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Villa und Reiterhof in der Mecklenburgischen Seenplatte: Moderner Betriebs- und Familiensitz eines nachhaltig bewirtschafteten Pferdewirtschaftsbetriebs auf rund 15 Hektar eigenem Weideland. Ausgelegt für dauerhaft 37 Pferde vereint das Ensemble landwirtschaftliche Nutzung, Reiterpension und bestehende Turnierreithalle zu einem ganzheitlichen Konzept aus Arbeiten, Leben und Naturverbundenheit. Die Futtererzeugung erfolgt vollständig auf dem eigenen Grundstück und folgt einem ressourcenschonenden, nachhaltigen Bewirtschaftungsprinzip.

Die Architektur der Villa ist eng mit der bewegten Landschaft der Seenplatte verbunden. Großzügige Verglasungen öffnen den Wohnbereich zu den Weiden und schaffen fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum. Ein weit auskragendes Dach prägt die klare, moderne Formensprache und bildet mit der überdachten Terrasse den Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens – Treffpunkt für Familie, Freunde, Gäste und Mitarbeiter. Im Obergeschoss entstehen private Rückzugsorte mit Schlafzimmern, Wellnessbereich und Sauna. Das vorgelagerte Sonnendeck eröffnet einen freien Blick über Wiesen und Pferdekoppeln.

Eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach in Verbindung mit effizienten Wärmepumpen ermöglicht eine energieautarke Versorgung des Hauses und unterstreicht den Anspruch an nachhaltiges Bauen und zukunftsfähige Landwirtschaft. Dieses Projekt verbindet moderne Architektur, Pferdehaltung, Reiterhof-Entwicklung und energieeffizientes Wohnen zu einem ganzheitlichen Lebens- und Betriebskonzept in einer der schönsten Kulturlandschaften Norddeutschlands.

Hamburg Billstedt- Wohnhöfe

Das Wohnquartier befindet sich im östlichen Teil Hamburgs, zugehörig dem Stadtteil Billstedt. Umschlossen wird das Gebiet von der Autobahn A 24 im Norden, dem Schleemer Bach und Öjendorfer See im Osten. Die angrenzenden Flurstücke im Süden sind durch Genossenschaften ebenfalls mit zweigeschossigen Wohnbauzeilen bebaut, hinter diesen folgt weiter Richtung Süden der Friedhof Öjendorf. Westlich schließt das Quartier an die Infrastruktur der Wohngegend Billstedt‘s an, ausgestattet mit Nahversorgung, einer Vielfalt an Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten – gut angeschlossen an das ÖPNV-Netz. Mit See und Park in fußläufiger Umgebung ist ebenfalls die Nähe zur Natur gegeben.

Die Neubausiedlungen schafft 106 neue kostengünstige Wohneinheiten des gleichen Wohnungstypus. Hierbei handelt es sich um Mietwohnungen ausgerichtet für sozialen Wohnungsbau.

Entwurflich abgestimmt sind die Gebäudezeilen auf eine 2-Geschossigkeit, jeweils mit zusätzlichem Staffelgeschoss und Flachdach. Gestaffelt ist die 3. Etage zur Gartenseite hin. Die lokal angepasste Fassade ergibt sich aus einer Kombination gestalterischer Elemente. Prägende Materialien sind Klinkerriemchen in braun-gelblicher Färbung und eine weiße Putzoberfläche in glatt und profilierter Ausführung. Die beiden unteren Geschosse werden zu einem umlaufenden Sockel mit Riemchenoberfläche zusammengefasst, das Staffelgeschoss in glatter Putzoberfläche. Dieser springt im Bereich der Fenster zurück und wird als Besenstrichoberfläche ausgebildet. Kellerersatzräume hinter dem Haus dienen der Terrassenabtrennung zwischen Nutzungseinheiten, und sind gestalterisch im Zusammenhang mit der Terrasse und dem Vordach des Eingangsbereich auf der Vorderseite zu sehen.

Der energetische Standard der Reihenhäuser ist gem. KfW 55-Standard umgesetzt, der Wärmeerzeuger ist durch Anschluss an das Fernwärmenetz (HamburgEnergie) realisiert. Neben einem möglichst hohen Stellplatzschlüssel wird insbesondere Wert auf eine gute Wohn- und Lebensqualität gelegt, die durch ausreichend Garten-, Spiel-, und Freiflächen sichergestellt werden soll. Die Ausstattungsqualität der Wohnungen ist nach den SAGA hausinternen Standards errichtet worden. Die Raumgrößen und Kücheneinrichtungen gem. IFB-Förderrichtlinie bemessen.

Am Kreisverkehr Hauptstraße / Zum Olympischen Dorf / Heidelerchenallee markiert ein Ensemble aus drei Wohn- und Geschäftshäusern den Auftakt der neuen Heidesiedlung. Ziel des Auftraggebers ist ein Quartiersbaustein, der selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen im gewachsenen Umfeld ermöglicht – und bei sich ändernden Lebensumständen passende Angebote im direkten Wohnumfeld bereithält.

Das Projekt umfasst 51 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen. Haus 1 ist konsequent auf Gemeinschaft und Teilhabe ausgerichtet: Zwei Wohngruppen als Inklusionswohnen bilden ein Zuhause für selbstbestimmtes Leben in überschaubaren Strukturen – mit privaten Rückzugsbereichen und gemeinschaftlichen Alltagsflächen. Ergänzend sind hier weitere Wohnungen angeordnet, die barrierefrei geplant und langfristig nutzbar sind.

Haus 2 liegt im Mischgebiet und übernimmt die Rolle des „öffentlichen Erdgeschosses“: Serviceeinrichtungen und Gewerbe schaffen Zentrumsfunktionen für das neue Wohngebiet – denkbar sind Café, Bäcker oder Apotheke und Arztpraxen. Darüber liegen Wohnungen, die von der Adresse und der guten Erreichbarkeit profitieren. Haus 3 ergänzt das Ensemble als reines Wohngebäude und stärkt das Angebot an barrierefreien, alltagstauglichen Grundrissen.

Der Entwurfs überzeugt durch die klare, robuste Gebäudelogik: Jedes Haus erhält nur einen vertikalen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe, wodurch die Erschließungsflächen reduziert, die Orientierung vereinfacht und die barrierefreie Nutzung im Alltag spürbar verbessert wird. Die bewusst gewählte massive Bauweise bildet ein langlebiges, schallsicheres und gleichzeitig anpassungsfähiges Grundgerüst – robust in der Nutzung und flexibel für spätere Grundriss- und Nutzungsanpassungen, etwa wenn sich Anforderungen an Wohnen, Inklusionswohnen oder Serviceangebote verändern. Ergänzt wird diese bauliche Robustheit durch ein technisch effizientes Versorgungskonzept und einem Energie- und Haustechnikkonzept mit niedriger Komplexität. Die Beheizung erfolgt über kaskadierende Luft-Wasser-Wärmepumpen mit modularer Auslegung und hoher Betriebssicherheit, während die Warmwasserbereitung über dezentrale Hausstationen organisiert ist, die leitungs- und speicherseitige Verluste reduzieren und hygienisch vorteilhaft sind; der dafür benötigte Strom wird durch PV-Anlagen auf den Dächern unterstützt und stärkt die Eigenstromnutzung im Quartier.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind die Außenräume: nutzbare Dachgärten erweitern die Wohnflächen ins Freie, fördern Begegnung und lassen gemeinschaftliche Aktivitäten zu – bis hin zu Urban Gardening als niedrigschwelligem Angebot für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird kompensiert, dass in den ebenerdigen Aussenanlagen durch die effziente Überplanung des Grundstücks wenig gestalteter Aussenraum für die gemeinschaftliche Nutzung angeboten werden kann.
So entsteht ein bauliches „Tor“ zur Heidesiedlung, das Wohnen, Versorgung und Inklusion in einem robusten Quartiersbaustein zusammenführt.

Ziegenhals ist ein Gemeindeteil von Niederlehme und Wernsdorf, die wiederum Ortsteile von Königs Wusterhausen in Brandenburg sind. Der Ort liegt südöstlich von Berlin im Landkreis Dahme-Spreewald. Seit dem 26. Oktober 2003 gehört es als Teil von Niederlehme und Wernsdorf zu Königs Wusterhausen. Der Ort liegt an der Straße zwischen Königs Wusterhausen und Erkner am Großen Zug und Krossinsee. Erste feste Ansiedlungen wurden am Standort vermutlich um 1200 gegründet. Wendische Fischer siedelten auch in der weiteren Umgebung, z.B. Cöpenick, Schmöckwitz, Rahnsdorf. Noch heute sind in vielen Namen von Orten oder Familien wendische Ursprünge zu erkennen. Im Jahre 1805 wurde Ziegenhals das erste mal erwähnt. Ziegenhals wurde 1837 nach Wernsdorf eingemeindet.
Das Grundstück befindet sich direkt am Wasser mit Blick über den Krossinseee. Die nicht unterkellerte Wasservilla bringt es in Summe auf 300m² Nutzfläche.
Das Erdgeschoß ist großflächig und weitestehend Stützenfrei gestaltet. Wohnen, Kochen, Essen und überdachte Terrasse gehen als fließende Räume ineinander über. Der Wohnzimmerkamin hat die Besonderheit, dass dieser sowohl von innen als auch von aussen in separaten Brennkammern befeuert werden kann. Dieser Kamin, mit massiven natursteinverkleideten Schornsteinzügen, ist inspiriert von den Präriehäusern des bedeutenden Architekten Frank Lloyd Whright, der auch das Haus Fallingwater in Pennsylvania erschaffen hat. Dieses Zitat folgt auch dem Motto- was der Architekt immer einmal vorschlagen wollte.
Der Bauherr folgte diesem Vorschlag- wir freuen uns auf die Umsetzng und die Einladung an einem lauen Sommerabend nach Fertigstellung.

Beim Bauvorhaben handelt es sich um ein bestehendes Ensemble der ehemaligen Schlossgärtnerei Varchentin. Das Objekt befindet sich in einer Randlage des Dorfes Varchentin, in Mecklenburg- Vorpommern und besteht aus mehreren Gelassen. Am Elendsbruch 1 befindet sich das ehemalige Wohnhaus der Gärtnerfamilie, umgebend liegen die Nebengelasse der ehemaligen Gärtnerei aus unterschiedlichen Bauzeiten. Auf beiden Grundstücken befinden sich dauerhaft zum Wohnen genutzte Gebäude. Das Grundstück selbst befindet sich in einem Denkmalbereich. Darüber hinaus ist das Herzstück des Ensembles, das sogenannte Palmenhaus, selbst Denkmal. Im Dezember 1997 wurde es in die Denkmalliste des Landkreises Müritz aufgenommen, als 1-geschossiges Ziegelsteingebäude, massiv mit Satteldach.

Die Nutzung des Ensembles, soll vor allem der Sicherung der Gebäudesubstanz, dessen Erhalt und Unterhaltung dienen und so der Bestandsbewahrung des Denkmals.

Die vorhandene Gebäudekubatur wird ausgenutzt und geringfügig erweitert. Die noch vorhandene Gebäudesubstanz wird ertüchtigt und weiter genutzt. Das Grundstück soll vom halbjährlich genutzten Ferien- und Wochenendgrundstück  zum dauerhaften Wohnen umgenutzt werden. Der Charakter der Aussenanlagen soll wieder als Gärtnerei integriert und dem „Lenne´- Park“ zugehörig werden. Hierzu zählt die Pflege der großen Obstplantage, die Wiederanlage des Gemüsegartens und die Betreuung der kleinen Ackerflächen. Der Gemüsegarten soll die Bewohner mit  frischem Obst und Gemüse versorgen. Zu einem späteren Zeitpunkt, soll das Objekt wieder als Gärtnerei genutzt werden.  Markant ist die, sich über das gesamte Grundstück ziehende Aufzugsmauer, an die sich die Nebengebäude und Gewächshäuser anlehnen und die lediglich vom zentralen Palmenhaus unterbrochen wird. Die vorhandenen Außenwände aus bauzeitlichen Backsteinen sowie die vorhandenen tragenden Innenwände bleiben bestehen und erhalten, bestehen und erhalten oberseitig einen Lehmverputz. Das geringfügig angehobene Dachtragwerk und die Geschossdecke des nördlichen Baukörpers wird als schlanke Holzkonstruktionen mit Gefache ausgeführt. Die Dachkonstruktion nach Süden wird als Gewächshauskonstruktion mit Isolierverglasung derart nachgebildet, dass eine ruhige Oberfläche entsteht und das Ensemble, Palmenhaus mit  rechts  und links angelagerten  Gewächshäusern, wiederersteht und ablesbar wird. Die teilweise vorhandene ehemalige Gewächshauskonstruktion aus bauzeitlichen „Thomasstahl“ wird unterhalb der neuen Konstruktion erhalten, denkmalpflegerisch gesichert. Die Primärenergieversorgung des Objekts soll über Solarthermische Anlagen erfolgen. Hierzu wird auf der Dachkonstruktion eines  offenen Geräte- und Maschinen Unterstands der Gärtnerei eine PV Anlagen vorgesehen.

Die Planung orientiert sich an den Vorbildern des genossenschaftlichen Wohnungsbaus aus den zwanziger Jahren der „Neuen Amsterdamer Schule“ wie auch an der „Schillerpark“-Siedlung von Bruno Taut und wurde entsprechend den Leitideen des städtebaulichen Konzepts der Entwurfsgrundlage des Bebauungsplans umgesetzt. 

Die Gebäude werden von der halböffentlichen inneren Erschließungsstraße von Osten erschlossen, die Hauszugänge für die in Ost-West-Richtung gestreckten Baukörper sind an den Nordfassaden angeordnet. Die Wohnungen orientieren sich mit der Ausrichtung der Wohnbereiche und individuellen Freisitze auf die Innenhöfe nach Süden und Westen und erlauben eine optimale Nutzung der Sonneneinstrahlung für die natürliche Belichtung der Räume. Die zur aufgehenden Sonne orientierten Räume der Riegel an der internen Erschließungsachse sind durch ein entsprechendes Abstandsgrün geschützt.

Die Baukörper des Utrechter und des Groninger Hofs sind in die Baugrenzen des B-Plan-Entwurfs einbeschrieben und folgen den Vorgaben des B-Plan-Entwurfs zur Geschossigkeit. Die Ergänzung der viergeschossigen Bebauung um ein Staffelgeschoß im Utrechter Hof folgt der städtebaulichen Idee der sich nach Norden abstaffelnden Bebauung zum Grünraum der privaten Grünfläche und ermöglicht eine offene Bebauungsstruktur westlich der Nord-Südachse bei Beibehaltung der Vorgaben zur Geschossfläche. 

Die den Staffelgeschoss-Wohnungen zugeordneten Dachterrassen sind in ihrer Größe auf die Begrünung auch der angrenzenden Dachflächen abgestimmt. Die Dachflächen sind als Flachdächer mit einer extensiven Begrünung geplant.