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Mit dem Neubau in der Rödernstraße entsteht im ruhigen Blockinnenbereich ein viergeschossiges Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoss und insgesamt neun Wohnungen. Der Baukörper ergänzt die bestehende Blockrandstruktur als Hofbebauung und schafft zusätzlichen Wohnraum, ohne neue Flächen am Stadtrand zu verbrauchen. Die Erschließung erfolgt über ein zentrales Sicherheitstreppenhaus mit Aufzug; alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar. Jede Einheit erhält einen privaten Außenraum in Form von Balkon oder Terrasse; im Erdgeschoss ist eine rollstuhlgerechte Wohnung vorgesehen. Abstell-, Technik- und Kinderwagenflächen sowie großzügige Fahrradstellplätze unterstützen den alltagstauglichen, urbanen Wohnkomfort.

Architektonisch knüpft der Neubau an die Maßstäblichkeit und Typologie der Umgebung an: hochformatige Öffnungen und eine klar gegliederte Lochfassade werden zeitgemäß interpretiert. Das Dachgeschoss ist als Berliner Dach ausgebildet und integriert sich so selbstverständlich in das Quartierbild. Durch bodentiefe Fenster und eine angenehme Materialpalette entsteht ein helles, behagliches Wohngefühl – ergänzt durch die geschützte Hoflage ohne direkten Straßenverkehr.

Nachhaltigkeit, robuste Bauweise und Holzhybrid

Der Neubau ist als Holz-Beton-Hybrid konzipiert: Der hohe Holzanteil reduziert den gebundenen CO₂-Fußabdruck und unterstützt eine zirkuläre Materialstrategie. Konstruktion und Ausbau sind so geplant, dass Anpassungen mit überschaubaren Eingriffen möglich bleiben – ein Kerngedanke robusten Bauens. Flexible Grundrissstrukturen, leicht veränderbare Innenwände sowie nachrüstbare Details (z. B. im Bereich barrierefreier Bäder) erhöhen die Nutzungsdauer und senken Umbaukosten über den Lebenszyklus. Gleichzeitig stärkt die Hybridbauweise Qualität und Dauerhaftigkeit – insbesondere dort, wo hohe Anforderungen an Tragfähigkeit, Schall- und Brandschutz bestehen. Beim Regenwassermanagement setzt das Projekt auf ein Retentionsdach-System als Kombination aus Dachbegrünung und lokaler Rückhaltefläche. So wird Niederschlag zwischengespeichert und über Verdunstung wieder an die Umgebung abgegeben – ein wirksamer Beitrag zur Klimaanpassung im dichten Stadtraum.

 

   

Energieeffizienz, QNG und DGNB-Qualitätsniveau

Energetisch ist das Gebäude auf Effizienzhaus-40-Niveau ausgelegt und übererfüllt damit die gesetzlichen Anforderungen. Die Wärmeversorgung erfolgt über das vor Ort verfügbare Fernwärmenetz, ergänzt durch eine Photovoltaik-Dachanlage mit Batteriespeicher. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung unterstützt niedrige Heizenergiebedarfe und erhöht den Komfort. Die technische Planung berücksichtigt zudem die Anforderungen aus der Ökobilanzierung (LCA) – als Grundlage für QNG und die angestrebte DGNB-Zertifizierung.Für die Nachhaltigkeitsbewertung ist das Projekt im DGNB-System (Profil Neubau Wohngebäude) dokumentiert; das Qualitätsziel ist DGNB-Silber in Verbindung mit QNG-Anforderungen (u. a. über Effizienzhaus-40-Nachweis, LCA-Bezug und klare Qualitätskriterien in Planung/Ausschreibung). Damit verbindet das Vorhaben urbane Nachverdichtung, robuste und flexible Bauweise sowie hohe Energie- und Nachhaltigkeitsstandards zu einem zukunftsfähigen Wohnbaustein in Oberschöneweide.

Villa und Reiterhof in der Mecklenburgischen Seenplatte: Moderner Betriebs- und Familiensitz eines nachhaltig bewirtschafteten Pferdewirtschaftsbetriebs auf rund 15 Hektar eigenem Weideland. Ausgelegt für dauerhaft 37 Pferde vereint das Ensemble landwirtschaftliche Nutzung, Reiterpension und bestehende Turnierreithalle zu einem ganzheitlichen Konzept aus Arbeiten, Leben und Naturverbundenheit. Die Futtererzeugung erfolgt vollständig auf dem eigenen Grundstück und folgt einem ressourcenschonenden, nachhaltigen Bewirtschaftungsprinzip.

Die Architektur der Villa ist eng mit der bewegten Landschaft der Seenplatte verbunden. Großzügige Verglasungen öffnen den Wohnbereich zu den Weiden und schaffen fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum. Ein weit auskragendes Dach prägt die klare, moderne Formensprache und bildet mit der überdachten Terrasse den Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens – Treffpunkt für Familie, Freunde, Gäste und Mitarbeiter. Im Obergeschoss entstehen private Rückzugsorte mit Schlafzimmern, Wellnessbereich und Sauna. Das vorgelagerte Sonnendeck eröffnet einen freien Blick über Wiesen und Pferdekoppeln.

Eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach in Verbindung mit effizienten Wärmepumpen ermöglicht eine energieautarke Versorgung des Hauses und unterstreicht den Anspruch an nachhaltiges Bauen und zukunftsfähige Landwirtschaft. Dieses Projekt verbindet moderne Architektur, Pferdehaltung, Reiterhof-Entwicklung und energieeffizientes Wohnen zu einem ganzheitlichen Lebens- und Betriebskonzept in einer der schönsten Kulturlandschaften Norddeutschlands.

Am Kreisverkehr Hauptstraße / Zum Olympischen Dorf / Heidelerchenallee markiert ein Ensemble aus drei Wohn- und Geschäftshäusern den Auftakt der neuen Heidesiedlung. Ziel des Auftraggebers ist ein Quartiersbaustein, der selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen im gewachsenen Umfeld ermöglicht – und bei sich ändernden Lebensumständen passende Angebote im direkten Wohnumfeld bereithält.

Das Projekt umfasst 51 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen. Haus 1 ist konsequent auf Gemeinschaft und Teilhabe ausgerichtet: Zwei Wohngruppen als Inklusionswohnen bilden ein Zuhause für selbstbestimmtes Leben in überschaubaren Strukturen – mit privaten Rückzugsbereichen und gemeinschaftlichen Alltagsflächen. Ergänzend sind hier weitere Wohnungen angeordnet, die barrierefrei geplant und langfristig nutzbar sind.

Haus 2 liegt im Mischgebiet und übernimmt die Rolle des „öffentlichen Erdgeschosses“: Serviceeinrichtungen und Gewerbe schaffen Zentrumsfunktionen für das neue Wohngebiet – denkbar sind Café, Bäcker oder Apotheke und Arztpraxen. Darüber liegen Wohnungen, die von der Adresse und der guten Erreichbarkeit profitieren. Haus 3 ergänzt das Ensemble als reines Wohngebäude und stärkt das Angebot an barrierefreien, alltagstauglichen Grundrissen.

Der Entwurfs überzeugt durch die klare, robuste Gebäudelogik: Jedes Haus erhält nur einen vertikalen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe, wodurch die Erschließungsflächen reduziert, die Orientierung vereinfacht und die barrierefreie Nutzung im Alltag spürbar verbessert wird. Die bewusst gewählte massive Bauweise bildet ein langlebiges, schallsicheres und gleichzeitig anpassungsfähiges Grundgerüst – robust in der Nutzung und flexibel für spätere Grundriss- und Nutzungsanpassungen, etwa wenn sich Anforderungen an Wohnen, Inklusionswohnen oder Serviceangebote verändern. Ergänzt wird diese bauliche Robustheit durch ein technisch effizientes Versorgungskonzept und einem Energie- und Haustechnikkonzept mit niedriger Komplexität. Die Beheizung erfolgt über kaskadierende Luft-Wasser-Wärmepumpen mit modularer Auslegung und hoher Betriebssicherheit, während die Warmwasserbereitung über dezentrale Hausstationen organisiert ist, die leitungs- und speicherseitige Verluste reduzieren und hygienisch vorteilhaft sind; der dafür benötigte Strom wird durch PV-Anlagen auf den Dächern unterstützt und stärkt die Eigenstromnutzung im Quartier.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind die Außenräume: nutzbare Dachgärten erweitern die Wohnflächen ins Freie, fördern Begegnung und lassen gemeinschaftliche Aktivitäten zu – bis hin zu Urban Gardening als niedrigschwelligem Angebot für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird kompensiert, dass in den ebenerdigen Aussenanlagen durch die effziente Überplanung des Grundstücks wenig gestalteter Aussenraum für die gemeinschaftliche Nutzung angeboten werden kann.
So entsteht ein bauliches „Tor“ zur Heidesiedlung, das Wohnen, Versorgung und Inklusion in einem robusten Quartiersbaustein zusammenführt.

Ziegenhals ist ein Gemeindeteil von Niederlehme und Wernsdorf, die wiederum Ortsteile von Königs Wusterhausen in Brandenburg sind. Der Ort liegt südöstlich von Berlin im Landkreis Dahme-Spreewald. Seit dem 26. Oktober 2003 gehört es als Teil von Niederlehme und Wernsdorf zu Königs Wusterhausen. Der Ort liegt an der Straße zwischen Königs Wusterhausen und Erkner am Großen Zug und Krossinsee. Erste feste Ansiedlungen wurden am Standort vermutlich um 1200 gegründet. Wendische Fischer siedelten auch in der weiteren Umgebung, z.B. Cöpenick, Schmöckwitz, Rahnsdorf. Noch heute sind in vielen Namen von Orten oder Familien wendische Ursprünge zu erkennen. Im Jahre 1805 wurde Ziegenhals das erste mal erwähnt. Ziegenhals wurde 1837 nach Wernsdorf eingemeindet.
Das Grundstück befindet sich direkt am Wasser mit Blick über den Krossinseee. Die nicht unterkellerte Wasservilla bringt es in Summe auf 300m² Nutzfläche.
Das Erdgeschoß ist großflächig und weitestehend Stützenfrei gestaltet. Wohnen, Kochen, Essen und überdachte Terrasse gehen als fließende Räume ineinander über. Der Wohnzimmerkamin hat die Besonderheit, dass dieser sowohl von innen als auch von aussen in separaten Brennkammern befeuert werden kann. Dieser Kamin, mit massiven natursteinverkleideten Schornsteinzügen, ist inspiriert von den Präriehäusern des bedeutenden Architekten Frank Lloyd Whright, der auch das Haus Fallingwater in Pennsylvania erschaffen hat. Dieses Zitat folgt auch dem Motto- was der Architekt immer einmal vorschlagen wollte.
Der Bauherr folgte diesem Vorschlag- wir freuen uns auf die Umsetzng und die Einladung an einem lauen Sommerabend nach Fertigstellung.

Das Neubauprojekt in Falkensee steht für nachhaltiges Wohnen mit einem breit gefächerten Wohnungsangebot, von Kleinwohnungen für Young Professionals bis hin zum Familienwohnen. Zahlreiche Spielplätze und großzügige Freiflächen in den Innenhöfen bieten diversen Raum für entstehende und gelebte Wohngemeinschaften. Ein Drittel der Wohnungen sind barrierefrei ausgeführt worden. Es kann somit ein generationsübergreifendes Wohnen etabliert werden. Das Wohnprojekt entstand auf einem ehemaligen Industriegebiet. Die Konversionsflächen und Böden wurden fachgerecht saniert. Da sich die Wohnungen unmittelbar an der Schnellbahnstrecke Berlin – Hamburg befinden, wurden besondere Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, so dass eine hohe Wohnqualität ermöglicht wurde, welche die anspruchsvollen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Das neue Wohnquartier folgt den Prinzipien der Schwammstadt. Sämtliches Oberflächenwasser wird auf den Dächern und Parkdecks in Retentionsboxen gespeichert und verdunstet. Die Retentionsdachflächen sind sämtlich begrünt und tragen somit einen massiven Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas bei und verhindern die Aufheizung in den kommenden und immer heißer werdenden Sommermonaten. Sämtliche Baukörper sind in Massivbauweise errichtet. Die Speicherfähigkeit der schweren Bauteile der Außenwände und Decken trägt einen Anteil an passiver Energieeinsparung durch indirkte Bauteilaktivierung bei. Dieser Effekt führt ebenso zu einer besseren Wohnbehaglichkeit und steigert somit den Wohnkomfort. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie ist die lokale regenerative Energieerzeugung. Jedes einzelne Haus verfügt über eine autarke Wärmeversorgung und wird mit Luftwärmepumpen beheizt, die umweltfreundlich Wärme aus der Luft gewinnen. Darüber hinaus wurden auf allen Dächern Photovoltaikanlagen installiert. Für den Individualverkehr der Bewohner ist jeder Wohnung ein PKW- Stellplatz in der Tiefgarage zugeordnet. Für einen Großteil der Stellplätze wurde die Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge vorgerüstet, welche durch den eigens hergestellten Strom aus der Hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist wird.

Beim Bauvorhaben handelt es sich um ein bestehendes Ensemble der ehemaligen Schlossgärtnerei Varchentin. Das Objekt befindet sich in einer Randlage des Dorfes Varchentin, in Mecklenburg- Vorpommern und besteht aus mehreren Gelassen. Am Elendsbruch 1 befindet sich das ehemalige Wohnhaus der Gärtnerfamilie, umgebend liegen die Nebengelasse der ehemaligen Gärtnerei aus unterschiedlichen Bauzeiten. Auf beiden Grundstücken befinden sich dauerhaft zum Wohnen genutzte Gebäude. Das Grundstück selbst befindet sich in einem Denkmalbereich. Darüber hinaus ist das Herzstück des Ensembles, das sogenannte Palmenhaus, selbst Denkmal. Im Dezember 1997 wurde es in die Denkmalliste des Landkreises Müritz aufgenommen, als 1-geschossiges Ziegelsteingebäude, massiv mit Satteldach.

Die Nutzung des Ensembles, soll vor allem der Sicherung der Gebäudesubstanz, dessen Erhalt und Unterhaltung dienen und so der Bestandsbewahrung des Denkmals.

Die vorhandene Gebäudekubatur wird ausgenutzt und geringfügig erweitert. Die noch vorhandene Gebäudesubstanz wird ertüchtigt und weiter genutzt. Das Grundstück soll vom halbjährlich genutzten Ferien- und Wochenendgrundstück  zum dauerhaften Wohnen umgenutzt werden. Der Charakter der Aussenanlagen soll wieder als Gärtnerei integriert und dem „Lenne´- Park“ zugehörig werden. Hierzu zählt die Pflege der großen Obstplantage, die Wiederanlage des Gemüsegartens und die Betreuung der kleinen Ackerflächen. Der Gemüsegarten soll die Bewohner mit  frischem Obst und Gemüse versorgen. Zu einem späteren Zeitpunkt, soll das Objekt wieder als Gärtnerei genutzt werden.  Markant ist die, sich über das gesamte Grundstück ziehende Aufzugsmauer, an die sich die Nebengebäude und Gewächshäuser anlehnen und die lediglich vom zentralen Palmenhaus unterbrochen wird. Die vorhandenen Außenwände aus bauzeitlichen Backsteinen sowie die vorhandenen tragenden Innenwände bleiben bestehen und erhalten, bestehen und erhalten oberseitig einen Lehmverputz. Das geringfügig angehobene Dachtragwerk und die Geschossdecke des nördlichen Baukörpers wird als schlanke Holzkonstruktionen mit Gefache ausgeführt. Die Dachkonstruktion nach Süden wird als Gewächshauskonstruktion mit Isolierverglasung derart nachgebildet, dass eine ruhige Oberfläche entsteht und das Ensemble, Palmenhaus mit  rechts  und links angelagerten  Gewächshäusern, wiederersteht und ablesbar wird. Die teilweise vorhandene ehemalige Gewächshauskonstruktion aus bauzeitlichen „Thomasstahl“ wird unterhalb der neuen Konstruktion erhalten, denkmalpflegerisch gesichert. Die Primärenergieversorgung des Objekts soll über Solarthermische Anlagen erfolgen. Hierzu wird auf der Dachkonstruktion eines  offenen Geräte- und Maschinen Unterstands der Gärtnerei eine PV Anlagen vorgesehen.

Einfamilienhaus Architekt

Mit diesem Neubau entsteht eine Villa, die städtebauliche Präsenz und privaten Rückzug in eine klare architektonische Ordnung bringt. Auf einem großzügigen Grundstück entwickelt sich ein Baukörper, der sich selbstverständlich in die gewachsene Nachbarschaft einfügt und zugleich eine eigenständige, zeitgemäße Haltung formuliert. Der Entwurf basiert auf einer präzisen volumetrischen Gliederung. Ein massiver, erdverbundener Sockel bildet die Basis, darüber schieben sich klar proportionierte Baukörper mit differenzierten Vor- und Rücksprüngen. Die Fassaden kombinieren warme, strukturierte Materialien mit hellen Putzflächen und großformatigen Verglasungen. So entsteht ein spannungsreiches Wechselspiel aus Tiefe, Transparenz und Massivität. Zur Straße zeigt sich das Gebäude ruhiger und gefasster. Die Öffnungen sind bewusst gesetzt und vermitteln Privatheit. Zur Gartenseite hingegen öffnet sich das Haus großzügig mit breiten Fensterflächen, Terrassen und fließenden Übergängen ins Freie. Innen- und Außenraum treten in einen intensiven Dialog. Die Grundrissorganisation folgt einer klaren funktionalen Logik. Das Erdgeschoss bildet das kommunikative Zentrum. Wohnen, Essen und Küche gehen ineinander über und schaffen eine großzügige, offene Raumlandschaft. Ein Kamin setzt einen atmosphärischen Schwerpunkt und strukturiert den Raum subtil. Großformatige Verglasungen führen den Blick in den Garten und erweitern den Wohnbereich selbstverständlich ins Freie. Ein zentrales Treppenhaus verbindet alle Ebenen miteinander und fungiert als räumliches Rückgrat. Es gliedert das Haus vertikal und schafft klare Wegebeziehungen. Im Obergeschoss sind die privaten Bereiche organisiert. Schlafräume, Ankleide und Bäder bilden eine ruhige, klar zonierte Ebene. Die Räume sind lichtdurchflutet und bieten gezielte Ausblicke in die umgebende Grünstruktur. Großzügige Fensterbänder lassen viel Tageslicht einfallen und verstärken das Gefühl von Weite. Das Dachgeschoss bildet einen weiteren architektonischen Höhepunkt. Eine Dachterrasse erweitert den Wohnraum in die dritte Dimension und eröffnet neue Perspektiven über das Grundstück. Die extensive Begrünung des Daches sowie integrierte Photovoltaikflächen verbinden gestalterischen Anspruch mit nachhaltigem Energiekonzept. Die Außenanlagen sind integraler Bestandteil des Entwurfs. Zufahrt, Stellplätze und Terrassen sind klar gefasst, während großzügige Grünflächen und bestehende Bäume das Gebäude rahmen. Die Freiraumgestaltung stärkt die Verbindung zwischen Architektur und Landschaft und schafft unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten – offen, geschützt, sonnig oder schattig. Regenwasser wird auf dem Grundstück zurückgehalten und versickert, wodurch ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen unterstützt wird.

Die Villa steht für eine Architektur, die Klarheit und Großzügigkeit vereint. Sie reagiert sensibel auf ihren Kontext, nutzt moderne Materialien und technische Standards und schafft Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Ein Haus, das repräsentativ wirkt, ohne laut zu sein – und das durch seine klare Formensprache zeitlos Bestand hat.

Die Planung orientiert sich an den Vorbildern des genossenschaftlichen Wohnungsbaus aus den zwanziger Jahren der „Neuen Amsterdamer Schule“ wie auch an der „Schillerpark“-Siedlung von Bruno Taut und wurde entsprechend den Leitideen des städtebaulichen Konzepts der Entwurfsgrundlage des Bebauungsplans umgesetzt. 

Die Gebäude werden von der halböffentlichen inneren Erschließungsstraße von Osten erschlossen, die Hauszugänge für die in Ost-West-Richtung gestreckten Baukörper sind an den Nordfassaden angeordnet. Die Wohnungen orientieren sich mit der Ausrichtung der Wohnbereiche und individuellen Freisitze auf die Innenhöfe nach Süden und Westen und erlauben eine optimale Nutzung der Sonneneinstrahlung für die natürliche Belichtung der Räume. Die zur aufgehenden Sonne orientierten Räume der Riegel an der internen Erschließungsachse sind durch ein entsprechendes Abstandsgrün geschützt.

Die Baukörper des Utrechter und des Groninger Hofs sind in die Baugrenzen des B-Plan-Entwurfs einbeschrieben und folgen den Vorgaben des B-Plan-Entwurfs zur Geschossigkeit. Die Ergänzung der viergeschossigen Bebauung um ein Staffelgeschoß im Utrechter Hof folgt der städtebaulichen Idee der sich nach Norden abstaffelnden Bebauung zum Grünraum der privaten Grünfläche und ermöglicht eine offene Bebauungsstruktur westlich der Nord-Südachse bei Beibehaltung der Vorgaben zur Geschossfläche. 

Die den Staffelgeschoss-Wohnungen zugeordneten Dachterrassen sind in ihrer Größe auf die Begrünung auch der angrenzenden Dachflächen abgestimmt. Die Dachflächen sind als Flachdächer mit einer extensiven Begrünung geplant.

Bauhausvilla in Bestensee

Einfamilienhaus in Bestensee – Architektur im Dialog

Dieses Einfamilienhaus in Bestensee entstand in einem intensiven, partnerschaftlichen Entwurfs- und Abstimmungsprozess gemeinsam mit den Bauherr:innen. Bereits in der frühen Projektentwicklungsphase – der sogenannten Leistungsphase „Null“ – wurden alle zentralen Rahmenbedingungen sorgfältig analysiert, strukturiert und optimiert. Dabei standen nicht nur gestalterische Aspekte im Vordergrund, sondern auch funktionale Anforderungen, Budgetrahmen, Nachhaltigkeit und die Integration in die umgebende Landschaft. Architektur beginnt hier vor dem Entwurf: Jede Idee wird auf ihren Mehrwert, ihre Machbarkeit und ihre gestalterische Wirkung geprüft. Die Wohnlandschaft des Hauses öffnet sich auf drei Terrassen in jede Himmelsrichtung. Zwei Terrassen auf der Eingangsebene sind nach Osten und Westen ausgerichtet und erweitern den Wohnraum fließend in den Außenbereich. Eine dritte Terrasse auf dem Dach fungiert als Dachgarten mit Gemüseanbau, schafft zusätzliche Rückzugsorte und verbindet nachhaltige Nutzung mit modernem Wohnkomfort. Die Architektur bietet damit eine Vielzahl differenzierter Aufenthaltsqualitäten, die sowohl Gemeinschaft als auch Privatheit fördern und das Leben im Haus in jede Richtung öffnen. Der Entwurfsprozess war geprägt von Iteration und Präzision. Viele Ideen wurden nicht verworfen, sondern in enger Abstimmung so lange weiterentwickelt, bis sie gestalterisch, funktional und wirtschaftlich überzeugten. Dieses Vorgehen spiegelt die Kernkompetenz von Büro13 Architekten wider: Projektentwicklung und Architektur als integrativer Prozess, bei dem alle Leistungsphasen von der Ideenfindung bis zur Umsetzung lückenlos begleitet werden. Dieses Projekt zeigt exemplarisch die Philosophie von Büro13 Architekten: Architektur beginnt vor dem Entwurf, jedes Projekt wird strategisch entwickelt, Präzision und Nachhaltigkeit sind selbstverständlich, und jedes Vorhaben wird als Premium-Projekt behandelt – nicht durch Größe, sondern durch Haltung, Qualität und Detailgenauigkeit. Das Einfamilienhaus in Bestensee ist damit nicht nur Wohnraum, sondern ein lebendiges Statement für moderne, partnerschaftlich entwickelte Architektur: Drei Terrassen in jede Himmelsrichtung, Dachgarten mit Gemüseanbau, flexible Nutzung über die Einliegerwohnung und intelligente Integration in die Landschaft verbinden Kreativität, strategische Planung und Nachhaltigkeit.

Alles unter einem Dach und die Barrierefreiheit mitgedacht. Unter dem auskragenden Flugdach finden ein Carport sowie zwei Terrassen Platz. Während sich das Haus zur Straße geschlossen und kompakt darstellt, öffnet es sich zum eigenen Garten. Das Haus ist in Massivbauweise als KfW- Effizienzhaus- Standard 40 erstellt. Die gesamte Dachkonstruktion ist als Studiobinderflachdach ausgeführt worden. Das gesamte Regenwasser wird über diese Dachfläche „eingefangen“, in einer Regenwasserzisterne zwischengespeichert und in das Grauwassersystem (Toilettenspülung, Waschmaschinenanschluss, Gartenwasser) eingespeist. Neben dem geringen Energiestandard wird durch die Regenwassernutzung auf Nachhaltigkeit abgestellt.