebäudeseite. 

Das ca. 1722 m² großes Grundstück liegt im Hamburger Stadtteil Volksdorf. Die nähere Umgebung ist grün und locker bebaut mit Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Villen. Das geplante Bauwerk besteht aus einer Gebäudezeilen, mit 8 Wohneinheiten. 

Jeweils zwei Wohneinheiten bilden ein Volumen. Die Eingangsfassaden der vier entstehenden Baukörper sind zur Straße hin um ca. 30° verdreht und parallel zum Straßenverlauf versetzt gestaffelt, der Dachfirst wiederum verläuft diagonal über dem annähernd quadratischen Grundriss. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Gebäudekubatur, die durch eine ähnliche Materialität von Fassade und Dachfläche unterstrichen wird. Die abgerundeten Kanten auf der Straßenseite harmonisieren den Gesamteindruck.   

Jede Wohneinheit hat eine eigene Zuwegung und einen Gartenanteil mit Terrasse. Der diagonale Dachfirst ergibt interessante Räume im Dachgeschoss mit einer Belichtung über große Eckfenster. Die Gebäudezeile ist mit einer gemeinsamen Tiefgarage unterkellert, die für jede Wohneinheit zwei Stellplätze vorsieht. 

Das Gebäude erfüllt die Anforderungen der EnEV 2014 (Stand 2016). Heizungsenergie und Warmwasser werden durch eine Gasbrennwerttherme erzeugt. 

 

 

Im hinteren Bereich des Grundstücks werden in nächster Zukunft Reihenhäuser entstehen. Die Wohnungsgrößen liegen im Bereich zwischen 37 m² und 113 m² – so ist für alle Platzansprüche die passende Größe dabei, sei es für Studenten und Singles, Senioren oder kleine Familien. Besonders begehrt: die 1-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss – denn sie ist mit einem Balkon ausgestattet. Die 3- und 4-Zimmer-Wohnungen verfügen alle über einen Balkon bzw. im Erdgeschoss über Terrassen, die durch großzügige Bepflanzung mit Hecken ausreichend Privatsphäre bieten und zum Wohlfühlen einladen. Das absolute Highlight: Im 1. Obergeschoss gibt es eine 42 m² große Terrasse, die zu einer 3- bzw. 4-Zimmer-Wohnung gehört – je nachdem, wie viel Platz Sie brauchen! Ideal für junge Familien: Im ruhigen Bereich des grünen Gartengrundstücks entsteht ein zentraler Spielplatz, der von allen genutzt werden darf. Und auch die Parkplatzsuche ist kein Thema mehr – die Immobilie verfügt über 11 Stellplätze, die separat erworben werden können

Das Projekt befindet sich in einem innerstädtischen Wohnviertel in der Südstadt in Hannover. In direkter Umgebung befinden sich ein U-Bahnanschluss, Geschäfte des täglichen Bedarfs und Restaurants. Ergänzend bieten die Gewerbeflächen im Erdgeschoss des Neubaus Platz für zwei weitere Läden. Zusätzlich entsteht eine Tiefgarage, die weiterhin Stellplätze für Besucher des Krankenhauses sowie für die Bewohner des neuen Hauses bietet. 

Der Entwurf fügt sich in Größe und Materialität in die vorhandene Bebauung der Südstadt ein. Ein Wechsel der Fassadenmaterialien und Vor- und Rücksprünge gliedern den Neubau und lassen ihn kleinteilig wirken. Zur Sallstraße hin kragt ein Teil der oberen drei Geschosse als weiß verputzter Quader aus dem Backstein-Hauptbaukörper und über die beiden Sockelgeschosse mit der Ladenzone hinaus. Dadurch entsteht vor dem Gebäude eine Platzsituation, die mit Bänken und Pflanzkübeln einen Aufenthaltscharakter erhält. 

Der schlanke rückwärtige Baukörper an der Kortumstraße ist ebenfalls weiß verputzt und nimmt sich mit dem zurückspringenden Staffelgeschoss gegenüber dem Gebäudeteil in Backstein zurück. Hier finden in der Sockelzone noch weitere Stellplätze Raum, darüber befinden sich die drei Wohnetagen. Jede Wohneinheit erhält einen Freisitz in Form eines Balkons oder einer Loggia. 

Erstellt wird das Gebäudeensemble im KfW 55 Standard. Ein Blockheizkraftwerk erzeugt neben der Wärme für Heizung und Warmwasser auch den nötigen Strom, der über das Gebäude hinaus im Quartiersnetz genutzt werden kann. 

 

Räume für Kunstschaffende und Orte für die Produktion bildender Kunst unterliegen einem hohen Verdrängungsdruck innerhalb der wachsenden Stadt Berlin. Ebenso wie Wohnen, soziale Infrastruktur und Gewerbe trägt Kunst jedoch für die unvergleichliche Berliner Mischung bei.

Im Rahmen der Bebauungsstudie entstehen in einem viergeschossigen Gebäude helle, vielfach nutzbare und den spezifischen Anforderungen entsprechende Räume zur kreativen Arbeit. Jede Etage ist teilbar oder als Atelierloft mit 133 m² nutzbar. Der Innenausbau ist flexibel möglich. Schwere Lasten können über den „Außenkran“ in die einzelnen Stockwerke und innenliegend über an Decken befindlichen „Laufkatzen“ bewegt werden.

Der Ergänzungsbau steht an der rückwertigen Grundstücksgrenze und öffnet sich mit seiner transparenten Fassadengliederung zu den angrenzenden Freiflächen des Grünzugs an der Grüntaler Straße. Über großflächige bodentiefe Fenster in sämtlichen Geschossen tritt der Ergänzungsbau in Austausch mit dem öffentlichen Raum. Hierbei sind Einblicke durchaus gewünscht – ein Dialog mit der Umgebung möglich.

Auf das angrenzenden Bestandgebäude, welches ein Einzeldenkmal ist, wird mit der Gebäudeausformung des Atelierhauses Bezug genommen. Die Denkmalschutzbelange sind abgestimmt und in die Entwurfsarbeit eingeflossen. Mit dem Neubau wird der gemeinsame Hof abgerundet. Dieser ermöglicht Interaktion zwischen Bewohnenden und Kunstschaffenden.

 

 

Das Vorhaben befindet sich Zentral in der Berliner City-Ost – also mittendrin. Die vorhandenen Infrastruktur ist ausgezeichnet. Wo sonst nur verdichtete städtische Bebauung möglich ist, können hier citynah individuell gestaltete Einfamilienhäuser mit Garten geplant werden. Die Nachbarschaft ist bereits geprägt durch über 75 neu entstandene Einfamilien- und Reihenhäuser. Die Grundstücke weisen Größen von ungefähr 350 bis 600 m² auf. Parallel zur Ruschestraße soll eine 15 bis 19 Meter tiefe, private Grünfl äche entstehen. Die Stichstraße zur Erschließung der Reihenhäuser und die Ringstraße zur Erschließung der Einfamilien- und Doppelhäuser mit Anbindung an die Gotlindestraße sind als Privatstraße geplant.

Die Projektidee
Der Entwurf für die vier Baufelder in der nordwestlichen Ecke des Gebietes orientiert sich an den Leitlinien des Quartiers „Steimker Gärten“ als grünes Wohnquartier mit hoher Lebensqualität. Für das gesamte Gebiet wurde bereits ein umfangreiches Konzept für Erschließung und Freiflächen aufgestellt, das die hohe Qualität des Quartiers sichern soll. Die Planung beinhaltet verschiedene Gebäudetypen, vom Doppelhaus über gereihte Stadthäuser bis zum Mehrfamilienhaus, die unterschiedlichste Wohnformen ermöglichen. Die hochwertigen Außenräume zwischen den Gebäuden sollen die Gemeinschaft fördern und dabei einer zeitlosen gestalterischen Linie folgen. Dadurch können sich die Menschen leicht mit ihrem neuen Zuhause identifizieren und das Quartier als Gesamtkonzeption aufnehmen.

Die Städtebauliche Einfügung
Der neue Stadtteil ist durch das ausgewogene Verhältnis zwischen öffentlichen und privaten Räumen geprägt. Erreicht wird dies unter anderem durch die klare Gliederung der Straßen, Wege und Plätze, die so aufeinander abgestimmt sind, dass eine natürliche Orientierung im Quartier ermöglicht wird. In den Baufeldern 0.1, 0.2, 1.2 und 2.3 entsteht eine Mischung aus Doppel- oder Reihenhäusern sowie barrierefreiem Mehrgenerationenwohnen. Der neue Stadtteil ist geprägt durch differenzierte Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität, die öffentlich und privat miteinander verknüpfen.

Architektur
Die Verzahnung des öffentlichen Raums mit den privaten Bereichen ist ein zentrales Thema in den „Steimker Gärten“. Balkone und Loggien bilden Blickbeziehungen zur Öffentlichkeit. Die verschiedenen Baukörper leben vom Materialwechsel aus Klinker und hellen Putzflächen in gedecktem Weißton. Gleichzeitig wird durch eine klare Struktur und wiederkehrende Materialien wird eine ruhige und homogene Atmosphäre geschaffen.

Das Mehrfamilienhaus am Platz im Westen stellt mit der kräftigen Kantenausbildung zum öffentlichen Platz den Endpunkt der Promenade dar. Betont wird diese stadtbildprägende bauliche Fassung durch die Akzentuierung des EGs. Dort befindet sich ein überhöhtes, ebenerdig zugängiges Atelier, welches flexibel durch die Bewohner nutzbar ist. Die Flachdachränder sind als Attika, die Fensterbänke in massivem Werkstein gefasst.
Balkone sind als Bestandteil der Fassadenkonzeption mit teilgeschlossenen Brüstungselementen in gleicher Art und Güte des Fassadenmaterials gestaltet. Die auf den Dächern installierten Photovoltaikanlagen sind durch die Attika und den seitlichen Abstand optisch abgeschirmt. Die Dächer sind durchgehend begrünt und dienen der Rückhaltung von Niederschlagswasser.

Freiraumplanung und Verkehrskonzept
Großzügige Gärten und Terrassen sind Elemente des neuen Quartiers, die die Entfaltung des Freiraumkonzeptes unterstützen. Die Gebietsstraßen stellen zusätzliche Begegnungsräume dar, in denen Kommunikation und Austausch leicht möglich sind. Durch die Unterbringung der Stellplätze unter den Gebäuden wird das Straßenbild weiterhin positiv beeinflusst, da somit die Stellplätze das Straßenbild nicht vorrangig beeinträchtigen. Der ruhende Verkehr des Baufeldes 1.2. wird in einer natürlich belüfteten Tiefgarage realisiert. Oberhalb der Tiefgarage befinden sich die Terrassen und Gärten der Bewohner sowie die Gemeinschaftsanlagen mit Spielplätzen.

Die Nachverdichtung innerstädtischer Bereiche verhindert die Ausweisung neuer Baugebiete und damit die Zersiedelung der Landschaft. Das gilt als aktiver Beitrag zum Klimaschutz, Verkehrsverringerung und Belebung von Städten. Zwischen der vorhandenen Bebauung, altem Baumbestand und der Grundstücksgrenze bleibt oft nicht viel Platz. Die Planung erfordert daher viel Kreativität vom Architekten und den beteiligten Planern- aber auch von der Genehmigungsbehörde. Die Vorteile der Nachverdichtung liegen auf der Hand: Die komplette Infrastruktur ist bereits vorhanden. Es handelt sich meist um gewachsene Quartiere, keine typischen Neubaugebiete. Wer innerstädtische Grundstücke wegen ihrer sozialen und kulturellen Angebote sowie der kurzen Wege bevorzugt, muss auf Nachverdichtung setzen. Von baupolitischer Seite wird das Thema Nachverdichtung oft mit ökologischen Gründen verbunden. Die Nachverdichtung innerstädtischer Bereiche verhindert die Ausweisung neuer Baugebiete und damit die Zersiedelung der Landschaft. Das gilt als aktiver Beitrag zum Klimaschutz, Verkehrsverringerung und Belebung von Städten. In unserem Falle gab der große Hofgarten im beliebten Berliner Bötzowkiez 13 Familien ein neues Zuhause. Der überwiegende Teil der Wohnung als Familienwohnungen geplant und umgesetzt. Die Heizung ist als Nahwärme durch das vorhandene Vorderhaus realisiert worden, was der Bauherrengemeinschaft zusätzlich Baukosten eingespart hat.

Das Grundstück Fürstenbrunner Weg 22-32 befindet sich innerhalb des festgesetzten Bebauungsplans VII-104 von Berlin. Die in der Konzeptstudie in den Varianten 1-4 untersuchten Varianten zielen auf eine im B-Plan nicht vorgesehene Art der Nutzung ab, Wohnen. Die Anforderungen an die maximale GRZ und GFZ aus dem Bebauungsplan VII-104 werden eingehalten. Auf dem südlichen Teil des Grundstücks ist ein 4- bis 6-geschossiger Wohnungsbau mit Anschluss an die Nachbarbebauung als Blockrand geplant. Parrallel zur Baulinie der östlichen Grundstücksgrenze schirmt ein 6-geschossiger Baukörper die Wohnhöfe vom Lärm der A 100 ab. In dessen Ostfassade werden Schallschutzfenster verwendet, entlang der Baulinie entsteht eine Schallschutzwand. Die auf dem Grundstück vorhanden und geschützten Linden werden erhalten und in die Gestaltung der Wohnhöfe landschaftsplanerisch mit einbezogen.
Zur Nutzung des nördlichen Teils des Grundstücks wurden vier unterschiedliche Bebauungsvarianten untersucht:
Variante 1.
hier entsteht auf dem nördlichen Grundstücksteil ein Geschosswohnungsbau. Die Bebauungsvariante hat mit Staffelgeschossen 170 Wohneinheiten.
Variante 2.
im Erdgeschoß und 1. Obergeschoss des Baukörpers befindet sich ein Verbrauchermarkt als Nahversorger, in den 4 Obergeschossen sind Wohnappartments oder Studentisches Wohnen geplant. Diese Variante hat einschließlich dem studentischen Wohnen 164 WE und eine Verkaufsfläche von ca. 2500 m².
Variante 3.
hier entsteht ein Verbrauchermarkt als Nahversorger neben dem Wohnblock. Es sind 120 WE und eine Verkaufsfläche von ca. 2500 m² auf dem Grundstück geplant.
Variante 4.
hier entstehen Wohnappartements oder Studentisches Wohnen, insgesamt hat die Anlage 186 Wohneinheiten.

Das städtische Quartier:
Der neue Stadtbau-Körper an der Kreuzung Rathenau/Otto-Nagel-Straße berücksichtigt durch seine zurückhaltende Fassadenstruktur die besondere städtebauliche Umgebung und bietet zugleich moderne Freiraum-Angebote für das Quartier. Der Neubau am repräsentativen Vorplatz dient sowohl als Wohn- und Geschäftshaus und schafft zugleich neue öffentliche Aufenthaltsangebote für Kinder, Erwachsene und Senioren.

Die gute Anbindung an den ÖPNV wird durch die gestalterische Neu-Konzeption der Bushaltestelle unterstrichen. Die vorhandene Freitreppe und der auf dem Nachbargrundstück vorgesehene Wendeplatz für Entsorgungs- und Rettungsfahrzeuge ist als halböffentliche Durchwegung konzipiert – hier bietet der Entwurf Gestaltungsspielraum für die Anwohnerschaft. Kiezfeste, Nachbarschaftsaktionen, öffentliche Zusammenkünfte aller Art sind möglich und erwünscht. 

Das Gebäude:
Das Gebäude ist als Massivbau konzipiert.
Für die erforderlichen PKW-Stellplätze wird die Trafostation zurückgebaut; an dieser Stelle entsteht eine zweigeschossige belüftete Garage.
Sämtliche technischen Anschlüsse befinden sich im Untergeschoss. Wir gehen davon aus, dass ein Energieunternehmen im Contracting-Verfahren einen Wärme-Erzeuger für Heizung und Warmwasser erstellt und betreibt. Der entsprechende Aufstell-Ort befindet sich dann im Untergeschoss.

Die Filiale:
Der Entwurf der Geschäftsstelle der Sparkasse Oder-Spree mit einer Hauptmietfläche von 273 m² erfüllt das geforderte Raumprogramm mit SB-Zone im 24h-Betrieb, vier Beratungsräumen, zwei Kassen- und Serviceplätzen sowie einem Schließfachraum. Alle erforderlichen Neben- und Sozialräume – der IT-Raum und die Abstell- und Putzmittelräume – sind innerhalb der Filiale untergebracht. Im Untergeschoss sind zudem Reserve- und Abstellflächen vorhanden. Direkt vor der Filiale in der Rathenaustraße befindet sich ein der Filiale zugeordneter PKW- Stellplatz für Kurzzeitparker. Alle öffentlich zugänglichen Bereiche sind hell, transparent und modern designt. Die zentralen Wartebereiche sind mit den Stehberater-Plätzen kombiniert und bieten eine angenehme Aufenthaltsqualität.

Die Wohnungen:
Alle Wohnungen orientieren sich zum Sonnenlauf, die Wohnbereiche mit Terrassen und Loggien sind nach Süden, zum neu geschaffenen Stadtteilplatz, ausgerichtet. Der gewünschte Wohnungsschlüssel für die Obergeschosse mit je drei Wohnungen und Wohnflächen zwischen 70 m² und 80 m² ist im Entwurf realisiert.
Im Dachgeschoss sind zwei Loft-Wohnungen mit einer Wohnfläche bis 100 m² zzgl. großzügiger Dachterrassen vorgesehen.
Der Eingangsbereich in die Wohnungen und die Flurgestaltung sind jeweils großzügig ausgelegt; die Grundrisse sind offen, freundlich und hell. Alle Wohnungen können schwellenlos mit Aufzug erreicht werden.  Räume für Waschmaschinen und Trockner sind wunschgemäß im Untergeschoss vorgesehen. In den Abstellräumen der Wohnungen ist ebenfalls ein Waschmaschinen-Anschluss möglich.

Die Ausstattung:
Die Wohnungen sind mit Echtholz-Parkettböden ausgeführt, die Wände sind weiß beschichtet. Die Innentüren sind als Massivholztüren ausgeführt, farblich abgestimmt sind die Eingangsbereiche mit Einbau-Garderoben versehen. Die Bäder sind mit hochwertiger Sanitär-Keramik und exklusiven Designfliesen versehen; die Duschen sind bodengleich ausgeführt. Alle Sanitär-Objekte werden entsprechend aufeinander abgestimmt.