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Drei Baukörper am Rand eines neuen Wohnquartiers bilden den Übergang zu angrenzenden Grün- und Sportflächen. Die offenen Gemeinschaftsbereiche im Erdgeschoss und großzügige Balkone und Terrassen nehmen den Bezug zur Landschaft auf. 

Die Stadt Hamburg setzt bei der Quartiersentwicklung auf die Idee der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“. Das städtische Quartier ist durch eine offene Bebauung geprägt, welche einen klaren Straßenraum definiert. Ein Geflecht aus Landschaftsbezügen vernetzt die gestalteten Freiräume mit dem nahegelegenen Naturschutzgebiet. Die neue Gartenstadt soll sich auf Selbstorganisation und Eigeninitiative verständigen. 

Der Wettbewerbsentwurf greift diesen Ansatz auf, indem der Bewohnerschaft gemeinschaftlich bewirtschaftete Freibereiche zugeordnet werden, von gemeinsamen Aktionsflächen, betreutem Kinderspiel bis zu Gemeinschaftsgärten. Auch der Qualität der Grün- und Freiflächen sowie deren Vernetzung mit den Räumen zur Ausrichtung von Festen und Versammlungen in den Erdgeschosszonen kommt eine besondere Bedeutung zu. Im Zentrum der Anlage befindet sich ein zentraler Feierplatz mit Sommerküche in unmittelbarem Anschluss an die Flächen des Urban Gardenings auf dem Grundstück. 

Eine Mischung der Eigentumsform innerhalb der Häuser und das Angebot unterschiedlicher Grundrisse ermöglicht verschiedene Wohnformen. Insgesamt entstehen 42 Wohnungen, von kleinen Apartments für Singles bis hin zum Familienwohnen. Es werden auch Typologien für Wohngemeinschaften und Clusterwohnen geschaffen. 

Die gleich großen Baukörper bilden einen Dreiklang, die Gebäudevolumina vermitteln zwischen der zweigeschossigen Bebauung im Westen und dem Sportpark im Osten. Die Hauseingänge werden adressbildend durch markante Vordachkonstruktionen hervorgehoben.  

Die Projektidee
Der Entwurf für die vier Baufelder in der nordwestlichen Ecke des Gebietes orientiert sich an den Leitlinien des Quartiers „Steimker Gärten“ als grünes Wohnquartier mit hoher Lebensqualität. Für das gesamte Gebiet wurde bereits ein umfangreiches Konzept für Erschließung und Freiflächen aufgestellt, das die hohe Qualität des Quartiers sichern soll. Die Planung beinhaltet verschiedene Gebäudetypen, vom Doppelhaus über gereihte Stadthäuser bis zum Mehrfamilienhaus, die unterschiedlichste Wohnformen ermöglichen. Die hochwertigen Außenräume zwischen den Gebäuden sollen die Gemeinschaft fördern und dabei einer zeitlosen gestalterischen Linie folgen. Dadurch können sich die Menschen leicht mit ihrem neuen Zuhause identifizieren und das Quartier als Gesamtkonzeption aufnehmen.

Die Städtebauliche Einfügung
Der neue Stadtteil ist durch das ausgewogene Verhältnis zwischen öffentlichen und privaten Räumen geprägt. Erreicht wird dies unter anderem durch die klare Gliederung der Straßen, Wege und Plätze, die so aufeinander abgestimmt sind, dass eine natürliche Orientierung im Quartier ermöglicht wird. In den Baufeldern 0.1, 0.2, 1.2 und 2.3 entsteht eine Mischung aus Doppel- oder Reihenhäusern sowie barrierefreiem Mehrgenerationenwohnen. Der neue Stadtteil ist geprägt durch differenzierte Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität, die öffentlich und privat miteinander verknüpfen.

Architektur
Die Verzahnung des öffentlichen Raums mit den privaten Bereichen ist ein zentrales Thema in den „Steimker Gärten“. Balkone und Loggien bilden Blickbeziehungen zur Öffentlichkeit. Die verschiedenen Baukörper leben vom Materialwechsel aus Klinker und hellen Putzflächen in gedecktem Weißton. Gleichzeitig wird durch eine klare Struktur und wiederkehrende Materialien wird eine ruhige und homogene Atmosphäre geschaffen.

Das Mehrfamilienhaus am Platz im Westen stellt mit der kräftigen Kantenausbildung zum öffentlichen Platz den Endpunkt der Promenade dar. Betont wird diese stadtbildprägende bauliche Fassung durch die Akzentuierung des EGs. Dort befindet sich ein überhöhtes, ebenerdig zugängiges Atelier, welches flexibel durch die Bewohner nutzbar ist. Die Flachdachränder sind als Attika, die Fensterbänke in massivem Werkstein gefasst.
Balkone sind als Bestandteil der Fassadenkonzeption mit teilgeschlossenen Brüstungselementen in gleicher Art und Güte des Fassadenmaterials gestaltet. Die auf den Dächern installierten Photovoltaikanlagen sind durch die Attika und den seitlichen Abstand optisch abgeschirmt. Die Dächer sind durchgehend begrünt und dienen der Rückhaltung von Niederschlagswasser.

Freiraumplanung und Verkehrskonzept
Großzügige Gärten und Terrassen sind Elemente des neuen Quartiers, die die Entfaltung des Freiraumkonzeptes unterstützen. Die Gebietsstraßen stellen zusätzliche Begegnungsräume dar, in denen Kommunikation und Austausch leicht möglich sind. Durch die Unterbringung der Stellplätze unter den Gebäuden wird das Straßenbild weiterhin positiv beeinflusst, da somit die Stellplätze das Straßenbild nicht vorrangig beeinträchtigen. Der ruhende Verkehr des Baufeldes 1.2. wird in einer natürlich belüfteten Tiefgarage realisiert. Oberhalb der Tiefgarage befinden sich die Terrassen und Gärten der Bewohner sowie die Gemeinschaftsanlagen mit Spielplätzen.

Entwurf für ein Baufeld eines neuen Stadtquartiers

Das Entwicklungsgebiet Bornstedter Feld liegt im Norden von Potsdam, nahe beim Schloss und Park Sanssouci. Auf dem ehemals militärisch genutzten Gelände wird seit 1993 ein neuer Stadtteil von Potsdam entwickelt. Durch die unmittelbare Nähe zu weitläufigen Grünanlagen, historischen Bauten, der Fachhochschule Potsdam und bereits bestehender guter Infrastruktur, entsteht im neugeplanten Quartier „Am Schragen“ ein attraktives Wohngebiet. Der Entwurf für das Baufeld ist ausgerichtet an den Anforderungen des B – Plans 42.4 Potsdam “Kaserne Pappelallee / Am Schragen”. 

Städtebau
Die Gebäude sind jeweils 3-geschossig, die maximale Kantenlänge der Baukörper beträgt 20 m x 20 m. Der Grundriss von Haus 1 ist quadratisch, das Haus 2 nimmt gartenseitig mit seinem L-förmigen Grundriss Rücksicht auf die vorhandenen geschützten Bäume.

Durch die gewählte offene Bebauung und einen großzügigen Abstand der Gebäude zueinander, sind von allen Seiten – auch bei tiefstehender Sonneneinstrahlung – hervorragende Belichtungsverhältnisse gegeben. Dem Betrachter bieten sich aus den Gebäuden heraus allseitig Durchblicke in den umgebenden Stadtraum, gleichzeitig stellt die offene Bebauung eine Verbindung des Grundstücks zum angrenzenden benachbarten Natur- und öffentlichen Parkraum her. 

Architektur
Die zwei Baukörper haben eine optisch miteinander verbindende proportionale Gestaltung. Der Entwurf reduziert sich auf drei bodentiefe Fenstertypen von gleicher Höhe und unterschiedlicher Breite. Im Wechsel dieser 3 Fensterformate wird umlaufend eine horizontale Gliederung der Gebäudefassaden erzielt. Balkone und Terrassen sind großzügig bemessen und unterstreichen den mondänen Charakter der beiden villenartigen Gebäude. Gebäudeweise wird ein Wohnungsmix von 3-, 4- und 5- Zimmerwohnungen bei insgesamt 19 Wohneinheiten angeboten, damit wird der gewünschten Durchmischung entsprochen. Jede Wohnung ist barrierefrei zu erreichen. Alle Wohnungen verfügen über einen offenen Wohn-/Kochbereich, haben ein Wannenbad und einen Freisitz in Form eines Balkons oder einer Terrasse. Die PKW-Stellplätze sind vor dem Baufeld in der Hermann- Kasack-Straße platziert, um eine Tiefgarage einzusparen. Die 38 Fahrradstellplätze sind auf dem Grundstück jeweils neben den Hauseingängen angeordnet. Die Wärmeversorgung des Objekts erfolgt über Fernwärme, die Übergabestation befindet sich im Kellergeschoss von Haus 1.

Außenanlagen
Der Entwurf der Außenanlagen erfolgt korrespondierend mit der Umgebung, die vom Übergang gestalteter Parkanlagen zur offenen (gestalteten) Landschaft geprägt ist: straßenbegleitend die vorgegebene Baumreihung – in der Tiefe des Grundstücks Einzelbäume, Gehölze und Wiesenflächen. Neben den funktional erforderlichen Flächen für die Feuerwehr, sind Nutzergärten vorgesehen, welche den Wohnungen im Erdgeschoss zugeordnet werden.

Das beplante Grundstück liegt in einer ruhigen Wohngegend in Berlin-Karlshorst und befindet sich im Besitz des Erbbauvereins Moabit, einer Wohnungsbau-Genossenschaft. Die umgebende Bebauung besteht vornehmlich aus Zeilen-Bebauung der 30er-Jahre und Doppelvillen. Der Genossenschaft gehören im unmittelbaren Umfeld mehrere Bauten. Die nördliche und östliche Seite des dreieckigen Grundstücks werden von einem viergeschossigen Gebäudewinkel eingefasst, dessen nördliche Ecke mit einem zurückspringenden Dachgeschoss betont wird. An der Südspitze springt das Gebäude in den beiden obersten Geschossen zurück und bildet damit großzügige Südterrassen. Ein weiterer dreigeschossig gehaltener Baukörper rahmt den Hof nach Süd-Westen hin ein. Durch die geringere Höhe lässt er viel Sonne in den begrünten Innenhof. Ein Teil des Grundstücks ist von einer Tiefgarage mit circa 62 Stellplätzen unterbaut, die unter dem Gebäude hervortritt und die erhöht liegenden Nutzergärten bildet. Durch die erhöhte Lage kann die Tiefgarage natürlich belüftet werden.

 

Architektur
Die prozentuale Verteilung der Wohnungsgrößen, die sich im Besitz der Genossenschaft in der Umgebung befinden, weist einen starken Anteil an Zwei- bis Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen auf, wohingegen es kaum große Familienwohnungen gibt. Der Entwurf sieht daher eine Mischung mit einem großen Anteil von Drei- und Vierzimmer-Wohnungen vor, um eine bessere Ausgewogenheit für den Mikrostandort zu schaffen. Für ein möglichst effektives Verhältnis von Wohnfläche zu Erschließungsfläche, wurden hauptsächlich Dreispänner geplant. Am jeden Treppenhaus liegen jeweils zwei größere durchgesteckte Wohnungen mit Fenstern zu zwei Richtungen und eine einseitig orientierte kleine Wohnung.

Um auch die Grundrisse effizient aufteilen zu können, wurde auf außenliegende Bäder verzichtet und im Innern des Gebäudes eine Nebenraumspange mit Bädern, WCs und Abstellräumen angeordnet. Dadurch steht die gesamte Außenfläche zur Belichtung der Wohn- und Schlafräume zur Verfügung.

Diese Gebäudeorganisation erlaubt flexible Grundrissaufteilungen der großen Wohnungen: von einer klassischen Aufteilung in Wohn- und Schlafbereiche bis zu offenen loftartigen Wohnlandschaften. Alle Wohnungen erhalten entweder zugordnete Nutzergärten oder großzügige durchlaufende Balkone nach Süden. Die Wohnanlage soll auch Gemeinschaftsfunktionen für die Mitglieder der Genossenschaft aufnehmen. Im Erdgeschoss am Durchgang zum Innenhof liegt der EVM-Laden, der als Treffpunkt und Versammlungsraum allen Mitgliedern offensteht. Der Hof beherbergt neben den Nutzergärten, die einzelnen Wohnungen zugeordnet sind, auch Gemeinschaftsflächen und einen Kinderspielplatz. Und in dem Dachaufbau an der Südspitze befindet sich ein Raum mit vorgelagerter Dachterrasse, der von den Genossenschaftsmitgliedern für private Feierlichkeiten genutzt werden kann.

 

Städtebau und Freiraumkonzept
Der Entwurf sieht im nördlichen Bereich gereihte Townhouses vor und auf dem südlichen Feld vier Cluster, bei denen sich Geschosswohnungsbauten und Townhouses um einen Gemeinschaftshof mit Bäumen gruppieren. Ausgehend von zwei geschützten Eichen auf dem Areal erhält jede der vier Baugruppen eine Baumart als Erkennungsmerkmal: Eichenhof, Lindenhof, Kastanienhof, Ahornhof. Zahlreiche private, halbprivate und öffentliche Grünflächen durchziehen das gesamte Gebiet: von den Gartenwegen entlang der privaten Gärten bis zur öffentlichen Parkanlage, die in der Aufweitung der Katherina-Boll-Dornberger-Straße entstehen wird. Der ruhende Verkehr wird im Bereich der vier Baugruppen ebenerdig unter den vier gemeinschaftlichen Wohnhöfen angeordnet. In der darüber liegenden aufgeständerten Gemeinschaftsfläche einer jeden Baugruppe gibt es großzügige Öffnungen nach unten. Dadurch wirkt die Stellplatzanlage mit Tageslichteinfall offen und freundlich.

 

Townhouses an der Straße
In den zwei Baufeldern entlang der Katharina-Boll-Dornberger-Straße werden je 20 Townhouses errichtet, die den entstehenden parkartigen Platz einfassen.
Die Erschließung aller Häuser erfolgt von der Straßenseite, die privaten Gärten liegen abgeschirmt nach Süd-Westen. Bepflanzte Vorgartenzonen gliedern die Eingangsbereiche. Man betritt die Gebäude ebenerdig über Hauseingang und Garagenzufahrt. Die flächenbündig eingefügten Garagentore bestehen aus dem Material der Vorhangfassade, so dass sie sich harmonisch in die Fassade einfügen. Durchgesteckt öffnet sich der Wohnbereich des einzelnen Townhouses über zwei Geschosse mit großzügigen Verglasungen zum eigenen Garten. Im 2. OG befinden sich frei wählbar bis zu drei Schlafräume und ein Masterbad. Die Wohntreppe erschließt den geschützten Dachgarten über einen studioartigen Aufbau. Der ebenerdige Garten grenzt an einen gemeinschaftlichen Weg der durch das gesamte Wohngebiet führt.

Wohnhöfe als Baugemeinschaften
In den südlichen Baufeldern sind je zwei Bauabschnitte für gemeinschaftliches Wohnen vorgesehen. Um einen Wohnhof auf zwei Ebenen gruppieren sich Townhouses mit eigenen Gärten, sowie Gebäude, die eine Mischung verschiedener Grundrissgrößen bereitstellen.
Durch die Schottenbauweise werden alle statischen und erschließungstechnischen Belange berücksichtigt, während die innere Raumaufteilung durch die Mitglieder der Baugruppe frei wählbar bleibt. Wohnungsgrößen von 50-200 m² können problemlos in das Gesamtkonzept integriert werden.

 

 

Zwischen den zweigeschossigen Hauptbaukörpern liegt als Trennung ein eingeschossiger Bauteil, der je nach Wunsch als zusätzliches Zimmer oder als Garage ausgebaut werden kann. Die unterschiedlichen Farben binden die ein- und zweigeschossigen Baukörper jeweils zu einer Einheit zusammen und schaffen eine Identifikationsmöglichkeit der einzelnen Eigentumseinheiten. Jedes Haus hat einen separaten Eingang und einen eigenen Garten. Optional besteht die Möglichkeit eine Dachterrasse auf dem eingeschossigen Baukörper zu errichten, sowie den Hauptbaukörper mit einem Dachstudio aufzustocken. Zur Gartenseite ist die Fassade mit einer großflächigen zurückspringenden Fensterfront versehen, die bei Bedarf mit einem außenliegenden, über beide Stockwerke reichenden Vorhang verschattet werden kann. Die optimale Ausrichtung des Grundstücks ermöglicht großzügig belichtete Räume. Die Grundrissaufteilung ist modern und an die klassische Bauhaus-Architektur angelehnt. Ein großer offener Wohn- und Essbereich, sowie klare Strukturen im Innenraum sorgen für eine funktionale Raumaufteilung.

Der Masterplan beinhaltet verschiedene Wohnbereiche, vom Villenviertel über Geschossbauten bis zu Naherholungsgebieten mit Wochenendhäuschen. Büro13 wurde mit der Entwicklung kleiner , erweiterbarer Wohneinheiten in Geschossbauweise beauftragt. Entstanden ist ein System modularer Wohneinheiten, die zu unterschiedlichen Gebäudeformen kombiniert werden können. Dadurch kann auf verschiedene städtebauliche Situationen eingegangen werden.

Architektur
Auch die Wohnungen selber bauen auf einem modularen System auf. Die kleinste Einheit besteht aus zwei Räumen, die sich um den Kern mit Küche und Bad gruppieren. In der nächstgrößeren Einheit wird ein zusätzliches Zimmer dazugeschaltet. Die größte Einheit besteht dann aus dem Ursprungsmodul und zwei zusätzlichen Zimmern. Als weitere Ausbauvariante ist ein Wintergarten als Erweiterung der Loggia vorgesehen. Angedacht ist, die einzelnen Bauteile wie Wände, Böden und Einbauten von ansässigen Firmen in der Region vorproduzieren zu lassen, um so die Bauzeit zu verkürzen. Durch Weglassen der Türelemente zwischen den Wohnbereichen lässt sich ein offeneres Raumgefüge erzeugen, so können mit geringen Mitteln verschiedene Wohnkonzepte verwirklicht werden.

 

Städtebau
Angrenzend befindet sich eine geschützte Grünanlage, das umliegende Stadtgebiet ist geprägt von alten Villen und Mietshäusern. In unmittelbarer Umgebung liegt das Schloss Schönhausen. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Vegetation sieht dieser Entwurf versetzt zueinander angeordnete Gebäude vor. Dadurch entstehen zum Einen geschützte Bereiche für die Bewohner, zum Anderen kann so möglichst viel der vorhandenen Vegetation erhalten bleiben und ideal in die Grundstücksgestaltung eingebunden werden. Die Häuserzeile orientiert sich zu den eigenen Gärten und schirmt diese von der Straße ab.

Entwurf
Eine gemeinsame, unterirdisch liegende Privatstraße erschließt alle Einzelhäuser auch mit dem Auto. In der unter den Gebäuden liegenden Tiefgarage hat jeder Bewohner zwei Stellplätze genau unter seinem Haus und kann von dort aus direkt den Treppenraum seiner Wohneinheit betreten. Dahinter angrenzend befindet sich der Kellerraum. Über die Treppe gelangt man ins Erdgeschoss, das zur Straßenseite über einen zweiten ebenerdigen Zugang verfügt. Der Wohnbereich ist offen und weitläufig gestaltet und gewährt direkten Zugang zum eigenen nach Westen ausgerichteten Garten. Im Obergeschoss befinden sich zwei große Zimmer, sowie zwei Bäder, die durch eingesetzte runde Lichtkuppeln von oben mit Tageslicht versorgt werden. Im Dachgeschoss liegt das Studio, dessen begrüntes Dach eine amorphe Form aufweist. Belüftet und belichtet wird dieser besondere Raum ebenfalls durch runde Lichtkuppeln in der Dachfläche.

Inmitten einer gewachsenen, ruhigen und grünen Umgebung in im Zentrum Alt-Pankows liegt die Ossietzkystraße. Nördlich des Grundstücks beginnt direkt der Schlosspark des historischen Schlosses Schönhausen. Die Umgebung ist geprägt durch eine halboffene Bebauung und zahlreiche Grünanlagen.

Entwurf
Das besondere an diesem Entwurf ist die Erschließung der einzelnen Wohneinheiten. Das Treppenhaus und der Aufzug werden halboffen ausgebildet, dadurch entsteht eine Art Laubengang, von dem man in die Wohnungen gelangt – somit ist eine Querlüftung jeder Wohneinheit möglich. Alle Wohnbereiche sind der ruhigen und sonnigen Gartenseite zugewandt und haben jeweils Zugang zu einer Loggia.

Energiekonzept
Schon die Grundrissaufteilung hat Auswirkungen auf den Energieverbrauch eines Gebäudes. Um die Wärmeverluste gering zu halten und für eine erhöhte Behaglichkeit zu sorgen, wurden die wärmebedürftigen Bereiche, wie Bäder von der Fassade abgelöst ins Innere des Gebäudes gelegt. Dadurch ist zudem eine größere Gebäudetiefe und somit eine kompaktere Bauweise möglich. Das verbessert das Verhältnis von Volumen zu Gebäudehülle. Effiziente Vierspänner optimieren zugleich das Verhältnis von Wohnfläche zu Erschließungsfläche. Durch ein außenliegendes Treppenhaus ist bei diesem Entwurf trotzdem ein Querlüften aller Wohnungen möglich.
Eine gezielte Planung großflächiger Glasflächen verbessert die Nutzung passiver Solargewinne.
Durch eine massive Bauweise entstandene Speichermasse des Gebäudes hilft starke Temperaturschwankungen abzupuffern. Zusätzlich ist eine Bauteilaktivierung über in die Decken eingelegte Kapillarrohrmatten geplant. Die Speichermasse lässt sich durch die mögliche Querlüftung nachts abkühlen. Ein hoher Dämmstandard verringert die passiven Wärmeverluste.
Der Strombedarf soll größtenteils durch fassaden- und dachintegrierte Photovoltaik-Anlagen gedeckt werden.

Das städtische Quartier:
Der neue Stadtbau-Körper an der Kreuzung Rathenau/Otto-Nagel-Straße berücksichtigt durch seine zurückhaltende Fassadenstruktur die besondere städtebauliche Umgebung und bietet zugleich moderne Freiraum-Angebote für das Quartier. Der Neubau am repräsentativen Vorplatz dient sowohl als Wohn- und Geschäftshaus und schafft zugleich neue öffentliche Aufenthaltsangebote für Kinder, Erwachsene und Senioren.

Die gute Anbindung an den ÖPNV wird durch die gestalterische Neu-Konzeption der Bushaltestelle unterstrichen. Die vorhandene Freitreppe und der auf dem Nachbargrundstück vorgesehene Wendeplatz für Entsorgungs- und Rettungsfahrzeuge ist als halböffentliche Durchwegung konzipiert – hier bietet der Entwurf Gestaltungsspielraum für die Anwohnerschaft. Kiezfeste, Nachbarschaftsaktionen, öffentliche Zusammenkünfte aller Art sind möglich und erwünscht. 

Das Gebäude:
Das Gebäude ist als Massivbau konzipiert.
Für die erforderlichen PKW-Stellplätze wird die Trafostation zurückgebaut; an dieser Stelle entsteht eine zweigeschossige belüftete Garage.
Sämtliche technischen Anschlüsse befinden sich im Untergeschoss. Wir gehen davon aus, dass ein Energieunternehmen im Contracting-Verfahren einen Wärme-Erzeuger für Heizung und Warmwasser erstellt und betreibt. Der entsprechende Aufstell-Ort befindet sich dann im Untergeschoss.

Die Filiale:
Der Entwurf der Geschäftsstelle der Sparkasse Oder-Spree mit einer Hauptmietfläche von 273 m² erfüllt das geforderte Raumprogramm mit SB-Zone im 24h-Betrieb, vier Beratungsräumen, zwei Kassen- und Serviceplätzen sowie einem Schließfachraum. Alle erforderlichen Neben- und Sozialräume – der IT-Raum und die Abstell- und Putzmittelräume – sind innerhalb der Filiale untergebracht. Im Untergeschoss sind zudem Reserve- und Abstellflächen vorhanden. Direkt vor der Filiale in der Rathenaustraße befindet sich ein der Filiale zugeordneter PKW- Stellplatz für Kurzzeitparker. Alle öffentlich zugänglichen Bereiche sind hell, transparent und modern designt. Die zentralen Wartebereiche sind mit den Stehberater-Plätzen kombiniert und bieten eine angenehme Aufenthaltsqualität.

Die Wohnungen:
Alle Wohnungen orientieren sich zum Sonnenlauf, die Wohnbereiche mit Terrassen und Loggien sind nach Süden, zum neu geschaffenen Stadtteilplatz, ausgerichtet. Der gewünschte Wohnungsschlüssel für die Obergeschosse mit je drei Wohnungen und Wohnflächen zwischen 70 m² und 80 m² ist im Entwurf realisiert.
Im Dachgeschoss sind zwei Loft-Wohnungen mit einer Wohnfläche bis 100 m² zzgl. großzügiger Dachterrassen vorgesehen.
Der Eingangsbereich in die Wohnungen und die Flurgestaltung sind jeweils großzügig ausgelegt; die Grundrisse sind offen, freundlich und hell. Alle Wohnungen können schwellenlos mit Aufzug erreicht werden.  Räume für Waschmaschinen und Trockner sind wunschgemäß im Untergeschoss vorgesehen. In den Abstellräumen der Wohnungen ist ebenfalls ein Waschmaschinen-Anschluss möglich.

Die Ausstattung:
Die Wohnungen sind mit Echtholz-Parkettböden ausgeführt, die Wände sind weiß beschichtet. Die Innentüren sind als Massivholztüren ausgeführt, farblich abgestimmt sind die Eingangsbereiche mit Einbau-Garderoben versehen. Die Bäder sind mit hochwertiger Sanitär-Keramik und exklusiven Designfliesen versehen; die Duschen sind bodengleich ausgeführt. Alle Sanitär-Objekte werden entsprechend aufeinander abgestimmt.