Villa am Scharmützelsee Alle Projekte

  • Ort

    Bad Saarow

  • Auftraggeber

    privat

  • Leistungen

    LP 1-3 HOAI

  • Nutzfläche

    420 m²

  • Baukosten

    4,5 Mio. €

  • Energiestandard

    KfW 55

  • Besonderheiten

    Seelage, Innenpool, Wellnesbereich

Ein kompakter Baukörper sitzt am Hang und richtet den Alltag konsequent zum See aus. Innen entstehen weite Blickbezüge über eine doppelte Raumhöhe, außen staffeln Terrassen, Stützwände und Wasserflächen den Übergang ins Gelände.

Am Ufer ist die Situation klar: Das Grundstück fällt ab, der Weg kommt von oben, der Blick zieht nach vorn ins Grün und weiter zum Wasser. Die Villa nimmt diese Topografie an, statt sie zu glätten – mit Stützwänden, einer in das Kellergeschoss geführten Garagenzufahrt und Gartenebenen, die das Hangstück ruhig fassen. Die Setzung bleibt bewusst kompakt. Ein klarer Kubus wird an der Seeseite geöffnet und tief eingeschnitten: als zweigeschossiger Luftraum, der innen Großzügigkeit schafft und außen eine geschützte Schwelle zwischen Haus und Terrasse bildet. Ein steinerner Sockel bzw. ein massiver, natursteinartig bekleideter Nebenbau verankert das Volumen im Gelände und gibt dem Eingang eine robuste Adresse.
Wer hier ankommt, nähert sich einem klaren, weißen Baukörper, dessen Eingang in eine ruhige Rücksprungzone gelegt ist. Ein niedrigerer, steinverkleideter Sockel begleitet den Weg und gibt dem Haus Bodenhaftung – zugleich markiert er den Übergang zwischen Ankommen, Nebenfunktionen und dem Wohnen darüber. Im Erdgeschoss ordnen sich Kochen und Essen als alltagstaugliche Folge, während der Wohnraum sich in die Höhe erweitert. Der zentrale Luftraum verbindet die Ebenen, der Blick wandert von der Halle in den Wohnbereich und weiter nach draußen; der Kamin ist als Mittelpunkt im Wohnraum vorgesehen. Ein Arbeits-/Gästezimmer liegt nahe am Eingang – nah genug für Rückzug, ohne das Haus zu stören. Oben wird das Haus leiser: Schlafen, Ankleide und Bäder sind klar gefasst, dazu ein Gästezimmer. Eine Bibliothek mit Leseecke sitzt an der Galerie und nutzt den Blick in den Luftraum; gegenüber bringt ein Atrium zusätzliches Tageslicht tief ins Geschoss. Der Balkon (ca. 16 m²) ergänzt diese obere Ebene als kleiner Außenraum mit Aussicht. Im Untergeschoss wird das Haus um eine robuste zweite Ebene ergänzt: Garage, Hauswirtschaft/Haustechnik und eine großzügige Wellnesszone mit Sauna und Pool sind klar gegliedert. Damit trennt der Entwurf das „Nasse“ und das Technische konsequent vom Wohnen, ohne es aus dem Alltag auszuklammern: Der Weg zur Erholung bleibt kurz, die Ordnung bleibt lesbar.