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Die Kategorie unbebaubar gibt es nicht, wenn frühzeitig der Architekt in die Planung einbezogen wird. Nach der ersten Grundstücksbegehung und dem Aufnehmen des gewünschten Raumprogramms erfolgte die spannende und kreative Entwurfsphase, in die neben der Bauherrenfamilie und dem Entwurfsarchitekten auch Planungsamt und die Nachbarn einbezogen werden müssen.
Das 6 Meter Breite Haus bringt es in 4 Etagen auf knapp 300m² Nutzfläche und bietet der 5 köpfigen Familie und einem großzügigen Wellnessbereich Platz. Das kleine Schwimmbad im Souterrain, an einem ins Erdreich eingeschnittenen Artium gelegen, fand im Raumprogramm auch noch Platz, leider aber nicht mehr in das Baubudget der Familie.

Mit dem Neubau entsteht ein klar gegliedertes, dreigeschossiges Einfamilienhaus, das architektonische Präzision mit räumlicher Großzügigkeit verbindet. Auf einer Wohn- und Nutzfläche von rund 269 m² entwickelt sich ein Haus, das Offenheit und Rückzug, Repräsentation und Privatheit in ein ausgewogenes Verhältnis setzt. Die Komposition folgt einer klaren horizontalen Schichtung: Ein dunkler, massiver Sockel verankert den Baukörper im Gelände, darüber legt sich ein heller, ruhiger Baukörper mit präzise geschnittenen Öffnungen. Das zurückgesetzte Staffelgeschoss bildet den architektonischen Abschluss und verleiht dem Haus eine elegante, zeitlose Silhouette.
Zur Straße zeigt sich das Gebäude bewusst reduziert und gefasst, während es sich zur Gartenseite großzügig öffnet. Großformatige Verglasungen schaffen fließende Übergänge zwischen Innen und Außen und holen Licht, Landschaft und Weite tief in das Haus hinein. Auskragende Deckenplatten und eine klare Materialkonzeption betonen die horizontale Gliederung und verleihen der Fassade Tiefe und Spannung. Im Erdgeschoss bildet der offene Wohn-, Ess- und Küchenbereich das kommunikative Zentrum. Die Räume stehen in engem Dialog zueinander und sind dennoch klar strukturiert. Ein Kamin setzt einen atmosphärischen Schwerpunkt und verleiht dem Wohnraum Identität. Das Entré mit zentraler Treppe organisiert die Erschließung und schafft eine selbstverständliche Großzügigkeit bereits beim Betreten des Hauses. Ergänzt wird diese Ebene durch funktionale Nebenräume sowie einen separaten Raum, der als Heimkino oder multifunktionaler Rückzugsort genutzt werden kann. Eine vorgelagerte Pergola strukturiert die Terrasse, spendet Verschattung und erweitert den Wohnraum selbstverständlich in den Garten. Das Obergeschoss ist den privaten Bereichen vorbehalten. Kinder- und Elternräume sind klar zoniert und bieten sowohl Rückzug als auch Komfort. Eine Galerie mit Luftraum verbindet die Ebenen visuell miteinander und erzeugt eine vertikale Weite, die dem Inneren zusätzliche Großzügigkeit verleiht. Blickbeziehungen zwischen den Geschossen schaffen Transparenz und räumliche Spannung. Das Staffelgeschoss ist als offenes Studio konzipiert und flexibel nutzbar – als Arbeitsbereich, Atelier oder Fitnessraum. Die angrenzenden Dachflächen sind als Aufenthaltsbereiche ausgebildet und erweitern das Haus in die dritte Dimension. Von hier aus öffnet sich der Blick über die Gartenlandschaft; die Architektur tritt in einen ruhigen Dialog mit ihrer Umgebung. Die Außenanlagen sind integraler Bestandteil des Entwurfs. Zufahrt und Stellplätze sind klar gefasst, während sich der Garten in unterschiedliche Zonen gliedert: offene Rasenflächen, intime Aufenthaltsbereiche, Pergola, Teich sowie Nutz- und Pflanzbereiche wie Kräuter- und Obstgarten. Architektur und Landschaft sind dabei nicht getrennt gedacht, sondern greifen ineinander und schaffen eine ganzheitliche Wohnatmosphäre.

Der Entwurf steht für eine reduzierte, präzise Architektursprache. Er verbindet klare Geometrie mit funktionaler Intelligenz und einer selbstverständlichen Großzügigkeit. Licht, Material und Raum bilden eine ruhige, zeitlose Einheit.

Innengestaltung: Christina Götte

Zur Straße hält sich der Baukörper zurück: eine ruhigere, eher geschlossene Front, die Privatsphäre schafft und den Lärm des Ankommens draußen lässt. Erst beim Näherkommen wird klar, dass diese Zurückhaltung kein Verzicht ist, sondern die Voraussetzung für das eigentliche Thema des Entwurfs: Weite, Licht und ein Alltag, der sich nach Süden öffnet. Hinter der Eingangsschwelle ordnet sich das Haus klar und selbstverständlich. Nebenräume und Funktionen liegen kompakt, damit der Weg in den Wohnbereich frei bleibt. Mit wenigen Schritten weitet sich der Raum: Der Wohn-, Ess- und Kochbereich bildet eine zusammenhängende Mitte, und der zweigeschossige Luftraum gibt ihm Höhe und Resonanz. Die vollflächige Verglasung nach Süden bindet den Garten an – nicht als Kulisse, sondern als Teil des Raumes. Das Haus gewinnt dadurch Tageslicht bis tief in den Grundriss; morgens zeichnet die Sonne lange Linien über den Boden, am Nachmittag wird der Wohnraum zur hellen, offenen Bühne des Familienlebens. An der Seite liegt die Bibliothek, durch einen offenen Kamin vom großen Wohnraum abgerückt. Sie wirkt wie eine innere Nische: nah genug, um verbunden zu bleiben, und eigenständig genug, um sich zurückzuziehen. Hier kippt die Atmosphäre vom offenen Raum in eine konzentriertere Stimmung – Lesen, Arbeiten, leises Gespräch. So entsteht im Erdgeschoss eine Abfolge von Zonen statt einer einzigen Geste: offen, gebündelt, dann wieder still. Über die mittig liegende Treppe führt der Weg entlang der Galerie ins Obergeschoss. Von hier aus bleibt der Bezug zum Wohnraum spürbar, ohne die privaten Räume preiszugeben. Drei Schlafzimmer und ein großzügiges Bad gruppieren sich an der offenen Mitte – Orientierung entsteht über den Luftraum, Rückzug über klare Türsituationen und kurze Wege. Das Haus bleibt auch oben leicht lesbar: kein Labyrinth, sondern eine ruhige Ordnung, die den Alltag unterstützt. Die Treppe endet nicht im Obergeschoss, sondern setzt sich fort ins Dachstudio. Ob als Arbeitsraum, Gästeebene oder Ort für Musik und Sport: Hier oben erhält das Haus einen zusätzlichen, eigenständigen Raum, der sich auf eine vorgelagerte Terrasse schiebt. Über dem Alltag des Erdgeschosses entsteht ein Platz mit Abstand – Wind, Himmel, Abendlicht. Villa Grunewald erzählt damit eine einfache, robuste Idee: Zur Straße ein ruhiger Rücken, zum Süden ein offenes Gesicht. Und dazwischen eine Raumfolge, die vom Ankommen bis zur Dachkante immer wieder unterschiedliche Qualitäten anbietet – Weite und Nähe, Gemeinschaft und Rückzug, Licht und Ruhe.

Wohnungsbauprojekt mit Klinkerfassade in Berlin

Ein klarer, kubischer Baukörper mit präzise gesetztem Einschnitt.

Der massive, zweigeschossige Bügel rahmt den Rücksprung und verleiht dem Haus Tiefe, Maßstab und architektonische Identität. In Anlehnung an die klassische Bauhaus-Architektur entsteht ein ruhiges, kraftvolles Volumen mit klarer Geometrie und reduzierter Materialität. Großzügige Öffnungen verbinden Innen und Außen. Die Fassade bleibt bewusst zurückhaltend – Proportion, Plastizität und Detail übernehmen die Gestaltung. Der hohe gestalterische Anspruch setzt sich im Inneren konsequent fort: Grundriss, Raumabfolgen und sämtliche Einbaumöbel wurden durch die Architekten geplant und präzise auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt. Architektur und Interieur bilden eine Einheit.

Ein Haus aus einem Guss. Gestalterisch klar. Bis ins Detail durchdacht.

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Das besondere Merkmal dieser Villa ist das ausgefallene Design. Das auskragende abgerundete Dach setzt Akzente und schützt die Terrasse und den Balkon im Obergeschoss vor Regen und Sonnenstrahlen.
Obendrein ist das Haus mit den Aufenthaltsbereichen zum Krossinsee ausgerichtet. Im Obergeschoß das Schlafzimmer und die Wellnesslandschaft mit Sauna, davor das Sonnendeck. Die Villa ist für eine Familie von Seglern entworfen und man möchte rufen – Alle Mann an Deck! … nur dabei die Bauherrin nicht zu vergessen – wie der nautische Ruf dann heißt, werden wir dann wohl beim Richtfest erfahren.