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Einfamilienhaus in Berlin – moderne Architektur von Büro13

Modernes Einfamilienhaus am Steglitzer Hafen in Berlin: In unmittelbarer Nähe zum Wasser und eingebettet in eine gewachsene Nachbarschaft aus Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Villen entwickelt sich auf einem 797 m² großen Grundstück eine Architektur, die Klarheit, Ruhe und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Der Ort ist geprägt von Grün, Offenheit und einer fast mediterranen Gelassenheit – ein Umfeld, das nach einer zeitlosen, präzise formulierten Antwort verlangt.

Das Haus orientiert sich an der Idee des Bauhauses, ohne historisierend zu sein. Klare Linien, reduzierte Formen und ein markantes Flachdach bestimmen die Silhouette. Der Baukörper ist in differenzierte Kuben gegliedert, die sich in Höhe und Tiefe leicht staffeln und so ein spannungsvolles Spiel aus Volumen und Proportion erzeugen. Jeder Kubus trägt eine eigene inhaltliche Bedeutung: Die Garage fügt sich selbstverständlich ein, der Koch- und Essbereich bildet das kommunikative Herz des Hauses, während der zweigeschossige Wohn- und Schlafbereich als vertikale Dominante Präsenz zeigt. Architektur wird hier nicht addiert, sondern komponiert.

Die Materialität unterstreicht diese Haltung. Das Erdgeschoss erscheint kraftvoll und geerdet mit einer Fassade aus Betonschalung – strukturiert, ehrlich, dauerhaft. Darüber setzt sich das Obergeschoss mit einer präzisen Holzlattung ab. Der leichte Versprung verleiht dem Baukörper Dynamik, das Holz bringt Wärme und Natürlichkeit in die klare Geometrie. Die Kombination aus Sichtbeton und Holz steht für einen bewussten Dialog zwischen Modernität und Sinnlichkeit. Außen wie innen entsteht eine ruhige, authentische Atmosphäre, die Beständigkeit und Geborgenheit zugleich vermittelt.

Im Inneren öffnet sich das Raumkonzept mit einem Split-Level im Obergeschoss. Über dem Koch- und Essbereich entsteht ein zweigeschossiger Luftraum, der Weite und Transparenz schafft. Blickbeziehungen verbinden die Ebenen, Licht und Raum fließen ineinander. Großflächige Fenster in drei Himmelsrichtungen holen das Tageslicht tief ins Haus und schaffen eine starke Verbindung zur Umgebung. Die Lichtkuppel im Obergeschoss setzt einen zusätzlichen Akzent und lässt Treppenraum und Flure zu hellen, lebendigen Übergangszonen werden. Hier entsteht kein statisches Raumgefüge, sondern ein lebendiger Organismus aus Höhen, Ebenen und Perspektiven.

Besonders prägend ist die Atmosphäre: Morgens fällt das erste Licht über die Holzlattung in die Wohnräume, mittags zeichnen klare Schatten die Geometrie der Fassade nach, abends spiegeln sich Himmel und Grünflächen in den großzügigen Verglasungen. Das Haus reagiert sensibel auf seine Umgebung und macht die Veränderlichkeit des Tages erlebbar. Es bietet Rückzug und Offenheit zugleich – private Zonen in den oberen Ebenen, kommunikative Bereiche im Zentrum.

Die Überbauung eines bestehenden Kellers ist Ausdruck eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen. Bestehende Substanz wird weitergedacht, Potenziale werden genutzt, ohne neu zu versiegeln. Nachhaltigkeit zeigt sich nicht als technisches Schlagwort, sondern als selbstverständliche Haltung im Entwurfsprozess. Das Gebäude versteht sich als langfristige Investition in Qualität, Wertbeständigkeit und Lebensqualität.

Dieses Einfamilienhaus steht für moderne Wohnarchitektur in Berlin, für Bauhaus-inspirierte Formensprache, für Split-Level-Raumkonzepte, großzügige Lichtführung und eine hochwertige Kombination aus Beton und Holz. Es verbindet architektonische Präzision mit emotionaler Wärme. Nicht spektakulär im lauten Sinn – sondern klar, konsequent und selbstbewusst.

Ein Haus, das wenig Wünsche offenlässt.
Ein Ort, der Raum für Leben schafft.
Architektur mit Haltung – zeitlos gedacht und nachhaltig entwickelt.

Hamburg Billstedt- Wohnhöfe

Das Wohnquartier befindet sich im östlichen Teil Hamburgs, zugehörig dem Stadtteil Billstedt. Umschlossen wird das Gebiet von der Autobahn A 24 im Norden, dem Schleemer Bach und Öjendorfer See im Osten. Die angrenzenden Flurstücke im Süden sind durch Genossenschaften ebenfalls mit zweigeschossigen Wohnbauzeilen bebaut, hinter diesen folgt weiter Richtung Süden der Friedhof Öjendorf. Westlich schließt das Quartier an die Infrastruktur der Wohngegend Billstedt‘s an, ausgestattet mit Nahversorgung, einer Vielfalt an Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten – gut angeschlossen an das ÖPNV-Netz. Mit See und Park in fußläufiger Umgebung ist ebenfalls die Nähe zur Natur gegeben.

Die Neubausiedlungen schafft 106 neue kostengünstige Wohneinheiten des gleichen Wohnungstypus. Hierbei handelt es sich um Mietwohnungen ausgerichtet für sozialen Wohnungsbau.

Entwurflich abgestimmt sind die Gebäudezeilen auf eine 2-Geschossigkeit, jeweils mit zusätzlichem Staffelgeschoss und Flachdach. Gestaffelt ist die 3. Etage zur Gartenseite hin. Die lokal angepasste Fassade ergibt sich aus einer Kombination gestalterischer Elemente. Prägende Materialien sind Klinkerriemchen in braun-gelblicher Färbung und eine weiße Putzoberfläche in glatt und profilierter Ausführung. Die beiden unteren Geschosse werden zu einem umlaufenden Sockel mit Riemchenoberfläche zusammengefasst, das Staffelgeschoss in glatter Putzoberfläche. Dieser springt im Bereich der Fenster zurück und wird als Besenstrichoberfläche ausgebildet. Kellerersatzräume hinter dem Haus dienen der Terrassenabtrennung zwischen Nutzungseinheiten, und sind gestalterisch im Zusammenhang mit der Terrasse und dem Vordach des Eingangsbereich auf der Vorderseite zu sehen.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Die umgebende Bebauung ist geprägt von zeilenartiger 3-geschossiger Bebauung entlang des Lindenberger Wegs. Durch die angrenzende vier- bis fünfgeschossige Wohnbebauung des Eichenrings mit 221 Wohnungen und Tiefgarage hat sich der Gebietscharakter entsprechend verändert, es entstehen in 3 oberirdischen Häusern insgesamt 57 Wohneinheiten. Nach Rückfrage bei der Gemeinde werden derzeit vor allem Familienwohnungen nachgefragt und gewünscht. Es wird auf dem Flurstück 874 ein generationsübergreifender Spielplatz errichtet.
Die Retensionsdächer auf den Häusern 1 und 2 können durch die Nutzer in Teilen auch als Urban Garden genutzt werden. Das Grundstück ist durch öffentliche Leitungssysteme sowohl mit Trinkwasser als auch mit Schmutzwasserkanälen erschlossen. Alle 3 Gebäude und das Dach der Tiefgarage werden mit extensiven Gründächern mit Retentionsdächern mit Regenwasserrückhalteeinrichtungen geplant. Normale Regenereignisse werden somit auf den Dächern gehalten und zur Verdunstung gebracht. Damit werden die Niederschläge dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt und das Mikroklima in unmittelbarer Umgebung wesentlich verbessert. Für Starkregenereignisse werden auf dem Grundstück entsprechende Spei-chermedien (Zisternen) geplant, die das Regenwasser für einen 2. Wasserkreislauf (Grauwassernutzung) auf dem Grundstück speichern. Alle Wohneinheiten in den Gebäuden 1 und 2 sind barrierefrei erreichbar. Im Gebäude 1 entstehen 12 von 21 Wohneinheiten mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Im Gebäude 2 entstehen 4 und im Gebäude 3 weiter 3 Wohneinheiten jeweils in den Erdgeschossen der Gebäude mit dem Wohnstandard „B“ für barrierefreies Bauen. Ein Personenaufzug erschließt alle vertikalen Ebenen schwellenlos. Die Aussenanlagen und die Hauseingänge sind barrierefrei begehbar und erreichbar. Alle Gebäude erfüllen die Anforderungen des Effizienzhaus 55 nach dem KfW-Standard und übererfüllen somit die gesetzlichen Anforderungen. Heizungsenergie wird durch eine Luftwasserwärmepumpen mit Unterstützung durch Photovolataikanlagen erzeugt. Das Warmwasser wird dezentral durch Wohnungsstationen bereitgestellt.

Das Planungsgrundstück liegt mitten in Wildau, direkt nördlich des Wissenschaftscampus mit der Technischen Hochschule und zahlreichen wissenschaftlichen Instituten. Die nach Norden schmal zusammenlaufende Grundstücksfläche weist einige herausfordernde Bedingungen auf. So verlaufen auf der Ostseite die Bahngleise Richtung Berlin, von denen aus Lärmschutzgründen ein Abstand von 20 m eingehalten werden muss. An der südwestlichen Ecke des Grundstücks befindet sich ein Strommast, von dessen Leitungen ein Mindestabstand von 5 m eingehalten werden muss. Im Norden schließt sich ein Wohnviertel mit Einfamilienhäusern an, das Grundstück selbst ist allerdings als Gewerbegebiet definiert. Diese Festlegung schließt eine dauerhafte Wohnnutzung aus. Mit der Idee eines Boardinghauses soll diese Anforderung umgesetzt werden.
Das gesamte Gebäude wirkt zur Straßenseite eher geschlossen und öffnet sich mit Terrassierungen auf der Hofseite. Das Sockelgeschoss und das zurückspringende Dachgeschoss aus Backstein nehmen die Materialsprache der umgebenden Bebauung der Schwartzkopff-Siedlung auf. Die Form des Gebäudes ergibt sich zum einen aus den geometrischen Anforderungen durch die Abstände zu Bahngleisen und Stromleitung, zum anderen aus der Himmelsausrichtung und der Nutzung.

Die Fassade zur Freiheitstraße ist leicht geknickt, wodurch ihr die Länge und Massivität genommen werden. Die beiden Gebäudeflügel, die sich an der West- und der Ostseite anschließen, öffnen sich nach Norden zu einem großzügigen Innenhof.

Im Erdgeschoss befinden sich, neben Boardingzimmern und Funktionsbereichen wie Küche und Lagerräumen, ein großzügiges Foyer mit Empfang und ein gemeinsamer Frühstücksraum. Im Ostflügel, zur Bahnlinie hin, ist ein Parkdeck geplant. Dessen Ausrichtung zu den Bahngleisen hat das Ziel das hohe Lärmaufkommen abzuschirmen. Erschlossen werden die Parkplätze über eine Zufahrt von der Freiheitstraße. In den oberen Etagen befinden sich die restlichen 114 Boardingzimmer, sowie großzügige Terrassenflächen. Die Gebäudefläche des EG ist größer als die der Obergeschosse, ihr Dach bildet zur Hofseite eine große Terrasse aus. Diese kann als Dachgarten für Veranstaltungen oder zur Erholung und dem Networken dienen. Die Boardingzimmer orientieren sich in den Seitenflügeln zum ruhigen Innenhof, weg von den Bahngleisen bzw. vom Umspannwerk, die Zimmer des Mittelgebäudes liegen nach Süden. Geschlossene Laubengänge im Ost- und Westflügel dienen als zusätzliche Lärmpuffer.

Beim Bauvorhaben handelt es sich um ein bestehendes Ensemble der ehemaligen Schlossgärtnerei Varchentin. Das Objekt befindet sich in einer Randlage des Dorfes Varchentin, in Mecklenburg- Vorpommern und besteht aus mehreren Gelassen. Am Elendsbruch 1 befindet sich das ehemalige Wohnhaus der Gärtnerfamilie, umgebend liegen die Nebengelasse der ehemaligen Gärtnerei aus unterschiedlichen Bauzeiten. Auf beiden Grundstücken befinden sich dauerhaft zum Wohnen genutzte Gebäude. Das Grundstück selbst befindet sich in einem Denkmalbereich. Darüber hinaus ist das Herzstück des Ensembles, das sogenannte Palmenhaus, selbst Denkmal. Im Dezember 1997 wurde es in die Denkmalliste des Landkreises Müritz aufgenommen, als 1-geschossiges Ziegelsteingebäude, massiv mit Satteldach.

Die Nutzung des Ensembles, soll vor allem der Sicherung der Gebäudesubstanz, dessen Erhalt und Unterhaltung dienen und so der Bestandsbewahrung des Denkmals.

Die vorhandene Gebäudekubatur wird ausgenutzt und geringfügig erweitert. Die noch vorhandene Gebäudesubstanz wird ertüchtigt und weiter genutzt. Das Grundstück soll vom halbjährlich genutzten Ferien- und Wochenendgrundstück  zum dauerhaften Wohnen umgenutzt werden. Der Charakter der Aussenanlagen soll wieder als Gärtnerei integriert und dem „Lenne´- Park“ zugehörig werden. Hierzu zählt die Pflege der großen Obstplantage, die Wiederanlage des Gemüsegartens und die Betreuung der kleinen Ackerflächen. Der Gemüsegarten soll die Bewohner mit  frischem Obst und Gemüse versorgen. Zu einem späteren Zeitpunkt, soll das Objekt wieder als Gärtnerei genutzt werden.  Markant ist die, sich über das gesamte Grundstück ziehende Aufzugsmauer, an die sich die Nebengebäude und Gewächshäuser anlehnen und die lediglich vom zentralen Palmenhaus unterbrochen wird. Die vorhandenen Außenwände aus bauzeitlichen Backsteinen sowie die vorhandenen tragenden Innenwände bleiben bestehen und erhalten, bestehen und erhalten oberseitig einen Lehmverputz. Das geringfügig angehobene Dachtragwerk und die Geschossdecke des nördlichen Baukörpers wird als schlanke Holzkonstruktionen mit Gefache ausgeführt. Die Dachkonstruktion nach Süden wird als Gewächshauskonstruktion mit Isolierverglasung derart nachgebildet, dass eine ruhige Oberfläche entsteht und das Ensemble, Palmenhaus mit  rechts  und links angelagerten  Gewächshäusern, wiederersteht und ablesbar wird. Die teilweise vorhandene ehemalige Gewächshauskonstruktion aus bauzeitlichen „Thomasstahl“ wird unterhalb der neuen Konstruktion erhalten, denkmalpflegerisch gesichert. Die Primärenergieversorgung des Objekts soll über Solarthermische Anlagen erfolgen. Hierzu wird auf der Dachkonstruktion eines  offenen Geräte- und Maschinen Unterstands der Gärtnerei eine PV Anlagen vorgesehen.

Der 6 geschossige Neubau passt sich in die Straßenflucht ein, nimmt wesentliche Gestaltungsmerkmale des Straßenprofils wie Sockelgeschoß und Traufe auf. Alle Wohngeschosse öffnen sich nach Süd-Ost zum innerstädtischen Grünbiotop des historischen Berliner Garnisionsfriedhof. Die Hausfassade bildet mit ihrer halbtransparenten Geschlossenheit eine zurückhaltende Geste zum Stadtraum zwischen den extrovertierten Fassaden der Nachbarn. Akzente setzt sie durch die Materialität und die Art des Entstehens, erstellt in innovativen und handwerklichen Fertigungs- und Verarbeitungstechniken. Das bauliche Regal der Etagen wird im Gebäudeinneren weitestgehend stützenfrei erstellt. Alle Funktionsbereiche umschließen den Zentralraum: das offene Atrium. Auch die Untergeschosse erhalten Tageslicht durch das Atrium, welches unter Terrain geführt ist.
Sämtliche Bereiche sind schwellenlos und barrierefrei zu erreichen. Im Untergeschoss wird eine Gastro-Erlebnislandschaft entstehen. Die Obergeschosse können individuell an die sich ändernden Lebensumstände der Bewohner angepasst werden.

Die Häuser selbst fungieren als Wärmefallen und sind Energieautark geplant. Der Fassadenbau aus Holz und CO2 neutrale Materialien regulieren die Feuchtigkeit und bilden die Basis für ein gesundes Raumklima – die Gebäude atmen. Ein abgestimmtes Belüftungssystem steuert die Luftzirkulation. Die Ferienhäuser sind einer, in Strandnähe mitten im Wald gelegenen, Ferienanlage angeschlossen – Ideal für einen Urlaub für die ganze Familie mitten in der Natur. Alle Häuser verfügen über nach Süden ausgerichtete langgezogene Dachflächen, die mit Photovoltaik Platten belegt sind und so den Sonnenschein optimal nutzen. Die zum Westen offen gestaltete Hausseite bringt Helligkeit und Wärme ins Haus. An den Wänden bieten klappbare Lamellen die Möglichkeit zur Verschattung. Die ungewöhnliche asymmetrische Bauweise prägt das markante Aussehen der Anlage. Die Häuser sind im Holzsystembau mit einem hohen Grad an Vorfertigung geplant. Diese kinderfreundliche Siedlung verfügt über verschieden große Objekte und Varianten. Sie kann mit den unterschiedlichen Typen zum Beispiel: mit Doppelhäusern für Mehrfamilien oder den kleineren 78m2 großen Modellen oder den Bungalows (109 m²), erweitert werden. Die familiengerechten zweistöckigen Holzhäuser sind insgesamt 121 m² groß und mit sechs Personen maximal belegt. Vorgelagert liegt bei allen Modellen eine großzügige Terrasse. Offene Wohnräume mit integrierter Küche und hohen Lufträumen geben ein angenehmes Raumgefühl. Die Wohnungen sind mit einer Sauna und einem Kamin geplant und verstärken Wohlbefinden und Erholung. Natürlich sind die Ferienhäuser auch im Winter umweltfreundlich über die geothermische Anlage mit einer Kraft-Wärme-Kopplung beheizbar und die Photovoltaikanlage erzeugt den Betriebsstrom.

Diese Anlage präsentiert sich unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltig zeitlos und trotzdem Modern.

 

In Brietlingen bei Lüneburg entstand der Entwurf für das Produkt Lively, ein Gebäude mit 88 barrierefreien Wohneinheiten, das Betreutes Wohnen konsequent als selbstbestimmtes Zuhause versteht – ergänzt um Serviceangebote, die man aus der Hotellerie kennt. Gemeinsam mit dem Betreiber wurde ein Konzept entwickelt, das nicht „Versorgung“ in den Mittelpunkt stellt, sondern Lebensqualität, Wahlfreiheit und Alltagserleichterung: ankommen, orientieren, zu Hause sein – und bei Bedarf Unterstützung dazuschalten. Lively steht für ein offenes Quartier und möchte eine neue Wohnform für das Leben im Alter anbieten und glaubt an ein offenes Quartier und starke lokale Strukturen.

Die markante Zickzackform erzeugt fünf geschützte Höfe als grüne Wohninseln mit unterschiedlichen Schwerpunkten – von Begegnung und Aktivität bis Rückzug. So entsteht ein Inklusionswohnen, das Gemeinschaft ermöglicht, ohne Privatheit zu verlieren. Alle Apartments erhalten einen privaten Außenraum (großer Balkon oder Terrasse) und profitieren von einer Gebäudestruktur, die die Wohneinheiten überwiegend nach Süden, Osten und Westen ausrichtet. Die Erschließung ist als helle, natürlich belichtete Kommunikationszone gedacht: Flure erschließen nur punktuell beidseitig und bleiben dadurch freundlich und übersichtlich.

Zentral liegt ein großzügiger Empfangs- und Lobbybereich mit Aufenthaltsqualität – das „Herz“ des Hauses – ergänzt um Büro- und Therapieräume sowie Flächen für Serviceleistungen. Gemeinschaftsräume sind gezielt an Gebäudeecken und -enden platziert; im oberen Geschoss erweitert eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum das Angebot. Höhepunkt ist der barrierefrei erschlossene Dachgarten als zusätzlicher Gemeinschaftsbereich – mit Platz für Aufenthalt und Urban Gardening (Kräuter- und Gemüsebeete) als aktivierende, verbindende Alltagsqualität.

Die Projektstudie Lüneburg – Servicewohnen mit 88 Apartments wurde von Beginn an unter den Prämissen des robusten Bauens entwickelt. Der Entwurf setzt auf eine klare, logisch aufgebaute Trag- und Ausbaustruktur, wiederholbare Details und eine hohe Ausführbarkeit auf der Baustelle. So werden Komplexität und Fehleranfälligkeit reduziert, was insbesondere bei einem Projekt dieser Größe zu einer verbesserten Kosten- und Terminsicherheit führt. Gleichzeitig entsteht ein langlebiges Gebäude, das im Betrieb wirtschaftlich bleibt und sich bei Bedarf an künftige Nutzungsanforderungen anpassen lässt.

Konstruktiv ist die Studie zudem als Holzhybrid gedacht: Holz wird dort eingesetzt, wo es seine Stärken bei Gewicht, Montagegeschwindigkeit und CO₂-Bilanz ausspielt, während mineralische oder stählerne Bauteile gezielt dort vorgesehen werden, wo sie funktionale Vorteile bringen – etwa für aussteifende Bereiche, robuste Sockelzonen oder brandschutz- und schallschutzrelevante Anforderungen. Dadurch verbindet das Konzept ökologische Qualitäten mit hoher technischer und betrieblichen Robustheit.

Für die serielle Struktur des Servicewohnens mit seinen vielen ähnlichen Einheiten wurde darüber hinaus die Holzmodulbauweise als konsequentes Prinzip mitgedacht: ein hoher Vorfertigungsgrad, wiederholbare Apartment-Module und eine montageorientierte Planung ermöglichen eine kurze Bauzeit, eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität und eine präzise Planbarkeit von Kosten und Abläufen. In Summe entsteht so ein wirtschaftliches, nachhaltiges und baulich zuverlässiges Konzept, das die Anforderungen an modernes Servicewohnen in Lüneburg überzeugend zusammenführt.
Gleichermaße wurde bei der Planung die Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude DGNB Gold vorgesehen udn geplant.

Über ein Konzeptverfahren soll eine Genossenschaft oder einen gemeinnützigen Verein gefunden werden, der das Grundstück in Mitte pachtet und dort ein entsprechendes Konzept umsetzt.
Gemeinsam mit den Performancekünstler:innen des Vereins APA-B haben wir nach einem Ansatz gesucht, einen konkreten Ort für die Performancekunst zu entwickeln, ein Haus als Teil des Stadtorganismus. Der Stadtraum durchfließt die Eingangsebene und bildet eine halböffentliche Durchwegung zwischen der Straße und dem öffentlichen Naturraum im Blockinneren. Der Eingang in diese Passage ist in der Stadtfassade so integriert, dass der Durchgang als Fuge in einen Versteckten Garten mündet, der zugleich Zentralraum, Atrium und Erschließung für das Haus ist. Die zentrale Erschließung schraubt sich inszeniert in den Himmel und in die zwei Untergeschosse. Die Spirale wird durch Bepflanzung selbst zu einem vertikalen Garten. Die Hausfassade bildet mit ihrer halbtransparenten Geschlossenheit eine zurückhaltende Geste zum Stadtraum zwischen den extrovertierten Fassaden der Nachbarn. Akzente setzt sie durch die Materialität und die Art des Entstehens, erstellt in innovativen und handwerklichen Fertigungs- und Verarbeitungstechniken.
Das bauliche Regal der Etagen wird im Gebäudeinneren weitestgehend stützenfrei erstellt.
Alle Funktionsbereiche umschließen den Zentralraum: das offene Atrium. Auch die Untergeschosse erhalten Tageslicht durch das Atrium, welches unter Terrain geführt ist.
Im Erdgeschoss befinden sich eine Ausstellungsfläche und ein Kunstcafé. In den Obergeschossen gibt es zum einen Clusterwohnbereiche, mit einer Mischung aus Ateliers und reinem Wohnen, zum anderen einen Konferenzraum, ein Gemeinschaftsatelier, sowie Flächen für NGOs und sozio-kulturelle Organisationen.
Die Künstler:innen, die im Haus wohnen und/oder arbeiten haben die Möglichkeit dort sowohl zu produzieren als auch zu präsentieren.
In den Untergeschossen soll das Archiv des Künstlers Boris Nieslony Platz finden.
Es handelt sich um eine einzigartige Sammlung von Dokumenten/Verweisen zu ca. 6.000 Performance Künstler:innen weltweit. Die Bildabteilung umfasst Dias, Negative, Vintagen und mehrere hundert Stunden Filmmaterialien. Der Bestand ist im Prozess der Auflistung und Katalogisierung, wird aktuell digitalisiert und in die Datenbank der Museumsbibliothek aufgenommen.

Klare, quadratische Grundrisse, im Grundmaß ca. 8 x 10 m, prägen das Erscheinungsbild der modernen kubischen Wohnhäuser. Das charakteristische Erscheinungsbild unterstützt die Markenbildung. Die vier individuell geplanten, freistehenden Einfamilienhäuser bieten Wohn-/Nutzflächen von 189,80 bis 250,25 m2.

Extensive Gründächer bilden Dachterrassen auf den ein- oder zweigeschossigen Häusern. Gartenterrassen auf Wohnniveau mit Südausrichtung ergänzen die Aufenthaltsbereiche an der frischen Luft. Haus 1 und 2 werden ein-geschossig mit Dachterrasse und Haus 3 und 4 werden zwei-geschossig gebaut. Unkonventionelle Einzeldetails wie große Lufträume, Eckfenster und deckenhohe Holz-Alu-Fenster -fassadenbündig- teilweise auch mit Schiebeelementen, erhöhen die Attraktivität.

Diese exklusive Architektur setzt sich in der Ausstattung mit hochwertigen Materialien und Oberflächen sowie ein offenes Raumkonzept mit fließenden Räumen konsequent fort. Außerdem verfügen die Villen über Fußbodenheizung, Parkett sowie eine gehobene Sanitärausstattung.

Die Gebäude sind im ökologischen Holzsystembau und Massivbauweise durch erfahrene Handwerksfirmen gefertigt. Erweiterungsmodule im Baukastensystem (bspw. nutzbar als Garage oder Wintergarten) bieten weitere Möglichkeiten, um auf individuelle Bedarfe einzugehen.

Nullenergiehäuser mit ihren geothermischen Heizungsanlagen und kontrollierter Be- und Entlüftung bilden die Basis für energieeffizientes Wohnen.  Alle Gebäude sind voll unterkellert und verfügen über ein Heizkonzept mit Kraft-Wärme-Kopplung sowie beheizte Voll- Nutzkeller in WU-Beton, KfW-Effizienzhaus 70.

Integrierte Garagen oder ein überdachter Stellplatz sorgen für eine sichere Heimkehr auf trockenem Fuß und runden das Bild vom komfortablen Wohnen ab.

 

Die Absicht des Projekts war es, an reinen und minimalen Formen in Weißtönen zu arbeiten, um einen Bezug zur aquatischen Tonalität herzustellen. Im Fokus stand auch eine offene Gestaltung der Modelle, um das besondere Wohnerlebnis auf dem Wasser zu verstärken.

Im Erdgeschoss liegt das Esszimmer mit einer integrierten Küche mit Blick auf die Wellen und direktem Zugang zur vorderen Terrasse. In der zweiten Etage befinden sich ein großzügiger Wohnraum sowie zwei Schlafzimmer.

Eine Außentreppe führt Backbord zur der 26 m² großen Dachterrasse, die die Bewohner begeistern wird.

Dieser Prototyp ist auch in einer kleineren einstöckigen Variante verfügbar.

Städtische Nachverdichtung nutzt freie Flächen im Bereich bereits bestehender Bebauung. Dächer werden ausgebaut, leerstehende Gewerbegebäude umgenutzt. Wir wissen, dass die Städte wachsen werden. Das ist ein globales Phänomen. Damit die Städte lebenswert bleiben, müssen wir die Grünflächen in der Stadt erhalten und neue schaffen. Das wird in unseren Entwürfen stets berücksichtigt sowohl für Stadtklimatisierung als auch zur Anpassung an das wandelnde Klima mit den immer öfters auftretenden Starkregenereignissen. Grünflächen müssen als Versickerungs- und Speicherflächen neu geschaffen werden. Es bedarf ein Regenwassermanagement.
Im Falle der vorliegenden Nachverdichtungsstudie sind auf einer leer stehenden Gewerberemise 5 Wohngeschosse aufgestockt worden. Der oberen Wohnung wird das Dach direkt zugeordnet. Neben der Dachterrasse wird dort ein Dachgarten als Urban Garden entstehen. Das Regenwasser wird direkt auf dem Dachgarten gehalten und für die Gartenbewässerung genutzt.
Hier sind einige Wege, wie die Nachverdichtung zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen kann:
Flächeneffizienz: In dicht besiedelten städtischen Gebieten sind freie Flächen oft knapp. Durch die Innenverdichtung können bereits erschlossene Flächen optimal genutzt werden, ohne die Ausdehnung der Stadt in die umliegenden natürlichen Gebiete voranzutreiben. Dies schützt wertvolle Ökosysteme und begrenzt die Zersiedelung.
Förderung öffentlicher Verkehrsmittel: Nachverdichtete Stadtviertel sind oft gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Nähe zu Bus- und Bahnhaltestellen fördert die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und reduziert den Bedarf an individuellen Fahrzeugen. Dies mindert Verkehrsbelastung, Staus und Luftverschmutzung.
Reduzierung der Verkehrswege: Nachverdichtung ermöglicht es, wichtige Einrichtungen wie Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten näher an den Wohnraum zu bringen. Dadurch werden die täglichen Pendelwege verkürzt, was nicht nur Zeit spart, sondern auch den CO₂-Ausstoß und den Energieverbrauch verringert.
Erhaltung des kulturellen Erbes: In vielen Städten gibt es historische Gebäude und Stadtviertel, die für die Identität und Kultur der Stadt von Bedeutung sind. Die Innenverdichtung kann dazu beitragen, diese Gebiete zu erhalten, indem sie den Leerstand reduziert und Gebäude saniert werden, anstatt neue Flächen zu entwickeln.
Förderung der sozialen Interaktion: Nachverdichtete Stadtviertel können Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und öffentliche Plätze einschließen, die soziale Interaktion fördern. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft einen Raum für Begegnungen und Austausch.
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit: Bei der Nachverdichtung werden oft moderne Baustandards und Technologien angewendet, die zu energieeffizienten Gebäuden führen. Die Integration erneuerbarer Energien wie Solarenergie und die Implementierung von intelligenten Energiemanagementsystemen reduzieren den ökologischen Fußabdruck.
Steigerung der Wirtschaftlichkeit: Die effiziente Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur und die Konzentration von Einrichtungen führen zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Ressourcen. Dies kann zu Kosteneinsparungen führen und Investitionen in neue Infrastruktur minimieren.
Die Nachverdichtung im Wohnungsbau und Städtebau ist eine effektive Maßnahme, um dem Bedarf an Wohnraum in wachsenden Städten gerecht zu werden. Sie ermöglicht eine nachhaltige Stadtentwicklung und fördert die Lebensqualität der Bewohner.

Das ca. 1722 m² großes Grundstück liegt im Hamburger Stadtteil Volksdorf. Die nähere Umgebung ist grün und locker bebaut mit Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Villen. Das geplante Bauwerk besteht aus einer Gebäudezeilen, mit 8 Wohneinheiten. 

Jeweils zwei Wohneinheiten bilden ein Volumen. Die Eingangsfassaden der vier entstehenden Baukörper sind zur Straße hin um ca. 30° verdreht und parallel zum Straßenverlauf versetzt gestaffelt, der Dachfirst wiederum verläuft diagonal über dem annähernd quadratischen Grundriss. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Gebäudekubatur, die durch eine ähnliche Materialität von Fassade und Dachfläche unterstrichen wird. Die abgerundeten Kanten auf der Straßenseite harmonisieren den Gesamteindruck.   

Jede Wohneinheit hat eine eigene Zuwegung und einen Gartenanteil mit Terrasse. Der diagonale Dachfirst ergibt interessante Räume im Dachgeschoss mit einer Belichtung über große Eckfenster. Die Gebäudezeile ist mit einer gemeinsamen Tiefgarage unterkellert, die für jede Wohneinheit zwei Stellplätze vorsieht. 

Das Gebäude erfüllt die Anforderungen der EnEV 2014 (Stand 2016). Heizungsenergie und Warmwasser werden durch eine Gasbrennwerttherme erzeugt. 

 

 

Für den Standort an der Lüneburger Straße in Stade entstand im Rahmen eines Konzeptverfahrens der Entwurf für eine Bildungsakademie mit Schulungszentrum, die Lernen, Kommunikation und Identität in einem klaren architektonischen Ausdruck bündelt. Das Gebäude besetzt den Einfahrtsbereich der Heidesiedlung mit einer prägnanten, zugleich ruhigen Geste und formuliert einen eigenständigen Ort mit hoher Wiedererkennbarkeit.

Der Baukörper ist als kompakter Solitär mit weich gerundeten Gebäudeecken und horizontal gegliederten Fassadenbändern entwickelt. Seine architektonische Haltung ist robust, klar und dauerhaft. Die Klinkerfassade verleiht dem Haus eine hanseatisch geerdete Materialität und unterstreicht den Anspruch, ein repräsentatives, aber nicht vordergründiges Gebäude zu schaffen. So entsteht ein Haus, das Präsenz zeigt, ohne laut zu sein.

Im Inneren ist eine klar strukturierte Organisation vorgesehen, die sich besonders für eine Bildungsakademie eignet. Empfangs- und Eingangsbereiche schaffen eine eindeutige Adresse und ein angemessenes Ankommen. Besprechungs- und Schulungsflächen ermöglichen konzentriertes Arbeiten und unterschiedliche Lernformate. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Gemeinschaftsbereiche, gastronomische Angebote und Freiräume, die informelle Begegnung, Austausch und Aufenthalt fördern. Dachterrassen und Außenbereiche erweitern das Haus um zusätzliche Kommunikationszonen und stärken die Aufenthaltsqualität.

Besonders überzeugend ist die Offenheit des Konzepts für gemeinschaftliche und öffentlichkeitswirksame Nutzungen. Bereits in der frühen Entwurfsphase wurde ein zentraler Raum beziehungsweise ein Atrium als möglicher Ort für Veranstaltungen, Feiern, Happenings oder Wechselausstellungen mitgedacht. Damit versteht sich das Gebäude nicht nur als funktionales Schulungszentrum, sondern als lebendiger Ort des Wissenstransfers, der Begegnung und der institutionellen Identität.

Auch städtebaulich reagiert der Entwurf präzise auf den Standort. Das Grundstück am Eingang der Heidesiedlung bietet die Chance, einen markanten Auftakt zum Quartier zu formulieren. Der Baukörper nutzt diese Lage, um Präsenz im Stadtraum zu erzeugen und gleichzeitig durch seine abgerundete Form, seine klare Linienführung und die Freiraumbezüge eine selbstverständliche Einbindung in das Umfeld zu erreichen.

Die Bildungsakademie in Stade ist damit als ein Haus gedacht, das Funktionalität, Repräsentation und Gemeinschaft zusammenführt. Der Entwurf verbindet eine wirtschaftlich robuste Grundstruktur mit einer starken architektonischen Identität und entwickelt einen Ort, an dem Lernen, Arbeiten und Austausch selbstverständlich ineinandergreifen.

Das städtische Quartier
ist durch eine offene Blockrandbebauung in U-Form geprägt, welche einerseits einen klaren Straßenraum nach außen hin definiert, andererseits großzügige Gemeinschaftsflächen mit Spiel und Aufenthaltsangebot im Inneren der Wohnanlage anbietet. Die erdgeschossigen Terrassen definieren den privaten Freiraum der Erdgeschoßwohnungen, welcher durch Hecken sichtgeschützt von den halböffentlichen Gemeinschaftsangeboten aus Spielflächen für Jung und Alt separiert ist. Der Straßenraum folgt den Rhythmen der regelmäßigen Gebäudeabstände in einheitlicher Flucht hinter gemeinsamen und durch Hecken gefassten Vorgärten und den Baumalleen. Der Städtebauliche Entwurf knüpft an die Bauweise der Potsdamer Vorstadt mit der Typologie der Vorstadtvilla an, welche durch die Variation verschiedener Grundrisse differenziert Wohnangebote für Singles bis hin zum Familienwohnen schaffen.
Die Baukörper
folgen mit dem differenzierten gestalterischen Kanon dem Typus Villa, funktionale Fassadenvolumina, Fensterformate werden als stehende Formate ausgebildet, Balkone und Loggien schlank ausgebildet und unterstreichen die vertikale Gliederung. Sockel- und Gesimsbänder unterstützen die klassische Fassadengliederung ebenso wie die wechselnden hellen Putzflächen einer Farbfamilie in sorgsam aufeinander abgestimmten Pastelltönen. Die Gebäude werden durch klassische baukünstlerische Details wie die Kolonnade, das Torhaus und die Pergola umspielt und in das Gesamtensemble eingebunden.
Die Hauseingänge werden sowohl im Straßenprofil als auch in der räumlichen Abwicklung der Fassaden adressbildend hervorgehoben. Die unterkellerten viergeschossigen Einzelgebäude beinhalten insgesamt 112 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Alle Wohnungen verfügen sowohl über einen offenen Wohn-/Kochbereich als auch über einen Freisitz in Form einer Loggia oder einer ebenerdigen Terrasse mit zum Freiraum hin orientierter Gartennutzung. Das Flachdach ist als extensives Gründach ausgebildet.
Durch Einhaltung des Nullbarrierestandards der Außenanlagen in Verbindung mit den rollstuhlgerechten Erdgeschossen wird selbstbestimmtes Wohnen, Nachbarschaft und Kommunikation generationsübergreifend ermöglicht.
Kraftverkehr/Abstellflächen
Der ruhende PKW-Verkehr wird für das gesamte Quartier durch öffentliche Gemeinschaftsstellplätze sichergestellt. Die Gemeinschaftsflächen GST2 auf dem Grundstück werden mit einer begrünten Pergola durch immergrüne Vegetation gedeckelt. Zusätzliche private Stellplätze werden in der natürlich belüfteten gemeinsamen Tiefgarage im nördlichen Grundstücksbereich verbracht. Die gemeinsame Zu- und Abfahrt befindet sich im östlichen Grundstücksbereich, um den An- und Abfahrtsverkehr der Anwohner von den gemeinschaftlich genutzten Gartenbereichen fernzuhalten. Die Rampe ist, wie auch die portalartigen Grundstückszugänge, mittels Pergola eingefasst. Fahrradstellplätze befinden sich größtenteils in Abstellräumen aber auch dezentral in den Außenanlagen nahe der Hauseingänge. Gemeinsame Abstellräume für Fahrräder, Kinderwagen und Gehhilfen sind in den jeweiligen Hausbereichen angeordnet und für alle Nutzer zugänglich. Durch die Angebote an Gemeinschaftsflächen entstehen Kommunikationsinseln für die Bewohner. Wenn die Bewohner dieses Potential annehmen, entsteht Nachbarschaft.

Berlin Lichtenberg - Bebauungsstudie

Die besondere Stärke des Standorts liegt in seiner Lage mitten in der Berliner City-Ost. Hier treffen hervorragende Infrastruktur, urbane Erreichbarkeit und die seltene Möglichkeit aufeinander, citynahes Wohnen im eigenen Haus mit Garten zu realisieren. Genau in dieser Kombination liegt ein erhebliches Entwicklungspotenzial: für Familien, für anspruchsvolle Eigennutzer und für alle, die urbanes Leben mit privatem Freiraum verbinden möchten.

Die Bebauungsstudie übersetzt dieses Potenzial in ein robustes, vermarktbares Quartierskonzept. Unterschiedliche Grundstücksgrößen von etwa 350 bis 600 m² ermöglichen ein differenziertes Angebot für verschiedene Zielgruppen. Die klare Erschließung über Ringstraße und Stichstraße sorgt für gute Adressbildung, wirtschaftliche Umsetzbarkeit und eine sinnvolle Entwicklung in Bauabschnitten. Parallel zur Ruschestraße ergänzt eine private Grünfläche das Konzept um eine identitätsstiftende landschaftliche Qualität.

Ein wesentliches Entwurfsmotiv sind die eingeschnittenen Atrien. Sie schaffen geschützte Außenräume und ermöglichen Privatheit und Nachbarschaft zugleich. Damit erhält das Quartier nicht nur eine hohe Wohnqualität, sondern auch einen prägnanten architektonischen Wiedererkennungswert. Die Versorgung aller Einheiten über Fernwärme ergänzt das Konzept um einen nachhaltigen energetischen Baustein und stärkt die Zukunftsfähigkeit des Vorhabens.

Für uns beginnt erfolgreiche Projektentwicklung nicht erst mit dem Gebäudeentwurf, sondern mit der präzisen Analyse von Lage, Erschließung, Typologie, Freiraum und Markt. So entstehen Quartiere, die städtebaulich überzeugen, wirtschaftlich tragfähig sind und sich klar im Markt positionieren.

Wohnhof_ BIOTOP BARMBEK Baufeld HH-Barmbek_ BF 2c

Im Rahmen der Konzeptausschreibung der Stadt Hamburg für das Baufeld HH-Barmbek-Nord BF 2c haben wir mit BIOTOP BARMBEK ein Quartierskonzept entwickelt, das soziale Mischung, gelebte Nachbarschaft und ökologische Qualität mit einer robusten, wirtschaftlichen Bauweise verbindet. Ziel ist ein Wohnensemble, das nicht nur gebaut, sondern im Alltag dauerhaft funktioniert: mit klaren Räumen für Begegnung, einem identitätsstiftenden Freiraum und hoher Wohnqualität bis in die Dachlandschaft.

Ein lebendiges Quartier braucht verlässliche Alltagsstrukturen

BIOTOP BARMBEK organisiert die Bebauung als klar lesbares Ensemble mit einer geschützten, gemeinschaftlichen Mitte. Dieser Innenbereich ist nicht Restfläche, sondern sozialer Motor: Hier entstehen Sichtbarkeit, Sicherheit und Identität – weil Menschen sich begegnen, Dinge gemeinsam tun und der Außenraum aktiv genutzt wird.

Gemeinschaft & Inklusion: drei starke Erdgeschoss-Anker

Im Erdgeschoss verankern wir drei komplementäre Gemeinschaftsbausteine, die unterschiedliche Gruppen ansprechen und die Quartiersmitte täglich aktivieren:

  • Community Kitchen als niederschwelliger Treffpunkt: gemeinsames Kochen und Essen, interkulturelle Formate, Mehrgenerationen-Anlässe. Entscheidend ist eine klare Organisation (Nutzungsregeln, Pflege, Betrieb), damit der Raum langfristig trägt.
  • Community Workspace als Quartiers-Arbeitsort: flexible Arbeitsplätze und Rückzugszonen für Homeoffice, Selbständige und Projektarbeit. Der Workspace stärkt lokale Netzwerke, reduziert Wege und schafft produktive Nähe statt Vereinzelung.
  • Fahrradwerkstatt als praktischer Nachbarschaftsort: Reparieren, Teilen, Hilfe zur Selbsthilfe. Sie unterstützt den Umweltverbund und erzeugt die „kleinen Anlässe“, aus denen Gemeinschaft entsteht.

Ergänzt werden diese Angebote durch gemeinschaftliche Terrassenflächen, die Innen- und Außenraum verbinden und die Erdgeschosszone sichtbar beleben.

Freiraum als „Biotop“: Klima, Identität und Mitmachen

Der Freiraum wird als bewohnbare Biodiversitätslandschaft gedacht – mit naturnahen Pflanzungen, Wildblumenwiesen und essbaren Gärten (z. B. Hochbeete). Das schafft Mikroklima-Vorteile und fördert Beteiligung: Wer pflegt, erntet oder Patenschaften übernimmt, stärkt Zugehörigkeit und reduziert Konflikte.

Dachgärten als zweite Wohnlandschaft

Ein wesentlicher Qualitätsgewinn entsteht durch nutzbare Dachgärten: gemeinschaftliche Außenräume über dem Alltag, zoniert für Ruhe, Austausch und gemeinsames Gärtnern. Sie erhöhen die Wohnqualität für alle, verteilen Freiraum „fair“ und wirken zugleich klimaresilient durch Begrünung, Verdunstung und Regenrückhalt.

Robust & kostenbewusst – Qualität durch Einfachheit

Die Architektur folgt einem Design-to-Cost-Ansatz: kompakte Baukörper, wiederholbare Grundrissmodule, übereinanderliegende Installationszonen und robuste, wartungsarme Materialien. So werden Bau- und Betriebskosten reduziert, Ausführungsqualität und Langlebigkeit gesteigert – und genau dadurch entsteht ein Quartier, das wirtschaftlich realisierbar und langfristig lebendig bleibt.

Städtebau & Adressbildung
Das Baufeld liegt am grünen Stadtrand im Übergang von kleinteiliger Wohnbebauung zum Landschaftsraum. Unser Konzept stärkt genau diesen Charakter: Die Baukörper fassen ruhige Gartenräume, definieren eine klare Adresse im Quartier und schaffen eine gut lesbare Nachbarschaft mit einer gemeinschaftlichen Mitte.

Wohnangebot & soziale Mischung
Die Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau sind als vollständig öffentlich geförderter Wohnungsbau konzipiert. Ergänzend bieten die Reihenhäuser ein familienorientiertes, bodennahes Wohnen mit eigenem Garten. Die Kombination ermöglicht eine ausgewogene Mischung aus gefördertem Wohnen und individuellen Haustypen – ohne Brüche im Gesamteindruck.

Typologie & Wirtschaftlichkeit
Die Reihenhäuser sind als kompakte, überwiegend zweigeschossige Häuser mit Staffelgeschoss organisiert und auf bewährten Grundtypen aufgebaut. Klare Raster, wirtschaftliche Gebäudetiefen und eine robuste Grundrisslogik sichern eine effiziente Realisierbarkeit. Die Mehrfamilienhäuser sind klar erschlossen, barrierearm organisiert und bilden zusammen mit den Reihenhäusern geschützte, gut nutzbare Außenräume.

Architektur & Gestaltungsleitbild
Ein ruhiges, langlebiges Erscheinungsbild prägt den Entwurf: verblendete Fassaden in warmen Ziegel-/Riemchentönen, präzise gesetzte Öffnungen und wiederkehrende Details erzeugen Identität. Einheitliche Bausteine wie Eingangsüberdachungen, Außenleuchten, Terrassentrennwände und Gartenhäuser ordnen das Gesamtbild – ohne Uniformität.

Freiraum als „Begegnungsachse“
Herzstück des Projekts ist ein durch das Grundstück geführtes Freiraumband als gemeinschaftliche Mitte. Gemeinschaftsgarten, Boule-Bereich und Kinderspielfläche sind als zusammenhängende Orte des Alltags und der Begegnung gedacht. Hecken und Gartenhäuser bilden dabei eine fein abgestufte Grenze zwischen privaten Gärten und gemeinschaftlichen Bereichen – klar, aber durchlässig.

Mobilität & Stellplätze
Die Stellplatzorganisation folgt dem Prinzip „kurz, klar, grün“: Je Reihenhaus ist ein Stellplatz auf dem eigenen Grundstück vorgesehen, die Stellplätze der Mehrfamilienhäuser sind entlang der Erschließung angeordnet. Baumpflanzungen und ein hoher Grünanteil verbessern die Aufenthaltsqualität und sorgen für eine angemessene Durchgrünung der Stellplatzbereiche.

Ökologie & Klimaanpassung
Dachbegrünungen stärken das Mikroklima, unterstützen Regenwasserrückhalt und Biodiversität und sind als selbstverständlicher Teil des Konzepts vorgesehen – mit Potential zur Kombination mit Solarenergie. Bestehender Baumbestand wird integriert und in der Freiraumgestaltung als prägendes Element weiterentwickelt.

Das Projekt wurde als zweiphasiger Masterplan entwickelt:

  • Bauabschnitt 1: Ein 4-geschossiger, hochmoderner Komplex für medizinische Fachbereiche und öffentliche Verwaltung (ca. 4.300 m² BGF).

  • Bauabschnitt 2: Integration eines Vollsortimenters (REWE) mit einer synergetisch genutzten, großflächigen Stellplatzanlage zur Optimierung der Flächeneffizienz.

Die Planung (Leistungsphasen 0 bis 5) erforderte eine präzise Moderation zwischen den Anforderungen öffentlicher Mieter und hochspezialisierter medizinischer Technik:

  • Anker-Mieter Behörden: Komplette Planung der Flächen für das Jobcenter der Agentur für Arbeit (ca. 950 m²) im 2. Obergeschoss, inklusive spezifischer Sicherheits- und Diskretionsanforderungen.

  • Medizinisches Cluster: Integration von Radiologie, Diabetologie, Kinderheilkunde und Gynäkologie. Die Planung berücksichtigte bereits in LP 5 die komplexen technischen Lasten und Installationswege für radiologische Großgeräte.

  • Öffentlicher Raum: Das Erdgeschoss wurde als „Gesundheits-Mall“ mit Apotheke, Sanitätshaus, Salzdom und Gastronomie konzipiert, um eine hohe Standortfrequenz zu generieren.

Dieses Projekt demonstriert unsere Fähigkeit, großmaßstäbliche Projektentwicklungen von der ersten Vision (LP 0) bis zur baureifen Ausführungsplanung (LP 5) zu steuern. Wir verstehen die spezifischen Anforderungen von Ankermietern wie dem Jobcenter oder System-Einzelhändlern (REWE) und integrieren diese in eine ästhetisch anspruchsvolle und wertstabile Architektur.

Entwicklungsansatz: Quartiers-Masterplan. Ganzheitliche Entwicklung eines hybriden Standorts am Mobilitätsknoten Bahnhof Erkner (Phasen 0–5)

Investitions-Logik: Risikominimierung durch Ankermieter. Die Planung integriert bereits in der Entwurfsphase systemrelevante Mieter wie das Jobcenter (Behörde) und REWE (Nahversorgung)

Planungsexzellenz: Technische Baureife (LP 5). Trotz Nicht-Umsetzung belegt das Projekt die Fähigkeit von Büro13, komplexe technische Anforderungen (Radiologie/Großgeräte) und behördliche Sicherheitsvorgaben ausführungsreif zu koordinieren

Flächeneffizienz: Hybride Flächennutzung. Die synergetische Verknüpfung von Stellplatzanlagen für den Einzelhandel (BA 2) und Büro-/Praxisflächen (BA 1) optimiert die Grundstücksausnutzung (GRZ/GFZ)

Kommunaler Impact: Revitalisierung von Brachflächen. Umwandlung bahnhofsnaher Flächen in ein lebendiges Dienstleistungszentrum zur Stärkung der regionalen Zentrenfunktion.

Das Grundstück Fürstenbrunner Weg 22-32 befindet sich innerhalb des festgesetzten Bebauungsplans VII-104 von Berlin. Die in der Konzeptstudie in den Varianten 1-4 untersuchten Varianten zielen auf eine im B-Plan nicht vorgesehene Art der Nutzung ab, Wohnen. Die Anforderungen an die maximale GRZ und GFZ aus dem Bebauungsplan VII-104 werden eingehalten. Auf dem südlichen Teil des Grundstücks ist ein 4- bis 6-geschossiger Wohnungsbau mit Anschluss an die Nachbarbebauung als Blockrand geplant. Parrallel zur Baulinie der östlichen Grundstücksgrenze schirmt ein 6-geschossiger Baukörper die Wohnhöfe vom Lärm der A 100 ab. In dessen Ostfassade werden Schallschutzfenster verwendet, entlang der Baulinie entsteht eine Schallschutzwand. Die auf dem Grundstück vorhanden und geschützten Linden werden erhalten und in die Gestaltung der Wohnhöfe landschaftsplanerisch mit einbezogen.
Zur Nutzung des nördlichen Teils des Grundstücks wurden vier unterschiedliche Bebauungsvarianten untersucht:
Variante 1.
hier entsteht auf dem nördlichen Grundstücksteil ein Geschosswohnungsbau. Die Bebauungsvariante hat mit Staffelgeschossen 170 Wohneinheiten.
Variante 2.
im Erdgeschoß und 1. Obergeschoss des Baukörpers befindet sich ein Verbrauchermarkt als Nahversorger, in den 4 Obergeschossen sind Wohnappartments oder Studentisches Wohnen geplant. Diese Variante hat einschließlich dem studentischen Wohnen 164 WE und eine Verkaufsfläche von ca. 2500 m².
Variante 3.
hier entsteht ein Verbrauchermarkt als Nahversorger neben dem Wohnblock. Es sind 120 WE und eine Verkaufsfläche von ca. 2500 m² auf dem Grundstück geplant.
Variante 4.
hier entstehen Wohnappartements oder Studentisches Wohnen, insgesamt hat die Anlage 186 Wohneinheiten.