Ein inklusives Wohnquartier mit Gemeinschaftsküche, Workspace und Fahrradwerkstatt, biodiverser Freiraummitte und nutzbaren Dachgärten – robust, kostenbewusst, hochwertig.
Im Rahmen der Konzeptausschreibung der Stadt Hamburg für das Baufeld HH-Barmbek-Nord BF 2c haben wir mit BIOTOP BARMBEK ein Quartierskonzept entwickelt, das soziale Mischung, gelebte Nachbarschaft und ökologische Qualität mit einer robusten, wirtschaftlichen Bauweise verbindet. Ziel ist ein Wohnensemble, das nicht nur gebaut, sondern im Alltag dauerhaft funktioniert: mit klaren Räumen für Begegnung, einem identitätsstiftenden Freiraum und hoher Wohnqualität bis in die Dachlandschaft.
Ein lebendiges Quartier braucht verlässliche Alltagsstrukturen
BIOTOP BARMBEK organisiert die Bebauung als klar lesbares Ensemble mit einer geschützten, gemeinschaftlichen Mitte. Dieser Innenbereich ist nicht Restfläche, sondern sozialer Motor: Hier entstehen Sichtbarkeit, Sicherheit und Identität – weil Menschen sich begegnen, Dinge gemeinsam tun und der Außenraum aktiv genutzt wird.
Gemeinschaft & Inklusion: drei starke Erdgeschoss-Anker
Im Erdgeschoss verankern wir drei komplementäre Gemeinschaftsbausteine, die unterschiedliche Gruppen ansprechen und die Quartiersmitte täglich aktivieren:
- Community Kitchen als niederschwelliger Treffpunkt: gemeinsames Kochen und Essen, interkulturelle Formate, Mehrgenerationen-Anlässe. Entscheidend ist eine klare Organisation (Nutzungsregeln, Pflege, Betrieb), damit der Raum langfristig trägt.
- Community Workspace als Quartiers-Arbeitsort: flexible Arbeitsplätze und Rückzugszonen für Homeoffice, Selbständige und Projektarbeit. Der Workspace stärkt lokale Netzwerke, reduziert Wege und schafft produktive Nähe statt Vereinzelung.
- Fahrradwerkstatt als praktischer Nachbarschaftsort: Reparieren, Teilen, Hilfe zur Selbsthilfe. Sie unterstützt den Umweltverbund und erzeugt die „kleinen Anlässe“, aus denen Gemeinschaft entsteht.
Ergänzt werden diese Angebote durch gemeinschaftliche Terrassenflächen, die Innen- und Außenraum verbinden und die Erdgeschosszone sichtbar beleben.
Freiraum als „Biotop“: Klima, Identität und Mitmachen
Der Freiraum wird als bewohnbare Biodiversitätslandschaft gedacht – mit naturnahen Pflanzungen, Wildblumenwiesen und essbaren Gärten (z. B. Hochbeete). Das schafft Mikroklima-Vorteile und fördert Beteiligung: Wer pflegt, erntet oder Patenschaften übernimmt, stärkt Zugehörigkeit und reduziert Konflikte.
Dachgärten als zweite Wohnlandschaft
Ein wesentlicher Qualitätsgewinn entsteht durch nutzbare Dachgärten: gemeinschaftliche Außenräume über dem Alltag, zoniert für Ruhe, Austausch und gemeinsames Gärtnern. Sie erhöhen die Wohnqualität für alle, verteilen Freiraum „fair“ und wirken zugleich klimaresilient durch Begrünung, Verdunstung und Regenrückhalt.
Robust & kostenbewusst – Qualität durch Einfachheit
Die Architektur folgt einem Design-to-Cost-Ansatz: kompakte Baukörper, wiederholbare Grundrissmodule, übereinanderliegende Installationszonen und robuste, wartungsarme Materialien. So werden Bau- und Betriebskosten reduziert, Ausführungsqualität und Langlebigkeit gesteigert – und genau dadurch entsteht ein Quartier, das wirtschaftlich realisierbar und langfristig lebendig bleibt.










