Das neu entstehende Wohnquartier „Steimker Gärten“ liegt südöstlich des Stadtzentrums von Wolfsburg. Der neue Stadtteil ist durch die Komposition gut proportionierter öffentlicher und privater Räume geprägt. Trotz ruhiger Randlage im Grünen liegt das Wohngebiet in Citynähe und ist in nur ca. sieben Autominuten und auch über ÖNPV gut zu erreichen.
Im neuen Wolfsburger Stadtquartier Steimker Gärten entwickelte Büro13 Architekten im Rahmen eines Bestgebotsverfahrens den Entwurf für acht Reihenhäuser. Die Aufgabe verlangte eine architektonisch anspruchsvolle, schlüssige und realisierbare Bebauung, die sich selbstverständlich in das landschaftlich geprägte Gesamtkonzept des Quartiers einfügt. Das städtebauliche Leitbild der Steimker Gärten basiert auf grünen Korridoren, Grünfugen und einem „grünen Rahmen“, der Wohnen und Landschaft eng miteinander verzahnt. Genau an dieser Schnittstelle setzt unser Entwurf an.
Die Häuser sind in zwei klar gegliederte Reihenhausgruppen entlang der Planstraße organisiert. Straßenseitig entstehen eindeutig adressierte Zugänge, Zufahrten und Stellplätze; rückwärtig öffnen sich die Häuser zu privaten Gärten am grünen Quartiersrand. Obstbäume, Hecken und Gabionenelemente strukturieren die Freiräume und stärken den Übergang vom öffentlichen Straßenraum über halbprivate Vorzonen bis in die privaten Gartenbereiche. So übersetzt der Entwurf die freiraumplanerischen Leitideen des Quartiers in einen präzisen, alltagstauglichen Wohnmaßstab.
Die Wohnhäuser sind als kompakte, familienorientierte Reihenhäuser mit differenziert gestaffeltem Aufbau konzipiert. Über mehrere Ebenen entstehen großzügige Wohnabläufe mit Wohn- und Essbereich, Schlafräumen, Studio und privaten Außenräumen. Laut eingereichter Flächenberechnung verfügen die Randhäuser über ca. 159,0 m² Wohnfläche, die Mittelhäuser über ca. 158,9 m² Wohnfläche. Der Entwurf verbindet damit die Dichte eines neuen Stadtquartiers mit den Qualitäten des individuellen Hauses: eigener Eingang, klar zugeordnete Freiräume und ein unmittelbarer Bezug zur Landschaft.
Architektonisch setzt der Beitrag auf eine ruhige, serielle Ordnung und auf ein ausgewogenes Verhältnis von Adresse, Rückzug und Ausblick. Gerade darin liegt die Stärke des Entwurfs: Er versteht sich nicht als isoliertes Einzelobjekt, sondern als belastbarer Baustein eines neuen Quartiers – mit klarer Freiraumstruktur, hoher Wohnqualität und einer städtebaulich überzeugenden Einbindung in die Steimker Gärten. Damit antwortet der Beitrag präzise auf die Logik des Verfahrens, in dem neben Wirtschaftlichkeit vor allem die konzeptionelle und räumliche Qualität des Bebauungskonzepts entscheidend war


















