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Gestaltungskanon
Die Ausloberin hat gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für das Gebiet Wohnen am Campus Gestaltungsregeln aufgestellt. Damit soll sichergestellt werden, dass die räumliche und gestalterische Ordnung insbesondere zum öffentlichen Raum hin erkenn-bar und eine Geschlossenheit des Stadtbildes gewahrt bleibt. Die Gestaltungsregeln gliedern sich in einen Gestaltungskanon für Geschosswohnungsbau und Stadtvillen, einen Gestal-tungskanon für Townhouses sowie einen besonderen Gestaltungskanon für Townhouses in den vier Bereichen entlang der Katharina-Boll-Dornberger-Straße.

Städtebau und Freiraumkonzept
Der Entwurf sieht im nördlichen Bereich gereihte Townhouses vor und auf dem südlichen Feld vier Cluster, bei denen sich Geschosswohnungsbauten und Townhouses um einen Gemeinschaftshof mit Bäumen gruppieren. Ausgehend von zwei geschützten Eichen auf dem Areal erhält jede der vier Baugruppen eine Baumart als Erkennungsmerkmal: Eichenhof, Lindenhof, Kastanienhof, Ahornhof. Zahlreiche private, halbprivate und öffentliche Grünflächen durchziehen das gesamte Gebiet: von den Gartenwegen entlang der privaten Gärten bis zur öffentlichen Parkanlage, die in der Aufweitung der Katherina-Boll-Dornberger-Straße entstehen wird. Der ruhende Verkehr wird im Bereich der vier Baugruppen ebenerdig unter den vier gemeinschaftlichen Wohnhöfen angeordnet. In der darüber liegenden aufgeständerten Gemeinschaftsfläche einer jeden Baugruppe gibt es großzügige Öffnungen nach unten. Dadurch wirkt die Stellplatzanlage mit Tageslichteinfall offen und freundlich.

Townhouses an der Straße
In den zwei Baufeldern entlang der Katharina-Boll-Dornberger-Straße werden je 20 Townhouses errichtet, die den entstehenden parkartigen Platz einfassen.
Die Erschließung aller Häuser erfolgt von der Straßenseite, die privaten Gärten liegen abgeschirmt nach Süd-Westen. Bepflanzte Vorgartenzonen gliedern die Eingangsbereiche. Man betritt die Gebäude ebenerdig über Hauseingang und Garagenzufahrt. Die flächenbündig eingefügten Garagentore bestehen aus dem Material der Vorhangfassade, so dass sie sich harmonisch in die Fassade einfügen. Durchgesteckt öffnet sich der Wohnbereich des einzelnen Townhouses über zwei Geschosse mit großzügigen Verglasungen zum eigenen Garten. Im 2. OG befinden sich frei wählbar bis zu drei Schlafräume und ein Masterbad. Die Wohntreppe erschließt den geschützten Dachgarten über einen studioartigen Aufbau. Der ebenerdige Garten grenzt an einen gemeinschaftlichen Weg der durch das gesamte Wohngebiet führt.

Wohnhöfe als Baugemeinschaften
In den südlichen Baufeldern sind je zwei Bauabschnitte für gemeinschaftliches Wohnen vorgesehen. Um einen Wohnhof auf zwei Ebenen gruppieren sich Townhouses mit eigenen Gärten, sowie Gebäude, die eine Mischung verschiedener Grundrissgrößen bereitstellen.
Durch die Schottenbauweise werden alle statischen und erschließungstechnischen Belange berücksichtigt, während die innere Raumaufteilung durch die Mitglieder der Baugruppe frei wählbar bleibt. Wohnungsgrößen von 50-200 m² können problemlos in das Gesamtkonzept integriert werden.

Erteilung Zuschlag

Als Ergebnis des Verfahrens wurde der Zuschlag an das erarbeitet Konzept erteilt.

Städtebau
Angrenzend befindet sich eine geschützte Grünanlage, das umliegende Stadtgebiet ist geprägt von alten Villen und Mietshäusern. In unmittelbarer Umgebung liegt das Schloss Schönhausen. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Vegetation sieht dieser Entwurf versetzt zueinander angeordnete Gebäude vor. Dadurch entstehen zum Einen geschützte Bereiche für die Bewohner, zum Anderen kann so möglichst viel der vorhandenen Vegetation erhalten bleiben und ideal in die Grundstücksgestaltung eingebunden werden. Die Häuserzeile orientiert sich zu den eigenen Gärten und schirmt diese von der Straße ab.

Entwurf
Eine gemeinsame, unterirdisch liegende Privatstraße erschließt alle Einzelhäuser auch mit dem Auto. In der unter den Gebäuden liegenden Tiefgarage hat jeder Bewohner zwei Stellplätze genau unter seinem Haus und kann von dort aus direkt den Treppenraum seiner Wohneinheit betreten. Dahinter angrenzend befindet sich der Kellerraum. Über die Treppe gelangt man ins Erdgeschoss, das zur Straßenseite über einen zweiten ebenerdigen Zugang verfügt. Der Wohnbereich ist offen und weitläufig gestaltet und gewährt direkten Zugang zum eigenen nach Westen ausgerichteten Garten. Im Obergeschoss befinden sich zwei große Zimmer, sowie zwei Bäder, die durch eingesetzte runde Lichtkuppeln von oben mit Tageslicht versorgt werden. Im Dachgeschoss liegt das Studio, dessen begrüntes Dach eine amorphe Form aufweist. Belüftet und belichtet wird dieser besondere Raum ebenfalls durch runde Lichtkuppeln in der Dachfläche.

Die Projektstudie untersucht die Transformation eines Abschnitts der ehemaligen Industriebahntrasse zwischen Tegel und Friedrichsfelde in ein eigenständiges Wohnquartier. Auf der linearen Konversionsfläche entstehen rund 20 Einzelgrundstücke, erschlossen über eine Einbahnstraße mit begleitenden Grünstreifen. Die besondere Qualität des Standorts liegt im Spannungsfeld von städtischem Wohnen, landschaftlicher Nähe und vorhandenen Freiräumen: Direkt angrenzend befinden sich ein Volkspark und ein Naturschutzgebiet, im westlichen Umfeld zwei Seen.

Städtebaulich wird die Anlage durch zwei viergeschossige Kopfbauten mit altengerechten Wohnungen gefasst. Sie bilden Auftakt und Abschluss des Quartiers und geben dem langgestreckten Areal eine klare räumliche Ordnung. Dazwischen entstehen neun zweigeschossige Häuser in offener Bauweise auf real geteilten Grundstücken. Der Entwurf entwickelt damit ein vielfältiges Wohnangebot, das als Villa, Doppelhaus oder Generationshaus umgesetzt werden kann.

Identitätsprägendes Zentrum der Anlage ist ein Obsthain, der sich als halböffentlicher Grünzug durch das gesamte Wohnband zieht. Er schafft einen ökologisch wirksamen Biotopverbund, verankert das Quartier im landschaftlichen Kontext und erzeugt zugleich einen neuen Genius Loci für das Nachbarschaftswohnen. Als gemeinschaftlich erlebbarer Freiraum stiftet er Orientierung, Atmosphäre und Zugehörigkeit.

Für die beengten Grundstückszuschnitte wurde eigens ein Gebäudetypus entwickelt, der auf räumliche Qualität statt auf Größe setzt. Eingeschnittene Atrien verzahnen Wohnraum und Garten, schaffen geschützte Außenräume und ermöglichen ein Höchstmaß an Privatheit trotz der baulichen Enge. So entstehen Häuser, die Offenheit und Rückzug in ein präzise austariertes Verhältnis setzen.

Die Architektur folgt einem ruhigen, einheitlichen Gestaltungskanon. Klare kubische Baukörper, präzise gesetzte Öffnungen und eine zurückhaltende Fassadensprache verleihen dem Quartier seine zeitlose Identität. Ergänzt wird der Entwurf durch ein ganzheitliches Energiekonzept mit Passivhausstandard, passiver Solarenergienutzung, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Fernwärmeanschluss und optionaler Photovoltaik. So verbindet die Studie die Nachnutzung einer Infrastrukturbrache mit architektonischer Klarheit, ökologischer Substanz und einem starken Bild von gemeinschaftlichem Wohnen.

Der Wettbewerbsbeitrag für die Stadt Apolda beantwortet die Aufgabe des Auslobers auf zwei Ebenen: als konkreter Realisierungsvorschlag für eine altengerechte Wohnanlage mit 40 Wohnungen und gemeinschaftlichen Nutzungen sowie als städtebaulicher Impuls für das umliegende Quartier. Im historischen Stadtzentrum entwickelt der Entwurf eine Wohnform, die barrierefreies Wohnen, soziale Nähe und eine qualitätsvolle Einbindung in den Stadtraum miteinander verbindet. Das architektonische Konzept sieht zwei kompakte Baukörper vor, die das Quartier räumlich fassen und mit einer klaren Blockschließung auf die gewachsene Stadtstruktur reagieren. Im Mittelpunkt steht ein geschützter, innenliegender Bewohnergarten, um den die Wohnanlage organisiert ist. Die Wohnungen werden vom Hof aus über offene Laubengänge erschlossen. Diese sind nicht nur Zugangszonen, sondern erweitern die Wohnungen um kommunikative Übergangsbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität. Ein rollstuhlgerechter Aufzug im zentralen Treppenhaus gewährleistet die barrierefreie Erschließung aller Ebenen.

Die Wohnungsgrundrisse sind konsequent auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet. Die Aufenthaltsräume orientieren sich nach Süden und zum Garten, die Nebenräume zur Straße beziehungsweise nach Norden. So entstehen helle, ruhige und gut nutzbare Wohnungen mit klarer Zonierung. Der Wohnraum ist als großzügiger, kommunikativer Mittelpunkt der barrierefreien Wohnungen gedacht; unterfahrbare Arbeitsplatten und die übersichtliche Organisation der Räume unterstützen den altersgerechten Alltag. Ein wesentlicher Baustein des Entwurfs ist der gemeinschaftliche Begegnungsbereich. Mit dem eingeschossigen „Rittersaal“, seiner angelagerten Terrasse zum Garten sowie dem Foyer wird die von der Auslobung geforderte gemeinschaftliche Nutzung in überzeugender Weise umgesetzt. Der befestigte Gartenhof ist diesem Bereich direkt zugeordnet und schafft Raum für kleine Feste, gemeinsames Grillen oder nachbarschaftliche Aktivitäten. Damit wird die Wohnanlage nicht nur als Ort des Rückzugs, sondern auch als sozialer Lebensraum gedacht.

Auch die Freiraumplanung folgt dieser doppelten Logik aus Ruhe und Begegnung. Die rund 4.300 m² große Grundstücksfreifläche gliedert sich in Gartenräume mit Wiesen, Hecken und Blumenrabatten, in einen befestigten Hofbereich sowie in Erschließungs- und Parkierungsflächen. Der Garten dient im Wesentlichen der kontemplativen Erholung, während die befestigten Bereiche gemeinschaftlich nutzbar sind. So entsteht ein differenziertes Freiraumangebot, das den Alltag älterer Bewohner ebenso unterstützt wie das soziale Miteinander. Über den Realisierungsteil hinaus formuliert der Beitrag einen präzisen städtebaulichen Ideenteil. Der angrenzende Schulplatz wird durch bauliche Einfassung, Baumdach und Wasserspiel als öffentlicher Stadtraum aufgewertet. Für die Bachstraße schlägt der Entwurf eine verkehrsberuhigte Gestaltung mit Solitärbaum, Bänken und neuen Stadtgärten vor. Damit versteht sich das Projekt nicht als isoliertes Gebäude, sondern als Impuls für die Weiterentwicklung des gesamten Umfelds. Gerade in dieser Verbindung von altengerechtem Wohnen, Gemeinschaft und Stadtreparatur liegt die Qualität des Wettbewerbsbeitrags.

Gestalterisch setzt der Entwurf auf eine ruhige, präzise und der Altstadt angemessene Architektursprache. Ein farblich einheitliches Material für Dach und Fassade, die Ausbildung der Traufe ohne Dachüberstand sowie die kompakte Bauweise fassen die Gebäudehülle zu einer klaren Einheit. So entsteht ein Neubau, der sich selbstverständlich in den historischen Kontext einfügt, ohne auf Eigenständigkeit zu verzichten.

Allgemein
Untersucht wurde sowohl der Dachausbau im Zuge der Zusammenlegung der darunterliegenden Wohnung im 4.OG, als auch die Variante einer separaten Dachwohnung zwischen jeweils 2 Treppenaufgängen. Dabei wurde ein praktikabler und wirtschaftlicher Entwurf erstellt, welcher attraktive Wohnungen unter Berücksichtigung des Denkmalwertes und unter Beachtung zur Bauordnung beinhaltet.

Entwurf
Um möglichst sensibel mit der vorhanden Substanz umzugehen und auf die Belange der Denkmalbehörden Rücksicht zu nehmen, sieht der Entwurf vor, die vorhandenen Gesimskanten des Pultdaches zu belassen. Um trotzdem die erforderliche Raumhöhe zu erreichen, wird das neue Dach in der Neigung umgekehrt. Die ehemalige Firstkante wird zur Traufe des neuen Daches. In der gleichen Dachneigung wie zuvor steigt das Dach nun von hier aus an, anstatt abzufallen und endet ca. 2,30 m vor der gegenüberliegenden Außenwand. In dem an dieser Stelle entstehenden Versprung zwischen vorhandener und neuer Dachfläche wird zur besseren Belichtung ein durchlaufendes, senkrecht stehendes Fensterband eingeplant. Zusätzlich werden zwischen dem Versprung der Dachflächen und Außenwand Atrien eingeschnitten, die rundum verglast den Innenraum belichten und intime, nicht einsehbare Terrassen bilden. In die Drempelwände werden keine neuen Öffnungen geschnitten, die Fassade bleibt vom Ausbau unberührt. Die Grundrisse haben durch die fließenden Räume und den großen Wohnbereich Loft-Charakter.

Das städtische Quartier:
Der neue Stadtbau-Körper an der Kreuzung Rathenau/Otto-Nagel-Straße berücksichtigt durch seine zurückhaltende Fassadenstruktur die besondere städtebauliche Umgebung und bietet zugleich moderne Freiraum-Angebote für das Quartier. Der Neubau am repräsentativen Vorplatz dient sowohl als Wohn- und Geschäftshaus und schafft zugleich neue öffentliche Aufenthaltsangebote für Kinder, Erwachsene und Senioren.

Die gute Anbindung an den ÖPNV wird durch die gestalterische Neu-Konzeption der Bushaltestelle unterstrichen. Die vorhandene Freitreppe und der auf dem Nachbargrundstück vorgesehene Wendeplatz für Entsorgungs- und Rettungsfahrzeuge ist als halböffentliche Durchwegung konzipiert – hier bietet der Entwurf Gestaltungsspielraum für die Anwohnerschaft. Kiezfeste, Nachbarschaftsaktionen, öffentliche Zusammenkünfte aller Art sind möglich und erwünscht. 

Das Gebäude:
Das Gebäude ist als Massivbau konzipiert.
Für die erforderlichen PKW-Stellplätze wird die Trafostation zurückgebaut; an dieser Stelle entsteht eine zweigeschossige belüftete Garage.
Sämtliche technischen Anschlüsse befinden sich im Untergeschoss. Wir gehen davon aus, dass ein Energieunternehmen im Contracting-Verfahren einen Wärme-Erzeuger für Heizung und Warmwasser erstellt und betreibt. Der entsprechende Aufstell-Ort befindet sich dann im Untergeschoss.

Die Filiale:
Der Entwurf der Geschäftsstelle der Sparkasse Oder-Spree mit einer Hauptmietfläche von 273 m² erfüllt das geforderte Raumprogramm mit SB-Zone im 24h-Betrieb, vier Beratungsräumen, zwei Kassen- und Serviceplätzen sowie einem Schließfachraum. Alle erforderlichen Neben- und Sozialräume – der IT-Raum und die Abstell- und Putzmittelräume – sind innerhalb der Filiale untergebracht. Im Untergeschoss sind zudem Reserve- und Abstellflächen vorhanden. Direkt vor der Filiale in der Rathenaustraße befindet sich ein der Filiale zugeordneter PKW- Stellplatz für Kurzzeitparker. Alle öffentlich zugänglichen Bereiche sind hell, transparent und modern designt. Die zentralen Wartebereiche sind mit den Stehberater-Plätzen kombiniert und bieten eine angenehme Aufenthaltsqualität.

Die Wohnungen:
Alle Wohnungen orientieren sich zum Sonnenlauf, die Wohnbereiche mit Terrassen und Loggien sind nach Süden, zum neu geschaffenen Stadtteilplatz, ausgerichtet. Der gewünschte Wohnungsschlüssel für die Obergeschosse mit je drei Wohnungen und Wohnflächen zwischen 70 m² und 80 m² ist im Entwurf realisiert.
Im Dachgeschoss sind zwei Loft-Wohnungen mit einer Wohnfläche bis 100 m² zzgl. großzügiger Dachterrassen vorgesehen.
Der Eingangsbereich in die Wohnungen und die Flurgestaltung sind jeweils großzügig ausgelegt; die Grundrisse sind offen, freundlich und hell. Alle Wohnungen können schwellenlos mit Aufzug erreicht werden.  Räume für Waschmaschinen und Trockner sind wunschgemäß im Untergeschoss vorgesehen. In den Abstellräumen der Wohnungen ist ebenfalls ein Waschmaschinen-Anschluss möglich.

Die Ausstattung:
Die Wohnungen sind mit Echtholz-Parkettböden ausgeführt, die Wände sind weiß beschichtet. Die Innentüren sind als Massivholztüren ausgeführt, farblich abgestimmt sind die Eingangsbereiche mit Einbau-Garderoben versehen. Die Bäder sind mit hochwertiger Sanitär-Keramik und exklusiven Designfliesen versehen; die Duschen sind bodengleich ausgeführt. Alle Sanitär-Objekte werden entsprechend aufeinander abgestimmt.