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Für den Fischbeker Heidbrook in Hamburg entwickelten wir im Rahmen einer Konzeptvergabe der IBA Hamburg einen Beitrag für drei Mehrfamilienhäuser am östlichen Quartiersrand. Ausgangspunkt des Entwurfs war die Leitidee der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“: ein urbanes Wohnquartier in direkter Nachbarschaft zu Heide, Wald und Sportflächen, das naturnahe Lage, gemeinschaftliche Freiräume und zeitgemäße Wohnformen miteinander verbindet.

Der Entwurf organisiert das Baufeld als Ensemble aus drei prägnanten Baukörpern, die entlang des Heidschnuckenrings einen klaren Straßenraum ausbilden und zugleich zum Landschaftsraum im Osten vermitteln. Adressbildende Eingänge, gemeinschaftlich nutzbare Erdgeschosszonen und ein zusammenhängendes Freiraumkonzept stärken die Identität jedes Hauses und fördern Begegnung im Alltag. Im Zentrum der Anlage liegen Feierplatz, Sommerküche, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie Flächen für Urban Gardening – als soziale Mitte eines heterogenen Quartiers.

Insgesamt entstehen 42 Wohnungen mit differenzierten Wohnungsgrößen für Singles, Paare und Familien. Ergänzt wird das Angebot durch Wohnformen für veränderte Lebensmodelle wie WG-Wohnen und Clusterwohnen. Alle Wohnungen verfügen über offene Wohn- und Kochbereiche sowie private Außenräume in Form von Loggien oder Terrassen. Damit verbindet der Entwurf individuelle Rückzugsmöglichkeiten mit einem starken gemeinschaftlichen Angebot.

Auch konstruktiv und energetisch ist das Projekt auf Dauerhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet. Eine massive Bauweise mit Klinkervorsatzschale, extensive Gründächer mit Regenwasserrückhalt, passive solare Maßnahmen und die Versorgung über Fernwärme bilden die Grundlage für ein robustes, ressourcenschonendes Wohngebäude. Ergänzt wird dies durch ein Mobilitätskonzept mit integrierten Stellplätzen, barrierefreien Angeboten, Car-Sharing, E-Ladepunkten und einer guten Fahrradinfrastruktur. So versteht sich der Entwurf als Beitrag zu einem klimabewussten, gemeinschaftlichen und identitätsstiftenden Wohnen im neuen Hamburger Quartier Fischbeker Heidbrook.

Für den Standort an der Lüneburger Straße in Stade entstand im Rahmen eines Konzeptverfahrens der Entwurf für eine Bildungsakademie mit Schulungszentrum, die Lernen, Kommunikation und Identität in einem klaren architektonischen Ausdruck bündelt. Das Gebäude besetzt den Einfahrtsbereich der Heidesiedlung mit einer prägnanten, zugleich ruhigen Geste und formuliert einen eigenständigen Ort mit hoher Wiedererkennbarkeit.

Der Baukörper ist als kompakter Solitär mit weich gerundeten Gebäudeecken und horizontal gegliederten Fassadenbändern entwickelt. Seine architektonische Haltung ist robust, klar und dauerhaft. Die Klinkerfassade verleiht dem Haus eine hanseatisch geerdete Materialität und unterstreicht den Anspruch, ein repräsentatives, aber nicht vordergründiges Gebäude zu schaffen. So entsteht ein Haus, das Präsenz zeigt, ohne laut zu sein.

Im Inneren ist eine klar strukturierte Organisation vorgesehen, die sich besonders für eine Bildungsakademie eignet. Empfangs- und Eingangsbereiche schaffen eine eindeutige Adresse und ein angemessenes Ankommen. Besprechungs- und Schulungsflächen ermöglichen konzentriertes Arbeiten und unterschiedliche Lernformate. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Gemeinschaftsbereiche, gastronomische Angebote und Freiräume, die informelle Begegnung, Austausch und Aufenthalt fördern. Dachterrassen und Außenbereiche erweitern das Haus um zusätzliche Kommunikationszonen und stärken die Aufenthaltsqualität.

Besonders überzeugend ist die Offenheit des Konzepts für gemeinschaftliche und öffentlichkeitswirksame Nutzungen. Bereits in der frühen Entwurfsphase wurde ein zentraler Raum beziehungsweise ein Atrium als möglicher Ort für Veranstaltungen, Feiern, Happenings oder Wechselausstellungen mitgedacht. Damit versteht sich das Gebäude nicht nur als funktionales Schulungszentrum, sondern als lebendiger Ort des Wissenstransfers, der Begegnung und der institutionellen Identität.

Auch städtebaulich reagiert der Entwurf präzise auf den Standort. Das Grundstück am Eingang der Heidesiedlung bietet die Chance, einen markanten Auftakt zum Quartier zu formulieren. Der Baukörper nutzt diese Lage, um Präsenz im Stadtraum zu erzeugen und gleichzeitig durch seine abgerundete Form, seine klare Linienführung und die Freiraumbezüge eine selbstverständliche Einbindung in das Umfeld zu erreichen.

Die Bildungsakademie in Stade ist damit als ein Haus gedacht, das Funktionalität, Repräsentation und Gemeinschaft zusammenführt. Der Entwurf verbindet eine wirtschaftlich robuste Grundstruktur mit einer starken architektonischen Identität und entwickelt einen Ort, an dem Lernen, Arbeiten und Austausch selbstverständlich ineinandergreifen.

Das städtische Quartier
ist durch eine offene Blockrandbebauung in U-Form geprägt, welche einerseits einen klaren Straßenraum nach außen hin definiert, andererseits großzügige Gemeinschaftsflächen mit Spiel und Aufenthaltsangebot im Inneren der Wohnanlage anbietet. Die erdgeschossigen Terrassen definieren den privaten Freiraum der Erdgeschoßwohnungen, welcher durch Hecken sichtgeschützt von den halböffentlichen Gemeinschaftsangeboten aus Spielflächen für Jung und Alt separiert ist. Der Straßenraum folgt den Rhythmen der regelmäßigen Gebäudeabstände in einheitlicher Flucht hinter gemeinsamen und durch Hecken gefassten Vorgärten und den Baumalleen. Der Städtebauliche Entwurf knüpft an die Bauweise der Potsdamer Vorstadt mit der Typologie der Vorstadtvilla an, welche durch die Variation verschiedener Grundrisse differenziert Wohnangebote für Singles bis hin zum Familienwohnen schaffen.
Die Baukörper
folgen mit dem differenzierten gestalterischen Kanon dem Typus Villa, funktionale Fassadenvolumina, Fensterformate werden als stehende Formate ausgebildet, Balkone und Loggien schlank ausgebildet und unterstreichen die vertikale Gliederung. Sockel- und Gesimsbänder unterstützen die klassische Fassadengliederung ebenso wie die wechselnden hellen Putzflächen einer Farbfamilie in sorgsam aufeinander abgestimmten Pastelltönen. Die Gebäude werden durch klassische baukünstlerische Details wie die Kolonnade, das Torhaus und die Pergola umspielt und in das Gesamtensemble eingebunden.
Die Hauseingänge werden sowohl im Straßenprofil als auch in der räumlichen Abwicklung der Fassaden adressbildend hervorgehoben. Die unterkellerten viergeschossigen Einzelgebäude beinhalten insgesamt 112 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Alle Wohnungen verfügen sowohl über einen offenen Wohn-/Kochbereich als auch über einen Freisitz in Form einer Loggia oder einer ebenerdigen Terrasse mit zum Freiraum hin orientierter Gartennutzung. Das Flachdach ist als extensives Gründach ausgebildet.
Durch Einhaltung des Nullbarrierestandards der Außenanlagen in Verbindung mit den rollstuhlgerechten Erdgeschossen wird selbstbestimmtes Wohnen, Nachbarschaft und Kommunikation generationsübergreifend ermöglicht.
Kraftverkehr/Abstellflächen
Der ruhende PKW-Verkehr wird für das gesamte Quartier durch öffentliche Gemeinschaftsstellplätze sichergestellt. Die Gemeinschaftsflächen GST2 auf dem Grundstück werden mit einer begrünten Pergola durch immergrüne Vegetation gedeckelt. Zusätzliche private Stellplätze werden in der natürlich belüfteten gemeinsamen Tiefgarage im nördlichen Grundstücksbereich verbracht. Die gemeinsame Zu- und Abfahrt befindet sich im östlichen Grundstücksbereich, um den An- und Abfahrtsverkehr der Anwohner von den gemeinschaftlich genutzten Gartenbereichen fernzuhalten. Die Rampe ist, wie auch die portalartigen Grundstückszugänge, mittels Pergola eingefasst. Fahrradstellplätze befinden sich größtenteils in Abstellräumen aber auch dezentral in den Außenanlagen nahe der Hauseingänge. Gemeinsame Abstellräume für Fahrräder, Kinderwagen und Gehhilfen sind in den jeweiligen Hausbereichen angeordnet und für alle Nutzer zugänglich. Durch die Angebote an Gemeinschaftsflächen entstehen Kommunikationsinseln für die Bewohner. Wenn die Bewohner dieses Potential annehmen, entsteht Nachbarschaft.

Die Projektidee
Der Entwurf für die vier Baufelder in der nordwestlichen Ecke des Gebietes orientiert sich an den Leitlinien des Quartiers „Steimker Gärten“ als grünes Wohnquartier mit hoher Lebensqualität. Für das gesamte Gebiet wurde bereits ein umfangreiches Konzept für Erschließung und Freiflächen aufgestellt, das die hohe Qualität des Quartiers sichern soll. Die Planung beinhaltet verschiedene Gebäudetypen, vom Doppelhaus über gereihte Stadthäuser bis zum Mehrfamilienhaus, die unterschiedlichste Wohnformen ermöglichen. Die hochwertigen Außenräume zwischen den Gebäuden sollen die Gemeinschaft fördern und dabei einer zeitlosen gestalterischen Linie folgen. Dadurch können sich die Menschen leicht mit ihrem neuen Zuhause identifizieren und das Quartier als Gesamtkonzeption aufnehmen.

Die Städtebauliche Einfügung
Der neue Stadtteil ist durch das ausgewogene Verhältnis zwischen öffentlichen und privaten Räumen geprägt. Erreicht wird dies unter anderem durch die klare Gliederung der Straßen, Wege und Plätze, die so aufeinander abgestimmt sind, dass eine natürliche Orientierung im Quartier ermöglicht wird. In den Baufeldern 0.1, 0.2, 1.2 und 2.3 entsteht eine Mischung aus Doppel- oder Reihenhäusern sowie barrierefreiem Mehrgenerationenwohnen. Der neue Stadtteil ist geprägt durch differenzierte Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität, die öffentlich und privat miteinander verknüpfen.

Architektur
Die Verzahnung des öffentlichen Raums mit den privaten Bereichen ist ein zentrales Thema in den „Steimker Gärten“. Balkone und Loggien bilden Blickbeziehungen zur Öffentlichkeit. Die verschiedenen Baukörper leben vom Materialwechsel aus Klinker und hellen Putzflächen in gedecktem Weißton. Gleichzeitig wird durch eine klare Struktur und wiederkehrende Materialien wird eine ruhige und homogene Atmosphäre geschaffen.

Das Mehrfamilienhaus am Platz im Westen stellt mit der kräftigen Kantenausbildung zum öffentlichen Platz den Endpunkt der Promenade dar. Betont wird diese stadtbildprägende bauliche Fassung durch die Akzentuierung des EGs. Dort befindet sich ein überhöhtes, ebenerdig zugängiges Atelier, welches flexibel durch die Bewohner nutzbar ist. Die Flachdachränder sind als Attika, die Fensterbänke in massivem Werkstein gefasst.
Balkone sind als Bestandteil der Fassadenkonzeption mit teilgeschlossenen Brüstungselementen in gleicher Art und Güte des Fassadenmaterials gestaltet. Die auf den Dächern installierten Photovoltaikanlagen sind durch die Attika und den seitlichen Abstand optisch abgeschirmt. Die Dächer sind durchgehend begrünt und dienen der Rückhaltung von Niederschlagswasser.

Freiraumplanung und Verkehrskonzept
Großzügige Gärten und Terrassen sind Elemente des neuen Quartiers, die die Entfaltung des Freiraumkonzeptes unterstützen. Die Gebietsstraßen stellen zusätzliche Begegnungsräume dar, in denen Kommunikation und Austausch leicht möglich sind. Durch die Unterbringung der Stellplätze unter den Gebäuden wird das Straßenbild weiterhin positiv beeinflusst, da somit die Stellplätze das Straßenbild nicht vorrangig beeinträchtigen. Der ruhende Verkehr des Baufeldes 1.2. wird in einer natürlich belüfteten Tiefgarage realisiert. Oberhalb der Tiefgarage befinden sich die Terrassen und Gärten der Bewohner sowie die Gemeinschaftsanlagen mit Spielplätzen.

Wohnhof_ BIOTOP BARMBEK Baufeld HH-Barmbek_ BF 2c

Im Rahmen der Konzeptausschreibung der Stadt Hamburg für das Baufeld HH-Barmbek-Nord BF 2c haben wir mit BIOTOP BARMBEK ein Quartierskonzept entwickelt, das soziale Mischung, gelebte Nachbarschaft und ökologische Qualität mit einer robusten, wirtschaftlichen Bauweise verbindet. Ziel ist ein Wohnensemble, das nicht nur gebaut, sondern im Alltag dauerhaft funktioniert: mit klaren Räumen für Begegnung, einem identitätsstiftenden Freiraum und hoher Wohnqualität bis in die Dachlandschaft.

Ein lebendiges Quartier braucht verlässliche Alltagsstrukturen

BIOTOP BARMBEK organisiert die Bebauung als klar lesbares Ensemble mit einer geschützten, gemeinschaftlichen Mitte. Dieser Innenbereich ist nicht Restfläche, sondern sozialer Motor: Hier entstehen Sichtbarkeit, Sicherheit und Identität – weil Menschen sich begegnen, Dinge gemeinsam tun und der Außenraum aktiv genutzt wird.

Gemeinschaft & Inklusion: drei starke Erdgeschoss-Anker

Im Erdgeschoss verankern wir drei komplementäre Gemeinschaftsbausteine, die unterschiedliche Gruppen ansprechen und die Quartiersmitte täglich aktivieren:

  • Community Kitchen als niederschwelliger Treffpunkt: gemeinsames Kochen und Essen, interkulturelle Formate, Mehrgenerationen-Anlässe. Entscheidend ist eine klare Organisation (Nutzungsregeln, Pflege, Betrieb), damit der Raum langfristig trägt.
  • Community Workspace als Quartiers-Arbeitsort: flexible Arbeitsplätze und Rückzugszonen für Homeoffice, Selbständige und Projektarbeit. Der Workspace stärkt lokale Netzwerke, reduziert Wege und schafft produktive Nähe statt Vereinzelung.
  • Fahrradwerkstatt als praktischer Nachbarschaftsort: Reparieren, Teilen, Hilfe zur Selbsthilfe. Sie unterstützt den Umweltverbund und erzeugt die „kleinen Anlässe“, aus denen Gemeinschaft entsteht.

Ergänzt werden diese Angebote durch gemeinschaftliche Terrassenflächen, die Innen- und Außenraum verbinden und die Erdgeschosszone sichtbar beleben.

Freiraum als „Biotop“: Klima, Identität und Mitmachen

Der Freiraum wird als bewohnbare Biodiversitätslandschaft gedacht – mit naturnahen Pflanzungen, Wildblumenwiesen und essbaren Gärten (z. B. Hochbeete). Das schafft Mikroklima-Vorteile und fördert Beteiligung: Wer pflegt, erntet oder Patenschaften übernimmt, stärkt Zugehörigkeit und reduziert Konflikte.

Dachgärten als zweite Wohnlandschaft

Ein wesentlicher Qualitätsgewinn entsteht durch nutzbare Dachgärten: gemeinschaftliche Außenräume über dem Alltag, zoniert für Ruhe, Austausch und gemeinsames Gärtnern. Sie erhöhen die Wohnqualität für alle, verteilen Freiraum „fair“ und wirken zugleich klimaresilient durch Begrünung, Verdunstung und Regenrückhalt.

Robust & kostenbewusst – Qualität durch Einfachheit

Die Architektur folgt einem Design-to-Cost-Ansatz: kompakte Baukörper, wiederholbare Grundrissmodule, übereinanderliegende Installationszonen und robuste, wartungsarme Materialien. So werden Bau- und Betriebskosten reduziert, Ausführungsqualität und Langlebigkeit gesteigert – und genau dadurch entsteht ein Quartier, das wirtschaftlich realisierbar und langfristig lebendig bleibt.

Städtebau & Adressbildung
Das Baufeld liegt am grünen Stadtrand im Übergang von kleinteiliger Wohnbebauung zum Landschaftsraum. Unser Konzept stärkt genau diesen Charakter: Die Baukörper fassen ruhige Gartenräume, definieren eine klare Adresse im Quartier und schaffen eine gut lesbare Nachbarschaft mit einer gemeinschaftlichen Mitte.

Wohnangebot & soziale Mischung
Die Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau sind als vollständig öffentlich geförderter Wohnungsbau konzipiert. Ergänzend bieten die Reihenhäuser ein familienorientiertes, bodennahes Wohnen mit eigenem Garten. Die Kombination ermöglicht eine ausgewogene Mischung aus gefördertem Wohnen und individuellen Haustypen – ohne Brüche im Gesamteindruck.

Typologie & Wirtschaftlichkeit
Die Reihenhäuser sind als kompakte, überwiegend zweigeschossige Häuser mit Staffelgeschoss organisiert und auf bewährten Grundtypen aufgebaut. Klare Raster, wirtschaftliche Gebäudetiefen und eine robuste Grundrisslogik sichern eine effiziente Realisierbarkeit. Die Mehrfamilienhäuser sind klar erschlossen, barrierearm organisiert und bilden zusammen mit den Reihenhäusern geschützte, gut nutzbare Außenräume.

Architektur & Gestaltungsleitbild
Ein ruhiges, langlebiges Erscheinungsbild prägt den Entwurf: verblendete Fassaden in warmen Ziegel-/Riemchentönen, präzise gesetzte Öffnungen und wiederkehrende Details erzeugen Identität. Einheitliche Bausteine wie Eingangsüberdachungen, Außenleuchten, Terrassentrennwände und Gartenhäuser ordnen das Gesamtbild – ohne Uniformität.

Freiraum als „Begegnungsachse“
Herzstück des Projekts ist ein durch das Grundstück geführtes Freiraumband als gemeinschaftliche Mitte. Gemeinschaftsgarten, Boule-Bereich und Kinderspielfläche sind als zusammenhängende Orte des Alltags und der Begegnung gedacht. Hecken und Gartenhäuser bilden dabei eine fein abgestufte Grenze zwischen privaten Gärten und gemeinschaftlichen Bereichen – klar, aber durchlässig.

Mobilität & Stellplätze
Die Stellplatzorganisation folgt dem Prinzip „kurz, klar, grün“: Je Reihenhaus ist ein Stellplatz auf dem eigenen Grundstück vorgesehen, die Stellplätze der Mehrfamilienhäuser sind entlang der Erschließung angeordnet. Baumpflanzungen und ein hoher Grünanteil verbessern die Aufenthaltsqualität und sorgen für eine angemessene Durchgrünung der Stellplatzbereiche.

Ökologie & Klimaanpassung
Dachbegrünungen stärken das Mikroklima, unterstützen Regenwasserrückhalt und Biodiversität und sind als selbstverständlicher Teil des Konzepts vorgesehen – mit Potential zur Kombination mit Solarenergie. Bestehender Baumbestand wird integriert und in der Freiraumgestaltung als prägendes Element weiterentwickelt.

Das Projekt „Wohnen am Park“ entstand im Rahmen eines Gebotsverfahrens mit Insertion und Zielgruppenansprache für eine Konversionsfläche auf dem ehemaligen Kasernengelände im Entwicklungsbereich Bornstedter Feld. Die Transformation der militärisch vorgeprägten Fläche zu einem lebendigen Wohnstandort steht exemplarisch für nachhaltige Stadtentwicklung: vorhandene Infrastrukturen werden genutzt, Freiräume und Baumbestand gesichert und ein quartierverträgliches Mobilitäts- und Energiekonzept integriert.
Der Entwurf formuliert ein Ensemble aus zwei dreigeschossigen Stadtvillen, das die Auslobungs- und Verfahrenslogik konsequent erfüllt: Als B-Plan-konforme Leitplanke werden zwei Baukörper mit drei Geschossen, WA-Nutzung und einer maximalen Kantenlänge von 20 m umgesetzt; die Stellplätze sind – im Sinne der Befreiungsmöglichkeit – außerhalb der überbaubaren Fläche organisiert.

Vorgesehen ist ein Wohnungsmix aus 3-, 4- und 5-Zimmerwohnungen mit insgesamt 19 Wohneinheiten – als Beitrag zu Nachfragevielfalt und sozialer Durchmischung. Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar, verfügen über offene Wohn-/Kochbereiche, ein Wannenbad sowie einen privaten Freisitz (Balkon/Terrasse). Abstellräume sind sowohl innerhalb der Wohnung als auch zusätzlich außerhalb je Wohnung vorgesehen.

Die Gebäude sind als robuste, wirtschaftliche und langfristig wartungsarme Baukörper konzipiert. Klare Tragwerksraster, einfache, wiederholbare Grundrisstypologien und konstruktiv reduzierte Details sichern eine hohe Ausführungsqualität. Massive, langlebige Fassaden (Ziegel/Riemchen) sowie gut reparierbare Standardbauteile minimieren Instandhaltung und Folgekosten. So entsteht ein dauerhaft wertbeständiger Wohnungsbau, der Alltag, Nutzungsmischung und Quartiersentwicklung zuverlässig trägt.

Besonderes Augenmerk gilt dem Baum- und Naturschutz: Haus 2 reagiert mit einem L-förmigen Grundriss auf die festgesetzten Einzelbäume, Erhaltungsbäume werden freigehalten und artenschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigt. Gleichzeitig stärkt die Planung die Wirtschaftlichkeit durch den Verzicht auf eine Tiefgarage zugunsten straßenseitiger Stellplätze sowie durch die Nutzung der vorhandenen Fernwärme-Erschließung.

Die architektonische Qualität wird zusätzlich durch die Bereitschaft zur Vorstellung im Gestaltungsrat abgesichert.
Gestalterisch folgen beide Baukörper einem klaren Fassadenprinzip: drei bodentiefe Fenstertypen gleicher Höhe, variiert in der Breite, erzeugen eine umlaufende horizontale Gliederung. Großzügige Balkone und Terrassen betonen den repräsentativen, ruhigen Charakter der Stadtvillen – mit hoher Wohnqualität in direkter Nähe zum Volkspark Potsdam.

Im Rahmen einer nicht offenen Entwurfskonkurrenz für das Vitalquartier an der Seelhorst in Hannover entwickelte Büro13 Architekten für die Baufelder A.1 und A.2 den Beitrag „Wohnen am Anger“. Der Entwurf ordnet vier viergeschossige Wohnhäuser zu einem klar gefassten, zugleich offenen Nachbarschaftsraum: dem Anger als Mitte des Quartiers. Zwischen Quartierspark, Wohnstraße, Vorgärten und privaten Nutzergärten entsteht ein Wohnumfeld, das Begegnung, Teilhabe und selbstbestimmtes Wohnen fördert. Die 109 Wohnungen sind als differenzierter Mix konzipiert und verbinden offene Wohn-/Kochbereiche mit Loggien oder Terrassen. Barrierefreie Duschbäder, rollstuhlgerechte Erdgeschosse und schwellenlose Zugänge übersetzen den Anspruch eines inklusiven Quartiers konsequent in Architektur. Materialität und Konstruktion folgen dem Leitbild eines wirtschaftlichen, dauerhaften „steinernen Ensembles“: Massivbau, Klinkerfassaden, klar gegliederte Baukörper und begrünte Flachdächer prägen das Bild. Der ruhende Verkehr ist in einer natürlich belüfteten Tiefgarage organisiert, sodass der Freiraum als adressbildender Wohn- und Begegnungsraum erlebbar bleibt. Auch energetisch reagiert der Entwurf auf die ambitionierten Vorgaben der Auslobung mit einer robusten Gebäudehülle und Anbindung an das Nahwärmenetz.

Städtebau und Architektur
Die Fassade wird durch vorspringende Fenster- und Balkonelemente in leichtendem Gelb aufgelockert. Die herausgedrehten Fenster des einen Bauteiles, die ihren Blick dem grünen Platz zuwenden und die Loggien im Bereich des Grünangers bilden mit ihrer unregelmäßigen Verteilung fröhliche Farbtupfen auf der Fassade. Die grau abgesetzten Eingänge und Treppenhäuser liegen leicht zurückgesetzt und unterteilen so die Länge des Gebäudes optisch in fünf Abschnitte. 

Wohnungen
Entstanden sind insgesamt 67 Wohnungen in einem ausgewogenen Mix, vom Single-Apartment über große Familienwohnungen bis zum luftigen Dachgeschossloft. Die Wohnungen und Terrassen der Erdgeschossebene liegen erhöht auf der Tiefgarage, eine mit Hecken abgeschirmte Vorgartenzone schafft zusätzliche Privatsphäre. Dennoch ist durch die vier ebenerdigen Zugänge mit den Aufzügen ein barrierefreier Zugang zu jeder Wohnung gewährleistet. In den oberen Geschossen sind die Balkone zur Hälfte in der Fassade eingerückt, dadurch entsteht ein vor Einblicken geschützter Bereich. Die Erdgeschosswohnungen haben große Terrassen und Nutzergärten. Durch die günstige Lage des Grundstückes sind die Wohnräume mit ihren vorgelagerten Gärten, Terrassen und Balkonen ideal nach Süd-Westen ausgerichtet. In den Wohnungen, die sich im Bauteil direkt am Grünanger befinden, lassen sich durchgesteckte Wohnräume mit Balkonen in beide Richtungen realisieren: Frühstück auf dem Ost-Balkon und Abendessen mit Sonnenuntergang

 

Das beplante Grundstück liegt in einer ruhigen Wohngegend in Berlin-Karlshorst und befindet sich im Besitz des Erbbauvereins Moabit, einer Wohnungsbau-Genossenschaft. Die umgebende Bebauung besteht vornehmlich aus Zeilen-Bebauung der 30er-Jahre und Doppelvillen. Der Genossenschaft gehören im unmittelbaren Umfeld mehrere Bauten. Die nördliche und östliche Seite des dreieckigen Grundstücks werden von einem viergeschossigen Gebäudewinkel eingefasst, dessen nördliche Ecke mit einem zurückspringenden Dachgeschoss betont wird. An der Südspitze springt das Gebäude in den beiden obersten Geschossen zurück und bildet damit großzügige Südterrassen. Ein weiterer dreigeschossig gehaltener Baukörper rahmt den Hof nach Süd-Westen hin ein. Durch die geringere Höhe lässt er viel Sonne in den begrünten Innenhof. Ein Teil des Grundstücks ist von einer Tiefgarage mit circa 62 Stellplätzen unterbaut, die unter dem Gebäude hervortritt und die erhöht liegenden Nutzergärten bildet. Durch die erhöhte Lage kann die Tiefgarage natürlich belüftet werden.

 

Architektur
Die prozentuale Verteilung der Wohnungsgrößen, die sich im Besitz der Genossenschaft in der Umgebung befinden, weist einen starken Anteil an Zwei- bis Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen auf, wohingegen es kaum große Familienwohnungen gibt. Der Entwurf sieht daher eine Mischung mit einem großen Anteil von Drei- und Vierzimmer-Wohnungen vor, um eine bessere Ausgewogenheit für den Mikrostandort zu schaffen. Für ein möglichst effektives Verhältnis von Wohnfläche zu Erschließungsfläche, wurden hauptsächlich Dreispänner geplant. Am jeden Treppenhaus liegen jeweils zwei größere durchgesteckte Wohnungen mit Fenstern zu zwei Richtungen und eine einseitig orientierte kleine Wohnung.

Um auch die Grundrisse effizient aufteilen zu können, wurde auf außenliegende Bäder verzichtet und im Innern des Gebäudes eine Nebenraumspange mit Bädern, WCs und Abstellräumen angeordnet. Dadurch steht die gesamte Außenfläche zur Belichtung der Wohn- und Schlafräume zur Verfügung.

Diese Gebäudeorganisation erlaubt flexible Grundrissaufteilungen der großen Wohnungen: von einer klassischen Aufteilung in Wohn- und Schlafbereiche bis zu offenen loftartigen Wohnlandschaften. Alle Wohnungen erhalten entweder zugordnete Nutzergärten oder großzügige durchlaufende Balkone nach Süden. Die Wohnanlage soll auch Gemeinschaftsfunktionen für die Mitglieder der Genossenschaft aufnehmen. Im Erdgeschoss am Durchgang zum Innenhof liegt der EVM-Laden, der als Treffpunkt und Versammlungsraum allen Mitgliedern offensteht. Der Hof beherbergt neben den Nutzergärten, die einzelnen Wohnungen zugeordnet sind, auch Gemeinschaftsflächen und einen Kinderspielplatz. Und in dem Dachaufbau an der Südspitze befindet sich ein Raum mit vorgelagerter Dachterrasse, der von den Genossenschaftsmitgliedern für private Feierlichkeiten genutzt werden kann.

 

Städtebau und Freiraumkonzept
Der Entwurf sieht im nördlichen Bereich gereihte Townhouses vor und auf dem südlichen Feld vier Cluster, bei denen sich Geschosswohnungsbauten und Townhouses um einen Gemeinschaftshof mit Bäumen gruppieren. Ausgehend von zwei geschützten Eichen auf dem Areal erhält jede der vier Baugruppen eine Baumart als Erkennungsmerkmal: Eichenhof, Lindenhof, Kastanienhof, Ahornhof. Zahlreiche private, halbprivate und öffentliche Grünflächen durchziehen das gesamte Gebiet: von den Gartenwegen entlang der privaten Gärten bis zur öffentlichen Parkanlage, die in der Aufweitung der Katherina-Boll-Dornberger-Straße entstehen wird. Der ruhende Verkehr wird im Bereich der vier Baugruppen ebenerdig unter den vier gemeinschaftlichen Wohnhöfen angeordnet. In der darüber liegenden aufgeständerten Gemeinschaftsfläche einer jeden Baugruppe gibt es großzügige Öffnungen nach unten. Dadurch wirkt die Stellplatzanlage mit Tageslichteinfall offen und freundlich.

 

Townhouses an der Straße
In den zwei Baufeldern entlang der Katharina-Boll-Dornberger-Straße werden je 20 Townhouses errichtet, die den entstehenden parkartigen Platz einfassen.
Die Erschließung aller Häuser erfolgt von der Straßenseite, die privaten Gärten liegen abgeschirmt nach Süd-Westen. Bepflanzte Vorgartenzonen gliedern die Eingangsbereiche. Man betritt die Gebäude ebenerdig über Hauseingang und Garagenzufahrt. Die flächenbündig eingefügten Garagentore bestehen aus dem Material der Vorhangfassade, so dass sie sich harmonisch in die Fassade einfügen. Durchgesteckt öffnet sich der Wohnbereich des einzelnen Townhouses über zwei Geschosse mit großzügigen Verglasungen zum eigenen Garten. Im 2. OG befinden sich frei wählbar bis zu drei Schlafräume und ein Masterbad. Die Wohntreppe erschließt den geschützten Dachgarten über einen studioartigen Aufbau. Der ebenerdige Garten grenzt an einen gemeinschaftlichen Weg der durch das gesamte Wohngebiet führt.

Wohnhöfe als Baugemeinschaften
In den südlichen Baufeldern sind je zwei Bauabschnitte für gemeinschaftliches Wohnen vorgesehen. Um einen Wohnhof auf zwei Ebenen gruppieren sich Townhouses mit eigenen Gärten, sowie Gebäude, die eine Mischung verschiedener Grundrissgrößen bereitstellen.
Durch die Schottenbauweise werden alle statischen und erschließungstechnischen Belange berücksichtigt, während die innere Raumaufteilung durch die Mitglieder der Baugruppe frei wählbar bleibt. Wohnungsgrößen von 50-200 m² können problemlos in das Gesamtkonzept integriert werden.

 

Der Wettbewerbsbeitrag für die Stadt Apolda beantwortet die Aufgabe des Auslobers auf zwei Ebenen: als konkreter Realisierungsvorschlag für eine altengerechte Wohnanlage mit 40 Wohnungen und gemeinschaftlichen Nutzungen sowie als städtebaulicher Impuls für das umliegende Quartier. Im historischen Stadtzentrum entwickelt der Entwurf eine Wohnform, die barrierefreies Wohnen, soziale Nähe und eine qualitätsvolle Einbindung in den Stadtraum miteinander verbindet. Das architektonische Konzept sieht zwei kompakte Baukörper vor, die das Quartier räumlich fassen und mit einer klaren Blockschließung auf die gewachsene Stadtstruktur reagieren. Im Mittelpunkt steht ein geschützter, innenliegender Bewohnergarten, um den die Wohnanlage organisiert ist. Die Wohnungen werden vom Hof aus über offene Laubengänge erschlossen. Diese sind nicht nur Zugangszonen, sondern erweitern die Wohnungen um kommunikative Übergangsbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität. Ein rollstuhlgerechter Aufzug im zentralen Treppenhaus gewährleistet die barrierefreie Erschließung aller Ebenen.

Die Wohnungsgrundrisse sind konsequent auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet. Die Aufenthaltsräume orientieren sich nach Süden und zum Garten, die Nebenräume zur Straße beziehungsweise nach Norden. So entstehen helle, ruhige und gut nutzbare Wohnungen mit klarer Zonierung. Der Wohnraum ist als großzügiger, kommunikativer Mittelpunkt der barrierefreien Wohnungen gedacht; unterfahrbare Arbeitsplatten und die übersichtliche Organisation der Räume unterstützen den altersgerechten Alltag. Ein wesentlicher Baustein des Entwurfs ist der gemeinschaftliche Begegnungsbereich. Mit dem eingeschossigen „Rittersaal“, seiner angelagerten Terrasse zum Garten sowie dem Foyer wird die von der Auslobung geforderte gemeinschaftliche Nutzung in überzeugender Weise umgesetzt. Der befestigte Gartenhof ist diesem Bereich direkt zugeordnet und schafft Raum für kleine Feste, gemeinsames Grillen oder nachbarschaftliche Aktivitäten. Damit wird die Wohnanlage nicht nur als Ort des Rückzugs, sondern auch als sozialer Lebensraum gedacht.

Auch die Freiraumplanung folgt dieser doppelten Logik aus Ruhe und Begegnung. Die rund 4.300 m² große Grundstücksfreifläche gliedert sich in Gartenräume mit Wiesen, Hecken und Blumenrabatten, in einen befestigten Hofbereich sowie in Erschließungs- und Parkierungsflächen. Der Garten dient im Wesentlichen der kontemplativen Erholung, während die befestigten Bereiche gemeinschaftlich nutzbar sind. So entsteht ein differenziertes Freiraumangebot, das den Alltag älterer Bewohner ebenso unterstützt wie das soziale Miteinander. Über den Realisierungsteil hinaus formuliert der Beitrag einen präzisen städtebaulichen Ideenteil. Der angrenzende Schulplatz wird durch bauliche Einfassung, Baumdach und Wasserspiel als öffentlicher Stadtraum aufgewertet. Für die Bachstraße schlägt der Entwurf eine verkehrsberuhigte Gestaltung mit Solitärbaum, Bänken und neuen Stadtgärten vor. Damit versteht sich das Projekt nicht als isoliertes Gebäude, sondern als Impuls für die Weiterentwicklung des gesamten Umfelds. Gerade in dieser Verbindung von altengerechtem Wohnen, Gemeinschaft und Stadtreparatur liegt die Qualität des Wettbewerbsbeitrags.

Gestalterisch setzt der Entwurf auf eine ruhige, präzise und der Altstadt angemessene Architektursprache. Ein farblich einheitliches Material für Dach und Fassade, die Ausbildung der Traufe ohne Dachüberstand sowie die kompakte Bauweise fassen die Gebäudehülle zu einer klaren Einheit. So entsteht ein Neubau, der sich selbstverständlich in den historischen Kontext einfügt, ohne auf Eigenständigkeit zu verzichten.

Das städtische Quartier:
Der neue Stadtbau-Körper an der Kreuzung Rathenau/Otto-Nagel-Straße berücksichtigt durch seine zurückhaltende Fassadenstruktur die besondere städtebauliche Umgebung und bietet zugleich moderne Freiraum-Angebote für das Quartier. Der Neubau am repräsentativen Vorplatz dient sowohl als Wohn- und Geschäftshaus und schafft zugleich neue öffentliche Aufenthaltsangebote für Kinder, Erwachsene und Senioren.

Die gute Anbindung an den ÖPNV wird durch die gestalterische Neu-Konzeption der Bushaltestelle unterstrichen. Die vorhandene Freitreppe und der auf dem Nachbargrundstück vorgesehene Wendeplatz für Entsorgungs- und Rettungsfahrzeuge ist als halböffentliche Durchwegung konzipiert – hier bietet der Entwurf Gestaltungsspielraum für die Anwohnerschaft. Kiezfeste, Nachbarschaftsaktionen, öffentliche Zusammenkünfte aller Art sind möglich und erwünscht. 

Das Gebäude:
Das Gebäude ist als Massivbau konzipiert.
Für die erforderlichen PKW-Stellplätze wird die Trafostation zurückgebaut; an dieser Stelle entsteht eine zweigeschossige belüftete Garage.
Sämtliche technischen Anschlüsse befinden sich im Untergeschoss. Wir gehen davon aus, dass ein Energieunternehmen im Contracting-Verfahren einen Wärme-Erzeuger für Heizung und Warmwasser erstellt und betreibt. Der entsprechende Aufstell-Ort befindet sich dann im Untergeschoss.

Die Filiale:
Der Entwurf der Geschäftsstelle der Sparkasse Oder-Spree mit einer Hauptmietfläche von 273 m² erfüllt das geforderte Raumprogramm mit SB-Zone im 24h-Betrieb, vier Beratungsräumen, zwei Kassen- und Serviceplätzen sowie einem Schließfachraum. Alle erforderlichen Neben- und Sozialräume – der IT-Raum und die Abstell- und Putzmittelräume – sind innerhalb der Filiale untergebracht. Im Untergeschoss sind zudem Reserve- und Abstellflächen vorhanden. Direkt vor der Filiale in der Rathenaustraße befindet sich ein der Filiale zugeordneter PKW- Stellplatz für Kurzzeitparker. Alle öffentlich zugänglichen Bereiche sind hell, transparent und modern designt. Die zentralen Wartebereiche sind mit den Stehberater-Plätzen kombiniert und bieten eine angenehme Aufenthaltsqualität.

Die Wohnungen:
Alle Wohnungen orientieren sich zum Sonnenlauf, die Wohnbereiche mit Terrassen und Loggien sind nach Süden, zum neu geschaffenen Stadtteilplatz, ausgerichtet. Der gewünschte Wohnungsschlüssel für die Obergeschosse mit je drei Wohnungen und Wohnflächen zwischen 70 m² und 80 m² ist im Entwurf realisiert.
Im Dachgeschoss sind zwei Loft-Wohnungen mit einer Wohnfläche bis 100 m² zzgl. großzügiger Dachterrassen vorgesehen.
Der Eingangsbereich in die Wohnungen und die Flurgestaltung sind jeweils großzügig ausgelegt; die Grundrisse sind offen, freundlich und hell. Alle Wohnungen können schwellenlos mit Aufzug erreicht werden.  Räume für Waschmaschinen und Trockner sind wunschgemäß im Untergeschoss vorgesehen. In den Abstellräumen der Wohnungen ist ebenfalls ein Waschmaschinen-Anschluss möglich.

Die Ausstattung:
Die Wohnungen sind mit Echtholz-Parkettböden ausgeführt, die Wände sind weiß beschichtet. Die Innentüren sind als Massivholztüren ausgeführt, farblich abgestimmt sind die Eingangsbereiche mit Einbau-Garderoben versehen. Die Bäder sind mit hochwertiger Sanitär-Keramik und exklusiven Designfliesen versehen; die Duschen sind bodengleich ausgeführt. Alle Sanitär-Objekte werden entsprechend aufeinander abgestimmt.