Hannover Vitalquartier an der Seelhorst Alle Projekte

  • Ort

    Hannover, Stadtteil Mittelfeld / Seelhorst

  • Programm

    Wettbewerb für 4 viergeschossige Mehrfamilienhäuser in 2 Baugruppen; Büro13-Beitrag mit 109 Wohnungen, Tiefgarage, Besucherstellplätzen, Fahrradstellplätzen, Nutzergärten und Freiraumbezug zum Quartierspark

  • Auftraggeber

    Vitalquartier Hannover-Seelhorst Projekt 1 GmbH & Co. KG

  • Leistungen

    Wettbewerbsbeitrag / Entwurfskonkurrenz für die Baufelder A.1 und A.2; im Zuschlagsfall war die Weiterbearbeitung mind. Lph 2–4 und Teile Lph 5 gem. § 34 HOAI vorgesehen

  • Energiestandard

    NEH-Plus nach EnEV 2014/16

  • Zeitraum

    2017; Auslobung 21.02.2017, Abgabe 27.04.2017, Preisgericht 23.06.2017

Das geplante Wohnquartier soll unter dem Aspekt „Vielfalt in der Normalität“ eine Öffnung der bestehenden sozialen Einrichtungen der „Annastift Leben und Lernen“ und Integration von neuen unterschiedlichen Wohnnutzungen auf dem Gesamtareal ermöglichen. Im Sinne eines inklusiven Wohnquartiers sollen die Anforderungen an eine Barrierefreiheit bei der Planung der Verkehrs- und Freiräume sowie der Gemeinschaftsräume geschaffen und eine lebendige Nachbarschaft gefördert werden.

Im Rahmen einer nicht offenen Entwurfskonkurrenz für das Vitalquartier an der Seelhorst in Hannover entwickelte Büro13 Architekten für die Baufelder A.1 und A.2 den Beitrag „Wohnen am Anger“. Der Entwurf ordnet vier viergeschossige Wohnhäuser zu einem klar gefassten, zugleich offenen Nachbarschaftsraum: dem Anger als Mitte des Quartiers. Zwischen Quartierspark, Wohnstraße, Vorgärten und privaten Nutzergärten entsteht ein Wohnumfeld, das Begegnung, Teilhabe und selbstbestimmtes Wohnen fördert. Die 109 Wohnungen sind als differenzierter Mix konzipiert und verbinden offene Wohn-/Kochbereiche mit Loggien oder Terrassen. Barrierefreie Duschbäder, rollstuhlgerechte Erdgeschosse und schwellenlose Zugänge übersetzen den Anspruch eines inklusiven Quartiers konsequent in Architektur. Materialität und Konstruktion folgen dem Leitbild eines wirtschaftlichen, dauerhaften „steinernen Ensembles“: Massivbau, Klinkerfassaden, klar gegliederte Baukörper und begrünte Flachdächer prägen das Bild. Der ruhende Verkehr ist in einer natürlich belüfteten Tiefgarage organisiert, sodass der Freiraum als adressbildender Wohn- und Begegnungsraum erlebbar bleibt. Auch energetisch reagiert der Entwurf auf die ambitionierten Vorgaben der Auslobung mit einer robusten Gebäudehülle und Anbindung an das Nahwärmenetz.