Berlin – Wohnensemble im Prenzlauer Berg Alle Projekte

  • Ort

    Berlin - Prenzlauer Berg

  • Auftraggeber

    privat

  • Nutzfläche

    250 m² NGF in 2 Baukörpern

  • Baukosten

    870.000 €

  • Energiestandard

    KfW 40 plus

  • Besonderheiten

    Da die Bodenqualität für das Fundament unzureichend war, haben wir auf Schraubfundamente zurückgegriffen, um den tragfähigen Boden zu erreichen, ohne die Fundamente der bestehenden Gebäude zu beeinträchtigen, die an den Neubau der Remise angrenzen.

  • Zeitraum

    2024 - 2026

Auf einem langen, grünen Grundstück in Berlin-Prenzlauer Berg am Fuße des Mont Klamott entsteht ein kleines Ensemble aus zwei Häusern.

Die Planung liest den Ort nicht als leere Fläche, sondern als Spur: Straße, Garten, Hof, Remise. Aus dieser Abfolge entwickelt Büro13 eine Architektur, die Wohnen und Arbeiten, Alltag und Rückzug, Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt.

Im hinteren Teil des Grundstücks steht die Remise. Sie ist kein historisierendes Bild, sondern eine Erinnerung an die Berliner Hofstruktur: unten robust und dienend, oben still und bewohnt. Im Erdgeschoss liegt der Fuhrpark, selbstverständlich und funktional. Darüber öffnet sich eine Wohnebene zum Garten – leicht, geschützt und mit der Ruhe des rückwärtigen Grundstücks verbunden.

Das zweite Haus besetzt die Adresse zur Straße. Sein Erdgeschoss wird als Themenlandschaft gedacht: ein Arbeitsloft, offen, roh und großzügig, ein Raum für Ideen, Material, Handwerk und Bewegung. Darüber liegt die Familienwohnung – hell, gesammelt und dem Garten zugewandt. Arbeiten und Wohnen stehen hier nicht nebeneinander, sondern bilden eine räumliche Erzählung übereinander.

Beide Häuser sprechen dieselbe materielle Sprache. Ein heller, warmer Ziegel zieht sich durch das Ensemble und bindet die Baukörper zusammen. Er erinnert an Werkstatt, Hof und Remise, an Beständigkeit und Gebrauch. Holz, Glas und präzise gesetzte Öffnungen ergänzen diese ruhige Grundstimmung und erzeugen ein feines Spiel aus Schwere und Leichtigkeit.

So entsteht an der Schneeglöckchenstraße kein einzelnes Haus, sondern ein kleiner Stadtbaustein im Grünen: ein Ort mit Tiefe, mit Erinnerung und mit einem offenen Blick nach vorn.