Im Auftrag der EVM Berlin eG realisierte Büro13 Architekten ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Innenentwicklung in Berlin-Mariendorf. Durch die viergeschossige Aufstockung plus Staffelgeschoss eines Bestandsriegels aus den 1970er Jahren schaffen wir hochverdichteten Wohn- und Sozialraum, ohne zusätzliche Bodenversiegelung. In enger Kooperation mit dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) schaffen wir einen Raum, der den demografischen Wandel im Quartier aktiv gestaltet.
Ganzheitliche Quartiersentwicklung:
Parallel zur Nachverdichtung wurden die vorhandenen 49 Wohneinheiten energetisch ertüchtigt und umfassend saniert. Damit überführen wir den gesamten Gebäudekomplex in einen zeitgemäßen Effizienzstandard. In enger Kooperation mit dem EJF entsteht so ein hybrider Ort, der medizinische Fachpraxen, Tagespflege und inklusives Genossenschaftswohnen synergetisch vereint.
Programmatik & Nutzungsmix
Das Raumprogramm ist präzise auf die Bedürfnisse der Genossenschaftsmitglieder und des Trägers zugeschnitten:
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Gesundheit & Nahversorgung (EG/1. OG): Erweiterung der ansässigen Apotheke und Zahnarztpraxis sowie Ansiedlung neuer Facharztpraxen zur Sicherung kurzer Wege für Senioren. Ergänzt wird dies durch ein EVM-Servicebüro, Kiosk und eine öffentliche Kiezküche mit Cafeteria als sozialer Ankerpunkt zum Hof.
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Betreutes Wohnen & Inklusion (2./3. OG): Realisierung von barrierefreien Service-Apartments für Senioren sowie einer spezialisierten Wohngemeinschaft des EJF für die befristete Angehörigenbetreuung.
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Pflege-Infrastruktur (Staffelgeschoss): Integration einer modernen Tagespflegeeinrichtung des EJF mit hoher Aufenthaltsqualität.
Architektonische & Technische Lösungskompetenz
Büro13 löste die spezifischen Herausforderungen des Standorts durch innovative Planungsansätze:
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Konstruktive Herausforderung Statik: Umbau des Erdgeschosses unter vollständiger Erhaltung der vorhandenen Tiefgarage bei gleichzeitiger Lastaufnahme von drei neuen Obergeschossen plus Staffelgeschoss.
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Aktiver Schallschutz: Die Gliederung der Straßenfassade durch charakteristische Dreieckserker ermöglicht weite Sichtbezüge bei maximalem Lärmschutz durch spezialisierte Schallschutzverglasung. Der Baukörper fungiert als wirksamer Lärmriegel für die dahinterliegende Hofbebauung.
Nachhaltigkeit durch Ressourcenschonung:
Ein zentraler Aspekt der Planung ist der Erhalt der vorhandenen Tiefgaragenstruktur.
- Durch die Weiternutzung des massiven Untergeschosses sichern wir die darin gebundene graue Energie und minimieren den CO2-Fußabdruck des Gesamtvorhabens massiv.
- Dieser ressourceneffiziente Ansatz wird durch eine Dachaufstockung in serieller Holzbauweise konsequent fortgeführt.
- Die Vorfertigung der Holzbauelemente garantiert nicht nur eine CO2-neutrale Konstruktion, sondern auch eine signifikante Verkürzung der Bauzeit und Emissionsminderung vor Ort.
Mikrolage: Das gesamte Neubaugebiet ist für eine Wohnbebauung geplant, hauptsächlich mit Reihenhäusern. Angrenzend an die Baufelder 11 und 12 sind Mehrfamilienhäuer in der direkten Nachbarschaft geplant. Die Baufelder 1-8 im westlichen Neubaugebiet werden mit dem Reihenhaus Typ 1 mit einer Putzfassade, die Baufelder 9-11 im südlichen Bereich sind mit dem Reihenhaus Typ 2 und einer Klinkerriemchenfassade ausgestattet. Für das Baufeld 12 sind wieder Reihenhäuser vom Typ1 mit Klinkerriemchen ausgeführt worden. Bei allen Häusern handelt es sich um SAGA – Typenhäuser.