Mit dem Gesundheitszentrum am S-Bahnhof Falkensee ist die Moderation zwischen privaten Investoren, kommunalen Trägern und der öffentlichen Hand für ein schlüssiges, wirtschaftliches Gesamtkonzept geglückt.
Das Gesundheitszentrum markiert als markanter Eckpunkt die Schnittstelle zwischen der Dallgower Straße und der Schwartzkopffstraße. Unmittelbar am Bahnhof Falkensee gelegen, fungiert das Objekt als hochfrequentierter Ankerpunkt. Die Architektur nutzt die prominente Lage durch eine differenzierte Höhenstaffelung: Ein 4-geschossiger Eckbau bildet den weithin sichtbaren Hochpunkt, flankiert von zwei 3-geschossigen Flügelbauten. Diese städtebauliche Geste schafft nicht nur Präsenz, sondern sichert durch die direkte ÖPNV-Anbindung eine optimale Erreichbarkeit für Patienten und Besucher aus der gesamten Region.
Das Projekt geht weit über die lokale Nahversorgung hinaus. Durch die Bündelung spezialisierter Fachbereiche ist ein medizinisches und soziales Zentrum mit überregionaler Bedeutung entstanden:
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Klinische & Fachärztliche Exzellenz: Beherbergung einer psychiatrischen Tagesklinik (Havelland-Kliniken), eines großflächigen MVZ sowie radiologischer und orthopädischer Fachpraxen.
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Kommunaler Anker: Integration zweier zentraler Ämter des Landkreises (Gesundheitsamt und Jugendamt/BSB), was die Relevanz des Standorts für die öffentliche Infrastruktur festigt.
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Soziale Vernetzung: Präsenz von Sozialstationen und Diensten (u. a. Johanniter), ergänzt durch therapienahe Angebote wie einen Salzdom und Physiotherapie.
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Nahversorgung: Das Erdgeschoss synergiert mit Apotheke, Sanitätshaus und Gastronomie als lebendige Schnittstelle zum Stadtraum.
Ein Kernmerkmal der Planung von Büro13 Architekten ist die zukunftsoffene Gebäudestruktur. Die klare Primärkonstruktion und die durchdachte Anordnung der technischen Infrastruktur erlauben eine maximale Flexibilität:
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Bauliche Effizienz: Sämtliche Einheiten sind so konzipiert, dass Grundrisse ohne großen baulichen Aufwand an sich ändernde medizinische Standards oder neue Mieterstrukturen angepasst werden können.
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Ressourcenschonung: Diese „Umnutzungsfähigkeit“ ist unser Verständnis von Nachhaltigkeit – das Gebäude altert nicht mit seiner ersten Nutzung, sondern bleibt über Jahrzehnte wertstabil und funktional relevant.
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Barrierefreie Logistik: Drei Treppenhäuser (inkl. Sicherheitstreppenhaus) und zwei für den Krankentransport dimensionierte Aufzüge gewährleisten einen reibungslosen, barrierefreien Ablauf auch bei hoher Nutzerfrequenz.
Das Gesundheitszentrum Falkensee ist ein Beleg für unsere Fähigkeit, komplexe Interessen von Privatinvestoren, kommunalen Ämtern und Landesministerien in einer hochfunktionalen und wirtschaftlich erfolgreichen Architektur zu vereinen. Mit ca. 5.150 m² Bruttogrundfläche und einem Investitionsvolumen von ca. 5 Mio. Euro (LP 1–9) demonstrieren wir langjährige Erfahrung in der Realisierung großmaßstäblicher sozialer Infrastruktur.








