Ossietzkystraße

Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses
Standort: Berlin-Pankow
Zeitraum: 2010

Städtebau

Inmitten einer gewachsenen, ruhigen und grünen Umgebung in im Zentrum Alt-Pankows liegt die Ossietzkystraße. Nördlich des Grundstücks beginnt direkt der Schlosspark des historischen Schlosses Schönhausen. Die Umgebung ist geprägt durch eine halboffene Bebauung und zahlreiche Grünanlagen.

Entwurf

Die Planung sieht die Errichtung eines sechsgeschossigen Gebäudes mit Tiefgarage vor, dabei soll das Erdgeschoss als Geschäftshaus fungieren, während in den darüber liegenden Geschossen jeweils acht Wohnungen entstehen sollen. Das besondere an diesem Entwurf ist die Erschließung der einzelnen Wohneinheiten. Das Treppenhaus und der Aufzug werden halboffen ausgebildet, dadurch entsteht eine Art Laubengang, von dem man in die Wohnungen gelangt – somit ist eine Querlüftung jeder Wohneinheit möglich. Alle Wohnbereiche sind der ruhigen und sonnigen Gartenseite zugewandt und haben jeweils Zugang zu einer Loggia.

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Energiekonzept

Schon die Grundrissaufteilung hat Auswirkungen auf den Energieverbrauch eines Gebäudes. Um die Wärmeverluste gering zu halten und für eine erhöhte Behaglichkeit zu sorgen, wurden die wärmebedürftigen Bereiche, wie Bäder von der Fassade abgelöst ins Innere des Gebäudes gelegt. Dadurch ist zudem eine größere Gebäudetiefe und somit eine kompaktere Bauweise möglich. Das verbessert das Verhältnis von Volumen zu Gebäudehülle. Effiziente Vierspänner optimieren zugleich das Verhältnis von Wohnfläche zu Erschließungsfläche. Durch ein außenliegendes Treppenhaus ist bei diesem Entwurf trotzdem ein Querlüften aller Wohnungen möglich.
Eine gezielte Planung großflächiger Glasflächen verbessert die Nutzung passiver Solargewinne.
Durch eine massive Bauweise entstandene Speichermasse des Gebäudes hilft starke Temperaturschwankungen abzupuffern. Zusätzlich ist eine Bauteilaktivierung über in die Decken eingelegte Kapillarrohrmatten geplant. Die Speichermasse lässt sich durch die mögliche Querlüftung nachts abkühlen. Ein hoher Dämmstandard verringert die passiven Wärmeverluste.
Der Strombedarf soll größtenteils durch fassaden- und dachintegrierte Photovoltaik-Anlagen gedeckt werden.