Potsdam Wohnen am Bornstedter Feld Alle Projekte

  • Ort

    Potsdam

  • Programm

    Gebotsverfahren mit Inserton und Zielgruppenansprache

  • Auftraggeber

    Stadt Potsdam

  • Leistungen

    Realisierungswettbewerb 2017

  • Team

    hit. Hanseatische Immobilien Treuhand GmbH + Co. KG

  • Nutzfläche

    1.810 m² NGF n. DIN 277

  • Baukosten

    6.400.000 €

  • Energiestandard

    KfW 40

  • Besonderheiten

    Wohnen am Park Potsdam: nachhaltige Konversion im Bornstedter Feld. Zwei Stadtvillen nach B-Plan, Baumschutz, Fernwärme, Qualitätssicherung.

  • Zeitraum

    2017

Städtebaulich wurden für die exponierte Lage am Beginn des Bornstedter Baufelds zwei geschlossene villenartige Baukörper gewählt, welche entlang der Hermann-Kasack-Straße nebeneinander angeordnet sind und gestalterisch ein Ensemble bilden.

Das Projekt „Wohnen am Park“ entstand im Rahmen eines Gebotsverfahrens mit Insertion und Zielgruppenansprache für eine Konversionsfläche auf dem ehemaligen Kasernengelände im Entwicklungsbereich Bornstedter Feld. Die Transformation der militärisch vorgeprägten Fläche zu einem lebendigen Wohnstandort steht exemplarisch für nachhaltige Stadtentwicklung: vorhandene Infrastrukturen werden genutzt, Freiräume und Baumbestand gesichert und ein quartierverträgliches Mobilitäts- und Energiekonzept integriert.
Der Entwurf formuliert ein Ensemble aus zwei dreigeschossigen Stadtvillen, das die Auslobungs- und Verfahrenslogik konsequent erfüllt: Als B-Plan-konforme Leitplanke werden zwei Baukörper mit drei Geschossen, WA-Nutzung und einer maximalen Kantenlänge von 20 m umgesetzt; die Stellplätze sind – im Sinne der Befreiungsmöglichkeit – außerhalb der überbaubaren Fläche organisiert.

Vorgesehen ist ein Wohnungsmix aus 3-, 4- und 5-Zimmerwohnungen mit insgesamt 19 Wohneinheiten – als Beitrag zu Nachfragevielfalt und sozialer Durchmischung. Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar, verfügen über offene Wohn-/Kochbereiche, ein Wannenbad sowie einen privaten Freisitz (Balkon/Terrasse). Abstellräume sind sowohl innerhalb der Wohnung als auch zusätzlich außerhalb je Wohnung vorgesehen.

Die Gebäude sind als robuste, wirtschaftliche und langfristig wartungsarme Baukörper konzipiert. Klare Tragwerksraster, einfache, wiederholbare Grundrisstypologien und konstruktiv reduzierte Details sichern eine hohe Ausführungsqualität. Massive, langlebige Fassaden (Ziegel/Riemchen) sowie gut reparierbare Standardbauteile minimieren Instandhaltung und Folgekosten. So entsteht ein dauerhaft wertbeständiger Wohnungsbau, der Alltag, Nutzungsmischung und Quartiersentwicklung zuverlässig trägt.

Besonderes Augenmerk gilt dem Baum- und Naturschutz: Haus 2 reagiert mit einem L-förmigen Grundriss auf die festgesetzten Einzelbäume, Erhaltungsbäume werden freigehalten und artenschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigt. Gleichzeitig stärkt die Planung die Wirtschaftlichkeit durch den Verzicht auf eine Tiefgarage zugunsten straßenseitiger Stellplätze sowie durch die Nutzung der vorhandenen Fernwärme-Erschließung.

Die architektonische Qualität wird zusätzlich durch die Bereitschaft zur Vorstellung im Gestaltungsrat abgesichert.
Gestalterisch folgen beide Baukörper einem klaren Fassadenprinzip: drei bodentiefe Fenstertypen gleicher Höhe, variiert in der Breite, erzeugen eine umlaufende horizontale Gliederung. Großzügige Balkone und Terrassen betonen den repräsentativen, ruhigen Charakter der Stadtvillen – mit hoher Wohnqualität in direkter Nähe zum Volkspark Potsdam.